Musik

In Memoriam Mariska Veres: Venus


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Mariska Veres, die Sängerin der Band Shocking Blue, ist gestern im Alter von 59 Jahren im niederländischen Hague an Krebs gestorben.
Sie sang unter anderem mit großem internationalen Erfolg den Song «Venus», der später 1986 von Bananarama gecovert wurde.
Das oben zu sehende Original von Shocking Blue ist jedoch unerreicht geblieben.
Die in Holland als Tochter eines Ungarn und einer Deutschen geborene Mariska Veres performte nicht nur auf englisch (Auftritt im Bremer Musikladen, 1975), sondern auch auch deutsch (kurioser Audio-Mix von 1975 mit Bildern vom Hitparaden-Auftritt zum Lied «Mach mich frei») und ungarisch («Hazamegyek Budapestre» im ungarischen TV).
Fotos und Daten zu Mariska gibt auf dieser privaten Fanseite, die wesentlich erträglicher ist, als die mit einem grausam verunstalteten Venus-Midi zugerichtete Geocities-Fanseite.

[via netzeitung]

Musik, Video

La oreja de Van Gogh: Perdida


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«La oreja de Van Gogh» hat von der bereits hier im April vorgestellten Platte das mittlerweile dritte Lied als Video aufgenommen: Perdida (dt.: Verloren).
Ok, ist seichter Pop, gefällt mir trotzdem. Ich mag die Stimme von Amaia Montero sehr gern.
El País macht sich ein bisschen lächerlich, wenn sie das Video auf ihren Seiten mit den Worten vorstellen:

La oreja de Van Gogh estrena en ELPAIS.com ‚Perdida‘, su último clip.

Screenshot ELPAIS.COM vom 1.12.06 Zu schreiben, dass «La oreja de Van Gogh» ihr neues Video auf ELPAIS.COM uraufführen, wenn es bereits einen Tag früher auf YouTube zu sehen ist, gaukelt den Online-Lesern der spanischen Tageszeitung eine Exklusivität vor, die weder gegeben ist, noch von LOVG gewollt sein kann. Fairerweise muss man zugeben, dass das Video bei El País in besserer Qualität zu sehen ist.

Musik, Spanisch, Video

Die Musik-Büchse der Pandora

Pandora Ich bin beeindruckt von dieser Musik-Box der Pandora: man tippt einen Lieblingssong ein oder eine/n Gruppe/Interpreten, die man gerne hört, und lauscht den automatisch generierten Vorschlägen, die in meinem Test mit INXS meinen Geschmack ganz gut getroffen hatten.
Zum Ausprobieren bitte hier entlang: Pandora.
Zum Studieren der Hintergründe kann man einen Artikel bei ComputerBase lesen: «Pandora: Musik nach dem eigenen Geschmack».
Und wer des Spanischen mächtig ist, kann Juan Varelas Kurzvergleich von Pandora und Last.fm lesen: «¿Pandora o Last.fm?», durch den ich heute erst wieder auf Pandora aufmerksam wurde.

Musik

La Unión: ‚Lobo hombre en París‘


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1984 landet die spanische Gruppe «La Unión» mit «Lobo hombre en París» einen Riesenhit und bleibt damit 11 Wochen an der Spitze der Charts. Ich habe dieses Lied erst Ende der 80er Jahre zum ersten Mal gehört, doch seither ist es mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Gerade eben habe ich es per Zufall auf YouTube entdeckt. Man kann dort eben so herrlich videoschmökern.

Wenn man dann ein bisschen nach «La Unión» recherchiert, um zu erfahren, was die heute so machen, findet man eine elektronisch aufgemöbelte Remix-Version «Lobo Hombre en Paris 2006», die sich La Union getrost hätte sparen können. Dann schon lieber das grell-bunte Video «Vuelve el amor». Der Titel erschien 2002 auf der Platte «El Mar de la Fertilidad» und ist schön schräg wie die frühen Almodóvar-Filme ist, auch wenn die Ästhetik sich mehr zwischen schlechtem Warhol und schäbiger Werbung für Handys bewegt.

Aber mit «Lobo hombre en París» hat sich «La Unión» in das musikalische Gedächtnis des spanischen Pops eingeschrieben, und da bleibt die Gruppe, die sich selbst als «supervivientes de los 80» (dt.: «Überlebende der 80er») bezeichnet, auch – trotz aller Verfehlungen der Neuzeit.

Infos zu La Unión:

Internet, Musik, Spanisch, Video

E.S.T. – großes Jazz-Kino in der Hansestadt

Das Warten hatte sich gelohnt: was für ein Konzert! Das Esbjörn Svensson Trio (E.S.T.) hat heute abend hier in Hamburg mit dem Auftritt in der Laeiszhalle seine Deutschlandtournee (1.11.-22.11.06) beendet und es war genial.
Die etwas über zwei Stunden sind viel zu schnell vergangen, doch zuvor sind wir in den Genuss einer einzigartigen Musikdarbietung gekommen. Nicht nur bei meinem Favorit «The goldhearted miner» von der neuen CD «Tuesday Wonderland», sondern auch bei den älteren Stücken, wie etwa «Eighty-Eight Days In My Veins» oder dem absoluten Hammer-Lied «The Well wisher».

Sehr schöner, schlichter Bühnenaufbau mit Flügel (Esbjörn Svensson), Bass (Dan Berglund) und Schlagzeug (ganz stark: Magnus Öström) und dezenten Videoprojektionen, die ihre ganz eigene kontrastive Wirkung auf den goldverzierten Wänden der altehrwürdigen Laeiszhalle entfalteten.
Ganz großes Jazz-Kino in der Hansestadt. Danke E.S.T. (und A.! 😉 ) für einen wundervollen Abend.

Hamburg, Musik

Los Prisioneros – Estrechez de Corazón

Manchmal wird YouTube zur Zeitmaschine:
Ich habe vor Jahren in Mexiko gelebt und wenn das Lied «Estrechez de Corazón» der chilenischen Gruppe «Los Prisioneros» im Radio oder im Fernsehen lief, hab ich alles stehen und liegen lassen. Übelster Kitsch an der Oberfläche jeglicher Gefühlswelten und ohrwurmiger Pop-Song obendrein.
Und trotzdem kann ich das Lied nicht oft genug hören:

no te pido nada más
que valores este amor
que lo guardes en un libro
y lo atesores
cerca de tu corazón

Musik, Spanisch, Video

Esbjörn Svensson Trio (E.S.T.) live in Hamburg

Ich freue mich bereits jetzt schon auf nächsten Mittwoch (Update: Konzertbericht vom 22.11.06). Warum? E.S.T. kommt nach Hamburg in die Laeiszhalle. Das Esbjörn Svensson Trio aus Schweden wird ja überall in höchsten (Jazz-)Tönen gelobt. Sie haben es als erste europäische Jazzband auf das Cover der US-Jazz-Zeitschrift Downbeat geschafft.

Downbeat-Cover und -Artikel kann man hier als pdf downloaden, 5 Seiten, reich bebildert, daher 1 MB schwer.

laut.de jubelt über das neue Album «Tuesday Wonderland» (und ich jubele zwischen den Zeilen zustimmend mit):

Wie kann man nur so vor unerschöpflicher Kreativität strotzen? Nachdem das e.s.t. seit „From Gagarins Point Of View“ (1999) ihrer Erfolgsleiter etliche Sprossen hinzufügte, und das Vorgängeralbum „Viaticum“ sich 2005 zum meistverkauften Jazz-Instrumental-Album in Europa emporschwang, stellt das schwedische Trio mit „Tuesday Wonderland“ ihr zehntes – und bestes – Album vor.

Reinhören, und – wer möchte – auch kaufen, kann man auf amazon: Tuesday Wonderland. Titel Nr. 3, «the goldhearted miner», läuft bei mir seit Tagen (oder besser Nächten) beinahe in Dauerschleife.
Weitere Links:

A. ich freue mich auf unseren Konzertbesuch und danke dir für den wunderbaren Tipp!

Hamburg, Musik
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