Freitagstexter: Fotobetextung und Tweetkritik

Seit 3 Wochen, seit ich zur Twitkrit-Redaktion gehöre, bedeutet der Begriff Freitagstexter zweierlei für mich: Einmal Fotobetextung und einmal Tweetkritik.

Zur Fotobetextung: Jeden Freitag startet irgendwo in den Welten des Webs der Freitagstexter, ein Bildbetextungwettbewerb, der ja auch schon ein paar Mal auf Text & Blog zu Gast war und den ich in einem Wiki dokumentiere. Die leicht zu merkende Adresse des Freitagstexterwikis, unter der mensch immer wieder rasch nachschauen kann, wo denn der lustige Fototext-Contest gerade ausgerichtet wird, sei hier noch mal in Erinnerung gebracht: twiturl.de/ft.

Oh je, jetzt schreibt auch schon Twitkrit über uns
Foto: Migraine! von annia316 auf Flickr.

Aber Freitags texten bedeutet seit Neuestem für mich eben auch, eine Tweetkritik für Twitkrit zu schreiben, wo ich im Redaktionsturnus der werktäglichen Rezensionsveröffentlichungen den Freitag übernommen habe. Heute geht es auf Twitkrit um Hamster. Ein Wort, das so in mehreren Sprachen existiert. Auch darum geht es. Um Multilingualität in der Welt des Microbloggens, sozusagen. Wie immer lustig (hoffe ich!). Doch lest selbst: «Hamster – ein multilinguales Twitterphänomen».

FriendOrFollow.com zeigt die Twitter-Follower

Das sind die Menschen, denen ich auf Twitter followe
Das sind die 96 Menschen/Accounts, deren Meldungen ich auf Twitter lese und die auch meine Tweets abonniert haben. (Screenshot der ‘mutal followers’ auf Flickr in groß.)

Ich fange nicht noch einmal an, die Argumente pro Twitter aufzuzählen; das habe ich hier im Blog schon zur Genüge getan. Und wie ich immer wieder sage: wer es nicht selbst eine zeitlang ausprobiert, wird den unschätzbaren Nutzen dieses Dienstes nicht verstehen. Ich war ja am Anfang selbst sehr skeptisch und dachte nur: Was soll das? Und dafür habe ich doch gar keine Zeit! Nach anderthalb Jahren intensiver Twitternutzung, kann ich sagen, das ist das Beste, was das Internet seit Langem – kommunikationstechnisch und zur direkten Verbreitung von Informationen – zu bieten hat.

Manche fragen mich, wie ich es schaffe, 100 Menschen auf Twitter zu folgen (d.h. ihre dort veröffentlichten Meldungen zu lesen). Ich kann nur sagen, das geht mehr oder weniger problemlos und ich beschränke mich mit der 100er-Grenze ja schon sehr stark selbst, in Anbetracht der Tatsache, dass umgekehrt über 500 (!) Personen meine Meldungen auf Twitter verfolgen. Nehme ich jemanden Neues dazu, fliegt meistens jemand anderes dafür raus.

Für alle TwitternutzerInnen, die im Reigen des Followens (Wer folgt mir? Wem folge ich?) den Überblick verloren haben, gibt es ein praktisches Tool: Auf friendorfollow.com den eigenen Twitternamen eingeben und es werden einem drei Gruppen angezeigt:

  1. Wer von meinen Followern folgt auch mir?
  2. Wer von meinen Followern folgt mir nicht?
  3. Welche Follower habe ich, denen ich nicht folge?

In meinem Fall sieht das so aus: friendorfollow.com/textundblog, obiger Screenshot zeigt die 96 Personen oder Accounts, deren Tweets ich lese und die gleichzeitig meine Tweets lesen.

Meinen Followern auf Twitter, denen ich nicht folge, kann ich versichern, dass ich mir stets die Replies anschaue (indem ich auf Twitter ab und an die Replies direkt aufrufe und indem ich zusätzlich den RSS-Feed für die Twitter-Replies abonniert habe) und wann immer es geht, diese Replies auch beantworte. So wie ich mich ja auch bemühe, die Kommentare hier im Blog so schnell und so häufig wie möglich zu beantworten.

Twitterentdeckung auf Twitkrit vorgestellt

Mein neuester Twitkrit-Artikel: Twitor zur Welt Was würdet Ihr sagen, wenn Ihr folgende Sätze lesen würdet?

Todesschreie von Keramik durch die Wand.
Nebenan tötet jemand Kacheln.

Ich habe dazu etwas im Artikel «Twitor zur Welt» geschrieben. Es geht darum, wie Twitter auch zu Entdeckungen im Netz führen kann. Denn interessante Twitterer haben meist auch sehr lesenswerte Blogs. Doch lest selbst auf Twitkrit, dem Besprechungsorgan für lesenswerte Tweets. Seit letzter Woche immer freitags von mir befüllt.

Mein Start auf Twitkrit: Pfannenapfelkuchen

Pfannenapfelkuchen à la abundant

Nach meinem Gastbeitrag auf Twitkrit im August (Ihr erinnert euch, das Ding mit der Latzhosenvision von Frau Lorelei, «Bauformen des Erzählens», hier im Blog meinem lieben Freund und Germanistik-Kommilitonen Leo gewidmet) gehöre ich seit heute zum ständigen Team der Twitkrit-Redaktion. Ich werde in Zukunft immer freitags eine Twitkrit-Rezension veröffentlichen.

Zum Start gibt es einen Apfelkuchen in der Pfanne zubereitet. Ja, Ihr habt richtig gelesen, in der Pfanne! Der Herr Abundant der kann das, und wie er das macht, zeigt er auf Twitter. Jetzt nachzulesen in der Besprechung auf Twitkrit: «Pfannenapfelkuchen à la abundant». Viel Spaß.

Und nicht vergessen – falls nicht schon längst geschehen – unbedingt den Twitkrit-Feed abonnieren, denn es erscheinen an jedem Werktag lesenswerte Tweet-Besprechungen, von Leuten, die das viel besser können als ich (Wochentage in Klammern): von Picki (Mo), Bjoerngrau (Di), Mspro (Mi), Bosch (Do) und immer auch mal wieder Texte von GastautorInnen. Twitkrit auf Twitter folgen hilft natürlich auch: twitter.com/twitkrit. 😉

Shrink2One: Mehrere Links zu einem kombinieren

Linkverkürzer a la TinyURL oder twiturl finden immer häufiger Anwendung, wenn es darum geht, zu lange URLs in eine Kurzform zu bringen. Für das Zusammenfassen mehrerer Webadressen gab es für mich bisher den praktischen Dienst LinkBunch, den ich zu Anfang des Jahres im Artikel «Ein Bündel Links mit LinkBunch schnüren» vorgestellt hatte.

Heute habe ich auf Online Tech Tipps dafür einen noch besseren Dienst kennen gelernt: Shrink2One. Zu den Links werden gleich auch noch Screenshots der zusammengefassten Websites gemacht und es können mit einem Klick alle Adressen in den Zwischenspeicher kopiert werden. Desweiteren wird eine Edit-Funktion für die Links in Aussicht gestellt, die für bestimmte Situationen sicher sehr praktisch sein kann: sollte sich eine der Adressen eines Gruppenlinks einmal ändern, könnte dies noch nachträglich korrigiert werden.

Shrink2one: zeigt auch Screenshots der abgespeicherten Websites an Wie sieht das Ganze aus? Wer es nicht selbst ausprobieren möchte, schaue einfach auf nebenstehende Abbildung oder klicke auf den Kurzlink, den ich zum Test mit ein paar Websites zusammengestellt habe, die von mir betrieben oder (mit-)betreut werden: Shrink2One.com/245.

Ein so gebildeter Kurzlink für mehrere Adressen, ist in bestimmten Fällen nicht nur praktisch für E-Mails, SMS, Twitter, Foren oder Blogkommentare, sondern auch für mündlich weiterzugebende Links.

[via Online Tech Tipps]

Twitter bringt Gedanken in die Nähe der Follower

Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon In Pascal Merciers1 Roman «Nachtzug nach Lissabon» habe ich in diesen Tagen einen Satz gelesen, der mich sehr stark an eine der Motivationen für das Kommunizieren via Twitter erinnert hat. Es ist nur ein Aspekt der zahlreichen Funktionen, die das Microbloggingtool Twitter erfüllen kann, aber eben einer, der in Bezug auf bestimmte Follower (das sind die Menschen, welche die Twittermeldungen einer Person verfolgen) sehr zutreffend sein kann; zumindest gilt das für mich. Den Satz schreibt innerhalb des Romans (auf S. 162) der fiktive portugiesische Autor Amadeu de Prado in einem Brief aus Oxford an seine Schwester in die Heimat nach Lissabon:

Vielleicht kann ich mich auf diese Weise mit meinen Gedanken in Deine Nähe bringen.

Dieser Aussage geht ein Satz voran, der das Briefeschreiben in seiner Funktion des Kontakthaltens beschreibt. Entfernungen zu den Menschen, die einem wichtig sind, werden durch das Briefeschreiben überbrückt. Eine gedankliche Nähe wird – wenn auch durch die lange Zustelldauer des Briefes zeitversetzt – versucht herzustellen. Beide Sätze hintereinander lesen sich so:

Ich vermisse Dich, und deshalb schicke ich Dir, was ich letzte Nacht aufgeschrieben habe. Vielleicht kann ich mich auf diese Weise mit meinen Gedanken in Deine Nähe bringen.

twitter.com/textundblog Ja, das geschieht manchmal (nicht immer!) auch auf Twitter: Meine Gedanken in Deine Nähe bringen. Mit dem Unterschied, dass aus Deine Nähe Eure Nähe wird, schließlich richten sich Twittermeldungen nicht an eine Person sondern an mehrere. Doch mir gefällt der Vergleich und die Vorstellung mit Twitter meine Gedanken in die Nähe der Follower zu bringen.

  1. Der Name Pascal Mercier ist nur ein Pseudonym, in Wahrheit handelt es sich bei dem Autoren um den Schweizer Philosophie-Professor Peter Bieri. []

TwitternWieBeiMuttern

twitternWieBeiMuttern

Den ganzen Tag sitzt du vor diesem Twitter.
Lies doch mal ein gutes Blog!
#twitternwiebeimuttern

Herrliches Mem. TwitternWieBeiMuttern. Wird laufend durch kreative Köpfe und Spaßvögel auf Twitter aktualisiert. Unter der leicht zu merkenden Kurzadresse twiturl.de/twbm jederzeit abfragbar.

Mein oben abgebildeter Favorit kommt von Herrn Sixtus.

[Update I – 19:45 Uhr: Und so fing vor 5 Stunden alles an. 343max hat die Lawine losgetreten.]

[Update II – 22:00 Uhr: Torben Friedrich alias fritten auch auch noch ‘nen netten Tweet aus der Reihe.]

Hubertus Heil twittert – Spiegel Online wittert (Peinliches)

Hubertus Heil auf Twitter

Spiegel Online hat sich mit seinem dümmlichen Artikel über die Twitter-Aktivitäten von SPD-Generalsekretär Hubertus Heil wieder mal als der BILD-Zeitung in nichts nachstehend gezeigt, wenn es darum geht, die Leserinnen und Leser für dumm zu verkaufen. Heil berichtet zur Zeit mittels des Microbloggingtools Twitter live vom Nominierungsparteitag der US-amerikanischen Demokraten aus Denver und dem für Spiegel gegen das Netz anschreibenden *hüstl* “Journalisten” Carsten Volkery fällt nichts Besseres dazu ein, als diese Form der Kommunikation als Anbiederung an die Jugend zu diskreditieren.

Wieder einmal zeigt sich, dass Möchtegern-Journalisten, die diese Bezeichnung ohne pejorativen Zusatz wirklich nicht mehr verdient haben, sich mit ihren Pseudo-Recherchen noch in einem Informationsvorsprung gegenüber der Bevölkerung wähnen, die Web 2.0-Diensten (noch) nicht viel abgewinnen kann. Und solange wird eben dagegen angeschrieben. Unnütz zu erwähnen, dass die Süddeutsche eilfertig hinterher hechelt und Carsten Matthäus dort Heils Twittermeldungen auch zu diskreditieren versucht («Wenn er dabei nur nicht so peinlich herumtwittern würde.»)

Fragt sich, wer hier peinlich ist?

Hubertus Heil, der mir alles andere als sympathisch ist, und dessen politische Positionen ich in vielen Punkten nicht teile, macht das gar nicht so schlecht. Ich stimme Thomas Knüwer zu, der in seiner Reaktion im Handelsblatt Weblog auf den journalistischen Fehlgriff von Spiegel Online Heils Twitter-Meldungen wie folgt beschreibt:

Hier macht sich ein Politiker ansprechbar. Und dieser Versuch verläuft bisher besser als all die auf TV-getrimmten Langeweiler-Videos.

Momentan verfolgen 552 Menschen die Meldungen von Heil auf Twitter. Und das werden sicher noch mehr.

[Update 16:20 Uhr: SpOn legt noch ein Video nach (Danke, Herr Sabbeljan, für den Hinweis). Das Filmchen ist im gleichen Stil gehalten wie der Artikel. Mehr ist daher auch nicht dazu zu sagen.]

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