NZZ über den Microblogging-Dienst Twitter

Die NZZ über Twitter:

Wie erkennt man den nächsten grossen Internet-Hype? Eines der eindeutigsten Anzeichen dafür ist vermutlich, wenn plötzlich Zehntausende begeistert eine neue Dienstleistung nutzen, aber gleichzeitig völlig ausserstande sind, Aussenstehenden zu erklären, worum es dabei überhaupt geht – geschweige denn, wo der Nutzen liegt. Dies ist der Fall beim Online-Dienst Twitter.

Da ist was dran. Außenstehende verstehen es in der Tat nicht und schütteln nur den Kopf. Vermutlich hilft da auch kein Weiterlesen in der NZZ:
«Das Zwitschern im Internet wird lauter – Twitter ist der neue Liebling der Online-Gemeinde».

Twitter-Artikel Wikipedia
Twitter auf Text & Blog
– Mein Twitter-Account: twitter.com/textundblog

[via twitter (sic!) von svensonsan: I und II]

Twitter-Karma: Wer liest mich, wen lese ich?

Ausschnitt aus meinem Twitter-Karma
Nachdem ich anfangs mehr als skeptisch war, gehört für mich der Mikroinformationsdienst twitter (s. Wikipedia-Artikel über twitter) mit zum Besten, was ich 2007 neu entdeckt habe und worauf ich nicht mehr verzichten möchte. Wie immer bei neuen Netzdiensten gilt: wer twitter nicht ausprobiert hat, bzw. nur einen kurzen Test gewagt hatte, wird nichts oder nur wenig damit anfangen können und genau so skeptisch bleiben, wie ich es am Anfang war. Muss ja auch nicht jede/r alles machen. 😉

Für die Twitter-Nutzer unter euch, die mal im Überblick sehen wollen, wen sie so verfolgen und wer sie verfolgt, gibt es ein praktisches Tool namens Twitter-Karma.

[via twitter von dotdean]

Enrique Dans: Geteilte Aufmerksamkeit

Was symbolisiert die Zeit besser als ein Uhrwerk?
Foto: xtrapink

Enrique Dans hat auf Libertad Digital einen ganz hervorragenden Artikel über das Phänomen der geteilten Aufmerksamkeit veröffentlicht. Wir alle sehen uns immer stärker einem ständig wachsenden Informationsfluss gegenüber, wollen alles aufnehmen, müssen zwangsweise selektieren und ertappen uns doch dabei, wichtige Themen nur an der Oberfläche begleiten zu können. Kurzum: «Zu viel anzuschauen in zu wenig Zeit».

So lautet auch der Titel meiner Übersetzung des Artikels «Demasiado que ver y muy poco tiempo» zu diesem Thema. Ich habe Enrique gebeten, diesen wichtigen Text, der vor ein paar Tagen auf Libertad Digital erschienen ist, ins Deutsche übersetzen zu dürfen und ihn hier zu präsentieren. Er hat zugestimmt und ich habe mich gleich an die Arbeit gemacht.

Obwohl ich mir natürlich alle Mühe gegeben habe, diesen Artikel korrekt und unter weitestgehender Wahrung des lesenswerten Stils des spanischen Informationsexperten zu übersetzen (schließlich ist das mein Beruf), empfehle ich denen, die Spanisch können, ausdrücklich die Lektüre des spanischen Originals. Allen anderen lege ich die deutsche Übersetzung ans Herz, die gerne auch hier als PDF (2 S., 49 KB) heruntergeladen werden kann.

Ein Zitat zur Einstimmung auf den interessanten Text:

In Blogs und Zeitungen wird jeder Artikel entweder in vergleichbarer Zeit gelesen oder durch schnelles Überfliegen quergelesen, um den Inhalt gerade soweit zu erfassen, dass man mitbekommt “um was es geht”. Auf meiner Website geben Besucher oft Kommentare ab, die deutlich zeigen, dass sie den Text nicht vollständig gelesen haben, dass sie einen schnellen, oberflächlichen Blick auf den Text geworfen haben, ohne den Text in seiner Gänze zu erfassen.

Der komplette Text auf spanisch bei Libertad Digital oder hier im Blog nach dem Klick auf (Mehr…) Weiter lesen

Mexikanisches Erdbeben zuerst auf twitter

Bei dem aktuell auf netzeitung gemeldeten Erdbeben in Mexiko-Stadt hatten viele sicher an das furchtbare Beben von 1985 denken müssen, bei dem 10.000 Menschen starben. Jedoch ist das Erdbeben von heute 0:42 Uhr Ortszeit (7.42 Uhr MESZ, Zeitangabe La Jornada) viel schwächer gewesen (6,2 auf der Richterskala).

Das Blog Vivir México berichtet live und weist auf ein Posting von Robert Scoble hin: «Mexico City Earthquake, reported on Twitter first»:

How did I find out about the Mexico City Earthquake? On Twitter. As soon as people started reporting it on Twitter, I looked at the USGS maps. The Twitterers beat the USGS by several minutes.

John Edwards twittert seine politischen Positionen

TwitterDie New York Times schreibt über den Einsatz des Kommunikationstools Twitter im Wahlkampf von John Edwards, dem Kandidaten für die demokratische Präsidentschaftskandidatur in den USA. Der Artikel von Philip Burrowes stellt heraus, dass Edwards der erste ist, der eine Haltung zu einem politischen Thema in einer sozialen Software-Umgebung ankündigt:

Much to Scoble’s surprise, Edwards promptly Twittered a promise to offset the carbon he generated by funding alternative-energy research – marking what seems to be the first policy clarification from a major candidate on social software.

Weiter in der NYT: «Edwards Camp Goes All A-Twittering».

Die beiden Twitter-Nachrichten, um die es im NYT-Artikel geht, sind:
Die Frage des bekannten Bloggers Robert Scoble:

@johnedwards: how are you going to get your campaign carbon neutral when you have to fly jets around the country so much?

Und die Antwort von John Edwards:

@scobleizer: will fund alternative energy production that will offset the carbon generated from campaign travel.

[via Twitter Blog]

Blogspiel-Interview zu Twitter

twitterIn der Radiosendung Blogspiel (Deutschlandradio Kultur) erklärt Johannes Kleske (Blog: tautoko.info) die Faszination von Twitter.

Twitter ist der nächste große Hype – mehr als ein neues Web 2.0-Spielzeug? Johannes Kleske, Media System Designer und Macher von Tautoko über Twitter, Spaghetti kochen und das Ende der Blogger als Avantgarde.

Medium: MP3
Link: MP3

Johannes bringt es auf den Punkt: So, wie viele Blogger sich die Frage anhören müssen “Was soll denn das?”, geht es jetzt den Nutzern von Twitter. Das wird sich noch einspielen, der Hype wird nachlassen, aber die Nutzung wird zunehmen. Und wer es nicht nutzen möchte, der lässt es eben sein. So einfach ist das.

Die spanischsprachige Blogosphäre wird natürlich ebenso vom Twitter-Virus ergriffen, siehe Technorati, auch Blockpocket berichtet und hat selbstverständlich einen Account: twitter.com/blogpocket. Lesenswert ist der dort verlinkte Artikel «Twitter: ¿qué estas haciendo?» von Antonio Cambronero auf Libro de Notas:

¿Es útil Twitter?. Soy usuario de Twitter y debo decir que me divierto y que puedes hacer nuevos amigos con ella. Es una herramienta de comunicación muy fácil de utilizar, a la que se puede sacar partido.

Weitere Artikel zu Twitter auf Text & Blog.

Definition von Twitter

Twitter textundblogFür mich die bisher überzeugendste Definition des neuen Phänomens Twitter:

What Twitter does, in a simple and brilliant way, is to merge a number of interesting trends in social software usage – personal blogging, lightweight presence indicators, and IM status messages – into a fascinating blend of ephemerality and permanence, public and private.

ephemerality heißt übrigens Kürze ;-). Den ganzen Artikel gibt es in voller Länge (;-)) in dem Social Software Gemeinschaftsblog «Many-to-Many».

Das Zitat habe ich gefunden über einen genialen Kommentar von bwana im Blogposting «RIP Twitter (2007-2007)»:

Text will never die. Remember that.

Stimmt.

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