Hamburg

Andrés Wood: La buena vida

La buena vida Andrés Wood (*1965, Chile) ist einer der wichtigsten zeitgenössischen chilenischen Regisseure. Bisherige Filme: u.a. Machuca, Historías de fútbol, La fiebre del loco, El Desquite.

La buena vida Auch für seinen neuesten Film «La buena vida» hat er viele bedeutende Preise erhalten – unter anderem den «El Colón de Oro» für den besten Regisseur beim Iberoamerikanischen Filmfestival in Huelva. Außerdem wurde «La buena vida» in Spanien mit dem «Premio Goya für den besten hispanoamerikanischen Film» ausgezeichnet.

Heute Abend um 21 Uhr gibt’s den chilenischen Film im Kino 3001 auf der Schanze zu sehen und ich freue mich schon sehr darauf:


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Weitere Infos im ciberaBlog im Artikel unseres neuen Kooperationspartners, dem Instituto Cervantes Hamburg, mit Hinweis auf weitere Filme: Spanischsprachige Filmreihe des Instituto Cervantes.

[Update 23:45 Uhr: Zu früh gefreut. Dem Kino wurde leider der falsche Film geschickt. Aufgrund einer Verwechselung haben wir heute Abend den gleichnamigen spanischen Film La buena vida von David Trueba (von 1996) gesehen. Schöner Film zwar, doch bei der ersten Einstellung merkte ich bereits, dass ich den Film schon kannte.]

Hamburg, Kino, Spanisch

100 Sekunden. 1 Geschichte. 1 Foto. Andreas Herzau berichtet ONscreen

Andreas Herzau

Just a Moment please!

Gute Idee: in 100 Sekunden wird der Kontext eines Bildes, oder die Motivation, warum gerade jenes Foto dem Fotografen wichtig erscheint, in einem kurzen Video vorgestellt. Der Fotograf ist der Hamburger Andreas Herzau, das Projekt heißt ONscreen, realisiert in Zusammenarbeit mit Lukas Thiele.

Zwei Folgen sind schon online: # 01 Nazis don’t kiss, über einen küssenden Neonazi (sehr seltsames Foto; auch wenn der Fotograf betont, damit gegen Klischees vorzugehen, empfinde ich es mehr als verstörend, Neonazis in romantischer Situation zu sehen) und # 02 Between Neighbours, ein gelungenes Foto zum Thema Nachbarschaft.

Weitere Folgen können über iTunes oder via RSS abonniert werden. Spannende Idee, mit der ich meinen Feedreader gleich gefüttert habe, damit er mir die nächsten 100 Sekunden anzeigt, wenn es wieder heißt:

Just a Moment please!

Foto, Hamburg

Heinrich Steinfest in der Stabi: Gewitter über Pluto

Heinrich Steinfest und Denis Scheck in der Stabi

Nachdem er sein halbes Leben als Pornodarsteller gearbeitet hat, eröffnet Lorenz Mohn mit knapp 40 in einer ehemaligen Bäckerei in Wien ein Wollgeschäft: „Plutos Liebe“.

Heinrich Steinfest: Gewitter über Pluto Hört sich abgefahren an. Das Buch ist es auch. Heinrich Steinfest, der Autor dieser vermeintlich abwegigen Geschichte war heute Abend in der Stabi. Auf einer von Denis Scheck amüsant und kenntnisreich moderierten Lesung. Ich hab mich köstlich amüsiert über den Sprachwitz des in Stuttgart lebenden Österreichers. Wobei wir wieder bei abgefahren wären. Einen Führerschein hat er aber nicht. Doch einen guten Roman hat er geschrieben: «Gewitter über Pluto». Beim Piper-Verlag gibt’s ne Hör- und Leseprobe:

Gerne hätte Lorenz die Augen geschlossen, um sich besser auf den unsichtbaren Faden zu konzentrieren, der ihn leitete. Leider stand diesem Ansinnen der Straßenverkehr im Wege, welcher im übrigen so gut wie jedem Ansinnen im Wege steht. Während nämlich in der Tat eine schicksalhafte Bindung zwischen Menschen und Orten gegeben ist, eine schnurartige Passage, vor allem aber auch zwischen Menschen und Menschen sowie Menschen und Tieren, bildet der Straßenverkehr eine gleichzeitig gottlose wie unnatürliche, von keiner Evolution vorausgesehene oder eingliederbare Barriere. Der Straßenverkehr ist sehr viel weniger darum so schlimm, weil er unsere Luft verpestet, sondern weil er verhindert, daß Dinge und Lebewesen zueinanderkommen, die füreinander bestimmt sind. Würde der Straßenverkehr fehlen, könnten sich jene Menschen begegnen, die gemäß einem logischen Plan sich versprochen sind und wie kosmische Brocken aufeinander zu fliegen.

Unbedingt reinhören bzw. -lesen: Gewitter über Pluto.

Hamburg, Literatur

Not In Our Name, Marke Hamburg!

Diesem großartigen Text ist nichts mehr hinzuzufügen. Er ist Ausdruck einer Stadtbevölkerung, die sich gegen ein künstlich inszeniertes Stadtmarketing wehrt. Verfasser der wahren Worte ist Ted Gaier, veröffentlicht ist er an mehreren Orten im Netz, zum Beispiel auf dem Flickr-Account von Spanier:

Liebe Standortpolitiker: Wir weigern uns, über diese Stadt in Marketing-Kategorien zu sprechen. Wir sagen: Aua, es tut weh. Hört auf mit dem Scheiß. Wir lassen uns nicht für blöd verkaufen. Wir wollen weder dabei helfen, den Kiez als „bunten, frechen, vielseitigen Stadtteil“ zu „positionieren“, noch denken wir bei Hamburg an „Wasser, Weltoffenheit, Internationalität“, oder was euch sonst noch an „Erfolgsbausteinen der Marke Hamburg“ einfällt. Wir denken an andere Sachen.

Unbedingt den ganzen Text lesen: Not In Our Name, Marke Hamburg!

Update 7.11.09: Das Manifest kann man hier unterzeichnen. Im NION-Weblog wird auch fortlaufend über Neuerungen zu «Not in Our Name, Marke Hamburg!» informiert.

Hamburg

Wandsbek soll (noch) schöner werden: Neue Treppe

Neue Treppe am Eingang zum Haus von Text & Blog

Die Treppe zum Eingang meiner Wohnung in Wandsbek wird gerade neu gemacht. Mein Vermieter hat beschlossen, dass die alten Stufen nicht mehr schön waren (womit er gar nicht so unrecht hat). Heute und morgen bedeutet das für mich, dass ich das Haus nur mit einem Sprung verlassen kann. Der Sprung raus wird sicher leicht, auf den Sprung rein, mit stufenübergreifendem Aufschließen der Tür – ohne Betreten der Treppe – bin ich schon gespannt. 😉

Foto, Hamburg

Tatort in der Ponybar

Der Tatort heute Abend war ja gar nix. DIE ZEIT (seit heute übrigens ganz wunderbar redesignt), schreibt zurecht:

Gähnen bis der Kiefer knackt.

Dieses experimentelle Gehabe rund um eine „Star“-Architektin und der überaus tröge (Nicht-)Handlungsfortgang haben sicher ein gut Stück dazu beigetragen, dass Sawatzki und Schüttauf als Tatort-Ermittler aufhören wollen.

Tatort-Schauen in der Ponybar

Was aber sehr nett war am heutigen Tatort, war die Gesellschaft, in der ich ihn gesehen hatte. Wollte immer schon mal zum Public-Tatort-Viewing, und heute Abend hab ich es gemacht. Gerade erst aus Berlin zurückgekehrt habe ich mit S. und C. den Tatort in der Ponybar (neben dem Abaton-Kino auf dem Uni-Campus) gesehen. Dort heißt es sonntags nämlich im TATORT CLUB: Krimifieber im Hinterzimmer. Wie im Kommunalen Mini-Kino sitzt man dort auf plüschigen Sesseln im Hinterzimmer vor der Großleinwand und erfährt den Tatort als Gruppenerlebnis. Einziges Manko: es gab kein WLAN. Twittern war nicht. Gerade der heutige hätte sich nämlich bestens zum Ablästern auf Twitter angeboten.

Hamburg, TV

Piratenpartei wird sichtbarer

Piratenpartei-Plakat in der Edmund-Sievers-Allee Gestern habe ich auf dem Weg zur Arbeit sowohl in Wandsbek als auch in unmittelbarer Stabi-Nähe die ersten Piratenpartei-Plakate in Hamburg gesehen. Entweder sind die Plakatierer kleinwüchsig, oder nur nach unten schauende Wähler sollen angesprochen werden. Denn die Plakate befinden sich doch alle einigermaßen in Bodennähe. 😉
Aber das Motiv gefällt mir gut und ich hoffe, es spricht viele an und sie beginnen sich näher über die Piratenpartei zu informieren.

Piratenpartei-Plakat in der Wandsbeker MarktstraßePiratenpartei-Plakat in der Edmund-Sievers-Allee

Derweil nimmt erfreulicherweise der Rückenwind zur Bundestagswahl zu, die Piratenpartei wächst zur Zeit etwa 100 Mitglieder pro Tag (!) und ist bereits bei 7.200 Mitgliedern anbelangt. Ich bin am 9.6.2009 Mitglied der Piratenpartei geworden.

Ahoi:


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Hamburg, Politik

Die Webevangelisten als Twitter-Chronisten

Twitter-Chronik bei den Webevangelisten Die Webevangelisten haben einen lesenswerten Artikel zur Geschichte von Twitter geschrieben. Ein von mir aufgenommenes Foto aus der Stabi Hamburg, dem Ausrichtungsort der ersten deutschen Microblogging-Konferenz MBC09 im Januar 2009, und ein Hinweis auf Twitkrit mit @Moeffjus wunderbarem Foto von Herrn Bosch bei der Twitterlesung in Hamburg im gleichen Monat, kommen auch drin vor. Geschichts- und Kulturbewusste sollten sich diese gleichsam nette wie informative Übersicht nicht entgehen lassen: «Twitters bisher kurze Geschichte in Bildern».

Bluesky, Hamburg, Internet, Literatur
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