Meteor-Blog: Aus dem Logbuch der Meeresforscher

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Wer immer noch irrtümlich den falschen Artikel für das Wort Weblog benutzt, denkt vermutlich nicht daran, dass der Begriff Weblog sich von dem Wort Logbuch ableitet (und dass es deshalb DAS Weblog heißen muss). Und so ein Logbuch im wahrsten Sinne des Wortes führt nun die Besatzung des Bremer Forschungsschiffes Meteor, die gerade unterwegs ist, die tiefe Biosphäre vor Namibia zu erforschen. Dabei handelt es sich, so die Angaben der Forscher, um das vermutlich größte Ökosystem der Welt. Viele denken jetzt sicher an Frank Schätzings Bestseller «Der Schwarm». Zu dem gleich mehr, doch zunächst zu den Logbuch-Schreibern der Meteor.
In seiner Pressemitteilung informiert MARUM, das Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Uni Bremen:
Wie kommt die Forschung aufs Meer? Wie entlocken Wissenschaftler dem Meeresboden Geheimnisse über das in ihm verborgene Leben? Und wie lebt es sich auf einem Forschungsschiff? Antworten auf solche Fragen rund um Meeresforschung direkt von Bord geben Forscher und Crewmitglieder des Bremer MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften. […] Auf der Reise in die nährstoffreichen Gewässer vor Namibia wird erstmals das umgebaute Meeresbodenbohrgerät MeBo des MARUM eingesetzt. Das weltweit einmalige Gerät soll bis zu 70 Meter tief in den Meeresboden bohren und Aufschluss über das möglicherweise größte Ökosystem der Erde liefern: Die Mikrobengemeinschaft, die bis zu mehrere hundert Meter unter dem Meeresboden lebt.
Klingt spannend und kann im Meteor-Blog verfolgt werden. Die aktuelle Position des von der DFG finanzierten Forschungsschiffes Meteor lässt sich auf Sailix abfragen. Bis zum 25. Mai wird im 2-3-Tagesrhythmus von den Forschern und der Crew (!) berichtet werden. Der erste Eintrag stammt von Matthias Zabel: «Logbucheintrag 10. April: Kapstadt». Da das Meteor-Blog leider keinen Feed anbietet, empfehle ich den Service von watchthatpage.com, wo man sich per E-Mail über Aktualisierungen von Webseiten ohne RSS-Feed informieren lassen kann.
Nun darf auch der oben bereits erwähnte Frank Schätzing ran und erzählt uns ein bisschen was zur Meeresbiologie und warum er sich beim Verfassen seines – wie ich finde lesenswerten – Bestseller-Romans «Der Schwarm» für die Tiefsee entschieden hat:
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Doch auch Tatort-Fans ect. kommen auf ihre Kosten, wenn sie den 20:15 Uhr-Termin verpasst haben und keine Sat-Anlage haben: in den digitalen Programmen der ARD (Eins Plus, Eins Extra, Eins Festival) werden Reihen wie Tatort, Panorama, Schmidt & Pocher (falls das überhaupt noch jemand sehen will 😉 zeitversetzt wiederholt. Die 