Spanisch

Spanischsprachiges

Marián Álvarez beeindruckt in ‚Lo mejor de mí‘


Direktlink YouTube

¿Qué serías capaz de hacer por amor?
dt.: Was wärst Du bereit aus Liebe zu tun?

Zu den sehr guten Filmen, die auf dem Festival von San Sebastián einen starken Eindruck bei mir hinterlassen haben, gehört ganz ohne Zweifel der Debutfilm der katalanischen Regisseurin Roser Aguilar Die Regisseurin Roser Aguilar hatte ihren Film dieses Jahr auch auf den Tübinger Spanischen Filmtagen persönlich vorgestellt. Auch das Hamburger Publikum hatte die Chance, diesen Film Ende September auf dem Filmfest Hamburg zu sehen. (Barcelona, 1971): «Lo mejor de mí» (dt.: «Das Beste von mir») aus dem Jahr 2007.

Filmposter 'Lo mejor de mí' Der Film behandelt die Frage, was ein Mensch bereit ist dem anderen aus Liebe zu geben. Und dies anhand einer tragischen Situation, die beim Filmfest Hamburg so zusammengefasst wurde:

Für Radiosprecherin Raquel (Marian Álvarez) bricht die Welt zusammen, als bei ihrem Freund Tomas (Juan Sanz) eine tödliche Leberkrankheit diagnostiziert wird. Sein Leben kann nur mit einer Transplantation gerettet werden. Raquel könnte ihm helfen – doch trotz guter Prognosen birgt die OP für beide unkalkulierbare Risiken.

Besonders beeindruckend ist die schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin Marián Álvarez, von der mensch sicher noch viel sehen wird. Vollkommen zurecht wurde sie bereits auf dem Filmfestival von Locarno 2007 für diese beeindruckende Leistung mit dem Preis als Beste Darstellerin ausgezeichnet.

Homepage des Films (span. & engl.)

Kino, Spanisch

Finanzkrise auf englisch & spanisch erklärt


Direktlink YouTube

Dieses englischsprachige Video erklärt in sehr vereinfachter Form die Gründe für die aktuelle Finanzkrise. In unter 4 Minuten werden die wichtigsten Fakten leicht nachvollziehbar dargestellt.

Aber noch viel besser (und zugegeben vergnüglicher) ist die Erklärung des 75-jährigen Leopoldo Abadía, der in der spanischsprachigen Welt momentan sehr viel Aufmerksamkeit erregtSiehe auch El-Pais-Artikel vom 9.10.08: «Economía para todos», oder die Erwähnungen in zahlreichen Blogs, weil er mit einfachen Worten die Hintergründe der Kredit- und Finanzkrise erklärt. Hier zu sehen bei Buenafuente vor 3 Tagen in dem spanischen TV-Sender «La Sexta»:


Direktlink La Sexta

Leopoldo Abadía: La Crisis Ninja Leopoldo Abadía ist kein Wirtschaftswissenschaftler, er ist Ingenieur, sagt aber, wer kontinuierlich zwei Zeitungen liest, eine Tageszeitung und eine Wirtschaftszeitung konnte die Krise ganz einfach, so wie er, kommen sehen. Der Großvater von 36 (!) Enkeln führt auch auf Anraten eines seiner Söhne, ein Weblog, auf dem er seine Theorie «La Crisis Nunja» als kontinuierlich aktualisiertes PDF (aktueller Stand: 30.09.08, z.Zt. 50 S.) präsentiert. In obigem TV-Interview, das ich allen Spanischsprechenden nur ans Herz legen kann, erklärt er seine Ninja-Theorie in unterhaltsamer Kurzform.

[via ALT1040]

Politik, Spanisch, Video

Jaime Rosales: Tiro en la cabeza (Kopfschuss)

Ich habe ja schon angekündigt, dass ich etwas zu den Filmen in San Sebastián schreiben werde. Beginnen möchte ich mit einem der umstrittensten Filme des Wettbewerbes, der heute in Spanien in den Kinos startet und auch im Internet zu sehen ist: Jaime Rosales‘ ETA-Film «Tiro en la cabeza» (Kopfschuss).

Das ist der Trailer des Filmes, der mich – ich nehme es vorweg – sehr enttäuscht hat, war ich doch so begeistert von Jaime Rosales‘ (Barcelona, 1970) ersten beiden Filmen «La Soledad» (wunderbarer Film, den ich ausführlich hier im Blog vorgestellt hatte) und dem harten Erstlingsfilm «Las Horas del día».

Paul Ingendaay hat bereits während des Festivals eine geradezu begeisterte Rezension zu Rosales drittem Film geschrieben, welche die FAZ am 24.9.08 veröffentlicht hat, deren Einschätzung ich mich aber so nicht anschließen kann:
Bewegungsprotokoll einer Bluttat.

Kino, Spanisch

Prof. Neuschäfer über Almodóvars ‚Patty Diphusa‘

Pedro Almodóvar: Spanisches Cover seines Textes 'Patty Diphusa' Prof. Hans-Jörg Neuschäfer schreibt heute im ciberaBlog über den frühen Almodóvar. Ausgehend von Pedro Almodóvars Roman «Patty Diphusa» aus dem Jahr 1983 geht Neuschäfer auf Almodóvars Motive der frühen Filme ein und beschreibt, wie dieser das Bild einer Gesellschaft zeigt, die nach dem Ende der Franco-Diktatur eine Art später Pubertät durchlebt:

No voy a hablar del Almodóvar cineasta; voy a hablar del autor de un texto ficcional o metaficcional y al mismo tiempo autoreferencial. Se trata de Patty Diphusa (1983) donde se encuentran, se varían e incluso se aclaran varios motivos de sus primeros largometrajes, desde Pepi, Luci, Bom y otras chicas del montón (1980) hasta Entre tinieblas (1983).

[…]

Al leer este texto se acuerda uno también de su propia pubertad, cuando, en compañía de los amiguetes, proferíamos, en plena calle, obscenidades e incluso las plasmábamos sobre las paredes, sintiéndonos valientes y a la vez fascinados por el miedo a ser descubiertos y regañados. En efecto: el fenómeno de la movida, de la que Patty, en la ficción, al igual que Pedro, en la realidad, es en cierta manera la suma sacerdotisa, hace pensar en una especie de pubertad colectiva a la que por fin había llegado toda una nación después de haber sido liberada de un régimen que trataba de mantenerla en una eterna minoría de edad.


Prof. Neuschäfer über Pedro Almodóvars 'Patty Diphusa' im ciberaBlog
Ich empfehle meinen Leserinnen und Lesern, die des Spanischen mächtig sind, die Lektüre dieses lesenswerten Blogartikels:
Prof. Dr. Hans-Jörg Neuschäfer:
« Patty Diphusa y los comienzos de Almodóvar».

Marko Martin hat bereits Anfang des Jahres auf Deutschlandradio Kultur die deutsche Übersetzung von «Patty Diphusa» durch Klaus Laabs vorgestellt und dabei auch – erfreulicherweise! – die Arbeit des Übersetzers lobend erwähnt:

Wer sich von all dem nicht abschrecken lässt, wird bei der Lektüre dieser höheren Schmonzette wahrlich Vergnügen finden – nicht zuletzt dank des gewitzten Szene-Glossars und der Anmerkungen des deutschen Übersetzers Klaus Laabs. So etwa:

„Mehrere Monate lang unterbrach Almodóvar seine Erzählung für La Luna. Als er sie fortsetzte, hatte er vergessen, wo er stehen geblieben war. Wir werden deshalb nie erfahren, was bei der zweiten Begegnung Pattys mit dem Taxifahrer geschehen ist.“

Wer also kein Spanisch kann und sich für diesen frühen Almodóvar-Text interessiert, der sei auf die deutsche Taschenbuch-Ausgabe im Berliner Taschenbuchverlag verwiesen.

Noch eine Anmerkung zum ciberaBlog: Ich möchte Euch noch einmal darauf hinweisen, dass ein Großteil der spanischen Inhalte, die ich früher hier auf «Text & Blog» veröffentlicht habe, mittlerweile in das hispanistische Gemeinschaftsblog ciberaBlog einfließen. Ich veröffentliche dort – neben zunehmend aus den Universitäten beitragenden Autorinnen und Autoren – als Hispanist auch Artikel zu Lateinamerika, Spanien und Portugal.

Kino, Literatur, Spanisch

San Sebastián – Abbau am Festivalpalast

Sonntagmorgen: der Festivalabbau beginnt

Diese Bilder konnte ich gestern morgen noch am Kursaal, dem Festivalpalast des Internationalen Filmfestivals in San Sebastián machen. Die Arbeiter auf dem Dach des Kursaal-Cafés waren bereits wenige Stunden nach dem offiziellen Festivalende Samstagnacht damit beschäftigt, die Transparente des Festivals (hier die von TV Española „Somos cine“) abzureißen:

'Somos cine' - wir sind das Kino. Abriss linke Seite.'Somos cine' - wir sind das Kino. Abriss rechte Seite.

Ich bin seit heute Nacht wieder in Hamburg zurück. Mehr zu den Festivalfilmen demnächst hier im Blog. Aller Bilder aus 12 Tagen San Sebastián gibt es in einem Album auf Flickr zu sehen. Auf Twitter zwischendurch veröffentlichte Impressionen von vor Ort sowie von meiner Hin- und Rückreise nach und von Spanien sind auf TwitPic auch nachträglich noch einsehbar.

Foto, Kino, Spanisch

Perro con periódico – Hund liest Zeitung

Perro con periódico - Hund liest Zeitung

Wie politisiert das Baskenland ist, kann man hier auch an der Informationsbereitschaft der vierbeinigen Freunde in San Sebastián sehen. Sie starten in den Tag mit der morgendlichen Zeitungslektüre im Café. Die politische Situation ist auch sehr angespannt, nach der Ablehnung des Referendums und des Verbots baskischer Organisationen und Parteien.

Das Festival geht heute zu Ende, ich werde heute Nacht die letzten Filme sehen und morgen Nachmittag nach Hamburg zurückfliegen. Mit 48 gesehen Filmen im Gepäck und wie immer zahlreichen Impressionen, die ich erst noch verarbeiten muss. Mein Tipp zum Ausgang des Festivals: der japanische Wettbewerbsbeitrag «Still walking» von Hirokazu Kore-Eda wird die Concha de Oro, die Goldene Muschel, gewinnen. Und wenn nicht, hätte er es zumindest verdient. Agur (= Ciao auf baskisch).

Foto, Kino, Spanisch

Blick vom Monte Urgull

Cerveza auf dem Monte Urgull mit traumhaftem Blick auf die Playa de la Concha

Hier ein Foto, das ich gestern Nachmittag oben auf dem Monte Urgull aufgenommen habe mit einem schönen Ausblick auf ein erfrischendes Kaltgetränk die Playa de la Concha in San Sebastián.

Das Festival ist wie immer ein ganz besonderes Erlebnis. Wir sehen hier gute (und manchmal auch weniger gute bis durchschnittliche) Filme. 5 pro Tag, gestern nur 4, um den Ausflug zu Beloki auf den Berg über der Festivalstadt zu ermöglichen.

Foto, Kino, Spanisch
Buchseite 25 von 69
1 23 24 25 26 27 69