Artikel

Gerrit van Aaken über Fonts in der c’t

c't 22/2006 Ich werde ja nicht müde hier die Computerzeitschrift c’t zu loben. Die aktuelle Ausgabe (22/06 vom 16.10.2006) ist vor allem wegen eines überaus lesenswerten Artikels von Gerrit van Aaken wieder einen Kauf (3 €) wert.
Der Text «Die Nadel im Schrifthaufen» (Woran man hochwertige Gratis-Fonts erkennt und wo man sie findet) wird eingeleitet mit den Worten:

Wer im Netz nach Schriften stöbert, trifft häufig auf Masse statt Klasse. Von Tausenden kostenlosen Fonts, die dort zum Download stehen, kann man 99 Prozent gleich wieder vergessen. Wir verraten, woran man das gute eine Prozent erkennt und wo es die besten Quellen gibt.

Wüßte man nicht, dass der absolute Font-Experte Gerrit hinter dem „wir verraten“ stünde, könnte man sich bei Lektüre obiger Zeilen kritisch denken «Mal sehen, was die c’t so empfiehlt». Aber „wir“ ist Gerrit, und Gerrit hat DIE Ahnung vom Thema Schriften schlechthin.
Ein Artikel, der sehr schön erklärt, wie man sinnvolle Abwechslung in den alltäglichen Schriftalltag bringt: «Mal was anderes als Times New Roman, bei gleich guter Lesbarkeit gefällig?» Oder der Fragen beantwortet wie «Was ist eigentlich der Unterschied zwischen PostScript, TrueType und OpenType?», oder «Wie finde ich heraus, wie eine Schrift heißt, die ich irgendwo gesehen habe, und die mir gut gefällt».
Gerrit schreibt auch über den c’t-Artikel in seinem Blog praegnanz.de, welches kontinuierlich ein wahres Füllhorn an Fontinformationen für die interessierten Leser udn Leserinnen bereithält.

Artikel

Almodóvar, der Smoking und der Prinzenpreis

Was haben Paul Auster, das spanische Basketballteam, die National Geographic Society und Pedro Almodóvar gemeinsam? Sie werden – neben anderen – am kommenden Donnerstag (19.10.2006) mit dem renommierten «Premio Príncipe de Asturias» (dt.: «Prinz-von-Asturien-Preis») ausgezeichnet.
Almodóvar erzählt heute in «El País» wie es ihm erging, als er im Mai, einen Tag vor Abreise nach Cannes, von seiner Nominierung erfuhr. Er las gerade Philip Roth, machte sich Gedanken über den Satz „Das Alter ist kein Kampf; das Alter ist ein Massaker“ aus dessen neuestem Roman Jedermann und musste beim Kofferpacken feststellen, dass ihm – passend zum Thema Alter – sein Smoking, den er bereits zwei Jahre vorher nach Cannes mitgenommen hatte, nicht mehr passte. Und mitten in diese Gedanken hinein kam der Anruf seines Bruders Agustín, der ihm die gute Nachricht der anstehenden Auszeichnung mitteilte:

Mientras leía, profundamente impresionado por las palabras de Philip Roth (suelo hacer al menos dos cosas a la vez; hubo una época en que era capaz de hacer tres o cuatro), yo estaba haciendo las maletas para volar al día siguiente al Festival de Cannes. Y tenía un problema con el esmoquin, por una de esas traiciones de nuestro propio cuerpo: el esmoquin que había utilizado dos años antes no me entraba.

Weiterlesen bei «El País»: «El día en que me anunciaron» (dt.: «Der Tag, als sie meinen Preis bekanntgaben»).

Artikel, Kino, Spanisch

Annabelle Mandeng moderiert vivo

Auch in ordentlich geschriebenen Texten finden sich Sätze, die einer unfreiwilligen Komik nicht entbehren. So zum Beispiel heute im Tagesspiegel, wo Annabelle Mandeng, die Moderatorin des neuen «Servicemagazins für die Wissensgesellschaft» vivo mit diesen Worten vorgestellt wird:

Die sportbegeisterte Tochter eines kamerunischen Regierungsbeamten und einer deutschen Studienrätin, die in Togo und Pakistan aufwuchs, strahlt trotz ihrer Exotik eine freundliche Bodenständigkeit aus.

Erster Teil des lustigen Sätzchens entstammt übrigens der 3sat-Präsentation der Moderatorin.

Die Startfolge des Magazins vivo widmet sich heute ab 17:30 Uhr dem Thema Synästhesie:

Der Begriff Synästhesie bedeutet „Mitempfindung“ und besteht aus den griechischen Wörtern „syn“ (= zusammen) und „aéisthēsis“ (= Wahrnehmung). Durch die Reizung eines Sinnesorgans wird bei Synästhetikern eine Wahrnehmung auf mehreren Sinnesgebieten gleichzeitig hervorgerufen. Ihre Sinne werden also regelrecht vermischt.

Also seien wir gespannt, wie dieses interessante Thema von Frau Mandeng sportbegeistert, bodenständig mitempfunden wird ;-).

Artikel, TV

Theorie der Bibliothek 2.0

Aus der Conclusio eines Artikels zur Theorie der Bibliothek 2.0 von Jack M. Maness
(University of Colorado at Boulder Libraries) mit dem Titel «Library 2.0 Theory: Web 2.0 and Its Implications for Libraries»:

The best conception of Library 2.0 at this point in time would be a social network interface that the user designs. It is a personalized OPAC that includes access to IM, RSS feeds, blogs, wikis, tags, and public and private profiles within the library’s network. It is virtual reality of the library, a place where one can not only search for books and journals, but interact with a community, a librarian, and share knowledge and understanding with them.

Ein wahres Füllhorn an Informationen zu «Library 2.0» bietet das LISWiki, wo auch obiger Artikel gelistet ist.
Das LISWiki ist wiederum in der Ressourcen-Übersicht des Bib-Wiki aufgeführt, dem web2.0-Wiki der inetbib-Tagung.

[via del.icio.us/tag/library2.0]

Artikel, Informationskompetenz

Tipps zur Feedsoptimierung

Was Sie schon immer über Sex Feeds wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten:
Beantwortet Erik Pöhler auf contactsheet.de im hochinteressanten Artikel «Feeds, Tags bei Technorati und Beta-Browser».

So hab ich mich nun auch einmal ansatzweise mit Feeds, diversen Feedreadern, dem IE7, Technorati, Microsofts SLE, XML-Stylesheets und XSLT-Umwandlungen beschäftigt. Ein paar interessante Sachen sind mir beim Reinschnuppern in die Materie aufgefallen, die ich nun mal etwas ausführen will.

[via pixelgraphix]

Artikel, Internet

Ameisenalgorithmen und Schwarm Intelligenz

Ameisenstraße

Marcus Anhäuser schreibt im Handelsblatt über Informatiker, die von den Ameisen lernen und dieses Wissen an die Wirtschaft weitergeben:
«Informatiker nutzen Ameisen-Prinzipien».

Foto: photocase.com

Die optimale Lösung für die ganze Kolonie entsteht, weil durch Zufall und etwas Zeit jedes Einzeltier die simple Information Duftkonzentration nutzt, die ihm vor Ort zur Verfügung steht. Informatiker begriffen in den neunziger Jahren, dass sie dieses Prinzip auch auf andere Probleme anwenden konnten. Middendorf: «Man kann das für die Optimierung eines Problems einsetzen, wenn eine Lösung aus einer Folge von Entscheidungen konstruiert werden kann.»

Links, die das Handelsblatt seinen Lesern nicht zur Verfügung stellt:

Von Ameisen lernen, heißt siegen lernen…

[via Wisskomm]

Artikel

Computerwoche öffnet Archiv

Die Computerwoche öffnet ihr Archiv und gewährt Einblick in alle Hefte ab 1974 und damit in 32 (!) Jahre Computer-Geschichte.
Dort findet man dann solche Nachrichten (über meinen ersten PC) aus dem Jahr 1983: «Sinclair ZX81 beginnt zu sprechen»

Für den Homecomputer ZX81 von Sinclair liefert die Notabene Datentechnik, Starnbergr eine synthetische Sprachausgabe.

Die Einheit, die wie eine Speichererweiterung an der Rückseite des Computers angesteckt wird, verfügt laut Anbieter über einen Wortschatz von 250 deutschen Begriffen. Ferner bestehe die Möglichkeit, durch Zusammenfügen vorgegebener Phoneme eigene Worte zu bilden. Programm und Wortschatz sind in einem eingebauten ROM untergebracht. Der Aufruf der Worte oder Phoneme erfolge über einen einzigen Basic-Befehl. Zur Inbetriebnahme sind weder Hard- noch Software arbeiten nötig. Der Preis liegt bei rund 500 Mark.

[via Archivalia]

Artikel, Internet
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