Day of the Longtail – Die Macht des Publikums
Day of the Longtail. The Movie.
The audience is up to something.
[via Loic Le Meur]
Day of the Longtail. The Movie.
The audience is up to something.
[via Loic Le Meur]


Diese Woche ist eine neue Video-Metasuchmaschine an den Start gegangen: dabble. Sie greift auf den Video-Fundus von über 240 Videohostingsites zu, darunter YouTube, Google Video, Dailymotion, Revver, etc. – Zu den unterschiedlichen Video-Diensten siehe auch mein Artikel «Vergleich von Video-Sharingdiensten».
[via John Battelle’s Searchblog]
Ähnliche Video-Metasuchdienste bietet auch uLinkx (gefunden in den Kommentaren des Searchblogs).
Nur auf YouTube spezialisiert, mit komfortablen Such- und Verlinkungsmöglichkeiten, ist Qoogle Video. Dort kann man zum Beispiel nach Videos von Toni Mahoni suchen (die man natürlich auch gut sortiert auf Spreeblick findet 😉 und man kann sich an solch einer Video-Thumbnail-Übersicht freuen:

Bei Qoogle können auch Schlagworte als Verlinkungsadresse mit übergeben werden, z.B. YouTube-Videos mit Suchwort «Kunst» lassen sich unter http://video.qooqle.jp/#kunst referenzieren.
Bei allen Video-Metasuchen vermisse ich den guten deutschen Video-Service von sevenload. Vielleicht bemüht sich ja das sevenload-Team aktiv um eine Aufnahme in die Suchräume der Meta-Videoindizes?

Die wunderbare Filmzeitschrift Revolver im handlichen DIN-A6-Format widmet sich in ihrer neuesten Ausgabe 14 dem Thema Filmkritik:
Wir haben deutsche Kritiker gebeten, den Status Quo zu beschreiben. Michael Althen, Manfred Hermes, Katja Nicodemus, Christina Nord, Enno Patalas, Bert Rebhandl, Georg Seesslen und Rüdiger Suchsland schildern ihre Perspektive. Ausserdem dokumentieren wir in Auszügen, zu einem Chor montiert, zwei Diskussionen zum Thema, die das Heft eröffnen.
Gemeinsam ist den Beiträgen eine gewisse Skepsis. Von einer Blüte deutscher Filmkritik ist nicht die Rede. Ein freier, vielstimmiger Diskurs über das Kino scheint kaum stattzufinden. Der Explosion filmbezogener Texte steht eine immer aggressivere Einmischung des Marketings gegenüber – und zugleich scheint der „Markt“ immun gegen Gift und Feuer des Feuilletons.
Es sind viele nachdenkenswerte Aussagen zur Filmkritik dabei. Dem manchmal etwas weinerlichen Grundton und dem Lamentieren über zu wenig Platz für die Filmkritik und den Kämpfen mit den Redaktionen der Filmmagazine und Tageszeitungen möchte man entgegnen: macht ein Blog auf, schreibt und wenn ihr gut seid, werdet ihr gelesen. Ich weiß, das ist für jene, die davon leben wollen (müssen) zu kurz gedacht, denn Geld verdient man damit keines.
Update 9:15 Uhr: Heute morgen habe ich in der U-Bahn weitergelesen und bin auf einen guten Vorschlag von Dietrich Diederichsen gestoßen (S.31): Er schlägt vor, daß über Filme im Feuilleton nicht nur zu deren Start geschrieben werden sollte, sondern auch nach Ende der Spielzeit:
«Leute, führt mal eine Rubrik ein: Der Film läuft nicht mehr.» Das machen die nicht. Dabei hätte eine Rubrik ja nicht nur die Möglichkeit, einen Rückblick auf die Rezeption zu machen, sondern sie könnte auch sehr viel darüber sagen, wie lange eigentlich ein Film läuft, wie lange er gesehen werden kann. Es gibt ja immer das Problem, wie skandalös kurz die Filme, die man eigentlich sehen will, überhaupt zu sehen sind.
A.O. Scott schreibt in der New York Times über die Schwierigkeit, die Filmkritiker haben, das Publikum vor richtig schlechten Filmen zu warnen. Er dokumentiert das an aktuellen Kassenerfolgen wie «Pirates of the Caribbean» oder «The Da Vinci Code», allesamt von der Kritik verrissen und nichtsdestotrotz an den Kinokassen ein großer Erfolg:
Are we out of touch with the audience? Why do we go sniffing after art where everyone else is looking for fun, and spoiling everybody’s fun when it doesn’t live up to our notion or art?
Weiterlesen in der NYT: «Avast, Me Critics! Ye Kill the Fun: Critics and the Masses Disagree About Film Choices»

Man denke sich die unnütz eingespielten Lacher in dieser Filmzusammenstellung weg und erfreue sich an raren Bildern, die Stars zeigen, ehe sie Stars waren.
Celine Dion, Robbie Williams, Keanu Reeves, Whitney Houston, George Clooney, Britney Spears oder Andre Agassi sind nur einige Namen aus einem breiten Spektrum: Stars, before they were stars.
Es sind einige Brüller dabei – versprochen.
[via El Baúl de los Delirios]

Das 3001 Kino in Hamburg präsentiert vom 13. bis 26. Juli 2006 die «7. Spanischen Filmtage in Hamburg».
Olaf Berg und Matthias Fahrig haben wieder einmal ein äußerst sehenswertes Programm zusammengestellt, diesmal unter dem Titel «Turbulente Lebensläufe».
…

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft «SRG SSR idée suisse» macht Teile ihres Programms in einem Online-Archiv der Allgemeinheit zugänglich:
Seit 75 Jahren erbringt die SRG SSR idée suisse mit ihrem vielfältigen Programmangebot Leistungen für die Öffentlichkeit in allen Sprachregionen – zum Jubiläum blickt die SRG SSR in Text, Ton und Bild zurück auf 75 Jahre Programm- und Zeitgeschichte:
Hier entsteht eine multimediale Chronik der Schweiz im Spiegel von Radiosendungen, Fernsehberichten und Internetbeiträgen.
Bravo, SRG SSR! Ein Vorbild für Deutschlandradio?
[via filmtagebuch]
Update 20:40 Uhr: Fundstück aus dem Archiv: Ein Kurzfilm von 1964, «Der Weg zum Glück» von Henry Brandt (Dauer: [03’44“])
stellt den Lebensalltag einer dreiköpfigen Familie zwischen Arbeit, Haus und Freizeit dar und die neuen Lebensmodelle der Konsumgesellschaft in Frage.

Heute ist der argentinische Regisseur Fabián Bielinsky in Brasilien an einem Herzinfarkt gestorben. Mit nur 47 Jahren. Noch am Montag wurde sein letzter Film „El Aura“ mit zahlreichen Filmpreisen bei der Verleihung El Cóndor de la Plata in Argentinien ausgezeichnet. Dort spielte schon Ricardo Darín die Hauptrolle, genau wie in dem wunderbaren Film Nueve Reinas (Nine Queens).
Der viel zu frühe Tod des Regisseurs ist ein großer Verlust für das argentinische Kino.
Meldung in El País: «Muere a los 47 años Fabián Bielinsky, director de ‚Nueve Reinas‘»
Meldung in der argentinischen Zeitung Clarín: «El mundo del cine está „consternado“ por la muerte del director Fabián Bielinsky» mit Videonachricht des Clarín-Filmredakteurs Pablo Scholz.
Interview mit Fabián Bielinsky in der Kinozeitschrift Cinemania: «Yo no creo en Dios, pero creo en Billy Wilder» (August 2005).