Kino

Michael Jackson – Thriller (Monster Movie Mash-Up)


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Ich bin kein Freund von Horror- oder Gruselfilmen, aber diese Zusammenstellung ist wirklich großartig. Einigen Cineasten dürfte es zwar ein Graus sein, was hier alles gemixt wird (Klassiker mit B-Pictures usw.), aber ich finde dieses Video-Mash-Up trotzdem sehr beeindruckend. Unfassbar, wie viele Filme darin untergebracht sind. Auf der YouTube-Site von umagleeson aus Kanada sind alle zitierten Filme aufgeführt. Doch schaut erst mal rein, wie viele ihr erkennt. Ganz großes (Horror-)Kino!

[via La Opinión Alternativa, dort auch viele weitere Video-Mash-Ups]

Kino, Video

Unbedingt reingehen: Young@Heart


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Ich habe heute Abend im Abaton einen ganz wunderbaren Film gesehen: Young@Heart. Ein Film über einen Chor in Massachusetts, was ja eigentlich kein sooo spannendes Thema wäre. Tja, wäre. Aber er ist es, und das liegt nur vordergründig an dem Durchschnittsalter dieses Chores, das nämlich bei 80 Jahren liegt. Aber das alleine ist es nicht.

Young@Heart Regisseur Stephen Walker hat im Oktober 2005, also genau vor drei Jahren, zum ersten Mal diesen Ausnahmechor gesehen, dessen Mitglieder zwischen 75 und 93 Jahren sind und die Lieder von The Clash, James Brown, den Ramones und Radiohead – um nur ein paar zu nennen – auf ihre ganz eigene Weise interpretieren. Stephen Walker schildert sein erstes Konzerterlebnis so (ich zitiere aus dem Presseheft zum Film:)

Eileen Hall, eine 93-jährige, in Großbritannien geborene Ex-Kriegsbraut, trat ans Mikrofon und sang die ersten Worte des Songs „Should I stay or should I go“ von The Clash. Das Publikum, hauptsächlich Leute zwischen 20 und 40, hielt vor Überraschung den Atem an, als Eileen den Song ungebremst vortrug, tatkräftig unterstützt vom Chor. Der Songtext gewann plötzlich eine komplett andere Bedeutung. Eileen sang nicht über Beziehungen, sondern über Leben und Tod. Was ich sah und hörte, schlug mich augenblicklich in den Bann. Und ich wusste, dass ich über den Chor einen Film drehen musste.

Es ist wirklich faszinierend zu sehen, wie diese Menschen in einem schon sehr fortgeschrittenen Lebensalter eine kreative Lebens(erhaltende)aufgabe gefunden haben. …

Kino, Musik

Marián Álvarez beeindruckt in ‚Lo mejor de mí‘


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¿Qué serías capaz de hacer por amor?
dt.: Was wärst Du bereit aus Liebe zu tun?

Zu den sehr guten Filmen, die auf dem Festival von San Sebastián einen starken Eindruck bei mir hinterlassen haben, gehört ganz ohne Zweifel der Debutfilm der katalanischen Regisseurin Roser Aguilar Die Regisseurin Roser Aguilar hatte ihren Film dieses Jahr auch auf den Tübinger Spanischen Filmtagen persönlich vorgestellt. Auch das Hamburger Publikum hatte die Chance, diesen Film Ende September auf dem Filmfest Hamburg zu sehen. (Barcelona, 1971): «Lo mejor de mí» (dt.: «Das Beste von mir») aus dem Jahr 2007.

Filmposter 'Lo mejor de mí' Der Film behandelt die Frage, was ein Mensch bereit ist dem anderen aus Liebe zu geben. Und dies anhand einer tragischen Situation, die beim Filmfest Hamburg so zusammengefasst wurde:

Für Radiosprecherin Raquel (Marian Álvarez) bricht die Welt zusammen, als bei ihrem Freund Tomas (Juan Sanz) eine tödliche Leberkrankheit diagnostiziert wird. Sein Leben kann nur mit einer Transplantation gerettet werden. Raquel könnte ihm helfen – doch trotz guter Prognosen birgt die OP für beide unkalkulierbare Risiken.

Besonders beeindruckend ist die schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin Marián Álvarez, von der mensch sicher noch viel sehen wird. Vollkommen zurecht wurde sie bereits auf dem Filmfestival von Locarno 2007 für diese beeindruckende Leistung mit dem Preis als Beste Darstellerin ausgezeichnet.

Homepage des Films (span. & engl.)

Kino, Spanisch

Jaime Rosales: Tiro en la cabeza (Kopfschuss)

Ich habe ja schon angekündigt, dass ich etwas zu den Filmen in San Sebastián schreiben werde. Beginnen möchte ich mit einem der umstrittensten Filme des Wettbewerbes, der heute in Spanien in den Kinos startet und auch im Internet zu sehen ist: Jaime Rosales‘ ETA-Film «Tiro en la cabeza» (Kopfschuss).

Das ist der Trailer des Filmes, der mich – ich nehme es vorweg – sehr enttäuscht hat, war ich doch so begeistert von Jaime Rosales‘ (Barcelona, 1970) ersten beiden Filmen «La Soledad» (wunderbarer Film, den ich ausführlich hier im Blog vorgestellt hatte) und dem harten Erstlingsfilm «Las Horas del día».

Paul Ingendaay hat bereits während des Festivals eine geradezu begeisterte Rezension zu Rosales drittem Film geschrieben, welche die FAZ am 24.9.08 veröffentlicht hat, deren Einschätzung ich mich aber so nicht anschließen kann:
Bewegungsprotokoll einer Bluttat.
…

Kino, Spanisch

Prof. Neuschäfer über Almodóvars ‚Patty Diphusa‘

Pedro Almodóvar: Spanisches Cover seines Textes 'Patty Diphusa' Prof. Hans-Jörg Neuschäfer schreibt heute im ciberaBlog über den frühen Almodóvar. Ausgehend von Pedro Almodóvars Roman «Patty Diphusa» aus dem Jahr 1983 geht Neuschäfer auf Almodóvars Motive der frühen Filme ein und beschreibt, wie dieser das Bild einer Gesellschaft zeigt, die nach dem Ende der Franco-Diktatur eine Art später Pubertät durchlebt:

No voy a hablar del Almodóvar cineasta; voy a hablar del autor de un texto ficcional o metaficcional y al mismo tiempo autoreferencial. Se trata de Patty Diphusa (1983) donde se encuentran, se varían e incluso se aclaran varios motivos de sus primeros largometrajes, desde Pepi, Luci, Bom y otras chicas del montón (1980) hasta Entre tinieblas (1983).

[…]

Al leer este texto se acuerda uno también de su propia pubertad, cuando, en compañía de los amiguetes, proferíamos, en plena calle, obscenidades e incluso las plasmábamos sobre las paredes, sintiéndonos valientes y a la vez fascinados por el miedo a ser descubiertos y regañados. En efecto: el fenómeno de la movida, de la que Patty, en la ficción, al igual que Pedro, en la realidad, es en cierta manera la suma sacerdotisa, hace pensar en una especie de pubertad colectiva a la que por fin había llegado toda una nación después de haber sido liberada de un régimen que trataba de mantenerla en una eterna minoría de edad.


Prof. Neuschäfer über Pedro Almodóvars 'Patty Diphusa' im ciberaBlog
Ich empfehle meinen Leserinnen und Lesern, die des Spanischen mächtig sind, die Lektüre dieses lesenswerten Blogartikels:
Prof. Dr. Hans-Jörg Neuschäfer:
« Patty Diphusa y los comienzos de Almodóvar».

Marko Martin hat bereits Anfang des Jahres auf Deutschlandradio Kultur die deutsche Übersetzung von «Patty Diphusa» durch Klaus Laabs vorgestellt und dabei auch – erfreulicherweise! – die Arbeit des Übersetzers lobend erwähnt:

Wer sich von all dem nicht abschrecken lässt, wird bei der Lektüre dieser höheren Schmonzette wahrlich Vergnügen finden – nicht zuletzt dank des gewitzten Szene-Glossars und der Anmerkungen des deutschen Übersetzers Klaus Laabs. So etwa:

„Mehrere Monate lang unterbrach Almodóvar seine Erzählung für La Luna. Als er sie fortsetzte, hatte er vergessen, wo er stehen geblieben war. Wir werden deshalb nie erfahren, was bei der zweiten Begegnung Pattys mit dem Taxifahrer geschehen ist.“

Wer also kein Spanisch kann und sich für diesen frühen Almodóvar-Text interessiert, der sei auf die deutsche Taschenbuch-Ausgabe im Berliner Taschenbuchverlag verwiesen.

Noch eine Anmerkung zum ciberaBlog: Ich möchte Euch noch einmal darauf hinweisen, dass ein Großteil der spanischen Inhalte, die ich früher hier auf «Text & Blog» veröffentlicht habe, mittlerweile in das hispanistische Gemeinschaftsblog ciberaBlog einfließen. Ich veröffentliche dort – neben zunehmend aus den Universitäten beitragenden Autorinnen und Autoren – als Hispanist auch Artikel zu Lateinamerika, Spanien und Portugal.

Kino, Literatur, Spanisch

San Sebastián – Abbau am Festivalpalast

Sonntagmorgen: der Festivalabbau beginnt

Diese Bilder konnte ich gestern morgen noch am Kursaal, dem Festivalpalast des Internationalen Filmfestivals in San Sebastián machen. Die Arbeiter auf dem Dach des Kursaal-Cafés waren bereits wenige Stunden nach dem offiziellen Festivalende Samstagnacht damit beschäftigt, die Transparente des Festivals (hier die von TV Española „Somos cine“) abzureißen:

'Somos cine' - wir sind das Kino. Abriss linke Seite.'Somos cine' - wir sind das Kino. Abriss rechte Seite.

Ich bin seit heute Nacht wieder in Hamburg zurück. Mehr zu den Festivalfilmen demnächst hier im Blog. Aller Bilder aus 12 Tagen San Sebastián gibt es in einem Album auf Flickr zu sehen. Auf Twitter zwischendurch veröffentlichte Impressionen von vor Ort sowie von meiner Hin- und Rückreise nach und von Spanien sind auf TwitPic auch nachträglich noch einsehbar.

Foto, Kino, Spanisch

Perro con periódico – Hund liest Zeitung

Perro con periódico - Hund liest Zeitung

Wie politisiert das Baskenland ist, kann man hier auch an der Informationsbereitschaft der vierbeinigen Freunde in San Sebastián sehen. Sie starten in den Tag mit der morgendlichen Zeitungslektüre im Café. Die politische Situation ist auch sehr angespannt, nach der Ablehnung des Referendums und des Verbots baskischer Organisationen und Parteien.

Das Festival geht heute zu Ende, ich werde heute Nacht die letzten Filme sehen und morgen Nachmittag nach Hamburg zurückfliegen. Mit 48 gesehen Filmen im Gepäck und wie immer zahlreichen Impressionen, die ich erst noch verarbeiten muss. Mein Tipp zum Ausgang des Festivals: der japanische Wettbewerbsbeitrag «Still walking» von Hirokazu Kore-Eda wird die Concha de Oro, die Goldene Muschel, gewinnen. Und wenn nicht, hätte er es zumindest verdient. Agur (= Ciao auf baskisch).

Foto, Kino, Spanisch

Blick vom Monte Urgull

Cerveza auf dem Monte Urgull mit traumhaftem Blick auf die Playa de la Concha

Hier ein Foto, das ich gestern Nachmittag oben auf dem Monte Urgull aufgenommen habe mit einem schönen Ausblick auf ein erfrischendes Kaltgetränk die Playa de la Concha in San Sebastián.

Das Festival ist wie immer ein ganz besonderes Erlebnis. Wir sehen hier gute (und manchmal auch weniger gute bis durchschnittliche) Filme. 5 pro Tag, gestern nur 4, um den Ausflug zu Beloki auf den Berg über der Festivalstadt zu ermöglichen.

Foto, Kino, Spanisch
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