Revolutioniert Stephen Wolframs Suchmaschine Wolfram|Alpha die Suche nach Informationen?

WolframAlpha Natürlich wird die mit Spannung erwartete und an diesem Wochenende gestartete neue Suchmaschine Wolfram|Alpha nicht Google & Co. ersetzen. Aber die Arbeit des britischen Physikers und Mathematikers Stephen Wolfram und die seines Teams wird das, was Suchmaschinentechnologie zu leisten in der Lage sein wird, möglicherweise revolutionieren oder zumindest verändern. Ich habe schon auf Twitter ausführlich über Wolfram|Alpha berichtet. Aber, da ich weiß, dass nicht alle Text & Blog-Leser meinen Twitterfeed verfolgen, fasse ich die wichtigsten Informationen zur Suchmaschine der Stunde (falls man den Begriff Suchmaschine für dieses Nachschlagewerk überhaupt verwenden kann) hier nochmal im Blog zusammen:

Was man Wolfram|Alpha so alles fragen kann, ist:

Was sonst noch alles an Suchen möglich ist, wird in dieser informativen Präsentation (Screencast) gezeigt. Unbedingt anschauen, sehr sehenswert!

WolframAlpha Hier noch ein paar weitere Links und Artikel dazu:

Golem schreibt: Wolfram Alpha – die Wissensmaschine ist online – Stephen Wolfram liefert Fakten und kann diese neu kombinieren und auswerten:

Stephen Wolframs Wissensmaschine ist online und kann ab sofort ausprobiert werden. Der offizielle Start erfolgt allerdings erst am Montag. Das System berechnet aus gegebenen Daten Antworten auf konkrete Fragen aus unterschiedlichen Wissensgebieten – von Mathematik und Statistik über Chemie und Medizin bis hin zu Sprache, Kultur und Medien.

Werner Große nimmt auf Sciencelogs folgende Einschätzung vor (und erklärt – lt. Herrn Fischer – , dass alle so viel von Wolfram Alpha erwarten, habe nicht primär etwas mit den Resultaten zu tun, die sie ausspucke): «Wolfram|Alpha und die Allwissenden Medien»:

Es kann sein, dass der heutige 16. Mai 2009 einst als denkwürdiger Tag in die Geistesgeschichte der Menschheit eingehen wird. Denkwürdig im wahrsten Sinne des Wortes, weil an ihm möglicherweise eine neue Ära des Denkens und des Wissens für uns alle eingeläutet wurde.

Wer wissen möchte, was andere auf Twitter zu Wolfram|Alpha sagen, kann das über diese Twitter-Suche live verfolgen (bzw. den entspr. RSS-Feed abonnieren). Und natürlich nutzt auch @Wolfram_Alpha, als eine Suchmaschine auf der Höhe der Zeit, den Microbloggingdienst, der seit mehr als zwei Jahren die Kommunikation im Netz revolutioniert. Laufende Informationen zum Fortgang des spannenden Projektes gibt es auch im Wolfram Alpha Blog.

1000 Porträts aus dem Handwerker-Seniorenheim

Ablasser Kunz Kastner bei der Arbeit Wisst Ihr was ein Ablasser ist? Der gute Kunz Kastner war zum Beispiel einer. Im 15. Jahrhundert hat er in Nürnberg in einer Art Seniorenheim für Handwerker gelebt. In einem wunderbaren Digitalisierungsprojekt der Stadtbibliothek Nürnberg erfahren wir, was ein Ablasser genau gemacht hat:

Der Ablasser steht in einem architektonisch gestalteten Keller und pumpt mittels eines Blasebalgs über einen Schlauch Wein von einem Holzfass in das darunter liegende Fass.

In zwei Nürnberger Armenhäusern wurde über jeden Bewohner Buch geführt und ein Porträt angefertigt. Dieser seit dem 15. Jahrhundert angewachsene unheimliche Schatz eines Handwerker-Who-is-Whos des Mittelalters mit wunderschönen Illustrationen und genauesten Beschreibungen zu den einzelnen Personen ist dankenswerterweise über die Jahrhunderte erhalten geblieben und lädt nun – dank der Nürnberger Digitalisierung1 und Förderung durch die DFG – zum Schmökern ein. Über die Freitextrecherche kann man zum Beispiel nach allen Berufen, die etwas mit Wein zu tun hatten, suchen, oder man recherchiert zu den Arbeitsgeräten (wer hat zum Beispiel alles mit einer Raspel gearbeitet?).

Viel Spaß beim Besuch der Nürnberger Hausbücher2. 😉

  1. “Die Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen: Digitale Erschließung und Edition von Handwerkerdarstellungen des 15.-19. Jahrhunderts”, genaue Projektbeschreibung []
  2. Bin in der heutigen Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung im Artikel «Das Handwerker-Seniorenheim» von Tillmann Spreckelsen (Wissenschaft, S. 60), der nicht online zur Verfügung steht (noch nicht einmal für Abonnenten, schade!) drauf gestoßen. Nun gut, die FASZ verpasst die Chance, dass ich hier für den guten Artikel und damit für die Zeitung selbst Werbung mache. Aber das Wichtigste: die Digitalisate sind frei zugänglich. []

Mannheimer Morgen weist auf meine iPhone-Site hin

iPhone-Artikel im Mannheimer Morgen

Wer heute im Raum Mannheim die Zeitung aufschlägt und dies in dem dort weit verbreiteten Mannheimer Morgen macht, der findet einen schönen iPhone-Artikel von Bettina Eschbacher. Am Ende des Artikels wird auf meine iPhone-Site verwiesen, wo ich regelmäßig iPhone-Apps und Meldungen rund um das mobile Endgerät veröffentlichte.

Tweet von Herrn Kirscheplotzer Gefunden hab ich die schöne Osterüberraschungs-Nachricht bei Herrn Kirscheplotzer auf Twitter, der auf dem Frühstückstisch ein Foto vom Artikel schoss, das hier in groß mit lesbarem Text zu sehen ist. Der Artikel selbst ist leider (noch?) nicht online. Meine iPhone-Site schon, die findet Ihr hier: markustrapp.de/iphone.htm.

Update 23:30 Uhr: Der Artikel ist nun auch online: Bettina Eschbacher: «Nicht ohne mein iPhone».

Hamburg bloggt: eLearning-Magazin Hamburg

Mein Artikel über das 'eLearning-Magazin Hamburg' auf 'Hamburg bloggt' Wer sich für das Thema eLearning interessiert, kann mal auf «Hamburg bloggt» vorbei schauen. Ich habe dort heute einen Artikel über das neu herausgegebene Heft geschrieben. Ab sofort informiert die Uni Hamburg einmal pro Semester über eLearning-Projekte aus den verschiedenen Fachbereichen. Das kann dann die Psychologen, die Historiker, die Kriminologen oder auch die Meeresforscher betreffen.

Die Premierenausgabe des kostenlos herunterladbaren Magazins steht unter dem Titel «Seminare ans Netz». Mehr dazu auf «Hamburg bloggt».

NDR-Feature ‘Die Downloadwisser’

Ein Radiotipp mit Hinweis auf ein hochspannendes Thema, das mich seit über zehn Jahren auch beruflich beschäftigt. Bin gespannt, was NDR-Info daraus macht:

Die Downloadwisser – Ein Feature über neue Wege der Wissensaneignung von Ulrich Land

Wikipedia, Google, Yahoo – die Online-Recherche ersetzt zunehmend den Griff ins Bücherregal. Studenten gehen nicht mehr mit Lehrbüchern und Fachzeitschriften ins Seminar, sondern mit dem Laptop. Bei den Universitäts-Bibliotheken hat die Zahl der Zugriffe auf elektronische Datenbanken in den letzten Jahren rasant zugenommen. Grundsätzlich gibt, wer etwas wissen will, als erstes die Stichworte bei einer Suchmaschine oder einem Online-Lexikon ein. Müsste unter dieser Voraussetzung die Kunst der Online-Recherche nicht erstmal gelehrt werden?

Zu hören am Sonntag-Morgen, 21.12.2008, ab 11:05 Uhr. Und danach sicher auch als Podcast. Wer die Sendung live hören möchte: NDR-Info-Livestream. Danke, Wiebke, für den Tipp mit dem Feature.

Update 11:45 Uhr: Während ich die Sendung höre, bemerke ich, dass einige dort genannte Zahlen schon etwas veraltet sind. Kurz recherchiert, habe ich herausgefunden, dass die Sendung schon vom Juni 2008 stammt und vom WDR produziert wurde. Das komplette Sendungsmanuskript (PDF, 59 Seiten) gibt es online.

Sun Wiki Publisher: Export aus OpenOffice nach MediaWiki

Erfreulicherweise nimmt die Arbeit mit Wikis in immer weiteren Bereichen zu. Immer mehr Institutionen, Firmen und Bildungseinrichtungen erkennen den Vorteil von Wikis als Wissensspeichern und kollaborativen Arbeitswerkzeugen. Doch nicht jede/r MitarbeiterIn ist von Anfang an mit der Wiki-Syntax vertraut, bzw. manchmal liegen Texte in einem anderen Format vor, die niemand händisch in die Wiki-Syntax überführen kann bzw. möchte. Beispiel: Ein Sitzungsprotokoll wurde aus organisatorischen Gründen in der Textverarbeitung des Vertrauens (schlimmstenfalls Microsoft Word) geschrieben und soll nun auch ins Firmenwiki. Dies geschieht meist über den Dateiupload. Doch es wäre ja auch praktisch diesen Text in Wikiform zu haben, etwa damit Arbeitsgruppen ihre Projektfortschritte dort eintragen könnten. Oder ein über die Jahre kontinuierlich gepflegter Infotext schlummert schon ewig auf der lokalen Festplatte eines verdienten Mitarbeiters, doch die Information soll nun allen MitarbeiterInnen des Hauses über das Intranet auf Wikibasis zugänglich gemacht werden. Die Szenarien der Notwendigkeit Word-Texte in die Wikiumgebung zu überführen, ließen sich anhand zahlreicher Beispiele fortsetzen. Worauf ich hinaus will: es wäre doch praktisch, einen Export-Filter zu haben, der solche Informationen direkt aus der Textverarbeitung ins Wiki umwandeln könnte. Und diese wunderbare Arbeitserleichterung, die ein mächtiges Werkzeug im Zwischenspiel zwischen alter Office-Welt und moderner Wiki-Arbeitsumgebung darstellt, gibt es:

Wer OpenOffice.org nutzt und als Wiki-Software auf die am meisten verbreitete Spielart, MediaWiki (mit der die Wikipedia betrieben wird) setzt, darf sich über diese Lösung freuen: Sun Wiki Publisher (Update 22.2.2012 Da der Link nicht mehr funktioniert, hier eine neue Quelle für Sun Wiki Publisher).

Sun Wiki Publisher schickt Texte von OpenOffice aus direkt ins Wiki

Mit dem Sun Wiki Publisher lassen sich von OpenOffice aus Texte ganz leicht nach MediaWiki exportieren. Info siehe auch bei Flominator: OpenOffice.org als WYSIWYG-Editor für MediaWiki.

Es gibt auch eine Extension für den Export von Word nach Mediawiki (die ich allerdings nicht getestet habe, da ich Word nicht mehr verwende): Word2MediaWikiPlus.

Google testet Videosuche mit Audio-Indexierung

Google Audioindexierung: Beispiel: 'Tax'-Erwähnugn in Obama-Rede

Google ist ja bekannt dafür, dass in seinen Forschungslaboren ständig an neuen Suchfeatures gearbeitet wird. Eines davon ist die Audio-Indexierung von Videos. In Einzelfällen, vor allem im Bereich Lehre und Forschung, kann die Durchsuchbarkeit von Videos und das Anspringen einzelner Filmstellen samt ihrer Transkription einen unschätzbaren Vorteil darstellen. Auch wenn erst mit einer Auswahl politischer YouTube-Videos möglich, zeigt sich das interessante Potential einer solchen Durchsuchbarkeit von Videos, wie sie ja auch die akademische Videosuche von Yovisto anbietet.

Genauer beschrieben ist Googles neueste “Spielwiese”, die Audio-Indexierung auf Online Tech Tips: «Search for spoken words inside a YouTube video using Google Audio Indexing». Oder einfach mal selbst ausprobieren. Wie immer bei Google: alles intuitiv, da findet mensch sich auch ohne Erläuterung zurecht.

Mein Screenshot oben zeigt eine Suche nach dem Stichwort «Tax» in Obamas Rede «Fairness in our Economy». Die einzelnen Stellen, in denen Obama in seiner Rede über Steuern spricht, können direkt angesprungen werden. Die entsprechenden Passagen sind auch unterhalb des Videos transkribiert. Auch praktisch: Videos können samt ausgewähltem Suchwort direkt verlinkt werden.

Wem das gewählte Beispiel zu ernst ist, der kann natürlich auch Sarah-Palin-Videos nach Maverick untersuchen. 😉

Von musealen Übergängen im Deutschen Historischen Museum

Der Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken möchte ich ein großes Lob aussprechen, weil sie mit ihrer Herbstfortbildung zum Thema Web 2.0 eine prima Veranstaltung auf die Beine gestellt haben. Die Vorträge (gestern und heute) decken ein breites Spektrum zwischen theoretischer Einordnung der Konzepte des Mitmachwebs bis hin zu Berichten aus der Praxis der bibliothekarischen Arbeit ab. Alle Vorträge werden im Anschluss an die Tagung online gestellt. Zu sehen gibt es bereits den gestrigen Eröffnungsvortrag von Prof. René Schneider von der Fachhochschule Genf, den ich mich freute, nach der Inetbib-Tagung im März in Würzburg wieder zu treffen und der mit seiner kulturgeschichtlichen Einordnung des Internets höchst interessante Assoziationen herstellte:

Archäologie des Web: Der Übergang zur Moderne

archaeologiedesweb

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Die beiden Vorträge meiner Stabi-Kollegin Anne Christensen stehen auch schon online:

Teil 1 “Zwischen nervigem Hype und echter Chance: Bibliotheken und das Web 2.0

Teil 2: beluga

Neben den Vorträgen und den wie immer spannenden Gesprächen in den Pausen war ich sehr begeistert von dem wunderschönen Austragungsort der Tagung. Das Deutsche Historische Museum ist wirklich ein sehr beeindruckender Ort. Nicht ohne eine gewisse Verwunderung haben wir jedoch die Verortung von Internet und sanitären Anlagen im Museum wahrgenommen: 😉

WC / Internet im Deutschen Historischen Museum

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