Hamburg

Rainald Grebe: Hongkongkonzert & Sachsen


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Wer Brandenburg-Lieder singt, der kann auch Sachsen besingen. Hier zu sehen bei Rainald Grebes Auftritt neulich bei Kurt Kroemer. Ich hatte am Freitag in Hamburg das große Vergnügen Grebe zum ersten Mal live zu sehen, im Polittbüro, zusammen mit @robotronle, der mir eine Karte organisiert hat und dem ich dafür sehr, sehr dankbar bin (denn wie Ihr Euch vielleicht noch erinnert, war das Konzert ja ausverkauft). Das Hongkongkonzert ist ein pointenreiches, von Grebe großartig präsentiertes Programm, bei dem man sich gut unterhalten fühlt und stets die kritische Distanz spürt, die der Kabarettist zu seinem Tun pflegt (etwa beim Gesicht-Verziehen beim bemühten Reim «Relaxen – Sachsen»). Die Fotos, die ich gemacht habe, sind kaum vorzeigbar, das iPhone ist für so etwas einfach nicht geschaffen, aber wenn Frau Jekylla so mutig ist, auch unscharfe Handy-Fotos im Blog zu präsentieren, dann trau ich mich das auch mal, allerdings mit einem scharfen Foto vom Grebe-Poster, aufgenommen in der Pause vor der Tür: 😉

Rainald GrebePoster - Rainald Grebe

Foto, Hamburg

Pfingsten in der Hansestadt

Über Pfingsten war lieber Besuch aus Berlin in die Hansestadt gekommen. Wir haben bei strahlendem Sonnenschein und in bester Laune ein paar schöne Tage miteinander verbracht. Als kleiner fotografischer Auszug daraus drei Bilder fürs Blog:

Gestern beim Sonnenbad am Elbstrand wurden wir permanent und ganz unverblümt von langhalsigen Giraffen vom anderen Ufer der Elbe aus beobachtet:

Elbgiraffen glotzen auf den Elbstrand

In Eimsbüttel konnten wir gleich zweimal staunen: Einmal gibt es da eine komplett neue Geschäftsidee: die Sonnenbank mal anders, 3,90 € auf allen Bänken:

Sonnenstudio mit Außenbank

Und wer meine Twitter-Meldungen liest, weiß, dass ich jeden Morgen (und wirklich ausnahmslos jeden Morgen!) den Tag mit einem knappen aber herzlichen Moinsen-Gruß beginne. So war die Überraschung nicht gering, in Eimsbüttel auch ein Café mit dem Namen Moinsen Hamburg zu finden:

Moinsen Hamburg - Café in Eimsbüttel

Morgen früh wird’s noch einmal ein frühes Moinsen aus Hamburg geben, dann bin ich – wie gesagt – für vier Tage in Erfurt, auf dem Bibliothekartag. Danach wird es von Erfurt aus frühmorgens heißen: Moinsen.

Foto, Hamburg

Knut Fleckenstein ist der Hamburger Zapatero

Knut Fleckenstein auf den Plakaten der Hamburger SPD Wenn ich morgens auf dem Weg zur Stabi durch die Edmund-Sievers-Allee gehe, denke ich jedesmal José Luis Rodríguez Zapatero mache Europawahl-Werbung für die Hamburger SPD. Der hanseatische Zapatero heißt aber Knut Fleckenstein. Die Ähnlichkeit des Hamburger Europawahl-Kandidaten mit dem sozialistischen Ministerpräsidenten Spaniens ist doch frappierend, oder?

Knut Fleckenstein (li.) - José Luis Rodríguez Zapatero (re.) Die nebenstehende Bildcollage aus einem Foto von Knutens Homepage und dem Ausschnitt aus einem Zapatero’schen Wikipedia-Bild legt die Ähnlichkeit an den Tag. Bleibt die Frage, ob das der Hamburger SPD Stimmen bringt oder kostet? 😉

Foto, Hamburg, Politik

Schlaues Geflügel im Wandsbeker Wildrevier

Enten-'Versteck' auf dem Dach

Seit ein paar Tagen können wir vom Frühstückstisch aus ein Enten-Paar beobachten, dass auf dem Dach des Schuppens der ehemaligen Kartonfabrik hinter meinem Haus die Sonne genießt. Ein prima Plätzchen: etwas schattiger für sie (rechts), und die pralle Sonne bietend für ihn (links). Und hoch oben gelegen Schutz vor Fuchs und sonstigem Feindesvieh bietend für beide. Schlaues Geflügel im Wandsbeker Wildrevier.

Ds sonnig-schattige Plätzchen in der Totale

Foto, Hamburg

Loriot in Hamburg. Bilder einer Ausstellung. Ach was!

Ich kann nur allen Hamburgern und Hamburg-Besuchern empfehlen, sich diese großartige Loriot-Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe anzusehen. Heute in der Langen Nacht der Museen besteht natürlich eine gute Gelegenheit dazu, oder eben bis zum 23. August 2009. Nach der ausführlichen Vorstellung neulich, hier die Bilder des Besuchs der Werkschau, wo ich gestern in angenehmer Begleitung von Frau Elke und Herrn R|ob war. Beide sind auch gleich auf dem ersten Bild zu sehen, gemeinsam mit dem Meister Victor von Bülow selbst:

Von re. nach li.: Elke, Victor, Rob: Wir wollen HÖRen

Dazu gibt es auch eine wunderschöne Geschichte zu erzählen, wie sie der Großmeister des Humors nicht hätte besser inszenieren können. Neben diesem Bild am Eingang ist eine kleine Filmecke aufgebaut, in der man sich einen Film über das Leben von Victor von Bülow ansehen kann. Durch unser in durchaus moderater Lautstärke geführtes Gespräch beim Fotoshooting zum Ausstellungsbeginn fühlte sich eine ältere, recht gouvernantenhaft gekleidete Dame gestört. Mit entschlossenem Blick kam die Besucherin aus der Filmbude auf uns zu und meinte: «Wir wollen HÖR-en». Wichtig, und von allen Loriot-Kennern mit Wohlwollen gewürdigt – ist die pedantisch-korrekt platzierte Betonung, die unser weißhaariger Loriot-Fan im Fräulein Rottenmeier-Look bestens beherrschte: ihr langgezogenes, betontes „ö“ in „hööören“ wurde hochprofessionell intoniert – köstlich!

Perücke Loriot - Das ist die Linie, die mir wichtig ist Wir waren sofort still und beeindruckt von soviel inszenierter Humorlosigkeit, die ja auch die Größe des Meisters ausmacht, denn in seinen Sketchen wird nie gelacht. Ich bestätigte die Dame noch mit einem freundlich und leise nachgehauchten «Wir sind ja schließlich nicht zum Spaß hier», und schritt mit meinen netten, nun aber durchaus einsichtigen Ruhestörern weiter zur Ausstellung, wo uns unter anderem dies erwartete: Loriots genaueste Anweisungen auf Zeichnungen wie dieser hier zu sehenden zu seinem Perückenwunsch: «Das ist die Linie, die mir wichtig» ist. Großartig! …

Hamburg

Stürmischer Segeltörn auf der Sigandor

Blick von der Sigandor auf die Landungsbrücken

Wir haben gestern einen Segeltörn gemacht, von dem es sicher nicht viel zu erzählen gäbe, wäre da nicht dieser Sturm gewesen. Die Bilder können natürlich nicht die Dramatik vermitteln, die wir an Bord erlebten, doch zeigen möchte ich sie hier schon, wäre mir beim Schießen der Fotos doch beinahe mein iPhone über Bord gegangen. Was für ein Glück wir hatten, wieder heil zurückzukehren, wird deutlich nach der Lektüre des Artikels «Segelboote kenterten – Heftiger Sturm fegte über Hamburg hinweg».

Herr Sparschäler und Frau Jekylla unter den Segeln an Bord: die Lage war ernst Bruder und Schwägerin sind zu Besuch in Hamburg. Da hab ich sie doch auf einen Segeltörn mit der Sigandor eingeladen, eine Fahrt im Zeichen der Fanräume. Frau Jekylla, samt Herrn Sparschäler und Sarahkiez und zahlreiche weitere Pauli-Fans waren auch mit an Bord. 19:30 Uhr ging’s los. Alle bester Laune, der Kapitän weist uns ein, aufblasbare Schwimminseln vorne, 60 Rettungswesten an Bord, auch wenn das Segelschiff 100 Jahre alt sei, werde nichts passieren und alles gut gehen. Der Wetterdienst habe eine kleine Überraschung angekündigt. Und vom Sandtorkai raus auf die Elbe kam uns erst die Polizei auf dem Polizeischiff abwinkenderweise entgegen und dann eine schwarze Wand am Himmel, die sich nicht nur über uns ergoß sondern heftigste Böen mit sich brachte. Aus den angekündigten 3-4 Windstärken wurden 3+4 Windstärken, also sieben! Windstärke sieben! Auf der Elbe und es gab erstmal kein Zurück. Anlegen wäre bei dem Sturm gar nicht möglich gewesen. Wir wurden komplett durchnässt, aber ich wollte trotz aller Dramatik an Bord das Ganze auch mit der Kamera festhalten. Und das hätte beinahe furchtbare Folgen gehabt.

Der Sturm zog auf, die Elbe wurde rau

Eine Böe drohte mir plötzlich die Mütze vom Kopf zu wehen und ich wollte sie durch raschen Griff retten. Dumm nur, dass mir bei diesem Reflex mein iPhone aus der Hand fiel. Nachdem ich es vor mir auf dem Boden nicht mehr sah, ging ein entsetzter Blick über die Reling. Ich wähnte es schon in den Fluten versinkend und überlegte nachzuspringen, bis mir eine rettende Stimme aus dem Hintergrund zurief, es läge noch an Bord. Das iPhone flog hinter mich und lag dort in den Seilen auf dem Boden. Puh, das ging noch mal gut. Auch die Fahrt ging gut, wir durften nach Abklingen des Sturmes noch einen Regenbogen bewundern und hatten bis 23 Uhr auch wieder Zeit, unsere klammen Kleider trocknen zu lassen.

Der Totenkopf am Mast, ein Törn im Zeichen des Fanräume-Projektes Alle Bilder bei Flickr. Lesenswert auch der Stimmungsbericht unseres Segelabenteuers bei Frau Jekylla: In poetischer Zurückhaltung hat sie den Titel «Die Höllenfahrt der Sigandor» gewählt. Ein stürmischer Törn, den die Teilnehmer jedenfalls nicht so schnell vergessen werden.

Foto, Hamburg
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