Musik

Arte zeigt, was im Zusammenspiel mit dem Web und mobilen Endgeräten möglich ist

Dass ich von dem deutsch-französischen Kulturkanal Arte begeistert bin (nicht nur, weil ich ab und an als Übersetzer für ihn arbeite), dürfte für meine regelmäßigen Leser kein Geheimnis sein. Seit gestern hat der Sender ein neues Programmschema (unbedingt das dort verlinkte PDF anschauen, da steht Großartiges auf dem Plan!) und bietet sein Programm auch komplett als Livestream im Netz. Und es waren gestern wirklich schon geniale Sendungen zu sehen. Hier nur ein Beispiel zum Nachschauen in den nächsten sieben Tagen (oder zum Abspeichern; wie das auf dem Mac und bei Windows geht, erfahrt ihr hier), eine wunderbare Dokumentation über Françoise Hardy:

Françoise Hardy – Ikone der Melancholie

Übrigens: wer ein iPhone oder ein iPad hat, dem kann ich nur die kostenlose Arte-App empfehlen (siehe Screenshot). Damit hat man stets das Programm im Überblick und mit einem Klick kommt man zum Livestream. Einzelne Sendungen kann man von dort aus auch Anderen per E-Mail empfehlen.

Musik, Software, TV

Dick laurent is dead feat. FINK: Colour in your hands

Zum Jahresauftakt ein wunderbares Schwarz-Weiß-Video (Regie: Nicolas André) mit wohltuend unspektakulären Aufnahmen und einem ins Ohr gehenden Song. Jean-Baptiste Casini ist ein 1980 in Toulouse geborener Musiker, der unter dem Pseudonym „Dick laurent is dead“ unterwegs ist. Wenn ihr euch nun fragt, warum um alles in der Welt läuft einer mit einem solchen Namen durch die Gegend, sei zur Aufklärung darauf verwiesen, dass das der erste Satz des David Lynch-Filmes Lost Highway ist. Text und Interpretation: Brice Genre. Genug der Erklärungen; schaut euch das Video an und freut euch auf «Colour in your hands».

Musik, Video

Arcade Fire: Sprawl II (Mountains Beyond Mountains)

Sagte ich schon, dass ich Arcade Fire großartig finde? Ja, zwar noch nicht hier im Blog, aber auf Posterous. Es gibt wieder was Neues von der kanadischen Indie-Rock-Band, und wie immer mit außergewöhnlichem Video – Sprawl II (Mountains Beyond Mountains):

Arcade Fire presents Sprawl II (Mountains Beyond Mountains) from Merge Records on Vimeo.

Besonders abgefahren, der Stroboskop-Effekt etwa ab 3:40 mit Überlagerung zweier Bildebenen. Ins Ohr geht das Lied auch ganz schnell.

Wer’s interaktiv mag, kann auf der Seite sprawl2.com unter Einschaltung seiner Web-Cam mit den Händen oder per Click die Bewegungen der Figuren koordinieren.

[via Cuchara Sónica]

Musik, Video

Angie auf den Spuren von Adele: Los Vazquez – Rolling in the Deep

Nachdem mein mexikanischer „Bruder“ René mir dieses großartige Adele-Cover vor zwei Tagen auf Facebook zum Anhören empfohlen hatte, hab ich natürlich auch gleich auf G+ kräftig Werbung für die Geschwister-Band Los Vazquez Sounds aus Mexicali in Baja California gemacht. Mittlerweile ist ihr Video schon mehrere Millionen mal im Netz aufgerufen worden. CNN México (mit einem netten Interview mit den Dreien) und TV Española haben auch schon berichtet.

Angela „Angie“ Vázquez (sie ist erst 10!) hat eine wahnsinnig interessante Stimme. Es ist eben nicht nur die Vorlage des tollen Liedes, die hier beeindruckt. Begleitet wird sie von ihren Brüdern Abelardo Vázquez (15, Klavier, Gitarre, Bass) und Gustavo Vázquez (13, Schlagzeug). Auch wenn noch keine professionellen Absichten im Raum stehen, wird man sicher noch viel von Los Vazquez Sounds hören. Vorzugsweise was Eigenes beim nächsten Mal.

Musik, Spanisch, Video

Mariachi Vargas de Tecalitlán in Chihuahua

Mariachi Vargas de Tecalitlán

Das 7. Festival Internacional Chihuahua ist gestern mit einem Knaller zu Ende gegangen. Die renommierte und geschichtsträchtige Mariachi-Formation Mariachi Vargas de Tecalitlán (gegründet 1898, von den Gründungsmitgliedern ist selbstverständlich niemand mehr dabei) kam zum Abschlusskonzert in die Hauptstadt des größten mexikanischen Bundesstaates. Ich bin ja eigentlich nicht so der große Mariachi-Fan. Mir ist das ansonsten immer etwas zu folkloristisch. Aber was die Jungs gestern Abend geboten haben, war ganz groß.


Mariachi Vargas de Tecalitlán

Nicht nur die Beherrschung der Instrumente hat mich beeindruckt, auch die Varianz der Stimmen. Mehr über sie auf ihrer Website, unter Música kann man auch in ihre Titel reinhören, kaufen (z.B. bei Amazon) kann man sie natürlich auch. 😉

Begleitet wurden sie vom nicht minder beeindruckenden Orquesta Filarmónica del Estado de Chihuahua, die alleine hätten den Besuch des Konzertes schon gelohnt, weil sie ganz hervorragend gespielt hatten:

Orquesta Filarmónica del Estado de Chihuahua

Was soll ich sagen? Es war großartig. Hier zwei Kostproben, die Videos habe ich aus der Entfernung aufgenommen (entschuldigt die bescheidene Bildqualität, dafür ist der Sound überraschend gut):

Mariachi Vargas de Tecalitlán: El Soldado de Levita:

Und dann eine Interpretation von Andrea Bocellis: Con te partirò (Time to Say Goodbye): Mariachi Vargas de Tecalitlán: Por tí volaré:

Zum Abschluss gab es noch ein Feuerwerk:

Feuerwerk zum Abschluss des Festival Internacional Chihuahua

Durch eine überdimensionale Coca-Cola-Flasche (der Sponsor ließ grüßen), entstanden Bilder voller absurder Kontraste, von denen ich eines gestern Abend schon getwittert hatte (Adryana bemerkte dort in den Kommentaren, dass das Bild wie eine professionelle Coca-Cola-Werbung aussehe). Hier noch ein anderes Foto aus der Serie:

Feuerwerk zum Abschluss des Festival Internacional Chihuahua

Musik, Spanisch

An Horse: Dressed Sharply

Sagte ich schon, dass ich die Musik von Tim Neuhaus mag? Ja, ich glaube, das sagte ich schon: Zum Beispiel den wunderbaren Song As Life Found You. Der gute Tim geht demnächst mit dem australischen Indie-Pop-Duo An Horse auf Tour, wie ich auf motor.de erfahren habe. Deren Song Dressed Sharply gefällt mir. Das Video dazu wurde aufgenommen in New York, von einem Menschen mit dem wohlklingenden Namen Alan Del Rio Ortiz:

Musik, Video

Thees Uhlmann – Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf

Update 26.08.11: Bei Amazon gibt’s das Album für 5 € zum Download: Thees Uhlmann [Ende Update]

Privater kann ein Musik-Video eigentlich nicht sein. Ich find’s klasse, wie die alten Familienaufnahmen aus dem Hause Uhlmann drei Jahrzehnte später mit aktuellen Bildern gemischt werden. In «Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf» steht das geschickt kombinierte Bildmaterial für die visualisierte Erinnerung an vergangene Tage der Kindheit:

Im von Kinoregisseur Dietrich Brüggemann („Renn wenn du kannst“) gedrehten Video zu Uhlmanns Lied Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf sieht man den Sänger und seine Band in dessen Elternhaus im niedersächsischen Hemmoor, einer Kleinstadt im Landkreis Cuxhaven. Die Keyboarderin sitzt am Flügel im Wohnzimmer, an dem einige Stücke des ersten Soloalbums entstanden sind, das an diesem Freitag erscheint, Uhlmann spielt Gitarre im Garten, hockt mit seinem Bruder und seiner Mutter vor dem Haus, dagegengeschnitten sind echte Videoaufnahmen aus Uhlmanns Kindheit.

Zum Erscheinen des Soloalbums von Tomte-Sänger Thees Uhlmann am kommenden Freitag ein Artikel auf ZEIT Online: Ich sang die ganze Zeit von mir.

Das Album trägt einfach den Namen des Sängers und heißt «Thees Uhlmann». Es erscheint, genau wie die neulich hier im Blog vorgestellte Platte von Tim Neuhaus («As Life Found You») auf Uhlmanns eigenem Label Grand Hotel van Cleef.

Musik, Video
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