Artikel

Bibliotheken und Netzwerkbildung

Lambert Heller weist in netbib auf einen spannenden Vortrag von Andrew Hinton (Kurz-Bio in seinem Blog Inkblurt) hin, den dieser im April auf dem IA Summit in Las Vegas gehalten hat: «Architectures for Conversation (ii): What Communities of Practice can mean for Information Architecture». Die sehenswerte und zitatenreiche Präsentation gibt es als Slideshow (unbedingt im Vollbildmodus ansehen) oder als PDF (16,2 MB).

Es geht im Wesentlichen darum, dass Menschen gerne miteinander kommunizieren, Gruppen bilden und dabei neue Inhalte generieren und diese wiederum kommunizieren. Institutionen, wie zum Beispiel Bibliotheken, können für solche Netzwerke (Communities of Practice) Plattformen schaffen. Lambert drückt dies auf netbib sehr schön aus:

Damit wären Communities of Practice (CoP) ein geeignetes Muster, um die Spannung zwischen traditionell funktionierenden, eindeutigen, oft hierarchischen Institutionen einerseits und den emergenten, organischen Netzwerkstrukturen andererseits zu einer produktiven Spannung werden zu lassen. Damit das funktioniert müssen traditionelle Institutionen allerdings lernen, einen Teil ihrer Kontrolle an die Community abzugeben — zumindest, soweit es ums Erfinden und Lernen geht. (Folie 30) Denn das funktioniert in CoP nun mal sehr gut. Und dieses Loslassen müssen die Institutionen ohnehin lernen, denn die Werkzeuge der Gruppenbildung wuchern überall, und das Phänomen des plötzlichen Entstehens lebendiger, an Information und Kommunikation reicher Gemeinschaften läßt sich ja mittlerweile nicht nur am Beispiel der Wikipedia beobachten.

[via netbib]

Artikel, Internet, Literatur

Flickr-Fotografen müssen mit Erfolg rechnen

Nette Erfolgsgeschichten über Flickr-Fotografen zwischen ambitioniertem Hobby und professionellem Erfolg: «Flickr and You», eine Serie in vier Teilen auf Strobist.

While Rebekka’s experience is certainly the most famous Cinderella Story of the Flickr world to date, it is by no means unique. The explosion of digital photography – and legions of talented new photographers – is combining with the leveled playing field of ubiquitous access to photographs via sites like Flickr. Professional photo buyers are combing through thousands of photos in search of new photographers like you.

Ganz groß ist dieses Foto der in der Serie vorgestellten Isländerin Rebekka. Sie ist ein Beispiel dafür, dass aus Amateurfotografen gut bezahlte Profis werden können. Flickr als Web 2.0-Erfolgsgeschichte.
Frau creezy, passen Sie auf, dass man Ihre fantastischen Bilder nicht entdeckt, sonst werden Sie noch berühmt.
[via webseeings]

Artikel, Foto

Die Kinder des Netzes

Argentinische Jugendliche berichten über ihren Bezug zum PC Die argentinische Zeitung Clarín hat für ihre Online-Ausgabe eine Reihe von Jugendlichen befragt, was das Internet und der PC für ihr Leben bedeuten. Die Aussagen haben mich tief beeindruckt. Auch wenn wenig Überraschendes genannt wurde, wenn nach dem Wie, Wann, Was und Warum im Umgang mit dem Rechner gefragt wurde, sind die Antworten der ersten Generation, die praktisch mit dem Computer als Normalität des Alltags groß geworden ist, sehr bewegend.

Crecieron con la computadora cerca y son la primera generación de ’nativos digitales‘. No conciben la vida sin celular ni MP3 y su peor pesadilla es pasar un día sin Internet. Diez ‚digipibes‘ hablan de su mundo, tan extraño para sus padres.

Wer spanisch kann, sollte sich die Interviews unbedingt ansehen: «Hijos de la Web». Wer Probleme hat das schnell gesprochene Spanisch zu verstehen, findet die Informationen auch resumiert im Artikel «Nacidos para clickear».
[via macadamia ]

Artikel, Internet, Spanisch, Video

Roger Cicero singt in Helsinki auf englisch

Heute meldet das Hamburger Abendblatt, dass Roger Cicero die letzte Strophe seines Grand-Prix-Liedes «Frauen Regier’n Die Welt» (Video auf YouTube) auf englisch singen werde:

Der Text ist noch geheim, nur der neue „Untertitel“ steht schon fest: „Guess who rules the world“ (etwa: „Rate mal, wer die Welt regiert“). Sicher ist, dass der Hamburger Swingsänger mindestens die letzte Strophe auf Englisch bringen wird. Ein „Trick“ mit dem schon Nicole („Ein bisschen Frieden“) 1982 den bisher einzigen Sieg für Deutschland holte.

Da hat das Hamburger Abendblatt aber nicht gründlich recherchiert: Als die Saarländerin Nicole (das Saarland hat Deutschland ja nicht nur Honecker, Lafontaine und Hartz beschert!) den bisher einzigen Grand-Prix-Sieg für Deutschland eingefahren hat, führte nicht das mehrsprachige Singen des Schlagertitels „Ein bisschen Frieden“ zum Erfolg, denn die internationale Version hat Nicole erst nach dem Sieg zum Besten gegeben.

So oder so wird eine englischsprachige Strophe die internationale Akzeptanz des Titels von Roger Cicero vielleicht minimal erhöhen, aber ernsthafte Chancen ausrechnen für den Eurovision Song Contest am 12. Mai darf er sich deshalb nicht.
[via netzeitung]

Update 11.50 Uhr: Peinlich: Auch «DIE ZEIT online» übernimmt den Fehler aus der Pressemeldung.

Artikel, Musik

Le Figaro präsentiert französische Übersetzer

Vor ein paar Tagen hat das Magazin von „Le Figaro“ über das Übersetzen berichtet. Es kommen berühmte französische Übersetzer zu Wort und berichten von ihrer Arbeit. Aline Schulman (die den Quijote ins Französische übersetzt hat), Brice Matthieussent (u.a. Übersetzer von Charles Bukowski und John Updike) und Anouk Neuhoff (Übersetzerin von Finnegans Wake von James Joyce).

Le succès grandissant de la littérature étrangère profite à la traduction. «Le Figaro Magazine» a réuni quelques-unes de ses plus éminentes figures.
[…]
Mais pour le lecteur, le traducteur est un nom souvent écrit en italique et en petits caractères sous celui, en gras, plus gros, de l’auteur. Il est l’homme de l’ombre, celui qui met ses pas dans ceux de l’écrivain.

Weiter in „Le figaro“: «Le métier de traduire».

[Viola Voß per E-Mail, danke für den klasse Hinweis!]

Artikel, Literatur, Übersetzen

Jakob Voß: Organisationen im Bereich Freies Wissen

Jakob Voß bloggt ab sofort unter jakoblog.de, er jakobloggt sozusagen ;-).
In einem seiner ersten Artikel macht sich der aktive Wikipedianer Gedanken über einen Überblick welche Initiativen, Organisationen und Gruppen sich um die Förderung des Freien Wissens bemühen:

Seit der Gründung von Wikimedia Deutschland e.V. bin ich nun im Vorstand dieses Vereins aktiv, der sich der Förderung Freien Wissens verschrieben hat. Glücklicherweise sind wir nicht die einzigen, die sich für Freies Wissen einsetzen, die Bewegung ist weitaus größer und geht weit über Wikipedia hinaus. Angesichts der wachsenden Zahl von Initiativen, Gruppen und Organisationen geht allerdings leicht die Übersicht verloren. Ich habe mal versucht, einiges zusammenzufassen…

Weiterlesen bei Jakob Voß: «Vielzahl von Organisationen im Bereich Freies Wissen».

Jakob, ich find’s super, dass du jetzt auch mit deinem persönlichen Blog am Start bist (gut, dass ich gedrängelt habe 😉 ). Ein Neuling bist du ja eh nicht, eigentlich schon ein alter Blogfuchs, der schon längstens auf Wikimetrics und im IB Weblog des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der HU Berlin bloggt.

Ich freue mich auf spannende JakoBlogartikel ;-).

Artikel, Internet, Literatur

Google kauft DoubleClick für 3.1 Milliarden Dollar

Die 1,65 Milliarden US-Dollar, die Google für den Kauf von YouTube hingelegt hat, waren ja ein Schnäppchen im Vergleich zu den 3,1 Milliarden, die sie heute für den Erwerb der Werbefirma DoubleClick hingelegt haben. Die New York Times weiß Näheres: «Google Buys DoubleClick for $3.1 Billion»:

DoubleClick, which was founded in 1996, provides display ads on Web sites like MySpace, The Wall Street Journal and America Onl1ne as well as software to help those sites maximize ad revenue. The company also helps ad buyers — advertisers and ad agencies — manage and measure the effectiveness of their rich media, search and other onl1ne ads.

Auch Golem berichtet:

Onl1ne-Werbung soll effizienter und weniger aufdringlich werden

Im Rennen um das Onl1ne-Werbeunternehmen DoubleClick hat sich Google unter anderem gegen Microsoft durchgesetzt. Allerdings zahlt Google dafür einen stolzen Preis von 3,1 Milliarden US-Dollar, nachdem im Vorfeld darüber spekuliert wurde, DoubleClick könne für rund 2 Milliarden US-Dollar den Besitzer wechseln.

Artikel, Internet

Udo Vetter über den Abmahnwahn

Anwalt Udo Vetter vom Lawblog über die «Abmahn-Welle im Internet» auf tagesschau.de.

Meinungs-, Satire- und Blogfreiheit wird durch wirtschaftliche Übermacht unterdrückt. Sehr viele Abmahnungen werden mit der Finanzkraft des Abmahnenden durchgesetzt. In der Regel kommt es auch nicht zum Prozess, da der Abgemahnte im Hinblick auf die möglichen Kosten sofort klein beigibt. Das ist ein Verlust für das Recht, weil der wirtschaftliche Stärkere gewinnt. Und das kann es nicht sein.

So isses. Und so darf es nicht bleiben.

[via http://twitter.com/mooose]

Artikel, Internet
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