Kino

Duncan Jones: Moon als Hommage an Kubrick

Mit Moon scheint Bowie-Sohn Duncan Jones wirklich einen großartigen Science-Fiction-Film gemacht zu haben. Gerade wurde der Streifen mit Sam Rockwell in der Hauptrolle in Spanien auf dem Internationalen Festival von Sitges, einem der wichtigsten Fantasy-Filmfestivals, mit Preisen überhäuft. U.a. bester Film, bestes Drehbuch, bester Darsteller. Nachzulesen in El País: «‚Moon‘, gran triunfadora del Festival de Sitges».

Worum geht’s in dem Film? Im Rahmen der weltweiten Energiekrise hat die Zukunft den Mond als Energielieferanten entdeckt. Im Rahmen seiner auf drei Jahre begrenzten Tätigkeit steht Minenarbeiter Sam Bell (gespielt von Sam Rockwell) vor der Rückkehr auf die Erde, doch da macht er eine fruchtbare Entdeckung…


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Kevin Spacey verleiht dem Roboter Gerty – Sam Bells einziger «Begleitung» auf dem einsamen Mond – seine Stimme. Kubrick’s HAL aus 2001: A Space Odyssey lässt grüßen. Doch keine Bange, wir haben es hier – so Julian Unkel auf Filmstarts – offenbar nicht mit einem billigen Plagiat zu tun:

Kevin Spacey hat als Sprecher des eindeutig von HAL 9000 inspirierten, aber nie zu einem Plagiat verkommenden Gerty maßgeblichen Anteil daran, dass auch der Roboter zu einer sehr interessanten Figur avanciert.

Das Datum des offiziellen deutschen Filmstarts – auf Festivals gab’s ihn schon zu sehen – steht noch nicht fest (siehe Release Info IMDB), Moon dürfte aber noch dieses Jahr in Deutschland zu sehen sein.

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Kino

Zurück aus San Sebastián

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Rolf (li.) & Markus (re.) gegen Ende des Festivals.

Bin gestern Abend aus San Sebastián zurückgekommen. Die Augen erholen sich zur Zeit noch von der Fixierung aufs Leinwandformat. Meine Fotos vom Festival gibt’s auf Flickr (ich habe das Album eben mit den neusten Aufnahmen aktualisiert). Habe sechs Filme pro Tag gesehen, insgesamt 53 Filme. Bis auf zwei auch den kompletten Wettbewerb. Ausgerechnet den Chinesen, «City of Life and Death» des Regisseurs Lu Chuan, der (offensichtlich verdient, was man so hörte) gewonnen hat, habe ich nicht gesehen. Alle Preisträger auf der Festivalwebsite. Demnächst auch noch ein Artikel hier im Blog zum Festival und zu den Filmen, die mir besonders aufgefallen sind.

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Bilder aus San Sebastián

IMG_2442 Nochmal ein kurzer Fotogruß aus San Sebastián. Mittlerweile habe ich 42 Filme gesehen, die Augen sind wieder Mal auf das übliche Leinwandformat eingestellt und Donostia ist immer noch eine wunderbare Festivalstadt. Wer mehr Bilder sehen möchte, kann einen Blick in mein Flickr-Album werfen. Mehr zu den Fotos und zum Festival dann von zu hause aus. Am Sonntag geht’s über Bilbao und Düsseldorf zurück nach Hamburg, wo ich um 19:15 Uhr landen werde.

Ach ja, und ehe ich’s vergesse: «Zorionak, Joachim!», der heute Geburtstag hat und der jahrelang seinen Ehrentag mit uns in Donostia gefeiert hat. Möge er in Berlin auch einen schönen Geburtstag verbringen. Wir feiern selbigen im Casco Viejo (in der Altstadt), standesgemäß in unserer Lieblingskneipe der Bar Narrika.

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Regen und Sonne in San Sebastián

IMG_2425 Ein kurzes Lebenszeichen aus dem Festivaltrubel aus San Sebastián. Regen und Sonne wechseln sich hier ab, mit einem leichten Vorteil für den Regen. Das Wetter könnte besser sein, aber so bleibt wenigstens der Fokus auf den Filmen. Einige gute Werke hab ich schon gesehen. Dieses triste Foto (auf Klick in groß) auf der Brücke zum Kursaal hab ich heute morgen geschossen. In den nächsten Tagen melde ich mich nochmal, mit hoffentlich mehr Sonne in den Bildern.

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Zum 15. Mal nach San Sebastián

Offizielles Festivalplaket San Sebastián 2009 Ich bin dann mal weg. Morgen früh geht’s wieder ins Baskenland. Zum 15. Mal in Folge, ununterbrochen seit 1995 (!) bin ich auf dem Internationalen Filmfestival in San Sebastián. Am Abend der Bundestagswahl komm‘ ich wieder zurück. Bis dahin wird es hier ruhiger werden, ein bisschen getwittert, das ein oder andere Foto hoch geladen und ansonsten werde ich so viele Filme wie möglich sehen.
¡Nos vemos!

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Warum ich das Internet liebe: Der Amphibienmensch

Wenn ich gefragt werde, warum ich das Internet so liebe, nenne ich gerne solch glückliche Begebenheiten wie diese:

Vor ein paar Wochen habe ich im Über-Setzer-Logbuch, dem Blog der Übersetzerin Gabriele Zöttl, einen recht ausführlichen Blogartikel über den sowjetischen Fantasiefilm «Der Amphiebienmensch» gelesen und war auf Anhieb begeistert von den gleichsam eigenartigen und faszinierenden Bildern, die ich dort sah. Die Unterwasseraufnahmen, die 1962 auch tatsächlich unter Wasser, und nicht im Studio, aufgenommen wurden, hatten es mir sofort angetan:


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Damit Ihr meine Faszination für diesen Film nachvollziehen könnt, unbedingt auch bei Gabriele Zöttl reinschauen, die den Film wunderbar präsentiert und – neben einigen Film-Bildern – auch noch einen weiteren, englisch untertitelten Trailer dazu parat hat.

Nun fragte ich mich natürlich sofort, wo man diesen Film in Deutschland bekommen könnte. Ich fand zwar eine DVD bei amazon, doch die bot nur die deutsche Synchronfassung. Ich hätte aber viel lieber den Film im russischen Original mit deutschen oder englischen Untertiteln gesehen.

Filmversand Petershop Tja, und meine Enttäuschung hielt nicht lange an, denn die Blogautorin war so nett für mich zu recherchieren und fand flugs den Film im Angebot des Filmhändlers Petershop in Lengerich. Gabriele meinte, sie habe gute Erfahrungen mit diesem Filmversand gemacht und so hab ich mir sofort den Film bestellt. Auch ich war sehr zufrieden (angenehmer Mail-Kontakt, unmittelbare Reaktion auf Nachfrage) und gebe diese Erfahrung deshalb gerne hier weiter. Wer also außergewöhnliches Filmmaterial sucht und bei André Peters fündig wird, kann unbesorgt dort eine Bestellung aufgeben. Die DVD ist wirklich ihre 15 Euro wert, denn man bekommt einen Film zu sehen, der nicht (mehr) im TV ausgestrahlt wird, und der auch eine gute Doku über die beeindruckende Entstehungsgeschichte des ungewöhnlichen Streifens als Zugabe liefert.

Über-Setzer-Logbuch: Der Amphibienmensch Und wer sich für russische Filme interessiert, der sollte auch nochmal das tolle Blog von Gabriele Zöttl in Augenschein nehmen, die genau darüber in ihrer Serie »Russischer Film« berichtet. Wie gesagt, dafür liebe ich das Internet: Menschen die ihr Wissen teilen und so zur Erweiterung des Horizontes ihrer Leser beitragen. I love it.

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100 Jahre Spezialeffekte

Gerade in dieser Woche haben wir uns während der Frühstückspause in der Bibliothek darüber unterhalten, wie toll es doch war, sich in alten Filmen oder Star-Trek-Episoden von den visuellen Tricks – trotz deren offensichtlicher Erkennbarkeit – in die Irre führen zu lassen. Während die heutigen, ob des technischen Fortschritts viel realistischeren Täuschungen, oft nicht die gleiche Wirkung auf uns entfalten. Sehr schön deutlich wird das meiner Meinung nach beim Betrachten dieser 5-minütigen Zusammenstellung von YouTube-Nutzer bengraphics, der diese für den Unterricht vorbereitet hat: «Visual Effects: 100 Years of Inspiration» zeigt auszugsweise, wie im Lauf der Kinogeschichte in Filmen mit visuellen Tricks gearbeitet wurde:


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