Kino

Zurück aus San Sebastián

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Rolf (li.) & Markus (re.) gegen Ende des Festivals.

Bin gestern Abend aus San Sebastián zurückgekommen. Die Augen erholen sich zur Zeit noch von der Fixierung aufs Leinwandformat. Meine Fotos vom Festival gibt’s auf Flickr (ich habe das Album eben mit den neusten Aufnahmen aktualisiert). Habe sechs Filme pro Tag gesehen, insgesamt 53 Filme. Bis auf zwei auch den kompletten Wettbewerb. Ausgerechnet den Chinesen, «City of Life and Death» des Regisseurs Lu Chuan, der (offensichtlich verdient, was man so hörte) gewonnen hat, habe ich nicht gesehen. Alle Preisträger auf der Festivalwebsite. Demnächst auch noch ein Artikel hier im Blog zum Festival und zu den Filmen, die mir besonders aufgefallen sind.

Foto, Kino, Spanisch

Bilder aus San Sebastián

IMG_2442 Nochmal ein kurzer Fotogruß aus San Sebastián. Mittlerweile habe ich 42 Filme gesehen, die Augen sind wieder Mal auf das übliche Leinwandformat eingestellt und Donostia ist immer noch eine wunderbare Festivalstadt. Wer mehr Bilder sehen möchte, kann einen Blick in mein Flickr-Album werfen. Mehr zu den Fotos und zum Festival dann von zu hause aus. Am Sonntag geht’s über Bilbao und Düsseldorf zurück nach Hamburg, wo ich um 19:15 Uhr landen werde.

Ach ja, und ehe ich’s vergesse: «Zorionak, Joachim!», der heute Geburtstag hat und der jahrelang seinen Ehrentag mit uns in Donostia gefeiert hat. Möge er in Berlin auch einen schönen Geburtstag verbringen. Wir feiern selbigen im Casco Viejo (in der Altstadt), standesgemäß in unserer Lieblingskneipe der Bar Narrika.

Foto, Kino, Spanisch

Regen und Sonne in San Sebastián

IMG_2425 Ein kurzes Lebenszeichen aus dem Festivaltrubel aus San Sebastián. Regen und Sonne wechseln sich hier ab, mit einem leichten Vorteil für den Regen. Das Wetter könnte besser sein, aber so bleibt wenigstens der Fokus auf den Filmen. Einige gute Werke hab ich schon gesehen. Dieses triste Foto (auf Klick in groß) auf der Brücke zum Kursaal hab ich heute morgen geschossen. In den nächsten Tagen melde ich mich nochmal, mit hoffentlich mehr Sonne in den Bildern.

Foto, Kino, Spanisch

Zum 15. Mal nach San Sebastián

Offizielles Festivalplaket San Sebastián 2009 Ich bin dann mal weg. Morgen früh geht’s wieder ins Baskenland. Zum 15. Mal in Folge, ununterbrochen seit 1995 (!) bin ich auf dem Internationalen Filmfestival in San Sebastián. Am Abend der Bundestagswahl komm‘ ich wieder zurück. Bis dahin wird es hier ruhiger werden, ein bisschen getwittert, das ein oder andere Foto hoch geladen und ansonsten werde ich so viele Filme wie möglich sehen.
¡Nos vemos!

Kino, Spanisch

Warum ich das Internet liebe: Der Amphibienmensch

Wenn ich gefragt werde, warum ich das Internet so liebe, nenne ich gerne solch glückliche Begebenheiten wie diese:

Vor ein paar Wochen habe ich im Über-Setzer-Logbuch, dem Blog der Übersetzerin Gabriele Zöttl, einen recht ausführlichen Blogartikel über den sowjetischen Fantasiefilm «Der Amphiebienmensch» gelesen und war auf Anhieb begeistert von den gleichsam eigenartigen und faszinierenden Bildern, die ich dort sah. Die Unterwasseraufnahmen, die 1962 auch tatsächlich unter Wasser, und nicht im Studio, aufgenommen wurden, hatten es mir sofort angetan:


Direktlink YouTube

Damit Ihr meine Faszination für diesen Film nachvollziehen könnt, unbedingt auch bei Gabriele Zöttl reinschauen, die den Film wunderbar präsentiert und – neben einigen Film-Bildern – auch noch einen weiteren, englisch untertitelten Trailer dazu parat hat.

Nun fragte ich mich natürlich sofort, wo man diesen Film in Deutschland bekommen könnte. Ich fand zwar eine DVD bei amazon, doch die bot nur die deutsche Synchronfassung. Ich hätte aber viel lieber den Film im russischen Original mit deutschen oder englischen Untertiteln gesehen.

Filmversand Petershop Tja, und meine Enttäuschung hielt nicht lange an, denn die Blogautorin war so nett für mich zu recherchieren und fand flugs den Film im Angebot des Filmhändlers Petershop in Lengerich. Gabriele meinte, sie habe gute Erfahrungen mit diesem Filmversand gemacht und so hab ich mir sofort den Film bestellt. Auch ich war sehr zufrieden (angenehmer Mail-Kontakt, unmittelbare Reaktion auf Nachfrage) und gebe diese Erfahrung deshalb gerne hier weiter. Wer also außergewöhnliches Filmmaterial sucht und bei André Peters fündig wird, kann unbesorgt dort eine Bestellung aufgeben. Die DVD ist wirklich ihre 15 Euro wert, denn man bekommt einen Film zu sehen, der nicht (mehr) im TV ausgestrahlt wird, und der auch eine gute Doku über die beeindruckende Entstehungsgeschichte des ungewöhnlichen Streifens als Zugabe liefert.

Über-Setzer-Logbuch: Der Amphibienmensch Und wer sich für russische Filme interessiert, der sollte auch nochmal das tolle Blog von Gabriele Zöttl in Augenschein nehmen, die genau darüber in ihrer Serie »Russischer Film« berichtet. Wie gesagt, dafür liebe ich das Internet: Menschen die ihr Wissen teilen und so zur Erweiterung des Horizontes ihrer Leser beitragen. I love it.

Internet, Kino, Literatur

100 Jahre Spezialeffekte

Gerade in dieser Woche haben wir uns während der Frühstückspause in der Bibliothek darüber unterhalten, wie toll es doch war, sich in alten Filmen oder Star-Trek-Episoden von den visuellen Tricks – trotz deren offensichtlicher Erkennbarkeit – in die Irre führen zu lassen. Während die heutigen, ob des technischen Fortschritts viel realistischeren Täuschungen, oft nicht die gleiche Wirkung auf uns entfalten. Sehr schön deutlich wird das meiner Meinung nach beim Betrachten dieser 5-minütigen Zusammenstellung von YouTube-Nutzer bengraphics, der diese für den Unterricht vorbereitet hat: «Visual Effects: 100 Years of Inspiration» zeigt auszugsweise, wie im Lauf der Kinogeschichte in Filmen mit visuellen Tricks gearbeitet wurde:


Direktlink YouTube

Kino, Video

David Polonsky, der Zeichner von ‚Waltz with Bashir‘

David Polonsky-Taschenbuch Der Zeichner eines der besten Filme des vergangenen Jahres, Waltz with BashirWer den Film noch nicht gesehen hat, unbedingt anschauen und zumindest zum besseren Verständnis des Interviews in den hier verlinkten Trailer schauen, im FR-Interview: Der 1973 in Kiew geborene israelische Comic-Zeichner David Polonsky spricht dort darüber, wie er den Libanon-Konflikt für den Film von Ari Folman in einer Bildergeschichte verarbeitete und beantwortet die Frage, ob es den berühmten jüdischen Humor wirklich gebe:

Oh ja! Und ich hoffe inständig, dass er in meinen Zeichnungen steckt. Ich will die Einsicht rüberbringen, dass wir alle kleine, ärmliche Wesen sind, die nicht alles können oder wissen. Das ist das typisch jüdische Humorverständnis. Und Humor ist für meine Arbeit das Allerwichtigste! Aber ich mag keinen Holzhammer-Humor, ich bin eher subtil.

Weiter in der Frankfurter Rundschau: Comic-Zeichner David Polonsky – „Wir hatten so viele Kriege“.

Thomas Wörtche ist im Titel-Magazin nicht besonders angetan von dem Comic-Buch. Er sieht darin «Schulfunk in Bildern» und urteilt weiter:

Waltz with Bashir hat einen massiven moralischen Akzent, eine massive didaktische Last, die für eine künstlerische Auseinandersetzung mit einem brisanten Thema zu erdrückend sind.

Weiter im Titel-Magazin: Waltz with Bashir – der Comic.

[via Cadoe auf Twitter]

Kino, Literatur
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