Kino

Kurze Meldung von der Berlinale 2012

Nur damit sich ob der Funkstille hier im Blog niemand Sorgen macht: es geht mir gut. Bin seit letzten Donnerstag auf der Berlinale (meiner 17.). Habe 28 Filme gesehen. Obiges Foto hab ich vor ein paar Tagen in der morgendliche Kartenschlange aufgenommen. Zu den besonderen Strapazen des Festivals gehört es, dass ich dort jeden Morgen von 7:30 bis 9 Uhr für Karten für den Folgetag anstehe. Bei den zweistelligen Minusgraden war das kein Spaß. Ausführlicher Festivalbericht wie immer nach der Berlinale.

Foto, Kino

Air vertonen Georges Méliès‘ «Reise zum Mond»

Georges Méliès‘ «Die Reise zum Mond» aus dem Jahr 1902 wurde von Air mit neuer Musik vertont. Großartig. Ein Farbentrip sondergleichen. Airs sphärische Klänge passen sehr gut. Hintergrund in der 3sat Kulturzeit, wo ich gerade eben den Beitrag gesehen habe:

Der Stummfilmpionier Georges Méliès drehte die „Reise zum Mond“ vor 110 Jahren, 1902. Der Film galt lange als verschollen, erst 1993 wurde er gefunden, aufwändig rekonstruiert und nachkoloriert. Für die Musik hatten sich die Produzenten etwas Besonderes überlegt: Sie baten das französische Elektropop-Duo Air einen Soundtrack für den 14 Minuten-Film zu gestalten.



Update: 3.2.2012: Beim Guardian kann man das AIR-Album nun komplett hören. Air – Le Voyage dans la Lune: exclusive album stream.

Kino, Musik, Video

Geheimsache Ghettofilm – Das Warschauer Ghetto und die Propaganda der Nazis

Geheimsache Ghettofilm

[Update 30.01.2012: Am Montag-Abend um 23:30 Uhr wird der Film auch auf SWR/SR gezeigt.]
Heute Abend auf mdr um 23:40 Uhr zu sehen (oder aufzuzeichnen, weil so spät viele nicht mehr live schauen können):
Geheimsache Ghettofilm – Das Warschauer Ghetto und die Propaganda der Nazis:

62 Minuten Archivmaterial: Unbetitelt, unvertont, nur teilweise geschnitten. Eine außergewöhnliche historische Quelle. Alles, was an Filmbildern aus dem Warschauer Ghetto überliefert ist. Bei näherem Betrachten – verstörende Bilder: das nackte Elend verhungernder Bettler neben auffallend wohl gekleideten Männern und Frauen im Restaurant oder beim Tangotanzen. Bittere Armut neben vermeintlichem Wohlstand, das eine das jeweils andere scheinbar ignorierend. Jahrzehntelang wurden diese Ghettobilder – bzw. wenige immer gleiche Ausschnitte daraus – von Dokumentaristen und Museen in der ganzen Welt als authentisches Archivmaterial verstanden und verwendet.

Hier der Trailer:

Kino, TV

The Fantastic Flying Books of Mr Morris Lessmore

Es ist schwer, sich der Magie dieses Films zu entziehen. Vollkommen zu recht wurde «The Fantastic Flying Books of Mr Morris Lessmore» für den Oscar nominiert. Unabhängig von einer möglichen von älteren Herren und Damen vergebenen Auszeichnung in Hollywood, ein sehenswertes Stück animierter Film. Ein kleines Kunstwerk, das es auch als App für’s iPad gibt. Was man dort so tun kann, wird bei PadLive beschrieben: Interaktives Buch oder interaktiver Film? – Aber unbedingt zuerst den wunderbaren Film ansehen. Im Großbild selbstverständlich.

[via infobib]

Kino, Literatur, Video

Ab 5.1. im Kino: Ziemlich beste Freunde

Hab den Film ja schon im Festivalbericht nach meiner Rückkehr aus San Sebastián gelobt, aber da er ab Donnerstag auch in Deutschland im Kino läuft, hier nochmal die Empfehlung für «Intouchables»:

Einer der besten Filme aus dem Wettbewerb von San Sebastián: «Intouchables» (Kurzinfo & 2. Trailer auf kinozeit.de) von Eric Toledano und Olivier Nakache. Auf diesen Film darf man sich freuen (bei uns erst ab 5.1.2012 zu sehen). Ein Clash der Kulturen basierend auf einer wahren Geschichte. Dabei geht es um mehr als den mitleidlosen Umgang mit Behinderten. Wunderbar umgesetzt, großartig gespielt. Ein Filmausschnitt:

Kino

«It’s a Wonderful Life» in Farbe und HD

httpv://youtu.be/x-8pu1chaO0

Ein Film, der ja immer wieder gerne an Weihnachten oder zwischen den Jahren im TV gezeigt wird. Wer ihn in Farbe und in HD-Qualität sehen möchte und damit leben kann, dass die Lippensynchronität nicht optimal ist, der schaue mal in diese wunderbar colorierte Version des Klassikers «It’s a Wonderful Life» («Ist das Leben nicht schön?»). Frank Capra drehte den Film 1946, in den Hauptrollen: James Stewart und Donna Reed. Dran denken: um den Film in HD-Qualität zu genießen, auf YouTube auf 720p HD umstellen.

Kino

XXY: Argentinischer Film über Intersexualität und Lange Lubitsch-Nacht

Heute Abend zeigt EinsFestival mit XXY (2007) ein argentinisches Film-Drama über das Leben der 15-jährigen intersexuellen Alex:

Alex ist 15 Jahre alt und mit zwei Geschlechtern zur Welt gekommen. Bereits im Mutterleib hat ihre Nebenniere begonnen, in erhöhtem Maße Androgene auszustoßen, und mit zunehmendem Alter entwickelt sich ihr Körper immer mehr zu dem eines Jungen.

Lesenswert, die Kritiken von Schülern (!) zum Film der jungen argentinischen Regisseurin Lucía Puenzo aus Buenos Aires, zusammengestellt auf critic.de:

– Caroline: XXY ist ein Film, der ohne Tabus über das Erwachsenwerden und Identität finden, über Sexualität und den fragwürdigen Begriff „Normalität“ redet.

– Judith: Mit ihrem Erstlingswerk XXY ist Lucía Puenzo auf Anhieb eine perfekte Komposition aus grandioser schauspielerischer Leistung, ausdrucksstarken Bildern und gefühlsbetonter Musik gelungen.

– Mario: Der Film bringt die Thematik sehr gut herüber, dadurch dass er durch sehr viele emotionale Szenen die Gefühle des/r Hauptdarsteller(in) unterstreicht.

Ausstrahlung: EinsFestival um 23:20 Uhr.

Lange Ernst-Lubitsch-Nacht auf RBB Wo ich schon beim Thema TV-Tipp bin: Auf RBB gibt es heute Nacht die lange Lubitsch-Nacht (23:45 Uhr: Ninotschka | 01:30 Uhr: Rendezvous nach Ladenschluss | 03:05 Uhr: Die lustige Witwe). Alle Filminfos bei RBB. Informationen zu Regisseur Ernst Lubisch auf Wikipedia.

Kino, Spanisch, TV

Film über’s mobile Telefonieren aus dem Jahr 1922

”It’s amazing that nearly 90 years ago mobile phone technology and music … was not only being thought of but being trialled.”

Der erste Film über das Telefonieren mit mobilen Endgeräten. Sehr cool, und sehr alt. Bereits 1922 im Bewegtbild eingefangen: The World’s First Mobile Phone. Alle Infos über das abgefahrene Filmprojekt mit den Handy-Mädels bei Open Culture.

Kino, Video
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