Kino

Ab 5.1. im Kino: Ziemlich beste Freunde

Hab den Film ja schon im Festivalbericht nach meiner Rückkehr aus San Sebastián gelobt, aber da er ab Donnerstag auch in Deutschland im Kino läuft, hier nochmal die Empfehlung für «Intouchables»:

Einer der besten Filme aus dem Wettbewerb von San Sebastián: «Intouchables» (Kurzinfo & 2. Trailer auf kinozeit.de) von Eric Toledano und Olivier Nakache. Auf diesen Film darf man sich freuen (bei uns erst ab 5.1.2012 zu sehen). Ein Clash der Kulturen basierend auf einer wahren Geschichte. Dabei geht es um mehr als den mitleidlosen Umgang mit Behinderten. Wunderbar umgesetzt, großartig gespielt. Ein Filmausschnitt:

http://youtu.be/uGe6J_5Izfw

Kino

«It’s a Wonderful Life» in Farbe und HD

httpv://youtu.be/x-8pu1chaO0

Ein Film, der ja immer wieder gerne an Weihnachten oder zwischen den Jahren im TV gezeigt wird. Wer ihn in Farbe und in HD-Qualität sehen möchte und damit leben kann, dass die Lippensynchronität nicht optimal ist, der schaue mal in diese wunderbar colorierte Version des Klassikers «It’s a Wonderful Life» («Ist das Leben nicht schön?»). Frank Capra drehte den Film 1946, in den Hauptrollen: James Stewart und Donna Reed. Dran denken: um den Film in HD-Qualität zu genießen, auf YouTube auf 720p HD umstellen.

Kino

XXY: Argentinischer Film über Intersexualität und Lange Lubitsch-Nacht

Heute Abend zeigt EinsFestival mit XXY (2007) ein argentinisches Film-Drama über das Leben der 15-jährigen intersexuellen Alex:

Alex ist 15 Jahre alt und mit zwei Geschlechtern zur Welt gekommen. Bereits im Mutterleib hat ihre Nebenniere begonnen, in erhöhtem Maße Androgene auszustoßen, und mit zunehmendem Alter entwickelt sich ihr Körper immer mehr zu dem eines Jungen.

Lesenswert, die Kritiken von Schülern (!) zum Film der jungen argentinischen Regisseurin Lucía Puenzo aus Buenos Aires, zusammengestellt auf critic.de:

– Caroline: XXY ist ein Film, der ohne Tabus über das Erwachsenwerden und Identität finden, über Sexualität und den fragwürdigen Begriff „Normalität“ redet.

– Judith: Mit ihrem Erstlingswerk XXY ist Lucía Puenzo auf Anhieb eine perfekte Komposition aus grandioser schauspielerischer Leistung, ausdrucksstarken Bildern und gefühlsbetonter Musik gelungen.

– Mario: Der Film bringt die Thematik sehr gut herüber, dadurch dass er durch sehr viele emotionale Szenen die Gefühle des/r Hauptdarsteller(in) unterstreicht.

Ausstrahlung: EinsFestival um 23:20 Uhr.

Lange Ernst-Lubitsch-Nacht auf RBB Wo ich schon beim Thema TV-Tipp bin: Auf RBB gibt es heute Nacht die lange Lubitsch-Nacht (23:45 Uhr: Ninotschka | 01:30 Uhr: Rendezvous nach Ladenschluss | 03:05 Uhr: Die lustige Witwe). Alle Filminfos bei RBB. Informationen zu Regisseur Ernst Lubisch auf Wikipedia.

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Film über’s mobile Telefonieren aus dem Jahr 1922

”It’s amazing that nearly 90 years ago mobile phone technology and music … was not only being thought of but being trialled.”

Der erste Film über das Telefonieren mit mobilen Endgeräten. Sehr cool, und sehr alt. Bereits 1922 im Bewegtbild eingefangen: The World’s First Mobile Phone. Alle Infos über das abgefahrene Filmprojekt mit den Handy-Mädels bei Open Culture.

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Dimension Bomb – faszinierende Bildgewalt der Apokalypse

Wir Menschen zerstören die Erde durch unser Handeln. Das ist für den aufgeklärten Menschen des 21. Jahrhunderts soweit nichts Neues. Wenn Kunst Bilder schafft, um uns über Allegorien daran zu erinnern, dass, sollten wir so weiter machen, diese Zerstörung noch zu unseren Lebzeiten zu unvorstellbaren Katastrophen führen wird, erfüllt sie eine wichtige Funktion. Immer vorausgesetzt, wir ändern unser Verhalten im Rahmen unserer Möglichkeiten. Ich habe eben einen Anime-Film gesehen, der genau das erfüllt und der mich absolut sprachlos machte: Dimension Bomb (2008, 20 min., Studio 4°C) des japanischen Anime-Regisseurs Koji Morimoto. (Alb-)Traumhafte Bilder einer apokalyptischen Szenerie, die den Zuschauer zwischen Schrecken und Faszination in seinen Bann ziehen:

Dimension Bomb from aaland legram on Vimeo.

Ausführliche spanischsprachige Vorstellung auf ALT1040: Anime: Dimension Bomb. Ich kann leider für die Nichtspanischsprechenden den kompletten Artikel nicht übersetzen, daher nur ein Satz des Verfassers Alan Lazalde, der den Film sehr passend beschreibt:

Creo profundamente que las obras de arte no son lo que parecen sino lo que hacen sentir.

Ich bin davon überzeugt, dass Kunstwerke nicht das sind, was sie zu sein scheinen, sondern das, was sie an Gefühlen in uns auslösen.

Kino, Video

Hasta los huesos – Bis auf die Knochen

Passend zum bevorstehenden Dia de los Muertos, dem Tag der Toten: In dem Kurzfilm Hasta los huesos (Bis auf die Knochen) von René Castillo gibt es vielleicht die morbideste Fassung des Liedes La Llorona (Geschichte zur Llorona) zu hören, die es jemals gab – interpretiert von Eugenia León und Café Tacuba:

http://www.youtube.com/watch?v=VR_hPPV8td8

[via Vivir México]

Kino, Spanisch, Video

Festivalbericht San Sebastián 2011

Teatro Principal: Festival-Kino in der Altstadt von Donostia
Foto in groß. Alle Fotos im Album San Sebastián 2011 auf Google+.

Hatte ich es im Vorjahr auf dem Filmfestival von San Sebastián noch auf 49 Filme gebracht, waren es dieses Jahr nur 48. Jeweils in 9 Tagen. Ich schwächelte also dieses Mal leicht, das Wetter war einfach zu gut! 😉 – Und ich habe doch wieder wahnsinnig viele Filme gesehen. 5-6 pro Tag, wie in den Vorjahren auch. 2 vormittags, 4 nachmittags, abends und nachts. Und wenn ich nicht die besten davon in einem Festivalbericht hier im Blog vorstelle, weiß ich nächstes Jahr schon nicht mehr, was ich an gutem Kino gesehen habe. Dieser Bericht ist natürlich für alle am Festival und an gutem Kino Interessierten, aber er ist auch eine Erinnerungsstütze für mich.

1. Intouchables

Ich fange gleich mal an mit einem der besten Filme aus dem Wettbewerb von San Sebastián: «Intouchables» (Kurzinfo & 2. Trailer auf kinozeit.de) von Eric Toledano und Olivier Nakache. Auf diesen Film darf man sich freuen (bei uns erst ab 5.1.2012 zu sehen). Ein Clash der Kulturen basierend auf einer wahren Geschichte. Dabei geht es um mehr als den mitleidlosen Umgang mit Behinderten. Wunderbar umgesetzt, großartig gespielt. Ein Filmausschnitt:

http://www.youtube.com/watch?v=oEN8uXv5zGY

2. Tralas luces (Behind the Lights)

Aus Galizien wurde mit «Tralas luces» ein Dokumentarfilm gezeigt, der sowohl von der Kritik (z.B. Nuria Vidal in Fotogramas) als auch von den Zuschauern sehr positiv aufgenommen wurde. Regisseurin Sandra Sánchez hat 9 Monate lang eine junge Familie mit 4 Kindern begleitet, die ein Kirmes-Fahrgeschäft (Autoscooter) betreibt und den Norden Spaniens bereist, wo sie im Wohnwagen leben und – von Dorf zu Dorf fahrend – immer wieder ihren Autoscooter aufbauen. Anfangs nicht so geplant, wie uns die Regisseurin erzählte, ist aus der Langzeitbeobachtung der ganzen Familie immer mehr vor allem ein Porträt der jungen Mutter geworden. Ein unspektakuläres, stille Juwel kam dabei heraus – wie Fiktion wirkend und doch den Alltag unerschütterlich und nie langweilig dokumentierend. Dank kleinem Team (nur die Regisseuren, der Ton- und der Kameramann), immer sehr dicht dran an der Familie. Beängstigend nah dran, die Porträtierten haben die Kamera aber irgendwann nicht mehr wahr genommen, wodurch ein sehr authentischer Film entstehen konnte. Wer ihn gesehen hat, wird ihn so schnell nicht vergessen. Im Trailer wird die stille Melancholie des Filmes – stilsicher von Sánchez komponiert – schon spürbar:

Kino, Spanisch
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