E-Science-Tagung der GWTF

Die Gesellschaft für Wissenschafts- und Technikforschung e.V. tagt am 25. und 26. November in Berlin zum Thema
«E-Science? Die Bedeutung des Computers für die Produktion, Vermittlung, Verbreitung und Bewertung wissenschaftlichen Wissens».

Schließlich verändert Computerisierung die Verbreitung und wissenschaftliche Bewertung des produzierten Wissens. Hier sind besonders die mit dem Internet verbundenen neuen Publikations- und Verbreitungsmöglichkeiten einschlägig, etwa E-Journals, die großen und vernetzten Datenrepositories, oder auch die Publikation auf Homepages. Welchen Einfluss auf die Wahrnehmung und Bewertung von wissenschaftlichen Arbeiten hat die mächtige open-access-Bewegung, also der Versuch, teure Papierzeitschriften durch frei zugängliche Internetzeitschriften zu ersetzen? […] Erleben wir die Herausbildung neuer Konventionen der innerwissenschaftlichen Bewertung, und wenn ja, wie verhalten sie sich zu den bislang geltenden Konventionen? Und hat dieser Prozess einen sichtbaren Einfluss auf die Art und Weise, wie wissenschaftliche Reputation erworben und zugeschrieben wird?

Klingt spannend, werde versuchen teilzunehmen.
Update 17.10.05: Habe mich mittlerweile angemeldet und werde definitv teilnehmen.
Tagungsprogramm als pdf
[via Bloogle]

Die Humanisierung des Netzes

Der typische Bewohner des 21. Jahrhunderts stöhnt bereits jetzt unter der kaum zu bewältigenden Informationsflut. Soll er sich da allen Ernstes noch mit Blogs, Musik-, Foto- und Linksammlungen wildfremder Menschen beschäftigen? Und darüber dann womöglich in einem öffentlichen Journal Buch führen? »Die Informationsfilter, die wir benötigen, sind meistens menschlich«, beruhigt Thomas Burg. Ein kompetenter Umgang mit Blogs und anderer sozialer Software führe nicht etwa zu mehr Information, sondern zu individuellerer.

Über menschliche Informationsfilter, das ‘WWW in der zweiten Auflage’ und die Humanisierung des Netzes schreibt Mario Sixtus fachkundig und lesenswert in der ZEIT.

Wikis in der Schule

Alfred Klampfer, Dipl. Päd.: »Wikis in der Schule – Eine Analyse der Potentiale im Lehr-/Lernprozess«, Bachelor-Arbeit 2005, Fernuniversität Hagen (pdf, 707 kB).
Aus dem Abstract:

Ziel dieser vorliegenden Arbeit ist – nach einer allgemeinen Darstellung und Übersicht (Kapitel 1) – Wikis im Lehr-/ Lernkontext der Schule zu betrachten.

Ausgehend von der lehr- und handlungstheoretischen Strukturierung nach Baumgartner/Kalz 2004 (Kapitel 2) sollen mögliche Potentiale des Einsatzes von Wikis im schulischen Umfeld gezeigt bzw. Ideen dafür entwickelt werden. Diese Einsatzmöglichkeiten werden dann in einen Zusammenhang mit den dahinter vermuteten Lehr-/ Lernparadigma im obigen Sinn gebracht.(Kapitel 3)

Aus der Arbeit:

Eine weitere interessante Möglichkeit bieten Wikis bei der kooperativen
Erstellung von Lernprogrammen. (Vgl. Streiff 2004, S. 25) Dabei kann ein
bestimmter Lernstoff auf die Mitglieder einer Gruppe oder Klasse so aufgeteilt
werden, dass jeder Schüler und jede Schülerin einige Fragen erstellt und die
Antworten ausarbeitet. Multipliziert mit der Anzahl der Gruppenmitglieder
ergibt sich eine relativ große Anzahl von Antworten, die auf das Wesentliche
komprimiert sind und dadurch ein großes Lernpensum in kleinere Portionen
gliedert. In einem solchen Lernprozess spielt nicht nur die Suche nach den
Antworten, sondern auch die Suche nach den guten Fragen eine wesentliche
Rolle.

[via BildungsBlog]

Informationsdemokratische Wirkung von Social Software

Es wird schließlich immer einfacher Content zu erstellen. Früher ging das über die Homepage, die war immer statisch und man musste noch HTML dafür können. Heute gibt es bei Blogger.com oder anderen so genannte “What you see is what you get -Editoren”. Damit ist das Veröffentlichen im Web so einfach geworden, wie ein Word-Dokument oder eine E-Mail zu schreiben. Deshalb stellen immer mehr Leute ungefiltert ihre Meinung ins Netz, und so entsteht eine Art informationsdemokratische Wirkung.

Stephan Mosel (Autor des Blogs plasticthinking und der Anfang Juli hier bereits vorgestellten Diplomarbeit) im Handelsblatt über die Bedeutung von Social Software, und wie diese das Netz verändert. Hier geht’s zum Artikel: “Alleine macht das keinen Sinn“.

Praktiken selbstgesteuerten Lernens

In der deutschsprachigen Pädagogik wird die Nutzbarmachung von Weblog-Technologien bislang nur wenig diskutiert – weder im Bezug auf die stattfindenden Prozesse selbstgesteuerten Lernens ihrer Nutzer, noch bezüglich einer möglichen institutionellen Implementierung, zum Beispiel als Lernjournal. Auch die lerntheoretische und didaktische Verortung wurde hierzulande bislang kaum pädagogisch reflektiert.

Hoffentlich ändert sich das bald. Ein Stück dazu beizutragen, versucht der Autor dieser Zeilen, Stephan Mosel (alias PlasticThinking), mit seiner dankenswerterweise heute veröffentlichten Diplomarbeit mit dem Titel “Praktiken selbstgesteuerten Lernens anhand der Nutzung von web-basierten Personal-Publishing-Systemen“.

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