Was bleibt, wenn der G20-Trubel vorbei ist: der Hamburger Hafen. Gerade an den Docklands einer meiner liebsten Plätze in der Hansestadt. Hier ein paar Bilder vom letzten Wochenende:
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Wenn sich zu einem etwas eigenartigen Foto auch noch ein absurder Text gesellt, dann kommt etwas heraus, was man als Tweet der Woche bezeichnen könnte. Danke, @AndyOSW:
Gestern hab ich mit ein paar lieben Menschen – überwiegend aus der FCSP-Bezugsgruppe – eine Alternative Hafenrundfahrt gemacht, die ich euch nur dringend empfehlen kann. Organisiert von der Gedenkstätte des KZ Neuengamme wurde dabei die Zeit des Nationalsozialismus im Hamburger Hafen aufgearbeitet. Bei diesem traumhaften Wetter, mit diesem Teil unserer Geschichte konfrontiert zu werden, das war schon ein ganz extremer Kontrast. Da sieht man die Schäfchenwölkchen am Himmel, einen noch dazu strahlend blauen Himmel, die wunderschönen Kaispeicher aus rotem Klinkerstein, die mit saftigem Gras bewachsenen Deiche – und dann hört man dazu die kundigen Beschreibungen der beiden Personen, die die Führung kommentierten. Wir haben gelernt, dass zu Kriegszeiten 500.000 Zwangsarbeiter in Hamburg lebten, das Arbeiterinnen und Arbeiter im Hafen zu Räumungsarbeiten gezwungen wurden. Wir haben erfahren (was wir teilweise auch schon wussten), dass Firmen wie Blohm und Voss oder Kühne und Nagel ihre Firmengeschichte zur Zeit des Nationalsozialismus nicht aufarbeiten. Auf jeden Fall ist diese Hafenrundfahrt eine lohnenswerte Erfahrung. Alle Infos und die nächsten Termine gibt es auf der Website der Veranstalter.
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Letztes verlängertes Wochendende (von Himmelfahrt 25.5. – Montag 29.5.) war ich im Saarland auf Heimaturlaub. Es bot sich an, vor dem am Dienstag begonnenen Bibliothekartag in Frankfurt ein paar Tage in der alten Heimat zu verbringen. Was für ein Glücksfall mit dem Wetter, richtig schön heiß, so wie ich es mag. Und mit meinem Bruder und seiner Familie war ich auch zwei mal auf dem Campingplatz Königsbruch (bei Homburg), wo ich schon als kleines Kind mit meinen Eltern war. Eine Radtour mit meinem Bruder zum alten Erbacher Bahnhof (heute befindet sich dort ein Tierheim) wurde zu einer Reise in die Vergangenheit. Über die selben holprigen Wald- und Wiesenwege, mit teils dichter bewachsener Umgebung, aber eigentlich alles wie früher. Ich kam wieder an Orten vorbei, wo ich zum Teil seit über 30 Jahren nicht mehr war. Zum Beispiel an einer Schranke zu einem Waldweg, auf der wir früher als Jugendliche stundenlang gesessen hatten. Ein ganz sonderbares Gefühl. Schön, wieder dort gewesen zu sein.
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Hier war es die letzten Tage etwas ruhiger im Blog, weil ich 9 Tage unterwegs war, erst im Saarland und dann auf dem Bibliothekartag in Frankfurt. Es wird aber alles nachgeholt.
Den Anfang macht eine freudige Nachricht des Archäologischen Museums Hamburg, die mich in Frankfurt ereilt hat. Wer mir auf Twitter, Instagram oder Facebook folgt, wird sich vielleicht erinnern, dass ich vor vier Wochen, am 6. Mai, am Instawalk #OpenAMH des Museums teilgenommen hatte und einige Fotos gepostet hatte. Unter allen Fotos, die an diesem Tag von den Teilnehmern gepostet wurden, hatte das Museum gemeinsam mit thisaintartschool die drei besten Fotos ausgewählt, die einen Platz im Museum bekommen werden.
Und, was soll ich sagen? Ich kann es gar nicht fassen, eines meiner Bilder ist dabei. Hier nochmal das Werk in groß – wie immer hier im Blog auf Klick auch in ganz groß:
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Am Samstag hat Stefan Groenveld diese Aufnahme von mir gemacht, als wir uns zufällig auf dem Markt am Spritzenplatz in Ottensen getroffen haben. Aufgenommen hat er sie mit seiner Leica MP, richtig schön auf analogem Material – genau auf Ilford HP5 –, gepusht auf iso800. So körnig hab ich mich noch nie gesehen. 😉 Gut, dass Stefan – wie er im Tweet zum Foto schreibt – immer seine Kamera dabei hat.
Danke, Stefan, ich bin wirklich sehr begeistert. Und von Dir porträtiert zu werden, ist eine Ehre. Wenn ich jetzt mal meinen Lieblings-Tatort-Kommissar-Darsteller Axel Milberg treffe, kann ich zu ihm sagen: «Du, Axel, wir sind mal vom gleichen Fotografen aufgenommen worden.». Und danke auch für Deine Erlaubnis, das Bild hier zu veröffentlichen. Du hast was gut bei mir.
Update: Stefan hat heute Abend auch noch gebloggt und zeigt faszinierende Aufnahmen vom Millerntor, die er auch mit der Leica MP geschossen hat: Analoges mit meiner neuen Leica MP – auch vom Millerntor. Unbedingt anschauen. Sehr beeindruckend, wie er die Gegenwart mit der Ästhetik der Vergangenheit aufgenommen hat.