Kino

In San Sebastián angekommen

Der Atlantik bei bedecktem Himmel Das Wetter ist exakt zu unserer Ankunft in San Sebastián schlechter geworden. Doch das ändert sich erfahrungsgemäss schnell in Donostia. Und wir sind ja wegen des Kinos hier, nicht wegen des Wetters. Die Sonne darf aber trotzdem bald wieder raus kommen.

Nachdem mir gestern morgen das Missgeschick passierte (siehe mein Morgen-Tweet vom Airport), mit der falschen Tasche aus dem Haus Richtung Flughafen aufzubrechen, dachte ich: diesen Flug kriegst Du nie mehr. Wie blöd kann man sein: Ich schnappte mir morgens (nach nur 3 Stunden Schlaf!) meinen Koffer und meine Reisetasche, sowie (so dachte ich noch beim Verlassen des Hauses) die als Handgepäck vorgesehene Berlinale-Festivaltasche, mit den wichtigsten Dokumenten für die Reise (Flugticket, Festivalunterlagen, Akkus für iPad & iPhone, Reiselektüre etc.). Um 5:50 Uhr wäre meine S-Bahn am Flughafen angekomen, um 6:50 war Abflug. Um 5:45, kurz vor Ankunft am Flughafen, merke ich, dass ich die falsche Berlinale-Festivaltasche mitnahm (ich habe eine vielfältige Sammlung an Festivaltaschen). Statt meiner Reisedokumente hatte ich die Tasche mit den Unterlagen der Stabi dabei, die ich jeden Tag mit auf die Arbeit in der Bibliothek nehme. Marketing-Konzepte für Social Media, Unterlagen zu Raum- und Funktionsplanung in Bibliotheken sind aber wenig hilfreich, wenn Du deine Akkus und Reisedokumente brauchst. Als ich mit grossem Schrecken den Irrtum in der S-Bahn bemerkte, stieg ich sofort aus, nahm die Bahn zurück, hetzte im Dauerlauf zum Haus, tauschte die Tasche aus, lief weiter wie ein Wahnsinniger zum Taxistand an Wandsbek Markt und habe in der Tat das Wunder vollbracht noch das Gepäck aufzugeben, durch den Sicherheistcheck zu kommen und 5 Minuten (!) vor Abflug noch den Flieger zu erreichen.

Festivalgebäude Kursaal Jetzt startet gleich das Festival in diesem wunderschönen Festivalgebäude Kursaal. Los geht es mit dem mexikanischen Eröffnungsfilm Chicogrande. Möge mein 16. Filmfestiaval in San Sebastián ein gutes werden. Ich freu mich drauf.

Kino, Spanisch

Doku zu Kubricks 2001: Beyond the Infinite – The Making of A Masterpiece


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A documentary that really tells the story of the making of 2001, not just the technical story but the human story, the personal story, the experiences of people who interacted with Kubrick that is really true to the style and look of 2001: A Space Odyssey.

Niemand Geringeres als Douglas Trumbull, der US-amerikanische Regisseur und „special effects supervisor“ von Kubricks «2001: A Space Odyssey», führt bei diesem Dokumentarfilm Regie. «Beyond the Infinite – The Making of A Masterpiece» ist der Titel des Films, an dem Trumbull zusammen mit David Larson arbeitet. Letzterer hat jahrelang im Kubrick Archive in London für den Streifen recherchiert. Auf das Ergebnis dieser umfangreichen Arbeit darf man gespannt sein und ich vermute mal, das wird ein sehenswerter Dokumentarfilm. Der Trailer ist jedenfalls schon mal viel versprechend.

Weitere Infos: First trailer for Douglas Trumbull’s insanely detailed 2001: A Space Odyssey documentary.

[via ALT1040]

Kino, Video

La Soledad im 3001 Kino in Hamburg


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La soledad - Filmposter Ich habe hier im Blog schon mehrfach den spanischen Film La Soledad (Die Einsamkeit) von Jaime Rosales empfohlen. Für mich einer der besten spanischen Filme der vergangenen 10 Jahre. Um mich nicht selbst zu zitieren, lasse ich einen Text & Blog–Kommentator zu Wort kommen, den in Barcelona lebenden Übersetzer Peter Schwaar:

…was für ein grossartiger Streifen, aus all den auf dieser Site aufgeführten Gründen. Was für grossartige SchauspielerInnen, was für innige Momente, was für ein geringer Aufwand an explizit dargestellten Emotionen.

Solche Filme auch einmal in Deutschland im Kino sehen zu können, außerhalb von Filmfestivals, ist nicht einfach. Wer in Hamburg und Umgebung lebt, hat Glück und kann ihn diese Woche sehen. Das 3001-Kino zeigt ihn in Kooperation mit dem Cervantes-Institut Hamburg am kommenden Mittwoch, den 8.9.10, um 21 Uhr in der spanischen Originalfassung.

Hamburg, Kino, Spanisch

Drehbeginn des neuen Almodóvars: Thriller ‚La piel que habito‘

Pedro Almodóvar und Antonio Banderas, Foto: El Deseo
Foto: El Deseo

Heute haben in Santiago de Compostela die Dreharbeiten zu Almodóvars 18. Film begonnen. Der Regisseur, über den ich zum Abschluss des Spanischstudiums meine Magisterarbeit geschrieben hatte, wird die nächsten 11 Wochen «La piel que habito» (Die Haut, in der ich wohne) drehen. Der Film basiert auf dem Thriller «Tarántula» des im vergangenen Jahr gestorbenen französischen Krimiautoren Thierry Jonquet (siehe auch die englische Übersetzung Mygale auf Google Books). Eine abgefahrene Geschichte, wie sie auch Almodóvar hätte erfinden können; kein Wunder, dass er sie unbedingt verfilmen wollte. Almodóvar betont, dass es sich bei seinem Drehbuch um eine freie Adaption handele. Wir dürfen also gespannt sein, was er daraus macht. Die Story ist etwa jene, ich zitiere aus der Amazon-Beschreibung:

Da ist der Schönheitschirurg Richard Lafargue, der seine Partnerin Éve in einer Villa gefangen hält und sie zur Prostitution zwingt, um sie beim Sex mit den Freiern beobachten zu können. Da ist Alex, der bei einem Banküberfall zum Polizistenmörder wird. Zwar gelingt ihm die Flucht mitsamt der Beute, doch am nächsten Tag prangt sein Gesicht auf der Titelseite jeder Zeitung. Und Abiturient Vincent wird von einem mysteriösen Mann verschleppt und mehrere Jahre lang mit grausamen Psychospielen gefoltert. Erst nach und nach führt der französische Krimiautor Thierry Jonquet seine zwar stark konstruierten, aber keinesfalls unglaubwürdigen Geschichten zusammen. Mit ständigem Perspektivwechsel und schmuckloser Sprache zeichnet er in „Die Haut, in der ich wohne“ zerstörende Psychogramme.

Nach fast zwanzig Jahren (seit Átame/Fessle mich) arbeitet Almodóvar zum ersten Mal wieder mit Antonio Banderas zusammen. Der spielt natürlich den Schönheitschirurgen. Auch wieder im Team des Regisseurs: Marisa Paredes (wunderbar in Todo sobre mi madre/Alles über meine Mutter). Man darf gespannt sein. Zum weiteren Cast gehören Elena Anaya und Eduard Fernández. In Spanien soll der Film nächsten März ins Kino Kommen, bei uns ist er dann wohl ab Sommer 2011 zu sehen. Weitere Drehorte nach dem heutigen Start in Santiago werden Madrid und Toledo sein. Bloggen, wie bei seinen Filmen zuvor (siehe Drehtagebuch zu ‘Volver’ von Pedro Almodóvar), wird Almodóvar offenbar dieses Mal nicht. Das Blog ist seit 2009 verwaist. Nun denn. An laufenden Nachrichten zu den Dreharbeiten von «La piel que habito» wird es trotzdem keinen Mangel geben.

[via Extracine]

Kino, Spanisch

Eröffnungsfilm in San Sebastián: Chicogrande


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Dass ich mich auf meinen 16. Filmfestival-Aufenthalt im September in San Sebastián freue, schrieb ich ja schon neulich. Heute kam die Pressemeldung raus, dass der Eröffnungsfilm des Festivals Chicogrande des mexikanischen Regisseurs Felipe Cazals sein wird. Eine Art Mischung aus Western und Historienfilm aus der Zeit des mexikanischen Revolutionshelden Pancho Villas mit dem großartigen mexikanischen Schauspieler Damián Alcázar in der Hauptrolle.

Chicogrande, by Felipe Cazals, one of Mexican cinema’s biggest names in directors, is a historical film with touches of frontier western, adventure movie and socio-political criticism. Chicogrande kicks off with a true occurrence: Pancho Villa’s invasion of Columbus, in New Mexico, and the subsequent punishment expedition launched by US troops in an attempt to put an end to the rebel leader. Headlining the cast is Damián Alcázar, one of the most popular actors in his country also recognised internationally.

Am 17.9.2010 werde ich mit großen Augen im Eröffnungsfilm sitzen und freu mich schon drauf. Wie auf das ganze Festival, in dem es auch einen deutschen Film mit Brundo Ganz und Senta Berger in der Hauptrolle zu sehen geben wird: «Satte Farben vor Schwarz» von der jungen deutschen Regisseurin Sophie Heldman:

Satte Farben vor Schwarz / Colours in the Dark is a love story, the story of Anita and Fred who have been married for 50 years. The autumn of their lives has long begun, but they continue to live their love – self-determined and not always symbiotic. When Fred becomes terminally ill he hides his illness from his family, apart from his wife, who knows about it. Freedom or denial? A story about the last weeks in the live of a loving couple which concludes with the question about everlasting love in an extraordinary step. Directorial debut. Contender for the Kutxa-New Directors Award.

Texte zitiert aus der Pressemitteilung des Internationalen Filmfestivals San Sebastián vom 20.08.2010.

Kino, Spanisch

San Sebastián, die Sechzehnte

Das diesjährige Filmplakat von San Sebastián

Ich werde vom 16. – 26. September wieder auf dem Filmfestival in San Sebastián sein. Zum 16. Mal in Folge. Also ohne Unterbrechung seit 1995. Kann es selbst nicht fassen. Und freu mich drauf. Flug ist gebucht. Unterkunft gesichert. Akkreditierung beantragt (und somit als Stammbesucher gewährt). Wann bekomme ich wohl die Silberne Festivalnadel, oder die Concha am Bande? 😉

Horizontes Latinos heißt die Reihe zum lateinamerikanischen Kino Die mehrfach in der Woche von der Presseabteilung in meinem E-Maileingangsordner eintreffenden Nachrichten, welche Filme und Reihen gezeigt werden, erhöhen die Vorfreude extremst. Heute kam zum Beispiel die Übersicht der Filme, die in der Reihe Zabaltegi – Nuevos Directores (Neue Regisseure, hier ’ne englische Übersicht) laufen werden. Ach, ich kann es kam noch abwarten.

Neben all den Filmen freu‘ ich mich natürlich auch darauf. San Sebastián, die Sechzehnte. Unglaublich.

Kino, Spanisch

Fflick – Realtime-Filmkritik aus der eigenen Timeline

fflick - Welche Filme hat meine Timeline gesehen und was schreibt sie dazu?

Fflick ist ein Dienst mit einer einfachen aber überzeugenden Idee, bei dem man sich fragt, wieso ist da noch niemand vorher drauf gekommen? Fflick durchsucht die eigene Timeline nach Erwähnung von Filmen. Quasi ’ne kleine Filmkritik-Zusammenstellung in Echtzeit basierend auf dem eigenen Twitternetzwerk. Bringt natürlich nur was, wenn man Leuten folgt, die ins Kino gehen und über die gesehen Filme twittern (und das ist das Gute dran: die Followings müssen diesen Dienst gar nicht nutzen, damit die Tweets angezeigt werden). Aber ich denke, davon wird wohl jeder Leute in der Timeline haben.

Funktioniert überraschend gut. Probiert’s mal aus: http://fflick.com/. Wenig verwunderlich, dass momentan Inception und Toy Story 3 die Twitterkritik beherrschen, aber auch einzelne Filmentdeckungen weniger bekannter Movies lassen sich machen, die einem im Strom der vorbei rauschenden Tweets vielleicht gar nicht aufgefallen wären.

Fflick-Filmübersicht aktueller und kommender Filme auf der Startseite

Wünschenswert wäre meines Erachtens ein entsprechender Dienst, dessen Index auch Filme außerhalb des US-Mainstreams auswertet und vielleicht auch TV-Tipps beinhalten würde.

Update: Wem es an eigenen Followern in der Timeline fehlt, der kann sich natürlich auch anschauen, was kinobegeisterte Menschen und deren Follower sagen: Beispiel Frau Gröner: http://fflick.com/ankegroener#friends.

[via ALT1040]

Bluesky, Kino
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