Kino

Beim Inder in St. Georg: Mango-Lassi im Paulaner-Glas im Badshah Imbiss Sweet Center

Mango-Lassi im B. Gestern Abend war ich mit einem Kollegen aus der Stabi im Kino. Wir waren in dem wirklich sehr guten mexikanischen Film «Quemar las naves», der als OmU im Metropolis lief.
Nach dem Film wollten wir noch ’ne Kleinigkeit essen und stießen mehr oder weniger zufällig auf diesen Inder Nähe Hansaplatz: Badshah Imbiss Sweet Center ist der klangvolle Name, ich vermute Badshah Khan, Ghandis Weggefährten, als Namensgeber. Die Bewertungen auf Qype sind durch die Bank sehr positiv. Seit gestern weiß ich auch warum. Wer also in Bahnhofsnähe, Adresse: Bremer Reihe 24, mal ’ne Kleinigkeit essen möchte, wird dort bestens zufrieden gestellt.

Sehr lecker, extrem faire Preise (komplette Gerichte inkl. Brot & kleinem Salat zw. 5-6 €). Habe ein Chili-Huhn-Gericht gegessen, das genau den richtigen Schärfegrad aufwies. Das Essen wird auf den typischen Metalltabletts im indischen Kantinenschick serviert. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Ambiente zwischen Kellerbar und Bahnhofskneipe, sparsam alubestuhlt und hübsch kitschig wandverziert. Und der absolute Hit, wie auf dem Foto zu bewundern: die Mango-Lassi – man beachte die stattliche Portion zum günstigen Preis von 2 €! – wird stilsicher im Paulaner-Weizenbier-Glas serviert. Mubarik (Prost auf indisch)!

Foto, Hamburg, Kino

Große Filmkunst: Bardem brillant in Biutiful


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Heute habe ich endlich einen Film gesehen, den ich schon schauen wollte, seit er letztes Jahr in Cannes für so viel Furore gesorgt hatte. Bei den dortigen Filmfestspielen wurde Hauptdarsteller Javier Bardem u.a. als bester Schauspieler ausgezeichnet. Zu Recht. Der Film des Mexikaners Alejandro González IñárrituIch habe «Biutiful» letztes Jahr schon auf cibera vorgestellt und empfehle allen, die Spanisch können, das dort präsentierte Interview des Regisseurs, in dem er erklärt, warum er diesen Film gemacht hat. heißt und ist auf seine Art Biutiful.

Biutiful - Spanisches Filmplakat

Wie genial González Iñárritu ist, konnte ja schon in «Babel» oder «Amores Perros» bestaunt werden, aber hier hat er wieder einmal stilistisch ganz große Filmkunst abgeliefert. Eine so deprimierende wie authentische Geschichte, dass man jede Szene im Kino ganz dicht erlebt und sich dem Bann der Bilder und der durchweg guten Darsteller (bis in die Nebenrollen) nicht entziehen kann. Und der wohl komponierte Soundtrack des argentinischen Großmeisters Gustavo Santaolalla erschlägt die Bilder nicht, sondern begleitet sie angemessen.

Im Passage-Kino in der Mönckebergstraße, dort wo im Foyer der wunderbar imposante Deckenleuchter wie ein Relikt aus einer anderen Zeit hängt, habe ich jedenfalls heute Abend einen Film gesehen, den ich so schnell nicht vergessen werde. Wenn ihr ihn noch nicht gesehen habt (den Film, gerne auch den Leuchter): schaut ihn euch an. Buitiful.

Kino, Spanisch

Almanya, Sarrazin und der wunderbare Gernot Hassknecht

Rüdiger Suchsland bestätigt in seiner Rezension von „Almanya“ auf Telepolis das, was ich in meinem Berlinale-Bericht schon angedeutet hatte: «„Almanya“ ist albern, und genau darin hellsichtig.». Er urteilt weiter:

Endlich mal also ein Film über Deutsch-Türken, in dem die ganzen Klischees und Stereotypen, die Halb- oder Unwahrheiten, die immer nur in den politischen Reden der Immigrationsgegner vorkommen, nicht auftauchen. Stattdessen ein multikultureller Heimatfilm, der aus der Sicht der Einwanderer auf die deutschen Verhältnisse blickt, und dort viel Sonderbares findet. Mit dem Ergebnis, dass Deutsche hier einmal über sich lachen, nicht über andere.

Die ganze Rezension: «Schwerter zu Pflugscharen, Sarrazin zu Döner!».

Apropos Sarrazin: zu dem hat ja meine Lieblingsfigur aus der heute Show, der wunderbar zurückhaltende Kommentator Gernot Hassknecht (Hans-Joachim Heist), schon alles gesagt:


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Kino, Politik

Doku über Ruth Gruber: Ahead of Time

Die Journalistin, Fotografin und Schriftstellerin Ruth Gruber wird dieses Jahr 100 Jahre alt. Mit 20 war sie 1931 der jüngste Mensch auf der Welt mit einem Doktortitel, den sie an der Uni Köln machte. Mit «Ahead of Time» erscheint nun ein Dokumentarfilm über diese außergewöhnliche Frau:

Ahead Of Time Trailer from Bob Richman & Zeva Oelbaum on Vimeo.

Open Culture über ihre Zeit in Deutschland:

While in Germany, Gruber witnessed Nazi rallies and later returned to America with an acute awareness of the dangers posed by Nazism. Beginning her career in journalism, she returned to Germany on a secret mission for the FDR administration and photographed Holocaust refugees.

2002 ist ihr Buch Die Irrfahrt der Exodus (Eine Augenzeugin berichtet) im Pendo Verlag in Zürich erschienen.

[via Open Culture]

Foto, Kino

Eine Auswahl meiner Berlinale-Favoriten 2011

So, ehe ich meinen Berlinale-Artikel nun gar nicht mehr schreibe, fange ich einfach mal damit an und mach evtl. zwei Teile daraus. Es ist eben gar nicht so einfach einige Werke heraus zu heben, wenn man 46 Filme in 9 Tagen gesehen hat. Ich versuche es trotzdem.

Gleich der erste Film, den ich dieses Jahr in Berlin sah, hat mich sehr beeindruckt: «Min Dît: Die Kinder von Diyarbakir». Der von Fatih Akin mit produzierte kurdischsprachige Film des Berliner Filmemachers Miraz Bezar ist ein Drama über zwei kurdische Kinder, die sich nach dem politischen Mord an ihren Eltern auf der Straße durchschlagen müssen:


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Kino.de schreibt:

Kino

Berlinalebericht-Hinhalteartikel mit Trostfotos

Heute Nacht werden die Oscars vergeben und ich habe – eine Woche nach Rückkehr aus Berlin – immer noch nicht meinen Artikel zur Berlinale geschrieben. Schande über mich, mea culpa. Ich habe einfach nicht genug Zeit alles so zeitnah zu erledigen, wie ich’s gerne möchte. Ihr seht, auch ich mache Fehler. Doch hier soll nicht gejammert werden. Ehe ich Euch aber hier einen Berlinale-Artikel aus Texten anderer zusammen klaue, verspreche ich: es wird noch einen von mir verfassten Bericht mit Filmempfehlungen zur Berlinale geben, nur eben noch nicht jetzt.

Blick vom Kino Cubix auf den Bahnhof Alexanderplatz
Blick vom Kino Cubix auf den Bahnhof Alexanderplatz

Bis es so weit sein wird, teile ich noch ein paar fotografische Impressionen aus Berlin mit Euch. …

FC St. Pauli, Foto, Kino

Lebenszeichen von der Berlinale nach 20 Filmen

Markus mit 3DWer meine (zugegeben wenigen) Twittermeldungen während der Berlinale liest, weiß, dass ich fleißig am Filmeschauen bin. Nachdem’s am 1. Tag nur zwei Filme waren, habe ich danach sage und schreibe sechs Filme pro Tag gesehen, also bis dato 20. Um mal aus jeder der drei wichtigsten Sektionen einen zu nennen, gut gefallen haben mir bisher: Almanya – Willkommen in Deutschland (Wettbewerb, Deutschland), The Guard (Panorama, Irland) und Ausente (Forum, Argentinien).

Auf obigem Foto habe ich mich vor Werner Herzogs etwas biederem 3D-Film Cave Of Forgotten Dreams aufgenommen. Immerhin war das mein erster 3D-Film. Netter Effekt. Faszinierend sind die bis zu 30.000 Jahre alten Höhlenzeichnungen. Der Film kommt leider über die brave Ästhetik einer Heinz-Sielmann-Dokumentation nicht hinaus. An der Faszination der gezeigten Bilder ändert das aber nichts.

Morgen schaue ich dann zur Abwechslung mal nur 5 Filme, weil ich am Abend noch auf eine Party mit den spanischen Schauspielern gehe. 3D in echt sozusagen.

Kino

61. Berlinale – Ab morgen tauche ich wieder ab

61. Berlinale Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin. Wenn ich heute Nachmittag um 16 Uhr im Zug nach Berlin sitze, mache ich drei Kreuze. Freue mich schon sehr auf meine 16. Berlinale (es ist die 61., die stattfindet, wie ich die Zahlen verdrehend anmerken möchte). Natürlich schaue ich alle Spanischen Filme (und auch möglichst alle spanischsprachigen, d.h. auch die von der anderen Seite des Atlantiks), sowie ganz viel Forum, Panorama und Wettbewerb.

Kino, Spanisch
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