Elektrischer Reporter: Health Games, Heimweh und Netzausschuss

Wieder mal eine sehr gute Ausgabe des Elektrischen Reporters. Bereits die 102. Folge (Respekt!). Dieses mal geht es um das spannende Thema Health Games (inwieweit können Spiele in der Heilung von Patienten eingesetzt werden?), das Heimweh einer Reisebloggerin und den Internetausschuss des Deutschen Bundestages bzw. die Frage, was der Bundestagsasschuss fürs Digitale bringt?

A Capella Science: Bohemian Gravity

Wahnsinn, wie viel Zeit Tim Blais aus Montreal in die Produktion dieses Videos gesteckt haben muss. Nebenbei hat er seine Masterarbeit in Theoretischer Physik geschrieben. Aus Bohemian Rhapsody von Queen wurde Bohemian Gravity. Schaut euch bitte dieses großartige Video an, das Tim mit seinen “Doppelgängern” aufgenommen hat. Sein YouTube-Kanal: youtube.com/acapellascience, sein Twitter-Account: @acapellascience.
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Nicht nur im Wissenschaftsjournalismus: Aufmerksamkeit ist die Währung

Writing out of the box - Neue Erzählformen im Wissenschaftsjournalismus Interessantes Video der Robert Bosch-Stiftung zum Thema Wissenschaftsjournalismus. Vieles, was die Wissenschaftsjournalisten hier anführen, lässt sich generell auf das Publizieren von Artikeln und Neuigkeiten – egal ob gedruckt oder im Netz – anwenden. «Aufmerksamkeit ist die Währung», heißt es einmal sehr richtig. Es ist immer ein Kampf um Aufmerksamkeit. Mit jedem Tweet, jedem Facebook-Status-Update, mit jedem Blogartikel (ding dong!), mit jedem wissenschaftsjournalistischen Artikel buhlen die Verfasser um die Aufmerksamkeit ihrer Leser. Sollte ich eure Aufmerksamkeit geweckt haben, dann schaut euch mal das Video an. Knapp 12 Minuten ist der Preis, den ihr dafür zahlt. Das Video ist im Rahmen der "Masterclass – Zukunft des Wissenschaftsjournalismus" der Robert Bosch Stiftung und des Reporter-Forum entstanden:

Vorfreude & Kritik: Kunst & Nachdenkliches zur WM

Wer’s bis heute Abend nicht aushalten kann, schaue sich dieses wunderbare Fußball-Kunstwerk an, das ich bei den 11 Freunden gefunden habe.

Ansonsten möchte ich darauf hinweisen, was ich vorgestern schon im Stabi-Blog und im ciberaBlog geschrieben habe:

Bei aller Vorfreude auf möglichst interessante Fußballspiele, sollte man in diesen Tagen aber nicht nur einen landeskundlichen, sondern vor allem auch einen kritischen Blick auf Brasilien als Austragungsort der 20. Fußball-Weltmeisterschaft werfen. Hierzu haben wir im Blog der Virtuellen Fachbibliothek cibera einige Lese-, Seh- und Hör-Empfehlungen zu Brasilien zusammengestellt.

Kritische Wandbemalung zur WM - Ausschnitt aus Doku zum Maracana-Stadion

Voller Stolz im Mexiko-Trikot Für mich wird die WM ja erst morgen um 18 Uhr richtig los gehen, denn dann spielt Mexiko zum ersten Mal. Ich werde mir die Partie Mexiko – Kamerun, mit meinem Mexiko-Trikot am fußballbegeisterten Körper, in der Stabi anschauen, wo wir ja insgesamt 34 der 64 WM-Spiele zeigen werden (also alle Spiele, die garantiert vor Mitternacht entschieden sein werden, denn die Stabi schließt ja um Mitternacht).

Ach ja, und die spätestens im 2-4 Jahresrhythmus in dieser Zeit immer wieder laut jammernden Fußball-Hasserinnen und -Hasser können ja für die nächsten 4 Wochen diesen Service einer Kölner Privatklinik in Anspruch nehmen. 😉

Mord in der Militärdiktatur & NSA-Abhörskandal – fortgesetzte Tatenlosigkeit deutscher Politik

dasmaedchen
Das Mädchen – Was geschah mit Elisabeth K.? | Video verfügbar bis 12.06.2014

Update 2.9.2014: Durch die gestrige Wiederholung auf NDR ist der Film nun wieder eine Woche lang – bis zum 8.9.2014 – in der Mediathek des NDR zu sehen.

Argentinien, 1977. Das Land wird von einer Militärdiktatur unterdrückt. Regimekritiker werden zu Tausenden verschleppt, gefoltert, getötet. Auch die in der Hauptstadt Buenos Aires lebende deutsche Studentin Elisabeth Käsemann verschwindet im März unter mysteriösen Umständen.

«Dies ist die Geschichte einer verpassten Chance, ein Menschenleben zu retten.» Das ist der erste Satz der Dokumentation «Das Mädchen» von Eric Friedler. Und der sitzt. Ab diesem Moment kommt man 75 Minuten lang aus dem Staunen nicht mehr heraus. Man denkt ständig, wie war es möglich, dass nichts, aber auch absolut gar nichts unternommen wurde, das Leben dieser engagierten jungen Frau zu retten, die in der Militärdiktatur Menschen zur Flucht geholfen und die dann selbst von den Verbrechern der argentinischen Militätdiktatur umgebracht wurde? Eine Besprechung der Doku gibt es bei der SZ.

Auch wenn der Vergleich hinkt, da alle Vergleiche hinken, ich musste beim Betrachten der Doku immer daran denken, dass ich genau so fassungslos der aktuellen Haltung der Bundesregierung in Sachen NSA-Abhörskandal gegenüberstehe. Wie ist es möglich, dass die Bundesregierung sich erdreistet, nicht, aber auch gar nichts zur Wahrung der in der Verfassung garantierten Privatspähre zu unternehmen, und einen Generalstaatsanswalt Range vorschickt, der allen Ernstes behauptet, es läge kein Anlass zu Ermittlungen in der Angelegenheit der illegalen Ausspähung aller Bundesbürger durch die NSA und andere Geheimdienste vor (siehe dazu den SZ-Artikel «An der Aufklärung vorbeigemogelt»). Vielleicht wird es in 37 Jahren auch eine Doku dazu geben. Da Merkel die Hauptschuldige dieser unsäglichen Ignoranz der Bundesregierung ist, kann es beim Titel «Das Mädchen» bleiben.

Glenn Greenwald im Interview bei Jung & Naiv

Fast ein Jahr ist es nun her, dass Edward Snowden uns allen am 9. Juni 2013 die Augen geöffnet hat, wie weit die Geheimdienste der USA, Großbritanniens und mit Sicherheit auch Deutschlands und etlicher weiterer Länder gegen Gesetze verstoßen und einen Überwachunsgsstaat zu installieren versuchen, wie ihn sich Orwell nicht in seinen schlimmsten Projektionen ausdenken konnte. Der Mann, dem Snowden seine Daten anvertraut hat, ist der Journalist Glenn Greenwald. Im Interview bei Jung & Naiv spricht er gute 45 Minuten darüber, wie sehr wir alle Gefahr laufen der Macht der Überwachung nichts mehr entgegen setzen zu können.

Deutsche Untertitel können (unten rechts in der Menüleiste des Videos) zugeschaltet werden. Bei Netzpolitik gibt es auch die englische Transkription des Interviews.

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