Aufklärungsarbeit in Sachen Social Media für Bibliotheken

Anika Pfützner: Social Media-Aktivitäten wissenschaftlicher Bibliotheken

Anika Pfützner hat auf Informationspraxis einen Artikel eingestellt, der sich zur Zeit im Open-Peer-Review-Verfahren befindet. Ihre Arbeit mit dem Titel «Social Media-Aktivitäten wissenschaftlicher Bibliotheken – Ergebnisse einer Bachelorarbeit» (Link) habe ich mit Interesse gelesen und in einem Kommentar beantwortet, der mit diesen Worten endet:

Trotz der hier aufgeführten Verbesserungsvorschläge und Kritikpunkte handelt es sich bei der Arbeit von Anika Pfützner um eine gute Übersicht zur vielfältigen Arbeit rund um Social Media in wissenschaftlichen Bibliotheken. Eine persönliche Anmerkung sei mir am Ende erlaubt: Mehrmals habe ich bei der Lektüre gedacht: „Wow, an was wir Social-Media-Zuständigen hier alles denken müssen bei unserer komplexen und zeitintensiven Arbeit“. Dass es auch im Jahr 2016 immer noch Bibliotheken gibt, die das Thema Social Media nicht auf dem Schirm haben und es gnadenlos unterschätzen, zeigt, dass hier noch Einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten ist. Auch dazu dient die hier vorgelegte Untersuchung.

Zusätzlich zu meinem Kommentar kann ich hier noch verraten, welcher mein Lieblingssatz aus dem Text ist:

Für einige Bibliotheken hat der Kampf um geeignete Mitarbeiter bereits begonnen.

Ausstellungstipp: In Harburg hat man Kultur AUSGEGRABEN und ausgewertet

Exponat aus der Ausstellung 'Ausgegraben'

Vorgestern war ich mit einigen anderen lieben Menschen auf dem Social-Media-Abend des Archäologischen Museums Hamburg. Was für eine tolle Idee des Museums twitternde, bloggende und instagramende Kulturinteressierte nach Harburg einzuladen. Unter dem Hashtag #Ausgegraben haben wir alle live berichtet, doch ich möchte noch einen Blogartikel nachreichen. Fürs Archiv sozusagen und für diejenigen, denen Informationen in sozialen Livemedien zu schnell vorbeirauschen.

Eines vorneweg: ich war begeistert von der Ausstellung und kann nur allen raten, mal nach Harburg zu fahren und sich das anzuschauen. Bis 10. April 2016 besteht Gelegenheit dazu, alle Fakten auf der Website. Ein Auszug aus dem einführenden Text zur Ausstellung:

Das Archäologische Museum Hamburg führte von 2012 bis 2014 umfangreiche Ausgrabungen in der Schloßstraße in Hamburg-Harburg durch. Das Projekt war die bislang größte Stadtkerngrabung Hamburgs und geho?rte zu den größten archäologischen Grabungsprojekten dieser Art in Deutschland. Inzwischen haben die Archäologen ihre Grabungsergebnisse ausgewertet und wollen mit der neuen Sonderausstellung „Ausgegraben. Harburg archäologisch“ ab dem 24. November Licht ins Dunkel der Gründungszeit Harburgs bringen. In der Ausstellung werden die neuesten Forschungen zur Siedlungsentwicklung, Wirtschaftsweise und zum ta?glichen Leben der damaligen Harburger pra?sentiert. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen museumspädagogischen Programm und Expertenvorträgen begleitet.

Was mich besonders beeindruckt hat, waren zwei Tatsachen: Weiter lesen

Die Evolution des Museumsbesuchs zum persönlichen Erlebnis

Bildbetrachterin Frau Indica

Heute möchte ich einen Artikel zur Lektüre empfehlen, der exemplarisch zeigt, wie sich in den letzten Jahrhunderten die Aufgabe und das Selbstverständnis von Museen verändert haben. Doch zuvor sei mir ein kurzer, persönlicher Epilog erlaubt, der aber genau auf das hinführt, was die Grundaussage des empfohlenen Artikels ausmacht:

Wer dieses Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich gerne in Museen gehe und dann auch darüber blogge. Häufig passiert das gemeinsam mit meiner lieben Berliner Bekannten, Frau Indica. Dass diese Besuche immer auch sehr individuell sind und wir uns mit den gezeigten Kunstwerken auf unsere eigene Art auseinandersetzen, dürfte dabei auch aufgefallen sein. Als Beispiel nenne ich nur den Artikel: «Meisterwerke in neuem Licht und crossmediales Augenzwinkern». Was ich damit meine, und damit ihr nicht den ganzen Artikel nochmal lesen müsst, ist in diesem Zitat gut zusammengefasst: Weiter lesen

«Einer von uns» von Stephan Richter – Sehr starker Max-Ophüls-Gewinner 2016

«Einer von uns» von Stephan Richter

Eine gute Nachricht für den deutschsprachigen Film: Mit dem österreichischen Erstlingswerk «Einer von uns» des in Dresden geborenen und in Wien lebenden Regisseurs Stephan Richter hat ein ganz starkes Jugenddrama den 37. Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken gewonnen. Hab den Film letztes Jahr in San Sebastián gesehen und kann ihn nur wärmstens empfehlen. Weiter lesen

Neugierde auf höchstem Niveau

Tweet der Woche Der Tweet der Woche ist in dieser Woche ein Bild. Das von @augusrodri geteilte Foto ist nicht nur ein Schnappschuss eines goldigen Babys und eines kleinen Jungen, sondern zeigt so wunderbar die natürliche Affinität der nun heranwachsenden Generation zu digitaler Kultur und mobilen Endgeräten. Das spanische Wort curiosidad heißt Neugierde. Hier sehen wir Neugierde auf höchstem Niveau mit maximalem Cuteness-Faktor:

Passend zum Thema digitale Bildkultur und Speicherung unserer privaten Daten, hat sich heute morgen Xenius auf Arte mit dem Thema beschäftigt. Sehenswert:
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Über das Saarland – Faszinierende Drohnenaufnahmen von Alexander M. Groß

Über das Saarland, Alexander M. Groß

Mit seiner Drohnenkamera macht mein lieber Freund Alexander M. Groß in meiner saarländischen Heimat die tollsten Aufnahmen. Nun hat er aus Filmen von 2015 eine Showreel zusammengestellt, die einen atemlos vor dem Bildschirm staunen lässt. Wie schön das Saarland doch ist, hach. Kein Film der Heimattümelei, sondern eine Zusammenstellung der Wirklichkeit des kleinsten deutschen Flächenlandes, das zwischen immer noch sichtbarer Bergbauvergangenheit und landschaftlicher Schönheit zu faszinieren weiß. Und aus der Vogelperspektive betrachtet erst recht.

Den Film unbedingt im Großbild und in HD betrachten, der ist echt der Hammer: Weiter lesen