Hitchcocks nie gezeigte KZ-Doku – Night Will Fall

Wer heute Nacht nicht bis Null Uhr aufbleiben möchte oder kann, bis der NDR die äußerst sehenswerte Doku “Night will fall” zeigt, kann sie auch auf YouTube sehen:

Diese Bilder und die Rolle, die Hitchcock bei ihrer Verarbeitung spielte, stehen im Zentrum der Dokumentation Night will fall von André Singer. 70 Jahre nach ihrer Erstellung werden die Aufnahmen der Alliierten am 26. Januar 2015 weltweit erstmals gleichzeitig in mehreren Sendern zu sehen sein: Von den USA (HBO) und Großbritannien (Channel 4) über Polen und die Niederlande sowie Dänemark und Norwegen bis hin zu Israel und Deutschland (ARD).

Zitiert aus ZEIT online: «Hitchcock und der Holocaust»

Dieser Film hat mich bei der Erstausstrahlung schon sehr schockiert und extrem betroffen gemacht. Ein wichtiges Zeitdokument, das man sich unbedingt anschauen sollte:

Night Will Fall

Katharine Viner über Journalismus – und was Bibliotheken daraus lernen können

Katharine Viner - Journalism in the age of the open web

Wenn ich auf zum Nachdenken anregende Texte stoße, bin ich begeistert. Wenn ich dann noch Ideen für meine Arbeit daraus ziehen kann, bin ich noch ein ganzes Stück mehr begeistert. So ist es mir über Ostern gegangen, als ich einen Text von Katharine Viner, Chefredakteurin des Guardian, gelesen habe. In «Der Aufstieg des Lesers» – eine Kurzform von und basierend auf Viners bereits im Oktober 2013 gehaltenem Vortrag «Journalism in the age of the open web» – sagt sie Einiges zu den neuen Herausforderungen des Journalismus, was man auch sehr gut auf die Anforderung von Bibliotheken im Zeitalter des Digitalen beziehen kann:
Weiter lesen

Kurzfilm Sundays – starke Bilder zum Thema Überwachung

Brian Petsos in der Hauptrolle von Sundays

Wenn aus einem Kickstarterprojekt so ein starker Film entsteht, ist es für alle Beteiligten ein Glücksfall. Nicht zuletzt für uns als Zuschauer. Erschreckende, verstörende Bilder einer vielleicht gar nicht so fernen Zukunft. Gedreht in Mexiko-Stadt, thematisch nah dran am gestrigen Tweet der Woche. Das Thema Überwachung in schaurig schöne Bilder gebannt, unbedingt ansehen:

SUNDAYS from PostPanic

In der Hauptrolle der us-amerikanische Schauspieler Brian Petsos. Regie führte Mischa Rozema, 1978 in den Niederlanden geboren. Mehr zum Projekt:

Mischa Rozema and PostPanic Pictures debut film project SUNDAYS completes a first step towards its Feature Film goal with the release of the ambitious proof-of-concept short. Much-anticipated and widely-supported by the international creative community (over 50K US Dollars was donated on Kickstarter alone for the live action filming part in Mexico City), SUNDAYS is directed by Mischa Rozema.

Set in Mexico City sometime in the future and starring US actor Brian Petsos and Mexican actress Sofia Sisniega, SUNDAYS is a philosophical science-fiction proof-of-concept short.

The end of the world seems like a nightmare to Ben. A memory of a past life that doesn’t belong to him. When Ben starts to remember Isabelle, the only love he’s ever known, he realises she’s missing in his life. An existential descent into confusion and the desperate need to find out the truth begins. This reality depicts a stunning, surprising and dark world. A world that is clearly not his.

Wirklich ein sehr starker Kurzfilm. Kein Wunder, dass Warner Bros. sich sogleich die Rechte an einem Langfilm zu Sundays gesichert hat (s. Moviepilot).

[via @Stephentwoodman, dem ich immer wieder dankbar bin für seine großartigen Tweets mit Bezug zu Mexiko]

Tweet der Woche zu de Maizières gefährlichem Vorstoß

Tweet der Woche Mit das Widerlichste, was Sicherheitsfanatikern nach Katastrophen und Attentaten einfällt, sind Vorschläge, die nicht nur die in der Gesellschaft kursierenden Ängste weiter schüren, sondern gleichzeitig dem Zweck dienen, die Gunst der Stunde zu nutzen und ihre – seien sie noch so widersinnig – politischen Pläne voranzutreiben. Genau so ein Sicherheitsfanatiker ist Innenminister Thomas de Maizière. Dazu hat @michelreimon, der für die Grünen Österreichs im Europäischen Parlament sitzt, in diesen Tagen die richtigen Worte gefunden. Deshalb ist dies mein Tweet der Woche:

Die geplante Datenspeicherung ist nicht nur rechtswidrig, sondern auch irrsinnig und gefährlich. Die wahre Absicht hinter de Maizières durchsichtigem Vorstoß hat Christian Rath in einem lesenswerten Kommentar in der taz herausgestellt – «Bessere Daten, bessere Überwachung»:

Das Problem der Fluggastdatenspeicherung sind aber nicht die möglicherweise falschen Daten, der zentrale Fehler ist ihr grundlegendes Konzept. Sie ist eine unnötige Vorratsdatenspeicherung, die für fragwürdige kriminalpolitische Experimente genutzt werden soll.

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

Arte-Doku Wege des Fleisches

wegedesfleisches

Je weniger Fleisch wir essen, um so besser. Wer es schafft, ganz darauf zu verzichten: prima. Wer, wie ich, ab und an noch gerne Fleisch oder Wurst ist, sollte erst recht diese Doku sehen, um sich wenigstens zu informieren, was er sich da antut und ob man den Fleisch-Konsum nicht auch reduzieren kann (und das kann man sehr gut!). Besonders infam: mit blumigen Namen von erfundenen Gütern und Höfen, die gar nicht existieren, versuchen die Händler die Herkunft des Fleisches zu beschönigen.

Woher kommt unser täglich Fleisch? Welchen Weg hat es hinter sich, bevor es auf unserem Teller landet?

Dieser und anderen Fragen geht die Doku «Wege des Fleisches» von Jenny Roller-Spoo und Jens Niehuss nach. Auf Arte am Dienstag ausgestrahlt, noch wenige Tage in der Mediathek zu sehen. Wenn ihr’s über Ostern nicht schafft oder keine Lust habt, könnt ihr euch die Doku auch mit Software wie MediathekView runterladen und sie dann schauen, wenn’s passt.

Als vertiefenden Hintergrund gibt es auch im ARTE-Magazin einen Artikel von Silvia Liebrich: «Fleisch – Ein tierisches Geschäft».

Brot & Salz zum Einzug von Frau Apfelmuse

Zum Einzug in die neue Wohnung ist kürzlich ein Paket aus dem Saarland bei mir eingetroffen über das ich mich sehr gefreut habe:

Tausend Dank an Frau @Apfelmuse ( @backschwestern ) für #Brot & #Salz aus der saarländ. Heimat für meinen #Einzug.

Ein von Markus Trapp (@textundblog) gepostetes Foto am

Frau Apfelmuse hat mir Brot(backmischungen) und Salz geschickt. Heute Abend habe ich das erste Brot gebacken und bin sehr begeistert. Ein Bauernbrot aus feinstem Mehl aus meiner saarländischen Heimat. Mit Liebe in Bahrenfeld gebacken. Den Backschwestern sei Dank. ;)
Weiter lesen