Unbesorgt sinnlos leben

Tweet der Woche Der Philosoph ist – wie wir alle wissen – ein Freund der Weisheit. Es passiert nicht oft, aber manchmal kommt es eben vor, dass Tweets von geradezu philosophischem Ausmaß veröffentlicht werden. Im Strom der schnell dahin geschriebenen Kurzmeldungen blitzen sie auf, lassen uns inne halten und helfen uns, die Sinnhaftigkeit unseres Tuns zu verstehen (oder auch nicht). So einen erhellenden Tweet in der Tradition des Sokrates’ hat in dieser Woche @Matt_Wagner veröffentlicht, mein klarer Tweet der Woche:

Wer sich über die Sinnlosigkeit seines Tuns klar wird, der lebt doch völlig unbesorgt. Großartig, nicht wahr? Danke, @Matt_Wagner.
Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

Umzug im März: Ciao Wandsbek – Altona ich komme

Meine Zeit in Wandsbek neigt sich dem Ende entgegen. Als ich vor fast 10 Jahren das kleine Häuschen im idyllischen Wandsbek gefunden hatte, war ich froh, dass die schwierige Wohnungssuche vom weit entfernten Saarbrücken aus ein gutes Ende gefunden hatte. Leider geht dieses Jahrzehnt nun zu Ende, meine Vermieter verkaufen das Haus. Es wird abgerissen wegen eines Neubauprojektes. Zum Glück habe ich relativ schnell eine neue Bleibe gefunden, was zur Zeit in Hamburg gar nicht so einfach ist.

Von Wandsbek nach Altona, Ausschnitt Google Maps

Am 12. März verlasse ich den Lengerckestieg 3 und wandere mit meinen sieben Sachen von Ost nach West. Ungefähr genau so weit von der Alster entfernt, ziehe ich auf die andere Seite der wunderschönen Hansestadt, nach Altona. Die neue Wohnung liegt in Bahrenfeld. Meine zukünftige Adresse ist Ruhrstraße 150. Ganz am Ende der Straße, Ecke Holstenkamp, liegen drei dreistöckige Wohnhäuser.
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Festivalbericht 2015: Zehn Film-Tipps von meiner 20. Berlinale

Sonycenter am Potsdamer Platz während der Berlinale 2015

Mein Berlinale-Bericht – wie immer mit einer Woche Abstand zum Gesehenen. So viel Zeit brauche ich zur Verarbeitung der 47 Filme, die ich in 9 Tagen in viel zu kurzer Abfolge gesehen habe. Dies vorneweg: es war bis dato einer der besten Filmjahrgänge. Hab viel Gutes – und vor allem überraschend wenig Schlechtes – gesehen. Dies sind die zehn Filme, die mich am meisten beeindruckt haben (die Inhaltsbeschreibung aus dem Berlinale-Katalog ist wie immer im Titel verlinkt):

1. Taxi von Jafar Panahi

Es war keine große Leistung diesen Film als Sieger der Berlinale vorauszusagen. Aber der Goldene Bär für den im Iran mit Drehverbot belegten Regisseur Jafar Panahi war kein politisches Zugeständnis. Der Film ist wirklich gut und ein auch filmisch gesehen verdienter Sieger. So klug konzipiert. Mit dieser einfachen Idee – ein Taxifahrer fährt durch Teheran, es steigen Gäste ein, in deren Leben man einen Einblick erfährt, und das auch schon in den wenigen Minuten im Taxi. Und der Fahrer ist der Regisseur selbst. Ein Ausschnitt:

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Verdachtsmomente der seriellen Art

Tweet der Woche Meinen eigenen Tweet der Woche hab ich ja schon zu Wochenanfang hier vorgestellt. Doch in dieser Rubrik soll es ja nicht um meine Tweets gehen, sondern um die guten der anderen. Und der hier vorgestellte ist ein richtig guter. Verstehen kann man ihn allerdings nur, wenn man «Dexter» kennt. Eine wunderbare Serie, die ich im Artikel «Tiefgang und Spannung auf hohem Niveau» bereits 2012 wärmstens empfohlen hatte. Dexter in kürzester Zeit in hohen Dosen zu sehen, könnte verdächtig machen, meint Herr @Gallenbitter:

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

08/15-Tweet

Ich habe heute Morgen einen 08/15-Tweet geschrieben. Es ist bis dato, was Retweets (288) und Favoriten (353) anbelangt, der erfolgreichste:

Der beste ist es nicht.

Gestern Abend bin ich von der Berlinale zurückgekehrt. Das erklärt auch die lange Stille im Blog. Habe 47 Filme in 9 Tagen gesehen, da war ans Bloggen nicht zu denken. Doch am Ende dieser 08/15-Woche wird es sicher auch meinen traditionellen Festivalbericht geben. Und da gibt es sehr, sehr gute Filme zu empfehlen, die wiederum alles andere als 08/15 sind.

Neue Open-Access-Zeitschrift Informationspraxis

Heute ist die von vielen mit Spannung erwartete neu gegründete bibliothekarische Open-Access-Zeitschrift «Informationspraxis» an den Start gegangen, nachzulesen im Blog: «Etappenziel erreicht!». Zum Auftakt wurden fünf Artikel veröffentlicht. Ich habe die Ehre mit einem Werkstattbericht über die Weltbrand-App der Stabi mit dabei zu sein.

infoprax-weltbrand

Wie kommt eine wissenschaftliche Bibliothek dazu, eine App entwickeln zu lassen, auf der 100 Jahre alte Zeitungsseiten der Hamburger Nachrichten gelesen werden können, in denen auf Volltextebene recherchiert werden kann und die einen Einblick in Fotos gibt, die zu Beginn des Ersten Weltkrieges veröffentlicht wurden? Wie ist die Vorgeschichte der Tablet-App für iOS und Android, wie ist die SUB Hamburg an diese Aufgabe herangegangen und wie hat sie das Projekt zusammen mit dem Hamburger Softwareunternehmen CCS realisiert? Auf diese Fragen gibt der folgende Werkstattbericht eine Antwort und liefert auch ein erstes persönliches Zwischenfazit von einem der Projektbeteiligten.

Die weiteren Artikel:

 Informationspraxis

Das Journal wird mit Hilfe der Software „Open Journal Systems“ (OJS) erstellt und von der Universitätsbibliothek Heidelberg betrieben. Ich danke dem Infoprax-Team für die intensive Arbeit in der Vorbereitung und Durchführung dieses von so vielen mit Spannung erwarteten neuen Publikationsprojektes für die deutschsprachige Bibliotheks- und Informationslandschaft. Wer Informationspraxis auf Twitter verfolgen möchte, hat unter @infoprax die Chance dazu.