Morgen Abend ist es soweit. Seit Monaten freue ich mich auf dieses Konzert. David Gray kommt nach Hamburg. In die Große Freiheit. Die Frau, die die Idee zum Konzertbesuch hatte und unsere Karten organisierte, muss passen (was sehr schade ist, doch das Pferd geht vor; für ihre Karte wurde heute Abend via Twitter – ja auch dazu ist das gut! – bereits ein dankbarer Abnehmer gefunden).
Ich freue mich auf den Mann aus Manchester, dessen Musik ich schon seit Jahren unheimlich gerne höre. Endlich werde ich ihn einmal live erleben. Oben ist er zu hören mit «The Fugitive» aus seinem aktuellen Album «Draw the Line».
Markus Beckedahl von netzpolitik.org hat heute Morgen schon auf Twitter auf das Radio-Feature «Demokratie 2.0» von MDR und RBB hingewiesen. Ich bin froh, dass ich mir heute Abend noch die Zeit genommen hatte, es anzuhören. Wer glaubt, die Jugend sei unpolitisch oder im TV würde stets authentische politische Information geboten, sollte sich das unbedingt anhören.
Die junge Generation, die mit Internet und Digitaltechnik aufgewachsen ist, sieht immer mehr ihren Lebensraum bedroht. Nun nutzt sie die Möglichkeiten der digitalen Welt, sich zu vernetzen und für Freiheit und Offenheit in diesem Lebensraum zu kämpfen.
“Demokratie 2.0 – Wie die Internetgeneration Politik macht”, ein Feature von Karsten Kretzer. Gut gemacht. Sehr sinnvoll investierte 30 Minuten:
Ich persönlich finde ja, dass durch die Möglichkeiten der Netzpolitik eine Chance auf Belebung der Politik eben durch das Web besteht. Dazu gehört auch, die Freiheit des Netzes zu verteidigen. Gegen die, denen diese ein Dorn im Auge ist. Hier und anderswo.
Meine Arbeit macht vor allem dann Spaß, wenn ich meine Kunden damit zufrieden stelle und wenn ich es dann noch mit ansprechenden Inhalten zu tun habe. Ich freu mich, wenn ich für arte ‘ne gute Übersetzung von interessanten spanischsprachigen Filmen abliefere, oder wenn ich meinen Webdesign-Kunden ihre Site so gestalten kann, dass sie damit zufrieden sind und ich dadurch ihre Arbeit ins rechte Licht rücken kann.
Heute wieder geschehen, als ich die Website eines meiner Kunden aktualisiert habe. Der Produktdesigner Ralph Krämer aus Saarbrücken macht einfach tolle Sachen. Die sind nun wieder mal mit renommierten Preisen ausgezeichnet worden (z.B. iF Design Award) bzw. für bekannte Design-Preise nominiert (z.B. Designpreis Deutschland). Das muss natürlich auch alles auf seine Website: Zu bestaunen auf ralph-kraemer.com. Die tollen Produkte (Ingwerreibe, Spargelschäler, Messer, Töpfe… und so was Schickes wie ein Amuse bouche set) könnt Ihr Euch in einem abspielbaren Produktlaufband unter dem Navigationspunkt «Produkte» anschauen.
Wer immer noch nicht begriffen hat, wie grundlegend sich das Internet durch Real-Time-Dienste wie Twitter oder Facebook verändert hat, sollte sich unbedingt die neueste Folge des Elektrischen Reporters anschauen. Auch wenn es lediglich so scheint, dass die Menschen in diesen Diensten nur schreiben, was sie gerade tun, ist es doch viel mehr als das, was kommuniziert wird. Für die Echtzeitsuche sind hier in den vergangenen drei Jahren so mächtige Strukturen entstanden, dass es allerhöchste Zeit auch für all jene ist, die glauben, es handele sich hier um Kaffeehausgeplauder oder Infomüll. Filter- und Recherchedienste machen das Real Time Web (Echtzeitnetz) zu einem nicht mehr wegzudiskutierenden Informationsfaktor. Wer sie aus Unverständnis ignoriert – sei es auf der Seite der Informationsanbieter, der Vermittler (Medien, Journalisten) oder der Rezipienten – begeht einen großen Irrtum.
Die Aufmerksamkeit im Web bewegt sich fort von den statischen Webseiten und hin zu einem dynamischen und unaufhörlich fließenden Nachrichten- und Ereignisstrom, den die Nutzer selbst über Twitter oder ihre Facebook-Statusmeldungen erzeugen: Gedanken, Ideen, Emotionen, Nachrichten, Bilder und Videos – alles landet im Augenblick des Entstehens im neuen Echtzeitweb.
Neue Debatten entstehen in null-komm-nichts und Trends werden offenbar. Ein Vielzahl neuer Anwendungen nutzt die so entstehenden Inhalte als eigenen Rohstoff, den sie filtern, auswerten und damit beherrschbar machen. Den Medien dagegen bleibt selbst kaum noch Zeit auf das Geschehen in der Welt zu reagieren, beim Kampf um die Nachrichtenhoheit haben sie einen weiteren Konkurrenten: Den twitternden Nutzer am Ort des Geschehen. Kritiker sehen als Ergebnis dieser Beschleunigung am Ende den totalen Stillstand, weil die Nutzer schlicht überfordert werden. Der Elektrische Reporter begibt sich hinein ins Realtime Web und geht den neuen Phänomenen dort auf den Grund.
Nachdem ich es gestern – wie auf Posterous kurz gezeigt – endlich auch mal aufs Alstereis geschafft habe, hier noch die Fotos meiner mutigen Eisbeschreitung. War schon toll so über das Gewässer zu laufen, das man sonst nur im flüssigen Zustand kennt. Die Bilder sind zwar ganz brauchbar, um die Stimmung zu vermitteln, die gestern Nachmittag auf der zugefrorenen Alster herrschte, aber nichts im Vergleich zu Isas Alstereis. ;-)
Am Freitag (5.2.) erscheint nach über sieben Jahren endlich wieder ein neues Album von Massive Attack. Heligoland heißt es. Hier zu sehen das neue Video zum Song «Splitting the Atom». Bei Tip Berlin hab ich heute gelesen, dass es auch jetzt schon als Stream im Netz zu hören ist, und zwar hier: Heligoland als Stream hören. Prima, hab schon mal reingehört. Was ich bereits hörte, gefiel mir. Das Album kauf ich mir.
Jan Schmidt hat eben auf Twitter einen wertvollen Link verbreitet, den ich unbedingt auch im Blog vorstellen möchte. Weil hier ein Werk frei zum Download angeboten wird, dass für alle interessant sein dürfte, die sich mit Web 2.0 bzw. mit Social Media befassen. Es geht um virtuelle Gemeinschaften und soziale Netzwerke im Internet. Gezeigt wird etwa im Kapitel «Anwendungs-beispiele» Literatur zur Partizipation zwischen Facebook, YouTube und Xing. Im Vorwort zum freien e-Book heißt es:
Vor mehr als 30 Jahren saß Angela Merkel das letzte Mal als Studentin auf einer der harten Sitzflächen in einem Hörsaal, um auf ihren akademischen Abschluss hinzuarbeiten. Seitdem ist viel Zeit vergangen, und die diplomierte Physikerin hat einen äußerst erfolgreichen Weg von der Studentin zur Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland absolviert. Dennoch erscheint ihr Konterfei auf einer eigenen Profilseite, sobald man ihren Namen über die Studentenplattform „StudiVZ“ im Internet sucht.
So kurios der Auftritt der deutschen Bundeskanzlerin in einem Sozialen Netzwerk für Studenten auf den ersten Blick erscheinen mag, gibt es doch niemanden, der sich darüber wundert. Mehr noch – gäbe es die persönliche Seite der Kanzlerin nicht, würde dies als schweres Versäumnis ihres PR-Managements eingestuft.
Ob die Kanzlerin jetzt in StudiVZ ist, oder nicht, ist mir eigentlich egal. Aber jenes Werk, das mit diesen Worten eingeleitet wird, macht einen sehr guten Eindruck. Das «Recherche spezial» mit dem Titel «Web 2.0 – Alle machen mit!» wurde von Christian Kolle bearbeitet und vom GESIS, dem Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, im Januar 2010 herausgegeben. Die 93 Seiten voller Literaturtipps zum Thema Web 2.0 werden als kostenloses PDF zum Download angeboten. Weitere Infos auf den Seiten der Virtuellen Fachbibliothek Sowiport: «Web 2.0 – Alle machen mit!». Runterladen und lesen, lautet meine Empfehlung.