Hommage an Plattencover: Roy Kafri – Mayokero

Roy Kafri – Mayokero (Music Video) from Vania Heymann on Vimeo.

Dadurch, dass wir Musik heute verstärkt digital und immer weniger auf physischen digitalen (CDs) oder analogen (LPs) Datenträgern hören, sondern in Form von Dateien oder gar nur noch gestreamt, laufen wir Gefahr, die Plattencover nicht mehr so wahrzunehmen wie früher. Da kommt diese großartige Plattencover-Hommage gerade recht.

Eurythmics – Be Yourself Tonight

[via esse est percipi]

OK Go – I Won’t Let You Down

Dass OK Go immer abgefahrene Videos machen, hat schon gar keinen Neuigkeitswert mehr. Und trotzdem ist es wieder großartig mit anzusehen, wie kreativ und wie abgefahren auch das neueste Video der vier Jungs aus Chicago ist. Sie heißen übrigens Damian Kulash (Gesang, Gitarre), Andy Ross (Gitarre, Keyboard), Tim Nordwind (Bass) und Dan Konopka (Schlagzeug). Doch das tut nichts zur Sache. Schaut euch das Video an und bewundert die Scooter- und Schirm-gestützte Choreographie. Das Lied ist, wie so oft bei Ok Go, musikalisch vernachlässigbar.

OK Go - I Won't Let You Down

Der junge Mann mit den raspelkurzen Haaren

roteaugen-sz1999

Am Wochenende war ich in München gewesen, weil eine liebe Freundin aus dem Saarland, die mittlerweile in der bayrischen Landeshauptstadt lebt, dort ihren Geburtstag gefeiert hat. Ein sehr schönes Fest mit einem Wiedersehen mit vielen Menschen, die ich aus dem Saarland kenne und schon lange nicht mehr gesehen habe. Einer davon hat mir ein Relikt aus alten Tagen im Saarland mitgebracht, einen Artikel aus der Saarbrücken Zeitung aus dem Jahr 1999 mit einem Porträt von mir als treuem Besucher des Max Ophüls Filmfestivals. Auch wenn ich diesen Text schon einmal vor Urzeiten hier im Blog vorgestellt habe, nehme ich das kleine Geschenk von der Reise nach München zum Anlass, ihn hier nochmal einzustellen.

Dargestellt habe ich im Interview u.a. die Schwierigkeit, ein Festivalprogramm so zusammenzustellen, dass man alle Filme sehen kann, die einen interessieren:

Akribisch tüftelt der 33jährige alljährlich sein Programm aus. “Bis zum 20., 21. Film klappt es meistens reibungslos, aber dann geht’s los.” Wenn Film Nummer 22 zeitlich nicht mehr reinpaßt, dann kommt die Frage, “okay, wenn ich da jetzt Platz mache, welcher Film fällt dann weg, wann kann ich den sonst noch sehen? Es ist eine Kettenreaktion.”

Der komplette Text des Zeitungsartikels von Susanne Brenner über den «den jungen Mann mit den raspelkurzen Haaren» ist auch hier nachzulesen.

Getwitterter Ratschlag

Tweet der Woche Wer in seinem Job irgendwas mit Medien Internet macht, kennt das: Privates von Beruflichem zu trennen, ist gar nicht so einfach. Auch ich kenne das sehr gut und werde ob meiner hohen Tweetfrequenz des öfteren gefragt, ob ich nicht mal einen privaten und einen beruflichen Account einrichten möchte. Mach’ ich natürlich nicht, weil ich nicht jedes mal entscheiden kann, ob das nun eher meine privaten oder meine beruflichen Follower interessiert. Mich gibt’s nur als Gesamtkunstwerk; wem das zu viel Content ist der darf mich gern entfolgen (und tut es auch). Ich glaube, mit dieser Haltung bin ich nicht alleine. Andere trennen Berufliches und Privates strikt und es ist Ihnen auch sehr wichtig, diese beiden Bereiche tunlichst auseinander zu halten.

Für alle, die hier immer noch ein bisschen unsicher sind, kommt nun ein von @kiezdreck getwitterter Ratschlag, der ob seiner schlichten Problemlösungsqualität als Tweet der Woche ausgezeichnet wird:

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

Open-Access-Symbol in der Literaturliste der Wikipedia

Reusing Open Access materials on Wikimedia projects from Daniel Mietchen on Vimeo.

Das, finde ich, ist wirklich mal eine gute Idee: Mittels Open-Access-Symbol in der Literaturliste in Wikipedia-Artikeln deutlich machen, welche Titel im Open Access zugänglich sind. Wie das aussieht, kann man in der Literaturliste des auch im Video als Beispiel gezeigten Wikipedia-Artikels Malaria sehen.

Open-Access-Symbol in der Literaturliste der Wikipedia

Yana Welinder (auf Twitter: @yanatweets) schreibt dazu im Artikel «Free as in Open Access and Wikipedia»:

To write and edit Wikipedia, contributors need to access high quality independent sources. Unfortunately, paywalls and copyright restrictions often prevent the use of academic journals to write Wikipedia articles and enrich them with citations. Citations are particularly important to allow readers to verify Wikipedia articles and learn more about the topic from the underlying sources. Given the importance of open access to Wikipedia, Wikipedia contributors have set up a WikiProject Open Access to increase the use of open-access materials on the Wikimedia sites, improve open access-related articles on Wikipedia, and signal to readers whether sources in Wikipedia articles are open access.

Es wurde bisher erst in der englischsprachigen Wikipedia umgesetzt. Ich hoffe, die deutschsprachige und andere Wikipedia-Ausgaben ziehen nach. Gute Sache. Und der Verbreitung des Open-Access-Gedankens förderlich. In dieser Woche, vom 20. bis zum 26. Oktober, findet die «Internationale Open Access Week» mit zahlreichen Veranstaltungen und Infokampagnen statt.

[via G+ Daniel Mietchen]

Bahnstreikbedingte Gründerzeit

Tweet der Woche Von den ständigen Bahnstreiks sind zur Zeit so ziemlich alle genervt. Unabhängig davon, ob die Forderungen der Lokführer-Gewerkschaft GDL berechtigt sind oder nicht, ist für viele das Maß des Erträglichen überschritten. Doch findige Unternehmensgründer (m/w) könnten die Gunst der Stunde nutzen und unsere Probleme im bahnbetriebenen Nah- und Fernreiseverkehr ganz unkompliziert lösen. Im Tweet der Woche schaut @bov aus der Zukunft in die spannende Gründerzeit im Herbst 2014 zurück:

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

Europeana Newspapers Workshop an der British Library

Europeana Newspaper Workshop an der British Library

Von meinen drei Reisen bzw. Dienstreisen in Folge, von denen ich vor knapp zwei Wochen zurückgekommen bin, habe ich bis dato erst über San Sebastián (Filmfestival) und Köln (Vortrag Weltbrand 1914) berichtet. Was fehlt – und hiermit nachgereicht wird – ist mein Bericht über die dazwischen absolvierte Dienstreise nach London.

Am 29. und 30. September habe ich für die Stabi Hamburg am Europeana Newspapers Workshop an der British Library teilgenommen, wo die Partner aus dem Europeana Newspapers Projekt zusammen kamen und über Themen wie Sichtbarmachung der Digitalisierung historischer Zeitungen und Lösung der Urheberrechtsproblematik diskutierten. Infos zu diesem spannenden und ambitionierten EU-Projekt gibt es unter www.europeana-newspapers.eu. Vertreter von europäischen Bibliotheken (und zusätzlich einem Teilnehmer aus den USA und einem aus Australien) haben sich an der British Library mit einem Thema befasst, was für viele Bibliotheken – und auf der anderen Seite für Kulturwissenschaftler und Historiker – immer wichtiger wird: die in den Bibliotheken vorhandenen Zeitungsbestände zu digitalisieren und im Volltext abfragbar zu machen. Das sind sehr wertvolle Schätze, die Bibliotheken da hüten und durch die Digitalisierung werden sie quasi “gehoben”. Schön veranschaulicht in diesem kurzen Video:
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