Ferdinand von Schirach: Der Anwalt und die Sprache

Ferdinand von Schirach

Am Sonntag-Morgen hab ich wieder mal meine Lieblingssendung im Radio gehört: Spreeblick auf Flux.fm (die kommt immer sonntags von 10 bis 12 Uhr). Dieses Mal hatte Johnny Haeusler, der morgen übrigens 50 wird, in seiner Interview-Sendung den Anwalt und Schriftsteller Ferdinand von Schirach zu Gast:

Mit seinen Erzählbänden – neben “Verbrechen” auch “Schuld” – hat Ferdinand von Schirach es geschafft, zu einem der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller zu werden. Auch international werden seine Bücher zu Bestsellern. Von der britische Tageszeitung Independent bis zur New York Times gibt es positive Kritiken und Preise. Die ersten Geschichten werden verfilmt. Von Schirach schreibt weiter sowohl Bücher, als auch Essays für den Spiegel. Ferdinand von Schirach lebt und arbeitet als Strafverteidiger und Schriftsteller in Berlin.

Ich hatte zwar zuvor schon viel von ihm gehört («Verbrechen und andere Kleinigkeiten»), hatte von Schirach aber noch nie sprechen gehört. Und von Anfang an zog mich diese Stimme und das, was sie sagte, in ihren Bann. Und ich dachte mir, wenn der Mensch so schreibt wie er spricht, muss es in der Tat eine wahre Freude sein, ihn zu lesen. Gleich am Montag Morgen hab ich mir in der Stabi «Verbrechen» ausgeliehen, und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Sendung von Sonntag kann, wie immer ohne Musik, nachgehört werden:
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Breaking Bad & Co: TV-Serien philosophisch betrachtet

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Gut gemachte, qualitätsvolle TV-Serien erreichen mittlerweile eine beeindruckende mediale und wissenschaftliche Aufmerksamkeit. Mit großem Interesse habe ich in den vergangenen Wochen die Beiträge auf Deutschlandradio Kultur zum Thema TV-Serien verfolgt, die sonntags von 13:05 – 14:00 Uhr im Philosophiemagazin «Sein und Streit» gesendet wurden. Die heutige Folge möchte ich euch zum nachhören empfehlen, weil quasi Bilanz gezogen wird. In einem 30-minutigen Interview mit der Medienphilosophin Prof. Dr. Christiane Voss (Bauhaus-Universität Weimar) werden drei Serien nochmals kurz vorgestellt und es wird versucht, den Erfolg der Serien philosophisch einzuordnen:

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Pareidolia – eine eigene Welt auf Twitter

Tweet der Woche Wisst ihr, was Pareidolie ist? Nein? Ich wusste es bis gestern auch nicht. Darauf gestoßen bin ich bei der Recherche nach dem Hashtag #pareidoliaproject. In der Wikipedia lernen wir:

Pareidolie … bezeichnet das Phänomen, in Dingen und Mustern vermeintliche Gesichter und vertraute Wesen oder Gegenstände zu erkennen.

Statt Tweet der Woche müsste es in dieser Woche eigentlich heißen Hashtag der Woche, denn durch den Tweet von @HerrGruenkocht, den ich hier vorstelle, hat sich mir ein Hashtag – und damit wieder mal eine ganz eigene Welt auf Twitter – erschlossen, aus deren Betrachtung ich mich kaum noch lösen kann, so tolle Entdeckungen sind da zu machen:

Da Herr Grün nicht nur twittert sondern kocht, wie der Name schon sagt, hat er mit seinem pfiffigen Gericht «Kleine Semmelknödel mit Orangen-Pfeffersauce» gleich mal eine 1A-Vorlage für die Twittergattung #pareidoliaproject geliefert:

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

Wochenmagazin Forum: Trapp bloggt

forum-trappbloggt

Wenn ich schon mit Brad Pitt in einem Heft auftauche, sollte wenigstens deutlich gemacht werden, wer wer ist. Ansonsten viel Spaß bei der Lektüre meines Porträts im saarländischen Wochenmagazin «Forum». Und danke für das zahlreiche Feedback, das mich gestern schon erreicht hat.

Es ist nicht alle ganz korrekt im Artikel (die Stabi hat organisatorisch zum Beispiel gar nichts mit der Uni Hamburg zu tun; ich habe außerdem im Interview immer “DAS Blog” gesagt, trotzdem wird im Text, wie so oft, der falsche männliche Artikel für das Weblog benutzt). Ich finde den Text aber im Großen und Ganzen recht gelungen. Der schönste Satz charakterisiert eine der vielen Rollen dieses Blogs ganz gut:

Und ab 2005 ein Band in die 700 Kilometer entfernte Heimat.

Ich danke Frank Behrens für das angenehme Interview, das er mit mir geführt hat und für den gut geschriebenen Artikel. Doch lest und seht selbst: Wie gesagt, der auf dem linken Foto bin ich, rechts das ist Brad: «Trapp bloggt».

Manier, Mythos und Moral – Kupferstich-Entdeckungen in der Stabi

Manier, Mythos und Moral – Kupferstich-Ausstellung in der Stabi

Liest man den Untertitel unserer aktuellen Kupferstichausstellung: “Niederländische Druckgraphik um 1600 aus der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg”, haut einen das vielleicht nicht unbedingt vom Hocker. Was sich aber im Detail hinter den zusammengetragenen Schätzen in der Ausstellung «Manier, Mythos und Moral» verbirgt, sind großartige Entdeckungen, von denen ich hier einige kurz vorstellen möchte. Bis zum 24. August besteht noch Gelegenheit, diese Originale in der Stabi zu sehen (Eintritt frei, Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-24h, Sa-So 10-24h). Wer sich etwas ganz Besonderes gönnen mag, kommt am Freitag, den 22. August um 16 Uhr, und erhält eine Führung von zwei Studentinnen, die an dem jahrelang geplanten Ausstellungsprojekt beteiligt waren. Genau auf so einer Führung war ich gestern und ich habe mit Begeisterung erst jetzt so richtig verstanden, welchen Schatz wir da eigentlich haben.

Alle hier gezeigten Abbildungen sind Digitalisate der Originale aus der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, die diese unter Creative Commons Lizenz BY-NC-ND 3.0 lizenziert. Bilder auf Klick in groß.

Los geht’s mit einer Serie von Maarten de Vos: Die vier Erdteile (1595)
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Film zum Thema Loch im Bauch: Whole

Whole from Den Danske Filmskole on Vimeo.

Selten hat man das Loch im Bauch, das man nach einer Trennung oder nach einem anderen persönlichen Schicksalsschlag spürt, visuell so schön umgesetzt gesehen wie in dem Animationsfilm des dänischen Filmemachers William Reynish. Whole ist seine Abschlussarbeit an der dänischen Filmschule (Den Danske Filmskole).

Whole

Ich empfehle euch dringend, den Film im Vollbild anzuschauen. Nur so kommen die halluzinogenen Trips der Hauptfigur mit dem Loch im Bauch (Mina) mit all den höchst kreativen Licht- und Schattenspielen zur Geltung. Wunderbar auch, diesen Film in seiner Originalsprache zu sehen, auch wenn die meisten von uns wahrscheinlich gar kein Dänisch können. Per Klick auf CC lassen sich im Player die englischen Untertitel aktivieren.

Whole

Gefunden im Netzfilmblog, dort als Netzfilm der Woche vorgestellt: “Whole”.

Serien-Empfehlung «The Honourable Woman»

Maggie Gyllenhaal

Dass ich vor ein paar Jahren meine Einstellung zu Fernsehserien geändert habe, hatte ich ja schon mal ausführlich im Artikel «Dexter – Tiefgang und Spannung auf hohem Niveau» beschrieben1. Heute möchte ich mit «The Honourable Woman» eine ganz aktuelle Serie empfehlen, die seit dem 3. Juli 2014 auf BBC2 ausgestrahlt wird und deren erste von acht Folgen ich gestern Abend gesehen habe. Wie es technisch geht, BBC live oder Inhalte aus der Mediathek von BBC auch bei uns sehen zu können, dazu später mehr. Vorweg erst mal der kurze Trailer:
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  1. Leider hatte ich die letzten beiden Jahre masterstudienbedingt kaum Zeit, viele Serien zu schauen (und erst recht schaffe ich es nicht, so viel gepriesene TV-Serien wie «The Wire» oder «West Wing» nachzuschauen (siehe «US-Serien als TV-Revolution»), aber auch das werde ich irgendwie noch hinbekommen. []

Elektroschrott in Wort & Bild

Wo landen unsere Schrottfernseher?

In dieser Woche habe ich auf Panorama einen Beitrag gesehen, der mich erschüttert hat. Man hört zwar immer wieder, dass Elektroschrott aus Europa statt recycelt zu werden nach Afrika verkauft wird, aber das Ausmaß dieses kriminellen Handel(n)s war mir nicht bewusst.

Jedes Jahr fallen in Deutschland Millionen Tonnen Elektroschrott an. Ein Großteil landet nicht im Recyclingmüll, sondern verschwindet einfach. “Panorama – die Reporter” und das Rechercheteam von “Follow the Money” wollten wissen wohin. Also wurden kaputte Fernseher mit Peilsendern ausgestattet – die Spur führt nach Afrika.

Der 30-minütige Beitrag kann auf der Website von Panorama (leider nur) für kurze Zeit nachgeschaut werden.
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