Zurück aus Leipzig: kuriose Web2.0-Story

Messeturm Leipzig Bin aus Leipzig zurück, der Bibliothekskongress war sehr interessant, habe viele Erkenntnisse gewonnen, doch dazu später mehr.
Erstmal muss ich noch eine Story erzählen, die sehr schräg ist und irgendwie zwischen Web2.0-Gedöns und Realität spielt. Es geht um Hitflip (das Buch/CD/DVD-Tauschportal), meinen Aufenthalt in Leipzig und wie das eine mit dem anderen zusammenhängt.

Am Sonntagabend, dem Vorabend meines Aufbruchs nach Leipzig, als ich gerade beim Kofferpacken war, bekomme ich eine E-Mail von Hitflip, ein Nutzer habe sich eines meiner Bücher ausgesucht (wer Hitflip nicht kennt: dort kann man Bücher, CDs, DVDs mit anderen Nutzern tauschen, siehe hitflip.de). Der Hitflip-Nutzer wohnt ausgerechnet in Leipzig, ich könnte ihm ja das Buch live in Leipzig übergeben, doch scheint mir das zu unsicher, zumal ich nicht weiß, ob ich während des Bibliothekskongresses überhaupt die Zeit dazu hätte, das Buch zu übergeben. Ich google nach dem Hitflip-Nutzer, finde seine Homepage und schreibe ihm eine E-Mail, dass ich versuchen werde am anderen Morgen das Buch als Büchersendung in den Briefkasten in Hamburg zu werfen, ehe ich nach Leipzig aufbreche. Auf die Post konnte ich vor Abfahrt aus Hamburg nicht mehr, denn ich bin schon um 7 Uhr morgens mit dem Zug in Hamburg weggefahren. Und natürlich war das Buch auch noch so dick, dass es nicht durch den Schlitz des gelben Briefkastens in Wandsbek passte und so musste ich es mit nach Leipzig nehmen. Dort hab ich’s dann auf der Post aufgegeben zum innerstädtischen Versand in der Messestadt (nachdem ich es mit dem Zug selbst dort hin gebracht hatte).

Gestern Abend haben wir dann in Leipzig mit einem Kollegen, der auch auf dem Bibliothekartag war, seinen Geburtstag gefeiert. Der Freund, bei dem er in Leipzig wohnte, kam auch dazu. Ja, und so klein ist die Welt: Dieser Freund war der Hitflip-Nutzer, der das Buch bei mir über Hitflip bestellt hat. Gemerkt haben wir das gestern Abend nicht, gemerkt hab ich es erst gerade eben, als ich die Mail nochmal las, die ich an den mir am Sonntag noch unbekannten Hitflip-Nutzer schrieb und mich daran erinnerte, dass der Freund meines Kollegen, den ich am Vorabend kennengelernt hatte, doch genauso hieß.

Die Welt ist ein Dorf 2.0.

12 Gedanken zu “Zurück aus Leipzig: kuriose Web2.0-Story

  1. Du bist ja wie immer sehr schnell, Jintan. Jetzt bin ich auch mal schnell und hab ganz flott noch ein Foto von uns beiden hochgeladen:
    Jintan & Markus
    Zum Thema Schlaf: ich versuche wieder 4 Stunden zu schaffen 😉
    Viele Grüße,
    Markus

  2. Hi Markus,

    das ist ja mal ne schöne Hitflip-Story… übrigens ist der Fluch von mir gegangen, ich habe von meinen präventiv gekauften 5 Stück 1,45€ Marken diese Woche 4 verbraucht – nachdem mehrere Wochen lang niemand mehr meine “Medienprodukte” (Hitflip-Jargon für DVDs, CDs, Bücher und Computerspiele) haben wollte, brummt es jetzt wieder 😉 Leute, steigt bei Hitflip ein! Ich habe noch einiges an die Frau und den Mann zu bringen…

    Thema “Bibliothekarkongress” – das erste Feedback der zahlreich vertretenen Kollegen aus unserem Haus tendiert stark positiv. Das freut mich natürlich!

    Thema “Schlaf” – 6 Stunden müssen für mich drin sein – wie der Herr Markus dauerhaft die 20-Stunden-Tage fahren kann, ist mir ein Rätsel.

    Und nun, ohne im Terrain von Rob Vegas wildern zu wollen, mache ich hier mal das Licht aus!?!

  3. Oh je, Henning macht hier das Licht aus, wenn das der Herr Vegas sieht ;-).
    Zum Bib-tag: ich werde dir morgen in der Stabi von einem Highlight berichten können, das die bereits am Mittwoch aus Leipzig zurückgekehrten Kolleginnen und Kollegen nicht mehr erlebt haben und das am letzten Tag des Bibliothekarkongresses alles davor gesehene und gehörte in den Schatten gestellt hat.

  4. Kommt noch, mir fehlt momentan ein bisschen die Zeit, alles ausführlich nachzubloggen. Aber du hast nur den Vortrag verpasst, das dort Vorgestellte selbst kennst du schon. War auch schon vor längerer Zeit Thema auf netbib (wie sollte es anders sein, wenn es um wahre Bibliotheksinnovation geht ;-)).

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