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Spanien entdeckt eines der großen Kommunikationsphänomene

Wie um meine gestern aufgestellte These zu unterstützen, dass die spanischen Blogs dem Rückgang der Interneteuphorie in Spanien entgegenwirken werden, veröffentlicht La Vanguardia heute folgende Zeilen über „eines der großen Kommunikationsphänomene“:

Los diarios personales se confirman como uno de los grandes fenómenos comunicativos surgidos en internet.
Detrás hay desde aficionados a periodistas, pasando por profesionales y aficionados a cualquier materia.

Der Artikel „Los diarios personales sacuden la red“ ist nach kostenloser Registrierung im Volltext online zugänglich. Lektüre lohnt sich, trotz einiger Binsenweisheiten (wie z. B. „Sin duda hay blogs buenos y malos, pero esto también pasa con los medios profesionales“ – … aha!)

Artikel, Spanisch

Rosa Regás heute in Saarbrücken

Rosa Regàs
Nochmal zur Erinnerung: Rosa Regás, die spanische Schriftstellerin, 14(!)-fache Großmutter und aktuelle Leiterin der Biblioteca Nacional de España (Spanische Nationalbibliothek), ist heute zur zweisprachigen Lesung in Saarbrücken und stellt ihren Roman „Diario de una abuela de verano“ (Tagebuch einer Sommer-Großmutter) vor.
Villa Lessing, Lessingstr.10, 19 Uhr (früh hingehen, wird sehr voll!)
…

Literatur, Saarland, Spanisch

Nachtrag zu Mar Adentro

Auch Octavio Rojas beschäftigt sich mit den neuesten Äußerungen von Ramona Maneiro: „Yo estaba detrás de la cámara“ und zitiert auch ein von ihm mit Ramona geführtes Interview.

La confesión de Ramona Maneiro cierra el capítulo de Sampedro, sobre el que pesaba el misterio de quién le había ayudado a conseguir la muerte digna por la que tanto había luchado desde su larga tetraplejia.

Desweiteren habe ich heute mittag im spanischen TV-Kanal telecinco in der Klatsch- und Tratschsendung „El programa de Ana Rosa“ relativ unwürdige Szenen verfolgen können, wie im Stile der nachmittäglichen Talkshows der Bruder von Ramón Sampedro und dessen Frau zum Freitod des Schriftstellers befragt und mit den neuesten Geständnissen Ramona Maneiros konfrontiert wurden, die das Ehepaar -ob Ramonas Hilfe zum Freitod- als Mörderin beschimpften. Übelste TV-Dramaturgie, die der Galizier so eigentlich nicht verdient hat, und die wieder einmal zeigt, wie sensibel dagegen Alejandro Amenábar in seinem Film mit der schwierigen Materie umgegangen ist.

Artikel, Kino, Spanisch

Das Meer in mir

Mar Adentro
Mar Adentro ist der vierte, und in meinen Augen beste, Film von Alejandro Amenábar, nach „Tesis“, „Abre los ojos“ (=Original des Remakes „Vanilla Sky“) und „The Others“.
In die deutschen Kinos kommt er ab dem 10.03.2005 unter dem Titel „Das Meer in mir„. Der Film behandelt den wahren Fall des galizischen Schriftstellers Ramón Sampedro, der als Querschnittsgelähmter 30 Jahre darum kämpfte, seinem Leben ein Ende bereiten zu dürfen, und es schließlich 1998 auch tat. Weitere Infos zum Film in meinem Artikel auf blog.de.tt.
Der ausgezeichnete Film mit Javier Bardem in der Hauptrolle geht für Spanien ins Rennen um den Oscar für den besten nichtenglischsprachigen Streifen. Der seit September in Spanien mit riesigem Erfolg angelaufene Film hat gestern, sieben Jahre nach dem Freitod des Schriftstellers, neue Aktualität erhalten:
Ramona Maneiro, ein Bekannte von Ramón Sampedro, hat gestern in einem TV-Interview auf Telecinco erstmals öffentlich berichtet, ihm damals beim Suizid geholfen zu haben. Hierzu zwei Meldungen, die heute in Spanien veröffentlicht wurden:
1. La lucha póstuma de Sampedro von José Luis Mazón, El País:

Sampedro, como el Cid, ha cosechado triunfos tras su muerte. Ramón perdió ante los tribunales, pero ganó el gran juicio de la opinión pública española y hasta mundial.

2. Ramona Maneiro – Agencias (Agenturmeldung):

„Le puse el vaso con la pajita; preparé la cámara y le di al botón […] Yo era sus manos.“

[via periodistadigital]

Kino, Spanisch
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