Spanisch

Spanischsprachiges

Spanische Sicht auf deutsche Lektüre

Während ein dubioser Brite die seltsame Nachricht unter die Leute bringt, Deutsche hätten den höchsten IQ in Europa (herrlich von Mario Sixtus im Handelsblatt-Blog auseinandergenommen), stellt und beantwortet Manuel Haj-Saleh auf «Libro de Notas» die Frage

¿Qué leen los alemanes y por qué?
(dt.: Was lesen die Deutschen und warum?)

Weiterlesen (bueno, auf spanisch), auch nicht ganz klischeefrei, aber interessant: «¿Y usted, mein Herr, qué lee?»

Artikel, Literatur, Spanisch

Opas Medienzukunft

El futuro de los medios
Eva Domínguez berichtet in «El futuro de los medios» (dt.: «Die Zukunft der Medien») von El País über die Neuigkeiten des kürzlich von der Online Publishers Association veranstalteten «Forum for the Future». By the way: die in London abgehaltene Tagung lief unter dem im Deutschen lustig anmutenden Kürzel OPA ’06, wobei OPA für die besagte Online Publishers Association steht.
[via eCuaderno]

Artikel, Spanisch

100. Geburtstag Francisco Ayala

Francisco Ayala
Francisco Ayala, einer der bedeutendsten Schriftsteller Spaniens, wird heute 100 Jahre alt. ¡Felicidades, Señor Ayala!
Der Mann, der fast das komplette 20. Jahrhundert erlebt hat, und der, trotz der Last, von vielen als «Spaniens Gewissen» (!) bezeichnet zu werden, seinen Humor nicht verloren hat, beschreibt -laut El País– sein Leben als Hundertjähriger mit diesen Worten:

… con la suerte de conservar una curiosidad que va más allá de la sopa de cada día.
(dt: … glücklicherweise habe ich mir eine Neugierde erhalten, die über den täglichen Teller Suppe hinausgeht.)

Ich habe Francisco Ayala vor 15 Jahren einmal auf einer Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse (Schwerpunkt damals Spanien) erleben dürfen, wo er – im jugendlichen Alter von 85 Jahren schon einen bleibenden und lebhaften Eindruck auf mich gemacht hat.
Link-Tipps zu Ayala:

  • Beim Perlentaucher wurde dieser Tage die Übersetzung seines Romanes «Muertes de perro» (dt.:«Wie Hunde sterben», aus dem Spanischen von Erna Brandenberger) samt Leseprobe vorgestellt.
  • Interview mit Francisco Ayala in der Reihe „Jahrhundert-Zeugen“ (mdr/Leipziger Buchmesse)
  • Spanischer Wikipedia-Artikel zu Francisco Ayala

Update 16.03.06, 23:25 Uhr: El País hat gerade noch den Artikel von der abendlichen Geburtstagsfeier mit dem König nachgereicht: «Cien velas para Ayala» (100 Kerzen für Ayala).

Literatur, Spanisch

Marlango und die Landkarte der Musik

MarlangoMusic-Map Beispiel Placebo

Leonor Watling, die Hauptdarstellerin aus «My Life Without Me» von Isabel Coixet oder Almodóvar’s «Hable con ella» überzeugt neben der Darstellung auch durch ihre Stimme: Ihre Band heißt Marlango, ihr letztes Album trägt den Titel «Automatic Imperfection» und die neueste Singelauskopplung ist «Shake the Moon», zu hören auf dem argentinischen Kinoblog cinemaparadiso.
Weitere Infos über die Gruppe und die Antwort auf die Frage, was Marlango mit Tom Waits zu tun hat, gibt es auf der zweisprachigen (span./engl.) Homepage marlango.net. Auch zahlreiche Videos in der Rubrik Multimedia.
Zwei Entdeckungen am Rande meiner Recherche nach Marlango:
a) Das sehr schöne Kinoblog Cinemaparadiso des argentinischen Journalisten Nicolás Pasiecznik.
b) Der kuriose Service «Music Map», die «Landkarte der Musik», wo einem nach Eingabe eines Interpreten oder einer Band anzeigt wird, welche vergleichbare Musik andere Menschen hören: «Was hören Fans von Marlango sonst noch?».
Lustige Spielerei, und, klar, nicht immer ganz verläßlich (oder gibt es wirklich Leute die Heino und Motörhead hören?). – Am besten mal mit der eigenen Musikvorliebe ausprobieren.

Kino, Musik, Spanisch

Woher kommt das Wort California?

California
So schön kann die Beschreibung eines Wortes, hier California, erfolgen:

La palabra California es agradable de pronunciar, agradable de escuchar, agradable de repetir. Es una palabra crujiente y suave a la vez. Es crujiente por sus cinco consonantes, todas distintas, todas tan bien puestas. Y es suave por sus cinco vocales, dos repetidas en simetría respecto de otra central irrepetida. California es una composición musical con armonía y ritmo.

Autor dieser Zeilen ist Jorge Wagensberg, der heute in der Sektion Babelia der spanischen Tageszeitung El País die unterschiedlichen Thesen zur Herkunft des Wortes California erläutert. Die Wikipedia deutet eine davon an, doch es gibt mehrere. Spannend. Wer spanisch kann, sollte den Artikel lesen.
Passend dazu: Wer sein Lieblingswort im Spanischen bei diesem Wettbewerb einer Madrider Schreibwerkstatt einreichen möchte, kann das zwischen dem 31.03. – 21.04.06 tun: ¿Cuál es la palabra más bonita del castellano?

Artikel, Spanisch

Arturo Pérez-Reverte auf Canal Cuatro

Arturo Pérez-Reverte
Iñaki Gabilondo befragt auf Canal Cuatro den spanischen Schriftsteller Arturo Pérez-Reverte zu seinem gerade erschienenen, neuen Roman «El pintor de batallas». Das Video kann auf der Website von Canal Cuatro betrachtet werden.
Dabei besticht das sechsminütige Interview in einem Madrider Café weniger durch seinen Informationsgehalt, als durch die beeindruckende Mimik und Gestik des von seiner Arbeit sichtlich begeisterten Erfolgsautoren.
Infos zum Buch, samt 16-seitigem Probekapitel (als pdf), auf der Homepage von Pérez-Reverte.
Update 10.03.2006, 13:45 Uhr: Arturo Pérez-Reverte hat die heutige Chat-Sitzung auf elmundo.es wegen angeblich wenig intelligenter Fragen abgebrochen. Näheres hierzu und Kommentare bei escolar.net.

Literatur, Spanisch, TV

Start des neuen Almodóvar: Volver

Penélope CruzVolver - der neue Film von Pedro Almodóvar

«Tres generaciones de mujeres sobreviven al viento solano, al fuego, a la locura, a la superstición e incluso a la muerte a base de bondad, mentiras y una vitalidad sin límites.»

Almodóvar stellt am Freitag, den 10. März in der spanischen Provinz (Puertollano – Ciudad Real) seinen neuen Film «Volver» (dt.: «Zurückkommen») vor. Eine Woche vor dem offiziellen Start in Spanien am 17. März ist dies eine schöne Geste des Regisseurs, der dazu ausdrücklich die lokalen Statisten aus der Region Castilla-La Mancha eingeladen hat. (Das Ganze natürlich im Rahmen eines ausgefeilten Marketing-Gags, aber was soll’s.)
Auf seiner Website stellt Almodóvar den Film vor (unter anderem mit oben zitierten Worten in der Inhaltsangabe). Das Filmposter in groß ist ganz wunderbar grausam. Und unbedingt den Trailer anschauen! Das sieht mal wieder verdammt nach einem typischen Almodóvar aus. Wer mich kennt, und weiß, wie sehr ich Penélope Cruz verehre (siehe Artikel in der «Saarbrücker Zeitung»), der wird verstehen, dass ich mich über alle Maßen auf diesen Film mit ihr in der Hauptrolle (als Raimunda) freue.
Kinostart ist in Deutschland wieder einmal sehr spät: erst am 28.09.06 03.08.06 ist der Streifen bei uns auf der Leinwand zu bewundern.(Update des Datums am 26.07.06, da deutscher Filmstart mittlerweile vorverlegt.) Vorher in den Genuß kommt man in diesen Ländern: Ch: 18.05.06, F: 24.05.06, USA: 23.06.06.
Deutsche Inhaltsangabe (Pathé Films):

Raimunda (Penélope Cruz) dreht gleich durch: Während vorne in ihrem Restaurant ein äusserst lebhaftes Filmteam eine ziemlich lautstarke Party feiert, liegt hinten im Kühlraum ein äusserst schweigsamer und ziemlich toter Männerkörper. Der muss dringend da weg, aber wie? Grosse Not mobilisiert Frauensolidarität und allerhand kriminelle Energie: Und so formiert sich spontan ein weibliches Leichenräumkommando bestehend aus Raimunda, ihrer 15-jährigen Tochter, einer hilfsbereiten Hure von nebenan und dem plötzlich sehr lebendigen Geist der verstorbenen Grossmutter (Carmen Maura). Der Kadaver ist bald fort, aber die Probleme – Santa Maria! – fangen jetzt erst an …

[via El País]

Kino, Spanisch
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