Als Lady Gaga noch nicht Lady Gaga war, sondern noch Stefani Germanotta hieß und vor vier Jahren an einem Gesangswettbewerb an der Uni New York teilnahm. Im Video singt sie die Songs Captivated und Electric Kiss. Gefällt mir und ist ganz anders und keinesfalls schlechter als das Lied, das sie so ungeheuer rasch berühmt gemacht hat, Poker Face:
Das La Brass Banda-Konzert gestern Abend (heftigst beworben in meinem Vorbericht) war einfach nur großartig. Nachdem ich im März bereits live erleben durfte, wie sie einen kleinen sibirischen Jazzkeller in Nowosibirsk mit bayrischer Tuba & Trompete zum Glühen brachten, waren auch die geschätzten 700 Leute im Hamburger Club Uebel & Gefährlich schnell im bayrischen Bann. Wer nicht den Aufzug mit Liftboy – einer Art St. Pauli-Variante des Hotel-Pagen Felix Krull – nahm, konnte schon beim Aufstieg über die geniale Wendeltreppe erahnen, dass einen im vierten Stock des Betonbunkers auf dem Heiligengeistfeld etwas ganz Spezielles erwarten würde.
Und von der grausam schlechten gewöhnungsbedürftigen Vorband einmal abgesehen, war das ein höchst gelungenes Konzert. Nicht nur ein integrierter Bayrisch-Kurs mit erfolgreicher Animation zum Mitsingen (der für Nordzungen keinesfalls leichten Texte), sondern auch ein herrlich respektloser Exkurs in verschiedenste Musikrichtungen, ohne Berührungsängste, im Gegenteil, mit musikalischer Ironie über Gypsy Brass, Techno, Reggae bis hin zum Jazz.
Ungefähr so ging es gestern auch im Uebel und Gefährlich ab, hier auch schön zu sehen, wie die Dänen (und die anderen Gäste) auf dem Roskilde-Festival in Dänemark im Juni 2009 auf die fünf Jungs aus bayern abgefahren sind:
Heute ist auch in der taz ein guter Artikel erschienen, der die Chiemgauer Oberkrainer gut vorstellt, und der allen, die bisher die Chance verpasst haben, La Brass Banda mal live zu erleben, deutlich machen dürfte, dies schleunigst nachzuholen:
La Brass Banda spielen Tuba statt E-Gitarre, tragen Lederhosen statt Jeans, haben aber mit Volkstümeleien nichts am Hut. Im Ausland werden sie als Popband rezipiert
Strawberry Swing. Ein wunderschöner Song von Coldplay.
Oben das alternative Video von Ross Neil und Matt Clark (von Pixel Hive).
Unten das offizielle Video von Shynola. Beide sehr originell. Die Alternative (also das Video oben) gefällt mir aber besser.
Ich finde ja die knallbunten Bärchen im neuen Basement Jaxx-Video irgendwie niedlich. Und den Song sehr gut. Die Regie bei «My Turn» hatte Tomek Ducki, der in seinem Blog auch ein bisschen was zu den Anforderungen an dieses Video schreibt: Basement Jaxx feat Lightseed Champion: My Turn video. Am 14.Dezember erscheint die Single-Auskopplung «My Turn featuring Lightspeed Champion (Vocals)» aus dem aktuellen Album «Scars».
Wegen solcher musikalischen Entdeckungen mag ich den Hamburger Radio-Sender Byte.fm (Vorstellung zum Start 2008 hier im Blog): Dort habe ich heute Abend diesen Song des Briten Ali Love (auf Twitter @mralilove) gehört: «Diminishing Returns». Hammer. Auch nett als Diminishing Returns (Azari & III Remix).
Wieder mal ein sehr gut gemachtes Video zur Musik von Moby. Der Song «Mistake» ist die zweite Auskopplung aus seinem aktuellem Album «Wait For Me». Unter der Regie von Robert Powers ist der neue Song «Mistake» in einem wunderbar animierten Video visualisiert worden. Traurig. Schön. Traurig-schön.
Grandios. In Frankreich die Nummer Eins. Womit? Mit Recht. Ça m’énerve….
Der die französischen Charts stürmende Interpret heißt Helmut Fritz. Oder um es mit der Wikipedia etwas genauer zu sagen: Helmut Fritz ist eine Kunstfigur, die von dem französischen DJ und Musikproduzenten Laurent Konrad geschaffen wurde.
Und wie ich gerade auf Twitter erfahre, kommt der gute Fritz aus der Nähe meiner saarländischen Heimatstadt Saarbrücken, aus dem lothringischen Béning-lès-Saint-Avold. SR-Online über den Pseudo-Deutschen in den französischen Charts.
An Goyas berühmte Zeichnung El sueño de la razón produce monstruos (dt. Der Schlaf – oder Traum – der Vernunft gebiert Ungeheuer) musste ich beim Betrachten dieses außergewöhnlichen Videos der us-amerikanischen Indie-Rock-Band Modest Mouse denken. Zu Beginn sehen wir Sänger Isaac Brock am Schreibtisch sitzen, mit einem mittelalterlichen Zeichengerät (da Vinci lässt grüßen) im wahrsten Sinne des Wortes die Fäden einer Traumwelt spinnend, in die er uns hinab zieht und in der wir es mit schlagzeugspielenden Pflanzen und monströsen Schnecken zu tun bekommen. Doch seht selbst:
Regie führte Nando Costa. Der von Modest Mouse gespielte Titel heißt «Whale Song» und entstammt ihrer neuen CD No One’s First and You’re Next. Bei Pitchwork gibt es einige Stills aus dem Film, sowie weitere Infos zur Produktion.