Artikel

Sprachverarmung der Angela M.

Das sitzt:

Der unschönen politischen Aufgabe, wortreich möglichst wenig zu sagen, entledigt Angela Merkel sich, indem sie ihre Sprache auf eine Anzahl sperriger Schlüsselwörter reduziert hat, die sie mehr oder minder wahllos miteinander kombiniert. Auf Grammatik und Semantik kommt es im Zweifelsfall nicht an.

Die Süddeutsche treffend über die Sprachverarmung einer Angela M.:«Vom Nutzen schlechter Sprache: Angela Merkels Deutsch».
[via Mehrzweckbeutel]

Artikel, Politik

NYTimes zu Buchrezensionen in Blogs

© NYTimes - M. K. Perker
Interessantes Beispiel für eine Cross-Media-Publikation: Die New York Times stellt die 20 am häufigsten in Blogs rezensierten Bücher des Jahres 2005 und auszugsweise die in den Blogs erschienenen Rezensionen vor («A Selection of the Most Blogged-About Books of 2005») und verweist auf den ebenfalls in der NYTimes zum Thema erschienenen Essay «What Are the Blogs Saying About Me?» der Schriftstellerin Pamela Paul:

ALMOST every author I know with a new book does it – the embarrassing, nearly irresistible, ritualistic dip into Internet-assisted narcissism. I know I do. Prodded by a combination of curiosity and dread, I’ll scour the Web not just to ascertain sales (impossible) or check out the press coverage, but to get a sense of what ordinary readers are saying about my book when they think I’m not listening.

[via Scriptor.org]

Artikel, Internet, Literatur

Kommt nach dem iPod jetzt der iGod?

Felix Hasler beschreibt in der Weltwoche «Ein Gefühl, schöner als Glück» und berichtet von Hirnforschern, die sagen: ‚Gott sitzt in den Schläfenlappen‘.

Was Religionswissenschaftler schon seit Jahrhunderten in der Philosophia perennis diskutieren, nämlich dass ein gemeinsamer und im Wesen gleicher Kern absoluter Wahrheit in allen Religionen stecke, erfährt gerade eine moderne neurobiologische Umdeutung. Vielleicht ähneln sich die spirituellen Erfahrungen der Menschen durch alle Kulturen gar nicht deshalb, weil sie auf denselben Gott oder eine universell gültige Wahrheit hindeuten, sondern ganz einfach, weil die Gehirne der Menschen gleich funktionieren.

Artikel

Factotum: Matt Dillon als Bukowski

Factotum
Noch’n Film:

FACTOTUM beruht auf Leben und Werk von Charles Bukowski, dessen literarisches Alter Ego Hank Chinaski hier eindrucksvoll von Matt Dillon dargestellt wird.
Hanks Leben besteht im Grunde aus saufen, schreiben, Sex und Geldverdienen, wobei er hinsichtlich des letzten Punktes die mühelosen Möglichkeiten (Rennbahn, Arbeitsamt) den mühevollen (Arbeit) eindeutig vorzieht.

Michael Haberlander stellt auf artechock «Factotum» von Regisseur Bent Hamer vor: «Drinking and thinking»

Artikel, Kino

Peter Jacksons «King Kong»

King Kong

Es geht um die Länge. Und Peter Jackson, das ist keine Frage, hat den längsten, und zwar den allerlängsten „King Kong“ gedreht. Mit drei Stunden und acht Minuten ist er mehr als doppelt so lang wie das Original. Etwa 70 Minuten dauert es, bis wir den Riesenaffen zum ersten Mal erblicken. Aber wir kennen ihn ja alle schon längst. Warum also ein neuer „King Kong“? Das ist die Frage aller Fragen in diesem Fall. Was hat Peter Jackson dieser archetypischen Kinoerzählung hinzuzufügen? Was wird er verändern? Was unterscheidet seinen, den dritten „King Kong“ von seinen beiden Vorläufern und von den zahlreichen Varianten dieser Figur in der Filmgeschichte.

Telepolis-Artikel von Rüdiger Suchsland: «Der Rokoko-Gorilla».

Artikel, Kino
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