Ophüls-Preis für Benjamin Heisenberg

Schläfer
Benjamin Heisenberg gewinnt mit seinem Film «SCHLÄFER» (Österreich/Deutschland 2005) den Max Ophüls Preis 2006.

Die Begründung der Jury: “Von diesem Film geht eine tiefe Beunruhigung aus. Ein junger Mann steht am Beginn seiner wissenschaftlichen Karriere und gerät in einen existenziellen Konflikt zwischen freundschaftlicher Loyalität und beruflicher Konkurrenz. Eindrucksvoll verbindet der Film die Grundparanoia unserer Zeit – die Angst vor Terror – mit Fragen nach persönlicher Schuld und Verantwortung. Mit klaren nüchternen Bildern entwickelt der Film eine große Intensität und emotionale Bindung an die Figuren, deren Verunsicherung sich auf uns überträgt. Ein überraschend reifes Debüt mit hervorragenden Schauspielern, das vor allem durch seine Geschlossenheit überzeugt.”

Filmkritik zu «Schläfer» bei filmstarts.de .
Infos zu den weitere Preisen und Begründungen gibt es auf den Seiten des Saarländischen Rundfunks.
Fotos von der Preisverleihung.
(Schnief: Dies war seit 1985 [sic!] mit einer Ausnahme [meinem Auslandsjahr in Mexiko 1989/90] das erste Ophüls-Festival, bei dem ich nicht dabei war.)

Ophüls-Filme und Dokus im TV

Max Ophüls
Zwischen dem 25. und dem 31. Januar gibt es auf den digitalen Kanälen der ARD, mehreren Dritten Programmen, sowie auf 3sat einige Dokumentationen über das Festival “Max Ophüls Preis” und über seinen Namensgeber, sowie Filme, die in der Vergangenheit beim “Festival der Blauen Herzen” Preise gewonnen hatten. Sogar der Ophüls-Film Caught (Gefangen) von 1949, zu dem der Regisseur Christian Petzold auf dem diesjährigen Festival eine sehr persönliche Einführung gab, wird gezeigt.
Den Anfang der Reihe macht in einer Stunde (20.15 Uhr auf EinsFestival) die Dokumentation “Ophüls-Preis 2005 – Denn sie wissen, was sie tun“.
Termine und Titel aller Ophüls-TV-Beiträge können hier mit Suchwort “ophüls” abgefragt werden.

Mützenbilder LOve & MOtion

Mützenbilder LOve & MOtionMützenbilder LOve & MOtion
Bei den Premierenvorstellungen von “LOve & MOtion” auf dem Ophüls-Festival wurde –wie bereits berichtet– das Publikum mit russischen Pelzmützen und Lomos ausgestattet und war aufgefordert, sich damit zu lomographieren. Das Ergebnis habe ich soeben in die Webseite des Dokumentarfilmes eingebaut.
Mit dieser neuen Lomowall entstand nicht nur eine einzigartige Hommage an das Publikum, sondern auch ein besonderer Service für den Regisseur Christian Schmidt-David: er kann nun in die Gesichter aller Zuschauer seines Filmes blicken. Lomo on!

Gute Entscheidungen beim Ophüls-Festival

Katze im Sack (Christoph Bach in “Katze im Sack”)
Am Tag als Bobby Ewing starb” ist ein sehr origineller Filmtitel und auch ein guter Film. Daß er den Hauptpreis gewonnen hat, überrascht mich zwar, aber insgesamt bin ich nach Sichtung von 20 Filmen in fünf Tagen mit den Preisträgern beim wichtigsten deutschen Filmnachwuchsfestival zufrieden.
Meine Favoriten waren “Katze im Sack” (fantastisches Drehbuch von Michael Proehl) und “Netto” (gut gespielt, sehr guter Ton im Film), die ja auch mit Preisen bedacht wurden: bestes Drehbuch, beste Musik für “Katze im Sack” und Förderpreis Langfilm (aus der Hand von Volker Schlöndorff) für “Netto” von Robert Thalheim.
Zuschauerrekord mit über 27.000 Zuschauern, zwei sehr schöne LOve&MOtion-Vorstellungen mit entsprechenden Lomo-Events und Fotoprojektionen, gute Nightsessions in Lolas Bistro, zigtausende Filmbilder, hunderte Gespräche und und und … lassen einen erschöpften Filmfan zurück, der während des Festivals einmal im Ophüls-Tagebuch von SR-Mitarbeiter Sven Rech mit aufgeschreckten Augen aufgetaucht ist.

Countdown für LOve & MOtion

mitreisende Ausstellung2. Vorstellung Kino 8 1/2
mitreisende Ausstellung im Cinestar | Infocard mit Lomo-Regel
Nur noch wenige Stunden bis zur Uraufführung von LOve & MOtion am Mittwoch, den 19. Januar 2005 um 18 Uhr beim Max-Ophüls-Festival. Obwohl die Vorstellung im Festivalkino Cinestar ausverkauft ist, sicherheitshalber noch mal kurz vor Beginn am Kino nachfragen… Wenn der ein oder andere Akkreditierte nicht kommt, werden die Plätze freigegeben!

Für die 2. Vorführung am Donnerstag, den 20. Januar 2005, um 16 Uhr im kino 8 1/2 macht es das Festival ein bisschen kompliziert: Man muß die Karten hierfür unter der Tel.-Nr. 0681/90689-0 zwischen 9.00 und 19.00 Uhr bei Frau Köber reservieren. Oder eben einfach zur Vorstellung rechtzeitig ins Kino gehen.

Gefühlevolle Herzen, kühle Emotionalität

Blaue Herzen
Wieso heißt der MAX OPHÜLS PREIS eigentlich “Festival der Blauen Herzen” ?

Die Herzen stehen für das Gefühlvolle, das alle Filme von Ophüls auszeichnet, das Blau für eine gewisse emotionale Kühle, die den Filmen ebenfalls eigen ist, genauso wie das Neonlicht […] diese optische Allegorie auf die ironisch-gebrochene, distanzierte Erotik im Werk von Max Ophüls.

Text & Web hat heute -rechtzeitig zur Eröffnung der 26. Ausgabe- die Seite zur Geschichte des Festivals dahingehend mit dem Film-Dienst-Artikel “Festival der Blauen Herzen” von Andrea Dittgen aktualisiert.

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