Kino

Cat Power mit Werewolf im neuen Almodóvar

Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass ich die Musik von Cat Power gerne mag (ich war letztes Jahr auf dem Konzert in Hamburg) und dass ich eine besondere Beziehung zum Kino von Pedro Almodóvar habe (den Maestro hab ich schon zwei mal persönlich getroffen und meine Magisterarbeit über sein Kino geschrieben). Folglich freue ich mich sehr, dass beide Themen im aktuellen Film von Almodóvar zusammen kommen: Cat Power ist mit dem wunderbaren Song Werewolf Teil des Soundtracks von «Los abrazos Rotos».


Direktlink YouTube

Wer spanisch kann (ich sag’s ja immer: Leute, lernt spanisch!), wird seine Freude am Artikel «Almodóvar se hace indie» über den Soundtrack des bei uns im Sommer ins Kino kommenden neuen Almodóvar haben:

La música cumple una función esencial en las películas de Pedro Almodóvar. Gracias a él, entre otros, Alberto Iglesias es uno de los pocos compositores de banda sonora que todo el mundo puede citar, y canciones como ‚Un año de amor‘ o la versión de ‚Piensa en mí‘ de Luz Casal son indisociables de sus películas. Pero el bolero y la ranchera no son los únicos géneros de que disfruta. Cualquier moderno habrá notado que son muchos los guiños en sus últimos films a la música independiente.

Weiter bei Sebas Alonso auf soitu.es: «Almodóvar se hace indie».

Kino, Musik, Spanisch

Auf zum Hispanistentag nach Tübingen

Clinicumsgasse, Tübingen
Clinicumsgasse, Tübingen. Foto: eldersign

Update 19.3.09, 12 Uhr: Eine erste Zwischenmeldung vom Hispanistentag habe ich eben im ciberaBlog veröffentlicht.

Ab morgen bin ich bis Freitag auf dem Hispanistentag in Tübingen. Er steht unter dem Motto Weltsprache Spanisch – Horizonte der Hispanistik, findet vom 18. – 21. März 2009 an der Universität Tübingen statt. Ich war dort vor drei Jahren auch schon auf dem Katalanistentag. In der Programmankündigung zur wichtigsten Fachtagung zur Iberischen Halbinsel heißt es:

Nie war die weltweite Verbreitung des Spanischen so groß wie heute, nie so intensiv das Interesse an der spanischen Sprache und der spanischsprachigen Kultur – auch in den deutschsprachigen Ländern. Der Boom des Spanischen führt zu einer neuen Rolle der Hispanistik und zu einer stärkeren Profilierung und inneren Ausdifferenzierung des Faches in der internationalen Wissenschaftslandschaft.

Schaun wer mal, ob das gelingt. Ich freue mich auf spannende Vorträge (u.a. von Prof. Neuschäfer und Frau Prof. Albert, für die ich von 1996 bis 2002 als Assistent an der Uni Saarbrücken gearbeitet habe) und auf viele Gespräche mit ehemaligen und neuen Kollegen aus der deutschsprachigen Hispanisitik.

Und ganz besonders freue ich mich auch auf eine Veranstaltung aus dem Rahmenprogramm. David Trueba, ein Regisseur, den ich sehr schätze, wird in Tübingen anwesend sein. Es wird sein mit Luis Alegre gedrehter Dokumentarfilm über den wunderbaren spanischen Schauspieler Fernando Fernán Gómez gezeigt: La silla de Fernando. Hier ein Ausschnitt:


Direktlink YouTube

Kino, Literatur, Spanisch

Pedro Almodóvar: ‚Los abrazos rotos‘ und Kurzfilm ‚La concejala antropófaga‘


Direktlink YouTube

Filmplakat 'Los abrazos rotos' Pedro Almodóvar hat den vor einem Jahr angekündigten Zeitplan eingehalten: Am 18. März kommt «Los abrazos rotos» (dt.: Die kaputten Umarmungen) in Spanien in die KinosDeutscher Kinostart von ‚Los abrazos rotos ist laut IMDB der 9. August 2009. Dem Trailer nach zu urteilen, scheint das wieder ein typischer Almodóvar geworden zu sein: muy auténtico, estilo «Mujeres al borde…». Sein 17. Film erinnert in der Ästhetik und durch die Dominanz der Frauenfiguren sehr stark an seinen siebten. In der Hauptrolle eine frischgebackene Oscar-Gewinnerin, die wunderbare Penélope Cruz. …

Kino, Spanisch

Baraka – Beeindruckende Naturaufnahmen auf 70mm

Baraka aus dem Jahr 1992 von Ron Fricke. Was für ein großartiger Film. Heute Abend habe ich diese auf 70mm gedrehte Dokumentation zusammen mit Tristessedeluxe im Rahmen der Retroperspektive auf der Berlinale gesehen. Stehe immer noch unter dem Eindruck der wahnsinnigen Naturaufnahmen aus 24 Ländern. Ganz ohne Dialoge oder Erzähler. Einfach nur auf die Wirkung der Bilder und der Musik vertrauend. Und die Rechnung geht auf, man starrt gebannt auf die Leinwand und lässt die Eindrücke auf sich wirken.

Ich danke Christian Halten, der mir den Tipp gab, in den Film reinzugehen. Und Herrn Faustus, der sich unmittelbar vor dem Film mit mir traf, und der Verständnis dafür hatte, dass ich unser super-nettes Gespräch, das ich gerne noch weitergeführt hätte, für diesen Film unterbrochen hatte.

Kino

Berlinale-Lebenszeichen

Friedrichsstadtpalast - innenFriedrichsstadtpalast

Ein kurzes Lebenszeichen aus dem Festivaltrubel. Wie man auf Twitter fortlaufend verfolgen kann, geht es mir gut. Ich komme halt nur nicht zum Bloggen. Hier zu sehen, eines der neuen Festivalkinos auf der Berlinale, der Friedrichsstadtpalast. Von den über 20 Filmen, die ich bisher gesehen habe, gefielen mir besonders El niño pez (Update 12.02.09: siehe dazu auch den taz-Artikel: „Wie der Gesang von Vögeln„), Nord und Double Take.

Kino

Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin…

Bin ab heute bis zum 15.2.09 – wie jedes Jahr um diese Zeit – auf der Berlinale. Unter anderem wegen der dort gezeigten spanischsprachigen Filme (siehe Artikel der Spanischen Botschaft im ciberaBlog) und wegen all der anderen Streifen, die es im Wettbewerb, im Panorama und um Forum auf der Berlinale zu entdecken gibt. Hier wird’s deshalb vermutlich etwas ruhiger zugehen. Aber es gibt ja auch noch Twitter. 😉

Kino

Meryl Streep: Schauspieler sind auch Übersetzer

Meryl Streep in San Sebastián, Sept. 2008
Foto: Wikipedia, aufgenommen in San Sebastián im September 2008

Meryl Streep wollte als Kind Übersetzerin werden. In der Mitte ihres Lebens erkennt sie, dass der von ihr gewählte Beruf der Schauspielerin auch sehr viel mit Übersetzung zu tun hat. Zum Start ihres neuen Films Glaubensfrage (Start 5.2.09, Streep gehört zu den 5 Oscar-Nominierungen des Films) veröffentlicht die FAZ ein Gespräch, das sie schon im September auf dem Internationalen Filmfestival in San Sebastián mit der großartigen Schauspielerin geführt hat. In diesem Ausschnitt erklärt sie, wie sie das mit der übersetzerischen Leistung des Schauspiels gemeint hat:

M.S.: […] Denn hinter jedem von uns steckt eine Geschichte. Wir brauchen nur Autoren, die sie aufschreiben. Und Schauspieler, die sie übersetzen.

FAZ: Übersetzen? Wie meinen Sie das?

M.S.: Ich meine, dass wir Schauspieler im Grunde genommen Übersetzer sind: Für das Publikum übersetzen wir die Erfahrungen von Menschen, die Hunderte von Jahren vor uns oder Tausende von Kilometern von uns entfernt gelebt haben. Wir sammeln Erfahrungen und geben sie der Welt zurück, so dass andere Menschen sie nachempfinden können. Interessanterweise wollte ich schon als Kind Übersetzerin werden: Meine Mutter nahm mich mit in die UN-Vollversammlung, und ich fand es großartig, wie die Simultandolmetscher dazu beitrugen, Frieden zu stiften zwischen all den Leuten, die einander nicht verstehen konnten. Heute habe ich erkannt, dass die Schauspielerei ähnliche Chancen bietet. So schließt sich der Kreis zu meinem Kindheitstraum!

Weiter in der FAZ: Im Gespräch: Meryl Streep. Glauben Sie an Gott, Mrs. Streep?

Kino, Übersetzen

Zwei aktuelle TV-Empfehlungen für heute Abend

Filmplakat 'En La Cama'

Im ZDF kommt um 20:15 Uhr der oscarprämierte deutsch-österreichische Film Die Fälscher. Stefan Ruzowitzkys Kinofilm über die Geldfälscheraktion Unternehmen Bernhard.

Und um 23:15 Uhr zeigt arte – wie hier schon getwittert – einen der besten lateinamerikanischen Filme der letzten Jahre: En la cama – Im Bett (meine Vorstellung des chilenischen Films hier im Blog). Wiederholung «En la cama»: 12.02.2009 um 00:30 Uhr.

Kino, TV
Buchseite 28 von 58
1 … 26 27 28 29 30 … 58