Prof. Neuschäfer über Almodóvars ‚Patty Diphusa‘

Pedro Almodóvar: Spanisches Cover seines Textes 'Patty Diphusa' Prof. Hans-Jörg Neuschäfer schreibt heute im ciberaBlog über den frühen Almodóvar. Ausgehend von Pedro Almodóvars Roman «Patty Diphusa» aus dem Jahr 1983 geht Neuschäfer auf Almodóvars Motive der frühen Filme ein und beschreibt, wie dieser das Bild einer Gesellschaft zeigt, die nach dem Ende der Franco-Diktatur eine Art später Pubertät durchlebt:

No voy a hablar del Almodóvar cineasta; voy a hablar del autor de un texto ficcional o metaficcional y al mismo tiempo autoreferencial. Se trata de Patty Diphusa (1983) donde se encuentran, se varían e incluso se aclaran varios motivos de sus primeros largometrajes, desde Pepi, Luci, Bom y otras chicas del montón (1980) hasta Entre tinieblas (1983).

[…]

Al leer este texto se acuerda uno también de su propia pubertad, cuando, en compañía de los amiguetes, proferíamos, en plena calle, obscenidades e incluso las plasmábamos sobre las paredes, sintiéndonos valientes y a la vez fascinados por el miedo a ser descubiertos y regañados. En efecto: el fenómeno de la movida, de la que Patty, en la ficción, al igual que Pedro, en la realidad, es en cierta manera la suma sacerdotisa, hace pensar en una especie de pubertad colectiva a la que por fin había llegado toda una nación después de haber sido liberada de un régimen que trataba de mantenerla en una eterna minoría de edad.


Prof. Neuschäfer über Pedro Almodóvars 'Patty Diphusa' im ciberaBlog
Ich empfehle meinen Leserinnen und Lesern, die des Spanischen mächtig sind, die Lektüre dieses lesenswerten Blogartikels:
Prof. Dr. Hans-Jörg Neuschäfer:
« Patty Diphusa y los comienzos de Almodóvar».

Marko Martin hat bereits Anfang des Jahres auf Deutschlandradio Kultur die deutsche Übersetzung von «Patty Diphusa» durch Klaus Laabs vorgestellt und dabei auch – erfreulicherweise! – die Arbeit des Übersetzers lobend erwähnt:

Wer sich von all dem nicht abschrecken lässt, wird bei der Lektüre dieser höheren Schmonzette wahrlich Vergnügen finden – nicht zuletzt dank des gewitzten Szene-Glossars und der Anmerkungen des deutschen Übersetzers Klaus Laabs. So etwa:

„Mehrere Monate lang unterbrach Almodóvar seine Erzählung für La Luna. Als er sie fortsetzte, hatte er vergessen, wo er stehen geblieben war. Wir werden deshalb nie erfahren, was bei der zweiten Begegnung Pattys mit dem Taxifahrer geschehen ist.“

Wer also kein Spanisch kann und sich für diesen frühen Almodóvar-Text interessiert, der sei auf die deutsche Taschenbuch-Ausgabe im Berliner Taschenbuchverlag verwiesen.

Noch eine Anmerkung zum ciberaBlog: Ich möchte Euch noch einmal darauf hinweisen, dass ein Großteil der spanischen Inhalte, die ich früher hier auf «Text & Blog» veröffentlicht habe, mittlerweile in das hispanistische Gemeinschaftsblog ciberaBlog einfließen. Ich veröffentliche dort – neben zunehmend aus den Universitäten beitragenden Autorinnen und Autoren – als Hispanist auch Artikel zu Lateinamerika, Spanien und Portugal.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *