Marco Rodríquez aus Puerto Rico (bitte die letzten fünf Worte nochmal laut lesen und die «R»’s dabei schön rollen), also: Marco Rodríquez aus Puerto Rico hat ein Programm in der Programmiersprache Python geschrieben, das die Herzen aller YouTube-Fans höher schlagen lässt und das momentan für einige Begeisterung in der spanischsprachigen Blogosphäre sorgt. Python und YouTube verbindet Marco Rodríguez zu dem Namen PyTube, und nennt so sein (bisher leider nur für Linux vorhandenes) OpenSource-Programm, mit dem man YouTube-Videos auf seinem PC abspeichern und somit netzunabhängig archivieren kann. Das ist nicht nur für Fans von Kinotrailern, historischen Filmszenen, lustigen Werbespots oder Musikvideos wichtig, sondern ist ganz besonders auch für den Einsatz von Videos im Bereich E-Learning von großem Interesse 1.
Nun kann man sich zur Not ja auch mit der nicht unkomfortablen Lösung aus Flashload und FLV-Player (Downloadgröße 2,12 MB) behelfen, bei der man über ein Browser-Bookmarklet (= ein im Browser abgelegtes Lesezeichen, das nur noch angeklickt werden muss, um ein gerade aufgerufenes Video lokal abzuspeichern) und dieses lokale Video dann über den FLV-Player abspielt, doch PyTube kann noch viel mehr, und kann es offensichtlich narrensicher und kinderleicht:
Die Videos können direkt in ein selbst zu wählendes Format umgewandelt werden, dass heißt man kann sie nicht nur im bereits vorhandenen Flash-Format (FLV) abspeichern, sondern beim Speichern gleich konvertieren in AVI, MPG oder OGM und sogar in die Audioformate MP3, OGG oder WAV. Das bedeutet, man kann Videos auch nachvertonen, wenn man eine bessere (oder besser passende) Audioquelle hat.
Geplante weitere Features:
- Transfer Audio/Videos to your iPod
- Transfer to Pendrive/Flashdrive
- Burn Downloaded Videos using Nautilus-CD-Burner
- Author a DVD using downloaded videos
Ich kann das Programm momentan leider nicht testen, da ich aus Zeitmangel nicht dazu komme meinen Plan in die Realität umzusetzen, mich näher mit Linux zu beschäftigen, wollte es aber trotzdem hier vorstellen, weil es für Linux-Nutzer sicherlich interessant ist. Sollte es jemand ausprobieren, freue ich mich – im Interesse aller Leser – über einen entsprechenden Kommentar bzw. einen Link auf eine eigene Besprechung von PyTube. Oder kennt jemand ein ähnliches Programm für Windows? Für Anregungen und Tipps wäre ich sehr dankbar.
[via HacheMuda]
- Die Offline-Nutzung von Videos ist gerade auch für Lehrer und Hochschuldozenten eine interessante Möglichkeit für die Unterrichtsvorbereitung, da a) nicht in allen Unterrichtsräumen Internet-Zugang besteht und man sich b) nicht darauf verlassen kann, dass für den Unterricht entdeckte Videos immer online bleiben. [↩]




13 Antworten bis jetzt ↓
viola sagt am 16.10.2007 um 10:45 Uhr:
… bis es das programm auch für nicht-linuxer gibt, werd ich mich dann weiter mit 2video behelften; damit bekommt man die filme vieler portale zumindest als flv-datei.
Markus sagt am 16.10.2007 um 10:47 Uhr:
Danke, Viola, für den Hinweis.
Rob Vegas sagt am 16.10.2007 um 13:15 Uhr:
irgdndwie bekommt man die videos ja immer. zur not kann man auch bei anderen seiten die flashvideo nutzen versuchen die dateipfade im quellcode der seite zu suchen ;-)
nervig ist dagegen wirklich die konvertierung. ich benutze da den kleinen alleskönner “super c”
aber das die spanier programmieren können? ;-)
Markus sagt am 16.10.2007 um 13:19 Uhr:
Rob: Ja, ehe es diese Software- bzw. Bookmarklet-Unterstützungen gab, hatte ich mich auch immer im Quellcode der Seiten auf die Suche nach den FLV-Dateien gemacht.
«Super c» kenne ich nicht, hab’s mal verlinkt. Infos zum Programm und zu weiteren Video-Konvertern gibt es auch auf der Seite Video Konverter der LehrerInnen Fortbildung Baden-Würtemberg.
Aber klar doch können die Spanier programmieren, und die Lateinamerikaner, wie im Fall von Marco, natürlich auch. ;-)
Daniel sagt am 20.10.2007 um 12:28 Uhr:
Danke für den Tipp! Die Lösung mit dem FLV-Player hat mir nie so richtig gefallen, hoffentlich macht PyTube jetzt einen besseren Job.
Markus sagt am 20.10.2007 um 12:45 Uhr:
Ich drück die Daumen, Daniel. Und wir freuen uns hier auch über einen kurzen Kommentar, ob du zufrieden mit PyTube bist, oder eben nicht.
Tobias sagt am 19.11.2007 um 10:48 Uhr:
Hallo,
ich wandle viele Filme von youtube und myvideo und so um. Nicht nur für das Handy, sondern auch um auf dem Rechner zu speichern oder um sie zu verschicken. Was ich bis jetzt am besten und schnellsten fand ist der videohamster. Kennt ihr den?
http://www.videohamster.com
Probiert es mal aus, damit geht es echt super
Markus sagt am 19.11.2007 um 11:09 Uhr:
Tobias, danke für den Hinweis auf den Videohamster, den kannte ich noch nicht. Ich nutze immer Flashload, macht im Prinzip den gleichen Job.
mika sagt am 22.11.2007 um 17:37 Uhr:
ne ne, Flashload lädt ja nur den flv – die einzige Seite die derzeit einen Film auch in das Wunschformat online wandelt ist http://www.videohamster.com.
Schnell und dazu witzig .. ich benutze nur noch diese.
Markus sagt am 22.11.2007 um 17:48 Uhr:
Ok, Mika, da hast du recht. Ich hab trotzdem mal einen Werbelink aus deinem Kommentar entfernt.
Moritz sagt am 23.11.2007 um 01:12 Uhr:
hamster tipp = grosse klasse! musste immer doppelt vorgehen, laden dann umcoden. da gehts scheinbar auf einen sreich.
Moritz sagt am 23.11.2007 um 01:13 Uhr:
streich natuerlich
Video-Tipps » Blog Archive » Re: We sue everyone… - Apple streitet um Streaming Video sagt am 10.09.2008 um 06:01 Uhr:
[...] für Linux, so als innovtive Eigenentwicklung und nicht einfach nur billig nachgestrickt? > Aber Apple kann ja jeden Furz schützen. Wie gesagt: Keinen Deut > besser als MS. Lies doch mal: Apple ist – [...]
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