Browser-Historie im Zeitstrahl

Zeitstrahl der Webbrowser Bei Nico Brünjes auf Code Candies habe ich den Hinweis auf eine umfassende SVG-Grafik mit einem Zeitstrahl der Webbrowser gesehen, die detailliert zeigt, welche Browser in welcher Version wann erschienen sind. Dort kann jeder nachschauen, der mehr als 2 oder 3 Jahr im Netz unterwegs ist, wann welche Browser bei ihm selbst oder auch bei anderen zum Einsatz gekommen sind. Die parallelen Verläufe sind dort gut dargestellt.

Der Wikipedia-Artikel über Webbrowser zeigt auf, welche unterschiedlichen Programme zur Anzeige von Webseiten es gegeben hat und aktuell auch noch gibt. Hier auch als detaillierte Liste.

Ich selbst hab meine allerersten Browsing-Schritte im Netz noch mit Mosaic gemacht (wie hier im Artikel Internet-Zeitmaschine beschrieben und im Video zu sehen), bin dann auf die Startversion von Netscape umgestiegen, habe – außer zu Prüfzwecken – nie auch nur irgendeine Version des unsäglichen Internet Explorers benutzt, bin irgendwann zu Mozillas Phoenix, dann Firebird und Firefox umgestiegen und habe seit fünf, sechs Jahren parallel zu Firefox auch immer Opera in den jeweils aktuellen Versionen im Einsatz.

Der Autor der oben genannten Zeitstrahl-Grafik ADeveria ist übrigens – wie ich bereits bei Nico kommentiert habe – auch bekennender Opera-Anhänger. Ab nächster Woche Dienstag heute ist die neue Opera 9.5 Alpha-Version zu bestaunen. Neuerungen und Vorteile werden auf Download Squad beschrieben.

8 Gedanken zu “Browser-Historie im Zeitstrahl

  1. Erstaunliche Grafik. Vor allem wird deutlich, wie vergleichsweise wenig sich der Internet Explorer nach erreichen der „Monopolstellung“ bewegt hat und wie sehr der „Netscape Zweig“ durch den „Browserkrieg“ zunächst verlangsamt wurde.

  2. Super Hinweis! Diese Grafik ist ein wichtiger Eintrag ins kulturelle Archiv. Notabene, ich habe vorvorgestern einen eigenen kleinen Versions-Snapshot gemacht, in 3 Jahren wird das alles Zeitgeschichte sein. 😉

    Manche Versionsnummern binden einfach ganz stark Erinnerungen, ich sage nur: Netscape Navigator 3.

  3. Oh ja, Mosaic auf einer DEC-Station, das war auch mein erster Browser.

    Vor kurzem habe ich wieder übelste Rendering-Fehler im IE 6 umschiffen dürfen – mit abgefahrenen Tricksereien. Dabei kam mir der Gedanke, wieviele 1000 Mann- und Fraujahre Zeitverschwendung für IE-Hacks Microsoft wohl weltweit erzeugt hat, indem es mehr als fünf Jahre lang nur Sicherheitslücken stopfte. Und ob der IE 7 nun viel standard-konformer ist, weiß ich gar nicht. Ich will es hoffen, und ich hoffe, wenn es so ist, dass er sich schnell verbreitet und bald Schluss ist, für Legacy-Browser haarsträubende Hacks zu suchen. (Besser wäre natürlich, wenn sich die modernen Nicht-Microsoft-Browser flächendeckend durchsetzen, aber das wird wohl leider nicht passieren.)

  4. 1000 Mann- und Fraujahre Zeitverschwendung

    Oh ja. Henning, danke für deinen Kommentar. Ich vermisse ehrlich gesagt ein bisschen das gemeinsame Ablästern über den IE im ehemals gemeinsamen Büro. Ich leide auch gerade wieder in einem Projekt unter ihm, was obigen Zeilen ja auch schon unschwer zu entnehmen war. Wer selbst nie Webseiten zu bauen hatte, versteht das natürlich überhaupt nicht. Doch jeder, der jemals halbwegs verantwortungsvoll Webwork betrieben hat, verflucht diesen Schrottbrowser. Besserung wäre allen zu wünschen: denen, die Seiten programmieren und denen, die sie benutzen.

  5. Ich hab mal gelesen, MS solle doch bitte den IE einstellen und sich auf Win konzentrieren, dann hätten sie ihre Hauptsicherheitslücke nicht mehr an der Backe. Es gab allerdings eine Phase, da war der IE tatsächlich der beste Browser auf dem Mac, unmittelbar vor Erscheinen von Safari. Mein erster Browser hingegen war iBrowse auf dem Amiga. Den hab ich sogar in der Vollversion *gekauft*. Mutet heute irgendwie absurd an, oder?

  6. Der war gar nicht so schlecht. Aber ich vermisse ihn auch nicht wirklich, genauso wenig die Zeit, in der „mal schnell ins Internet gehen“ mit starten von Extraprogrammen zu tun hatte, deren Konfiguration einige Stunden und viele Nerven in Anspruch nahm. Aber vom AmigaOS vermisse ich noch ein paar Details, die bis heute unerreicht sind…

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