Mikroformate: Semantisches Web von unten

ix - Semantic Web von unten Björn Seibert weist im Markup Journal auf die neue Ausgabe des IX-Magazins hin, das sich den Mikroformaten und dem Semantic Web und ihrer Bedeutung für Web 2.0 widmet: «Mehrwert-Markup – Semantic Web von unten: Mikroformate für XHTML».
Dort schreibt Henning Behme:

Kaum jemand glaubt’s, aber das semantische Web kommt – allerdings von unten. Zu den Neuerungen in dieser Richtung gehört, was Anwendungen wie Flickr den Durchbruch verschafft hat: massenhaftes Tagging. Und mit Mikroformaten kann jeder Webautor gemeines XHTML semantisch anreichern, sodass Maschinen die Bedeutung von Markup erkennen können.

Wer sich nun fragt, «Was sind Microformats?», findet erste Antworten in Björn Seiberts Artikel dazu. Sehr einleuchtend scheint mir etwa diese Einschätzung zu Mikroformaten:

Einigt man sich auf eine einheitliche Auszeichnung von Daten im Internet, kann man diese effizienter vernetzen. Damit ist die Suche besser zu definieren und die Daten sind dann auch leichter wiederauffindbar. Gezielteres Suchen und bessere Suchergebnisse.

So langsam bekomme ich immer mehr den Eindruck, dass Semantic Web bedeutet, dass der Mensch lernen muss, die Maschinen zu lehren, den Menschen zu verstehen wink. Und dabei helfen wohl auch Mikroformate.

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8 Kommentare auf "Mikroformate: Semantisches Web von unten"

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Harald
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Tja…wie das Zitat schon sagt, wenn sich zwei Kommunikationspartner über die Bedeutung (Semantik) der kommunizierten Daten geeinigt haben (sei es über ‚Standards‘ oder eben via privater Vereinbarung) nur dann können sie sich auch ‚verstehen‘. Bei den zitierten Microformats kommt ebenfalls beides mit ins Spiel. …aber dazu braucht es eben nicht das ‚Semantic Web‘! Im Semantic Web geht es vielmehr darum, die Semantik AUS den Applikationen (bzw. den darüber getroffenen Vereinbarungen der Kommunikationspartner) heraus und IN die Daten mit hinein zu bekommen. Das bedeutet, dass eine Anwendung in der Lage ist, auch ohne dass zur Auszeichnung der Daten in einer Webpage… Read more »
Harald
Gast
Markus, es geht sogar noch viel weiter: Das Semantic Web – (jetzt eine ‚gewagte These‘, die ich in einem Vortrag am WebMonday Anfang September in Jena erläutert habe…) – wird ohne das Web 2.0 nichts werden… Einfacher Gedankenschluss: (1) Im Semantic Web sollen WebSeiten mit semantischen Annotationen verlinkt werden, damit die Bedeutung (Semantik) dessen, was in diesen WebSeiten steht, explizit gemacht wird und maschinell verarbeitet werden kann. (2) Es gibt verdammt viele WebSeiten (10/2006 -> > 55 Milliarden) (3) Um diese Flut von WebSeiten (die ja noch beständig weiter wächst) tatsächlich semantisch annotieren zu können (vorausgesetzt die Mittel dazu wären… Read more »
Benjamin Nowack
Gast

Halli,
evtl. von Interesse: Ein Foliensatz zu SemWeb und Web 2.0. Der „versus“-Artikel in der aktuellen iX ist leider nicht sonderlich korrekt und auch ziemlich zerrissen worden in der RDF-Community. Ich sehe das eigentlich ähnlich wie Harald, die beiden Trends ergänzen sich auf der technischen Seite recht gut.

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[…] Markus Trapp hat ja schon auf die aktuelle Ausgabe der iX und den Artikel über Microformats hingewiesen. Jedoch finde cih den Artikel der sich direkt davor befindet “Smartes Chaos. Web 2.0 versus Sematic Web” von Cai Ziegler noch interessanter. Insbesondere erinnert mich die Gegenüberstellung von Semantic Web und Folksonomien stark an den Vergleich mit der bibliothekarischen Sacherschließung: “Folksonomien entsagen den ordnenden Prinzipien, die in den strengen Strukturen der Taxonomie zu finden sind. Und genau darin liegt ihre Stärke: Die Vergabe eines Tags bedarf keines großen Aufwands und ist in wenigen Sekunden vollzogen; Surfer weisen Labels zu, die ihnen gerade… Read more »
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[…] Mikroformate sind ja auch bei mir schon mal im Artikel «Mikroformate: Semantisches Web von unten» zur Sprache gekommen: Michael Jendryschik, Autor der gut gemachten «Einführung in XHTML, CSS und Webdesign», hat sich dieses neuen, in der Datenstrukturierung des Netzes immer wichtiger werdenden Themas, angenommen und die fortan kontinuierlich von ihm aktualisierte Seite mikroformate.de ins Leben gerufen. […]

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