Zehn Jahre Social Media in der Stabi

Bei der Arbeit im Lichthof der Stabi
Foto: Maximilian Buddenbohm

Heute vor zehn Jahren habe ich – damals im Urlaub auf der Berlinale – erfahren, dass ich in der Stabi Hamburg nach 4,5 Jahren Projektmitarbeit einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommen und zum 1. März 2010 eine Stabsstelle mit Aufgabengebiet Social Media antreten werde. Damals stolz im Blog verkündet: «Feste Stelle Social Media in der Stabi Hamburg». Zeit, kurz auf zehn Jahre Social Media in der Stabi zurückzublicken, auch durch Hinweis auf Veröffentlichungen dazu.

Meine Social Media Arbeit ist bis dato am besten beschrieben in dem wunderbaren Interview, das Isabel Bogdan und Maximilian Buddenbohm 2014 mit mir für ihre Reihe «Was machen die da?» geführt haben: «Markus Trapp, Stabsstelle Social Media». Was ich damals dort erzählt habe, ist nachwievor großer Bestandteil von dem was ich tue. Natürlich ändert sich im Lauf der Zeit die Ausrichtung der Arbeit, neue Kanäle kommen hinzu, wie z.B. Instagram. Oder Kanäle, auf denen wir bereits aktiv sind, nutzen wir zusätzlich für weitere Dienste der Bibliothek, wie z.B. den Twitter-Account des Fachinformationsdienstes Romanistik, den ich als Fachreferent für Spanien und Portugal gemeinsam mit meinen FID-Kolleg*innen betreibe: @FIDRomanistik.

Immer wieder werde ich gefragt: was macht ihr als wissenschaftliche Bibliothek in Social Media? Dort sind doch die Menschen privat unterwegs, was habt ihr als Bibliothek denn da verloren? Ganz besonders wurden diese Fragen 2015 bei unserem Start auf Instagram gestellt. Eine Bibliothek auf einem Fotoportal, wo Menschen private Aufnahmen teilen? Warum es Sinn macht, dort als Institution mit wissenschaftlichen und kulturellen Aufgaben aktiv zu sein, habe ich im BuB-Artikel «Instagram für Bibliotheken: Nutzernähe, Aufmerksamkeit und viele Möglichkeiten zur Vernetzung» dargestellt:

Was bringt es Bibliotheken, Instagram zu nutzen? Warum sollten Informationseinrichtungen, die schließlich nicht dafür gegründet wurden, Bilder unter die Menschheit zu bringen, genau das doch tun? Was von Zweiflern zunächst kritisch beäugt wird, kann ein niedrigschwelliger Einstieg für Bibliotheken in das Aufgabengebiet Social Media sein. In der Folge wird dargestellt, warum die Staats- und Universitätsbibliothek (Stabi) Hamburg diesen noch relativ neuen Weg der bildgestützten Kommunikation beschritten hat und was es ihr bis dato gebracht hat. Neben Motivation und Praxis des Instagram-Einsatzes im Rahmen des Social-Media-Konzeptes werden Tipps zur technischen Realisierung gegeben und auf weiterführende Literatur verwiesen.

Im September vergangenen Jahres hatte ich Gelegenheit, mit den Teilnehmer*innen des StartCamp Hamburg über die Öffentlichkeitsarbeit der Stabi Hamburg zu sprechen. Ich habe dort die strategische Bedeutung eines Social Media Konzeptes erläutert und wie man die Kolleg*innen motiviert, selbst Content zu erstellen. Samt kurzem Video und Tweets zur Session nachzulesen bei stARTcamp Hamburg meets HOOU.

Sorry für die vielen Verweise hier, doch ihr werdet sicher verstehen, dass ich die einzelnen Aspekte meiner Arbeit hier nicht nochmal neu beschreiben möchte, wenn ich sie an anderen Stellen schon dargestellt habe. Wer sich für die Details interessiert, kann gerne den Links folgen.

Abschließend möchte ich sagen, dass mir trotz des langen Zeitraumes meine Arbeit nachwievor große Freude bereitet. Ich danke der Stabi, dass sie mir schon so lange die Gelegenheit gibt, gemeinsam mit den Kolleg*innen, ohne die das nie so gut funktionieren würde, das spannende Arbeitsgebiet Social Media Tag für Tag mit Leben zu füllen.

Mein Arbeitsplatz in der Stabi

4 Gedanken zu “Zehn Jahre Social Media in der Stabi

  1. Hallo Markus,

    herzlichen Glückwunsch zu fast 15 Jahren mit einem Job, der Dir noch heute viel Spaß macht. Ich hoffe, als “Social-Media-Fritze” der Stabi ist man nicht so einsam, wie das Bild am Start suggerieren will 😉
    Ich wünsche Dir jedenfalls noch weiterhin viel Freude in dem Bereich.

    Liebe Grüße

  2. Hallo Markus!
    Herzlichen Glückwunsch zu deiner Arbeit bei der Stabi die nun schon über ein Jahrzehnt andauert. Du hast sehr gute Worte in diesem Text oben ausgewählt und die Bilder passen gut dazu. Als dein Bruder ist es wunderbar deinen Berufsweg anschauen zu dürfen.
    Du hast viel Kraft und Zeit für diese Arbeit aufgewendet und es ist dir nie anzumerken, dass es dir schwer fällt die “Stelle Social Media in der Stabi Hamburg” auszufüllen.
    Wir freuen uns mit dir über dieses kleine Jubiläum.

    Sonja und Thomas

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