Bittere Ernte – Preis des billigen Kaffees

Zum Nachschauen und zum Überdenken der Kaffee-Einkaufsentscheidung sei dieser Film empfohlen, den ich gestern ausführlich im ciberaBlog vorgestellt habe: «Der hohe Preis des billigen Kaffees – schockierende Daten zum Kaffee-Export Brasiliens».

Freue mich doppelt über das Gastgeschenk, mit dem mir eine liebe Besucherin in der Vorwoche eine Freude gemacht hat:

Kaffee von Mutterland

Kaffee von Mutterland

12 Gedanken zu “Bittere Ernte – Preis des billigen Kaffees

  1. Eine offenbare Selbstverständlichkeit würde ich doch gern mal in Frage stellen. Denn: Wer, bitte, kauft denn seinen Kaffee im Supermarkt?

    Unter den kaffeetrinkenden Leuten, die ich so kenne, fallen mir da respektabel wenig ein, denen ich das zutrauen würde.

  2. Hatte erst auch versehentlich ein Drittel geschrieben und dann meinen Kommentar auf zwei Drittel korrigiert. Ich kenne die Leute nicht, die da in der Statistik aufgeführt werden. 😉

  3. Aber ich. Ich glaube, die allerallermeisten Leute kaufen im Supermarkt. Meine komplette Familie zum Beispiel.
    Fair Trade? Das ist ja teurer!

  4. @Isa: Ok, Du holst uns wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Aber, zu Fair Trade: – wem sage ich das – man kann ja was ändern beim eigenen Kaffeekaufen, auch wenn’s ein bisschen teurer ist.

  5. Fair Trade. Da erwähnt man möglichst absichtlich dieses Fair Trade nicht und dann schleppt es Madame Isa doch wieder rein. Ich hätt’s mir denken können.

    Aber im Ernst: Kaffee soll gut schmecken. Dafür sucht man sich am besten eine kleine Rösterei, die das Zeug schonend genug behandelt. Idealerweise kennen diese auch ihre Lieferanten. Das garantiert weitaus eher vernünftige Bedingungen als dieser Fair Trade-Zertifizierungsverein.

    1. @Señor Ronaldo: Danke für die Info. Werde mich noch schlau machen zum Thema, damit ich weiß, wo ich nach Aufbrauchen meines Gastgeschenkes am besten den Kaffee beziehe.

  6. Der Zertifizierungsverein ist natürlich auch nicht die Lösung, aber doch ein Schritt in die richtige Richtung. Wir reden doch hier von Leuten, die sowieso im Supermarkt kaufen. Face it: das sind nun mal fast alle. Wenn die wenigstens den Fair-Trade-Kaffee nehmen würden, wäre das schon ein kleiner Schritt.

    Markus, sag Bescheid, wenn Du was gefunden hast!

  7. Hallo Markus,
    vielen Dank für diesen Blogpost (auch bei cibera!) – wieder einmal sehr umfassend dargestellt.
    Gerade Kaffee ist mir ein Herzensanliegen (auch wenn ich selbst gar keinen trinke). Aber die Erfahrungen in Nicaragua sind einfach nachhaltig abgespeichert (gilt auch für Baumwolle, Bananen, etc). Es geht nicht nur um unsere Gesundheit “hier” sondern eben auch und gerade um die Produktions-, Lebens- und Umweltbedingungen “dort”.
    Ich schließe mich meiner Vorrednerin an. Große Labels sind nicht der Weisheit letzter Schluss, aber sie garantieren doch bestimmte Standards.
    Aber schmecken sollte einem der Kaffee schon auch! 🙂
    Und es hört ja nicht mit der Tasse Kaffee zuhause auf. Ich mache mir manchmal den Spaß und frage in Cafés, ob sie Fairtrade Espresso haben (den genieße ich ab und zu), und da kann man Erstaunliches hören…

    Eine Orientierung für Hamburg bietet:
    http://www.fairtradestadt-hamburg.de/
    Bei den kleinen Röstereien kenne ich mich nicht so gut aus, es lohnt sich bestimmt. Und Nachbohren auch!
    Für Lübeck gibt es z.B. einen Fairführer:
    http://tinyurl.com/l74ekwu

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