Neubau des Ludwigspark-Stadions in Saarbrücken

Bald ein neues Stadion für den 1.FC Saarbrücken?

Als ich heute Abend die Twittermeldung von SZ-Chefredakteur Peter Stefan Herbst zum Stadionneubau des 1. FCS las, mit dem er auf den SZ-Artikel «Neues Stadion am Ludwigspark kommt» hinwies, reagierte ich erst etwas spöttisch und leitete meinen Retweet mit den Worten “Angeblich schon seit 20 Jahren…” ein.

Ich meine, die Diskussion über einen Neubau des maroden Ludwigspark-Stadions gibt es ja schon ewig. Es war aber nie das Geld dazu da und deshalb ließ man den Traditionsclub und seine treuen Fans (mit einem sehr großen Einzugsgebiet bis nach Frankreich hinein) in einem einigermaßen unwürdigem Umfeld agieren. Doch der prompte nochmalige Retweet von PSHerbst machte mich dann doch stutzig, dass an der Meldung dieses Mal wirklich etwas dran sein könnte:

Diesmal ist es aber schon sehr konkret RT @textundblog: Angebl. schon seit 20 Jahren. #fcs RT @PSHerbst Neue… (cont) http://deck.ly/~cJnIvTue Mar 29 17:04:13 via TweetDeck

Im Video des Beitrages im Aktuellen Bericht, der Abendnachrichtensendung des Saarländischen Rundfunks, kann man dann erfahren, dass es wohl keinen kompletten Neubau, sondern einen Umbau mit notwendig anstehenden Modernisierungsmaßnahmen geben wird. Kostenpunkt 30 Mio. Stadt und Land teilen sich das, Folgekosten trägt der Verein mit Unterstützung der Stadt Saarbrücken.

Demnach sei man bereit, sich an den Finanzierungskosten zu beteiligen, um den Ludwigspark zu einem bundesligatauglichen Stadion umzubauen. Allerdings soll das Stadion kein reines Fußballstadion werden. Die Rede ist von einer Multifunktionsarena, in der neben sportlichen Ereignissen auch Konzerte und ähnliches durchgeführt werden können.

20.000 Zuschauer sollen rein passen. Bin gespannt, wann’s losgeht. Sicher eine gute Entscheidung für den 1. FC Saarbrücken, für die Stadt Saarbrücken und das Umland und für die an Sport und Fußball interessierten Saarländer. Die Lautern-Fans werden vermutlich motzen, aber die sollen halt weiter auf den Betze fahren, die werden sowieso nie Fans des Clubs aus der Landeshauptstadt. 😉

1. FC Saarbrücken Und der 1. FC Saarbrücken hat am Abend auch noch das Saarlandpokalspiel gegen den Lokalrivalen SV Elverberg mit 4:2 gewonnen und ist damit in das Halbfinale des Pokales eingezogen, dessen Gewinn immerhin einen Start im DFB-Pokal bescheert. Das gibt weiteren Rückenwind im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga, wo man seit dem Durchmarsch nach oben im 2. Jahr in Folge hin aufgestiegen ist. Guter Blau-Schwarzer Tag heute.

13 Gedanken zu “Neubau des Ludwigspark-Stadions in Saarbrücken

  1. Na, dann kommen vielleicht endlich mal wieder richtige Künstler nach Saarbrücken. Das kulturelle Angebot ist ein Trauerspiel. Wenn man sich nicht für Unterhaltung aus der Volksmusik oder auf dem Niveau von Mario Barth interessiert, muß man nämlich Anfahrten von mindestens 1,5 Stunden in Kauf nehmen. Bei Veranstaltungen am Abend, die dann noch unter der Woche sind, ist das oft ein Killkriterium für gute Events.

  2. @Aengelchen: Ja, wichtiger Aspekt. Nicht dass ich oben in meiner Antwort an Timon falsch verstanden wurde: die Kultur darf natürlich bei der Geschichte nicht zu kurz kommen. Mal wieder richtig gute Konzerte im Ludwigspark anzubieten, wäre ein großer Vorteil für die Stadt. Kann ja nicht sein, dass man für gute Konzerte nach Frankfurt, Mannheim, Trier oder Metz fahren muss.

  3. Wie apropos. Ich bin gerade aus der Ferne (von L.A. Co. aus) auf eine Schallplatte mit Frank Zappa in Saarbrücken aufmerksam geworden – Mitschnitt eines Konzerts im Ludwigsparkstadion am 3. September 1978!

  4. Wenn das für PS Herbst konkrekt war, dann frag ich mich, was er erst schreibt, wenn die Bagger rollen? Wir haben jetzt über ein Jahr (wieder einmal) seit diesen sehr konkreten äußerungen gewartet und es läuft noch nicht mal die “Europaweite Ausschreibung”. Ich muss es einfach mal wieder hervorholen 😉

  5. @Carsten: Danke fürs Hervorholen. Meine im Vorjahr auf Twitter zum Ausdruck gebrachte Skepsis (“Angebl. schon seit 20 Jahren.”) scheint sich zu bestätigen. Leider.

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