Bücherwahn

Bücherlesen ist in

Bücherlesen ist in. Und das ist gut so.
Doch was hat es mit Bibliophilie – Bibliomanie – Bibliokleptomanie et cetera auf sich?

Volker Faust klärt auf «Über den krankhaften und heilsamen Umgang mit Büchern».

Bücher, Bücher, Bücher! Man sollte es nicht für möglich halten: Noch nie wurden so viele Bücher geschrieben, gedruckt und angeboten, und dies in einer Zeit, in der die größten “Feinde” des informativen, besinnlichen oder gar genüsslichen Lesens, nämlich PC, Internet und Fernsehen ebenfalls ihren Konsum-Höhepunkt erreicht haben.

Da erscheint es sinnvoll, einige Anmerkungen zur “Psychopathologie des Lesens” zu machen, oder konkret: Was gibt es an grenzwertigem oder gar krankhaftem Verhalten Büchern gegenüber.

Foto: photocase.com

[via Literaturwelt. Das Blog.]

2 Gedanken zu “Bücherwahn

  1. Seit längerer Zeit lese ich wieder kontinuierlich Bücher (Literatur) und habe enormen Spaß dabei. Eine Rolle mag vielleicht bei vielen (Wieder-) Lesern spielen, dass Bücher Inhalt in absolut konzentrierter Form darstellen, unmittelbar und unverrückbar zur Anregung der eigenen Fantasie geeignet.

    Dieser direkte, geradlinige “Draht” zum eigenen Geist bleibt dem Fernsehen/Film und dem Internet verschlossen.

    Insofern könnte man durchaus sagen, dass Literatur auch eine gewisse Flucht aus dem Reklame- und Manipulationsgetöse der visuellen und Netzmedien darstellt. Vielleicht sogar eine Schutzreaktion.

  2. Boris: besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Danke dafür.

    Ich sehe auch die Medien wie Film/TV/Internet gar nicht so sehr als Konkurrenz zum Buch, sondern vielmehr als Bereicherung (weil ich mich zum Beispiel im Netz sehr gut über Literatur informieren kann, oder durch gute Filme/Dokus zur Lektüre finde).

    Daran arbeiten wir ja auch in der Bibliothek: das Netz als Hilfsmittel, um leichter zu seiner Literatur zu kommen; aber, wenn man das gesuchte Buch dann einmal in Händen hält, ist es eine wohltuende Konzentration auf das Wesentliche, die ungestörte Lektüre, oder wie du eben so schön sagst: der “direkte Draht zum eigenen Geist”.

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