Veganes Menü: Kohlrabi-Salat mit Honigessig & Weißes Winter-Chili

Am Wochenende habe ich vegan gekocht, also beinahe vegan. Die beiden Rezepte, die ich hier vorstelle, sind jedenfalls vegan. Und äußerst lecker. Ich bin weder Vegetarier noch Veganer, doch ich halte es wie dieser Veganer, der heute in der SZ so schön darüber berichtet: «Ich finde, jedes Stück Fleisch, dass Ihr weglasst, ist ein kleiner Fortschritt…». Unabhängig von der persönlichen Einstellung zu dem Thema, ob man Tiere oder tierische Produkte essen sollte oder nicht: wir essen alle meist viel zu viel Fleisch. Hier nun ein kleiner Menü-Vorschlag, der ganz ohne Fleisch auskommt und aus zwei sehr leckeren und schmackhaften Gerichten besteht.

Vorspeise: Kohlrabi-Salat mit Honigessig

In der aktuellen Ausgabe der empfehlenswerten Zeitschrift Effilee (#40, Frühjahr 2017)1 hab ich mit großem Interesse den Artikel über den Koch Wenzel Pankratz gelesen.

Dort (siehe Abbildung rechts) stellt er u.a. ein Gericht vor, das er in seinem Restaurant Forsthaus Strelitz anbietet: Kohlrabi-Salat mit Honigessig. Als ich das las, dachte ich: endlich wieder ein Gericht, bei dessen Zubereitung ich meinen Spiralschneider einsetzen kann, wie neulich bei den Zucchini-Spaghetti al dente. Gedacht, getan. Und was soll ich sagen: ungewöhnliche Kombination, schmeckt hervorragend und ist super leicht zu machen. So etwas liebe ich ja.

Das sind die Zutaten für zwei Personen:

50 g Honigessig (ich hab einfach weißen Balsamico mit einem Löffel Honig gemischt)
50 g Öl (ich hab Olivenöl genommen)
etwas Maldon Sea Salt (oder Fleur de sel)
2 kleine Kohlrabi (1 tut’s evtl. auch)

Die Kohlrabi durch den Spiralschneider jagen. Honigessig (oder Kombi Balsamico/Honig) mit dem Öl und dem Salz zu einer Vinaigrette verrühren (ggfs schwarzen Pfeffer dazu) und die Kohlrabistreifen darin durchschwenken. Auf einem Teller anrichten und ggfs noch mit frischer Persilie garnieren. Hätte nie gedacht, dass roher Kohlrabi so lecker schmecken könnte. Wie gesagt: raffiniert und super einfach.

Hauptgericht: Weißes Chili aus Wintergemüse

Weißes Winter-Chili

Dieses großartige Gericht, das man zum Glück nicht nur im Winter kochen und ganz sicher auch mit anderen Gemüsen den jeweiligen Jahreszeiten variieren kann, habe ich im Kochbuch «Biokiste Vegan» von Franzi Schädel gefunden. In ihrem – übrigens sehr lesenswerten – Blog «Gemüseregal» stellt sie es als eines ihrer Lieblingsrezepte aus dem Buch vor: Weißes Chili aus Wintergemüse

Die Zutaten für zwei Personen:

  • 300 g Blumenkohl
  • 1 kleine Pastinake 
  • 1 kleine Steckrübe
  • 1/2 rote Chilischote
  • 1/2 grüne Chilischote
  • 1/2 Glas weiße Bohnen
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 25 g vegane Butter
  • 1 EL feines Dinkelmehl
  • 80 ml Sojamilch
  • 1 TL gemahlenen Kreuzkümmel
  • Meersalz zum abschmecken

Ich habe es mit normaler Butter und normaler Milch zubereitet und statt Meersalz Fleur de Sel und statt Dinkelmehl Weizenmehl genommen. Und ich habe zusätzlich noch mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer gewürzt, sowie die Suppe vorm Servieren noch mit frischer Petersilie garniert. Während der Zubereitung sah das Ganze so aus:

Weißes Winter-Chili (links) - Mehlschwitze (rechts)

Wünsche guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen!

  1. Die Zeitschrift Effilee hab ich bei Stevan Paul entdeckt []

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5 Kommentare auf "Veganes Menü: Kohlrabi-Salat mit Honigessig & Weißes Winter-Chili"

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Elke
Gast

Das sieht ja alles total lecker aus. Werde ich bald mal ausprobieren. Danke für diesen Artikel!

Franzi
Gast

Oh Markus, hab 1000 Dank. Ich freu mich so, dass dir mein Buch gefällt! <3

1000 liebe Grüße aus dem Gemüseregal
Franzi

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[…] letzte Woche gekochten und hier im Blog vorgestellten «Weißen Winter-Chili» musste ich an ein mexikanisches Rezept denken, bei dem auch Blumenkohl und Chili zum Einsatz […]

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