Book Sprint CoScience – Gemeinsam forschen und publizieren mit dem Netz

CoScience Book Sprint

Kann man mit wenigen Menschen in 3-5 Tagen gemeinsam ein Buch schreiben? Klingt unmöglich, geht aber. Das System nennt sich Book Sprint, die neueste Ausgabe eines solchen Buches, das noch weiter ausgebaut werden wird, stellt das Team vom Open Science Lab der TIB Hannover gemeinsam mit einigen Mitautoren gerade auf der CeBit vor. Titel des Buches: «CoScience – Gemeinsam forschen und publizieren mit dem Netz».

Wikipedia-Artikel Book Sprint Hatte ja schon berichtet, dass ich im Dezember im Rahmen meines Masterstudiums ein Praktikum beim Open Science Lab absolviert hatte. In dieser Zeit war ich auch in die Vorbereitungen involviert. Unter anderem mündete mein – zugegeben sehr winziger – Anteil am Projekt darin, dass ich einen Wikipedia-Artikel zum Book Sprint angelegt hatte. Spannende Sache, einen Wikipedia-Artikel mal ganz neu anzulegen. Macht man ja auch nicht alle Tage. Und es war höchst interessant, zu sehen, wie der Artikel durch kundige Menschen gleich ausgebaut wurde. Wikipedia ist eben doch in den meisten Fällen eine gute Möglichkeit, Wissen gemeinsam festzuhalten und auszubauen.

In diesem – für den Einsatz auf der CeBit tonlosen – Video (Ton-Version folgt), wird der CoScience Book Sprint vorgestellt:

Erste Betrachtungen fasst Lambert Heller (@Lambo) im Artikel «Erste Lessons Learned» zusammen:

Schon jetzt lässt sich feststellen: Unser Book Sprint war überaus herausfordernd und lehrreich. Und er war in mehrfacher Hinsicht erst der Anfang: Sowohl zur Erweiterung des Handbuchs ‘CoScience’ als auch zur Weiterentwicklung und Nachnutzung von dessen Plattform handbuch.io.

Lesenswerter Zwischenbericht von Mareike König (@Mareike2405), einer der AutorInnen des Handbuchs: Booksprint #CoScience: erste Einblicke hinter die Kulissen:

Dieser Prozess der Festlegung der wichtigsten Parameter (Sprache des Buches, Länge der Beiträge etc.) geschah im Pad, in dem auch durchaus eifrig über Metathemen (sowie Essen und Trinken) diskutiert wurde. Um Themencluster zu bilden, verließen wir dann jedoch den digitalen Raum und schrieben unsere Vorschläge: auf Kärtchen! Ein interessanter Mix an Methoden also, um zu einer Gliederung bzw. zu Themenbereichen zu kommen. Warum auch nicht, erlaubt ist, was funktioniert.

Bin wirklich begeistert von diesem Projekt. Kann euch nur einladen, das Handbuch CoScience mal näher anzuschauen. Es gibt zum Beispiel ein gutes Kapitel zu Twitter (Tipp: Unterkapitel «Gezielt fachlich relevanten Benutzern folgen: Die eigene Timeline als „kollaborativen Filter“ einrichten»). Sehr beeindruckend, was hier in kürzester Zeit von den einzelnen Experten an wertvollem Wissen zusammen getragen wurde.

Dass der Bibliothekartag die Themeneinreichung «Book Sprint» zur Nachnutzung für andere Bibliotheken abgelehnt hat…

… macht mich nur noch fassungslos. Wie innovationsfeindlich kann eine Branchentagung eigentlich sein, um so einen konstruktiven Vorschlag, wie Bibliotheken gemeinsam mit der Wissenschaft Dinge voran treiben können, abzulehnen? Ich habe jedenfalls beschlossen, dieses Jahr nicht nach Bremen zu fahren.

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