Planckton – das Blog der FAS-Wissenschaftsredaktion

Planckton - das Blog der Wissenschaftsredaktion der FAS Beim Frühstück der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung entnommen: Die F.A.S.-Wissenschaftsredaktion hat jetzt ein Blog. Unter planckton.de erreicht man das «Online-Café der F.A.S.-Wissenschaftsredaktion» mit den Autoren (Kürzel in Klammern): Jörg Albrecht (echt) | Vlada Menz (vmz) | Klemens Polatschek (kp) | Ulf von Rauchhaupt (uvr) | Jochen Reinecke (jr) | Jonas Siehoff (jona) | Tilman Spreckelsen (spre) und Volker Stollorz (vst).

Nach ersten Experimenten, die Leser mit an der Entstehung von Artikeln zu beteiligen (wie etwa in dem Artikel «Was ist neu am Web 2.0?», zum Hintergrund siehe auch den Artikel auf onlinejournalismus.de), ist dies der nächste (und konsequentere) Schritt einer Zeitungsredaktion in die direkte Kommunikation mit ihrer Leserschaft (und darüber hinaus!) einzutreten. Sehr schön.

Kinderkrankheiten wird man sicher schnell in den Griff bekommen (manche Links in den Artikelüberschriften oder in der Sidebar) führen jetzt noch zu den Feeds statt zu den Artikeln. Aber erste interessante Artikel gibt es schon zu lesen. Kommentieren kann man nach Anmeldung. Ok, ich denke, damit kann man leben. Schöner wär’s natürlich ohne Anmeldung.

Googlefight - 'DAS Weblog' siegt gegen 'DER Weblog' Was mich aber sehr wundert: dass eine Wissenschaftsredaktion den falschen Artikel für das Weblog wählt. Es heißt DAS Weblog und nicht DER Weblog und es wird auch nicht richtiger – was viele tun, die jetzt neu mit dem Bloggen anfangen, wenn man darauf verweist, das andere beide Möglichkeiten zulassen (da hilft es auch nichts, sich auf die alles andere als unfehlbare Duden-Redaktion zu berufen). Statt wissenschaftlichem Artikel [sic!] zu dem leidigen Thema, das bereits zur Genüge in der Blogosphäre behandelt wurde, hier ein rascher Blick auf Googlefight.

Wer doch noch mehr zum Thema «der oder das» lesen möchte: Pepilog hat das mal Anfang des Jahres deutlich (sprich mit deftigen Worten) auf den Punkt gebracht. Immerhin macht es die FAZ mit ihrem Hinweis auf das Blog besser und schreibt tatsächlich und korrekt DAS Weblog, begeht dafür aber den Riesenfehler, den Artikel mit Hinweis auf das Blog («Das eigene Weblog») nur gebührenpflichtig anzubieten. Hallo, geht’s noch? Wir machen Werbung für ein offen zugängliches Online-Angebot, lassen sie aber nur von der zahlenden Leserschaft lesen? Lernprozesse sind angesagt, die aber – da bin ich mir sicher – schnell gemeistert werden und so freue ich mich auf die Lektüre von Planckton und habe schon mal den Feed abonniert.

4 Gedanken zu “Planckton – das Blog der FAS-Wissenschaftsredaktion

  1. Ok, fall’ mir nur in den Rücken ;-). Aber du hast Recht, zumindest ist dann, wenn man statt Weblog Blog zum Vergleich heranzieht, das Googlefight-Ergebnis mehr oder weniger pari. Die “der oder das”-Diskussion sollte auch nicht die Vorstellung des neuen F.A.S.-Blogs überlagern. Mir fällt es nur in der letzten Zeit auf, dass ich erstmal eine Abwehrreaktion entwickele, wenn ich bei neuen Blogs den männlichen Artikel vor dem Weblog(-buch) lese.

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