Benjamin Clementine ist NICHT Nina Simone (aber sehr gut)

Benjamin Clementine: Condolence

Zum Jahresbeginn eine Musikempfehlung: Benjamin Clementine. Das El País-Kulturmagazin Tentaciones sieht in dem Londoner die neue Nina Simone. Der Vergleich ist zwar plakativ, doch gar nicht so weit hergeholt, um seine Musik zu beschreiben. Aber er selbst mag ihn nicht (dazu später mehr). Das Album «At Least For Now» ist auf jeden Fall sehr stark und kann auf Deezer angehört werden. Mir gefällt ganz besonders «Condolence»:

Benjamin Clementine – Condolence from Blink on Vimeo.

Der mit dem Mercury-Preis ausgezeichnete Sänger (bzw seine Marketing-Abteilung) ist auch auf Twitter unterwegs: @MrBClementine. Wer gerne Spanisch liest – und es kann –, mag vielleicht auf El País etwas über ihn nachlesen. Dort spricht er auch selbstbewusst und bescheiden zugleich, warum er den Vergleich mit Nina Simone überhaupt nicht mag:

Su música también ha sido comparada con la de Nina Simone, pero no le gusta un pelo leer eso de que es su relevo. “Es una tontería. Fue una leyenda, una activista. Dio la cara por el pueblo y la lucha por la igualdad. Que te comparen con ella al principio de tu carrera es un insulto hacia ella”, espeta.

Weiterlesen auf El País: «Benjamin Clementine: de cantar en la calle a triunfar en los escenarios»

Du sprichst kein Spanisch? Ok, hier noch was aus der SZ auf deutsch: «Die Stimme aus der Métro»:

Irgendwann habe er keine andere Wahl mehr gehabt, sagt Clementine, und “den einfachsten Weg zu etwas Essbarem” genommen: die Métro. Stellte sich in einen Waggon und fing einfach an zu singen. Einmal, zweimal, dreimal am Tag. Und immer mit Erfolg: Zuerst kam die Metro, bald Einladungen zu Privatpartys, in Pubs und kleine Clubs. “Ich musste allerdings erstmal lernen, diese Aufmerksamkeit zu genießen. Ich habe schließlich nur angefangen zu singen, um irgendwie durchzukommen.”

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