{"id":8118,"date":"2017-10-04T18:05:08","date_gmt":"2017-10-04T16:05:08","guid":{"rendered":"http:\/\/textundblog.de\/?p=8118"},"modified":"2018-03-13T17:04:06","modified_gmt":"2018-03-13T16:04:06","slug":"festivalbericht-san-sebastian-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/textundblog.de\/?p=8118","title":{"rendered":"Festivalbericht San Sebasti\u00e1n 2017"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/sansebkursaal-tag-2017-gr.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"8122\" data-permalink=\"https:\/\/textundblog.de\/?attachment_id=8122\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/sansebkursaal-tag-2017.jpg?fit=350%2C467&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"350,467\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"sansebkursaal-tag-2017\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/sansebkursaal-tag-2017.jpg?fit=350%2C467&amp;ssl=1\" title=\"sansebkursaal-tag-2017\"  src=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/sansebkursaal-tag-2017.jpg?resize=350%2C467&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"467\" class=\"alignright size-full wp-image-8122\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/sansebkursaal-tag-2017.jpg?w=350&amp;ssl=1 350w, https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/sansebkursaal-tag-2017.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a> In neun Tagen habe ich 43 Filme gesehen, das macht fast f\u00fcnf pro Tag. Etwas weniger als im Vorjahr, doch dazu war diesmal das Wetter (bei sonnigen 26-28\u00b0) zu gut und der Strand zu oft zu verlockend. Es war nat\u00fcrlich trotzdem, wie immer, eine viel zu gro\u00dfe Zahl von Filmen in so kurzer Zeit. <\/p>\n<p>Ein paar Bilder hab ich ja schon von Spanien aus <a href=\"https:\/\/textundblog.de\/?p=8116\">gebloggt<\/a>. Meine Tweets zum Festival \u2013 auch mit vielen Fotos \u2013 gibt&#8217;s <a href=\"https:\/\/twitter.com\/search?q=%40textundblog%20%2365ssiff&#038;src=typd\">hier<\/a>. Meine brandneue 360\u00b0-Kamera hatte ich auch dabei, dazu wird&#8217;s aber einen gesonderten Artikel geben. Vorneweg schon mal eine 360\u00b0-Aufnahme meines Lieblingskinos, des <em>Teatro Victoria Eugenia<\/em>. Bitte unbedingt rein klicken und mit der Maus in alle Richtungen bewegen und zoomen, schaut euch die Decke an und den roten Samtvorhang vor der Leinwand. Ein Traum von Kino:<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" class=\"embed_iframe\" src=\"https:\/\/s.insta360.com\/p\/0f4d1d09ca5b5168cf3cacd21e24b271\"?e=true\" + '\" frameborder=\"0\" width=\"666\" height=\"413\"><\/iframe><\/p>\n<p>Ich habe wieder eine Auswahl von zehn Filmen getroffen, die ich sehr empfehlen kann und hier kurz vorstellen m\u00f6chte. Die Titel verlinken wie immer auf die englischsprachige Beschreibung des Filmes im Festivalkatalog, die Reihenfolge stellt keine Wertung dar.<\/p>\n<p>1. <a href=\"https:\/\/www.sansebastianfestival.com\/sections_and_films\/7\/650446\/in\">Alanis<\/a> von Anah\u00ed Berneri (Argentinien 2017)<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ZGBC-PjYBCg?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>Die argentinische Regisseurin Anah\u00ed Berneri wurde in San Sebasti\u00e1n f\u00fcr diesen Film als erste Frau \u00fcberhaupt mit der Silbernen Muschel f\u00fcr die beste Regie ausgezeichnet. Und die Silberne Muschel f\u00fcr die beste Schauspielerin ging auch noch an die Hauptdarstellerin Sof\u00eda Gala Castiglione. Beides vollkommen zurecht. Ein eindr\u00fccklicher Film \u00fcber das \u00dcberleben einer alleinerziehenden jungen Mutter als illegale Prostituierte. Ein bitterer Kampf um die pure Existenz und das Durchbringen ihres Sohnes unter den denkbar ung\u00fcnstigsten Umst\u00e4nden.<\/p>\n<p>2. <a href=\"https:\/\/www.sansebastianfestival.com\/sections_and_films\/7\/652941\/in\">La Novia del desierto<\/a> von Cecilia At\u00e1n und Valeria Pivato (Argentinien\/Chile 2017)<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/q9HR1v0smhI?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr mich einer der sch\u00f6nsten Filme des Festivals. Die argentinisch-chilenische Koproduktion der beiden sympathischen Regisseurinnen wird getragen von der Schauspielleistung der fantastischen Paulina Garc\u00eda (bekannt durch ihre Hauptrolle im Berlinale-Gewinner \u00ab<a href=\"https:\/\/textundblog.de\/?p=5263\">Gloria<\/a>\u00bb, 2013). Alle drei Frauen und der in Lateinamerika ebenfalls sehr bekannte Hauptdarsteller Claudio Rissi waren im Festivalkino Kursaal 2 vor Ort und beantworteten nach der Vorstellung Fragen zum Film. Hier ein Bild der beiden Hauptdarsteller<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"500\" data-dnt=\"true\">\n<p lang=\"ca\" dir=\"ltr\">Paulina Garc\u00eda und Claudio Rissi, vor der Auff\u00fchrung von \u201cLa novia del desierto\u201d. <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/65ssiff?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#65ssiff<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/8rIrg8EZbP\">pic.twitter.com\/8rIrg8EZbP<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Markus Trapp (@textundblog) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/textundblog\/status\/911675269643153410?ref_src=twsrc%5Etfw\">September 23, 2017<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Die beiden viel besch\u00e4ftigten Regisseurinnen kamen erst w\u00e4hrend des Films per Flug in San Sebasti\u00e1n an. Hier ein spanischsprachiges <a href=\"https:\/\/www.otroscines.com\/nota-12153-entrevista-a-cecilia-atan-y-valeria-pivato-directoras-d\">Interview<\/a> mit ihnen, das schon in Cannes gef\u00fchrt wurde, wo ihr Film die Ehre hatte im Wettbewerb zu laufen.<\/p>\n<p>Die Handlung des Films ist schlicht, die Umsetzung umso beeindruckender. Die Mitte 50-j\u00e4hrige Teresa hat ihr Leben lang als Hausm\u00e4dchen gearbeitet. Gelebt hat sie offenbar nicht. Nun muss sie zu einem neuen Arbeitgeber reisen und verliert ihr Tasche. Auf der Suche nach ihr gewinnt sie aber etwas, das hier nicht verraten werden soll, um nicht zu spoilern.<\/p>\n<p>Filmstart in Deutschland: <a href=\"http:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/255543.html\">30. November 2017<\/a>. Unbedingt reingehen, lohnt sich!<\/p>\n<p>3. <a href=\"https:\/\/www.sansebastianfestival.com\/sections_and_films\/7\/651386\/in\">Licht<\/a> von Barbara Albert (\u00d6sterreich 2017)<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/zRQ25utQR0g?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>\u00dcber den wahren Fall einer 18-j\u00e4hrigen blinden Pianistin aus dem 18. Jahrhundert hat Barbara Albert einen beeindruckenden Film gemacht. Wer durch die uns\u00e4glich schlechten saarl\u00e4ndischen Tatorte verdr\u00e4ngt haben sollte, dass Devid Striesow in Wahrheit ein guter Schauspieler ist, wird hier nochmal daran erinnert. Den um Anerkennung k\u00e4mpfenden &#8222;Wunderdoktor&#8220; Franz Anton Mesmer spielt er genau so gut, wie Maria Dragus die Rolle seiner blinden Patientin mit Leben f\u00fcllt. Ein Drama zwischen Heilung und musikalischer Kunst, auch in den Nebenrollen sehr gut besetzt. <\/p>\n<p>4. <a href=\"https:\/\/www.sansebastianfestival.com\/sections_and_films\/7\/650034\/in\">La educaci\u00f3n del rey<\/a> von Santiago Esteves (Argentinien 2017)<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/LvweSBwuRNE?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>Der Jugendliche Reynaldo Gal\u00edndez, genannt \u00abRey\u00bb, landet auf der Flucht vor der Polizei nach einem gescheiterten Einbruch im Hof des Hauses von Famlienvater Carlos Vargas. Dieser bietet ihm an, dass Rey die verursachten Sch\u00e4den repariert und dass Vargas ihn daf\u00fcr nicht an die Polizei ausliefert. Die folgenden Tage sind gekennzeichnet von einem besonderen Erziehungsversuch. Gelingt es mit p\u00e4dagogischen Mitteln einen in die Kriminalit\u00e4t f\u00fchrenden, vorgezeichneten Weg zu ver\u00e4ndern?<\/p>\n<p>5. <a href=\"https:\/\/www.sansebastianfestival.com\/sections_and_films\/7\/651591\/in\">Three Billboards Outside Ebbing, Missouri<\/a> von Martin McDonagh (USA, 2017)<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Jit3YhGx5pU?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>Frances McDormand spielt eine Mutter, die sich nicht damit abfinden will, dass die Polizei nichts unternimmt, um den M\u00f6rder und Vergewaltiger ihrer Tochter zu finden. Sie mietet drei Werbetafeln (<em>Three Billboards<\/em>) an, um ihrem Protest deutlich sichtbaren Ausdruck zu verleihen. Vollkommen zurecht hat dieser Film den Publikumspreis in San Sebasti\u00e1n gewonnen. Guter Rhythmus, klasse Musik und trotz des traurigen Themas verdammt gut gemachte Unterhaltung. Und die wunderbare Frances McDormand ist schauspielerisch wieder mal eine Klasse f\u00fcr sich.<\/p>\n<p>6. <a href=\"https:\/\/www.sansebastianfestival.com\/sections_and_films\/7\/654753\/in\">Matar a Jes\u00fas<\/a> von Laura Mora (Kolumbien\/Argentinien 2016)<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/u4T85L-yqU0?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>Die 22-J\u00e4hrige Paula muss mit ansehen, wie ihr Vater vor ihren Augen erschossen wird. Sie findet den M\u00f6rder Jes\u00fas und beschlie\u00dft, wie der Titel sagt, ihn zu t\u00f6ten. Wie weit wird sie gehen? Diesen Film zeichnet innerhalb des Schreckenszenarios der allt\u00e4glichen Gewalt in der kolumbianischen Stadt Medell\u00edn seine besondere Nachvollziehbarkeit aus. \u00ab<em>Matar a Jes\u00fas<\/em>\u00bb ist zudem ein sehr pers\u00f6nlicher Film von Regisseuirien Laura Mora, der ein \u00e4hnliches Schicksal widerfahren ist, wie das der jungen Protagonistin Paula.<\/p>\n<p>7. <a href=\"https:\/\/www.sansebastianfestival.com\/sections_and_films\/7\/651345\/in\">Der Hauptmann<\/a> von Robert Schwentke<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"8119\" data-permalink=\"https:\/\/textundblog.de\/?attachment_id=8119\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/derhauptmann.jpg?fit=600%2C300&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"600,300\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Der Hauptmann\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/derhauptmann.jpg?fit=600%2C300&amp;ssl=1\" title=\"Der Hauptmann\"  src=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/derhauptmann.jpg?resize=600%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"Der Hauptmann\" width=\"600\" height=\"300\" class=\"alignnone size-full wp-image-8119\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/derhauptmann.jpg?w=600&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/derhauptmann.jpg?resize=300%2C150&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>(Von diesem Film gibt es noch keinen Trailer, er hatte erst im September seine Urauff\u00fchrung. Sobald es einen Trailer geben wird, baue ich ihn hier nachtr\u00e4glich ein.)<br \/>\nUpdate:<br \/>\n<span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/BSnDau0rk5g?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>Der deutsche Wettbewerbsbeitrag in San Sebasti\u00e1n, ausgezeichnet mit dem Preis f\u00fcr die beste Kamera, basiert auf einem wahren Fall: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Willi_Herold\">Willi Herold<\/a>, auch \u201eder Henker vom Emsland\u201c genannt, fand im April 1945 die Uniform eines Hauptmanns der Luftwaffe. Gleich dem Hauptmann von K\u00f6penick zieht er diese an und gibt sich von da an als Hauptmann aus. Der als Desserteur gejagte Gefreite versucht als Offizier zu \u00fcberleben. Die Greueltaten, die er ab da begeht, gehen aber weit \u00fcber das f\u00fcr sein eigenes \u00dcberleben notwendiges Spielen einer Rolle hinaus und sind auch f\u00fcr den Zuschauer nur noch schwer ertr\u00e4glich. Brilliant besetzt, nicht nur mit dem jungen Schweizer Schauspieler Max Hubacher in der Titelrolle, sondern auch mit dem gro\u00dfartigen Milan Peschel und dem aufstrebenden Schauspieltalent Frederick Lau als Soldaten, die sich ihm unterstellen bzw. anschlie\u00dfen. Bilder von den Dreharbeiten im Februar 2017 in der Oberlausitz gibt es <a href=\"https:\/\/youtu.be\/kTnUX9b67BQ\">hier<\/a>. Der Film wird wohl Anfang 2018 in die deutschen Kinos kommen. Bis dorthin wird er dann auch sp\u00e4testens einen Trailer haben. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>8. <a href=\"https:\/\/www.sansebastianfestival.com\/sections_and_films\/7\/653792\/in\">Muchos hijos, un mono y un castillo<\/a> von Gustavo Salmer\u00f3n (Spanien 2017) <\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/3_YZNVUDGMc?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>Diese Dokumentation geh\u00f6rt zu den seltenen Gl\u00fccksf\u00e4llen, die man auf einem Festival entdecken kann. Gustavo Salmer\u00f3n hat einen Film \u00fcber seine Familie gemacht, im Besonderen \u00fcber seine mittlerweile \u00fcber achtzigj\u00e4hrige Mutter Julita. Sie war, wie auch weitere Mitglieder der Familie, auch im Kino bei der Ausstrahlung der Doku anwesend, und man konnte schon dort merken, was f\u00fcr eine starke Pers\u00f6nlichkeit die Mutter ist. Als junge Frau hatte sie sich drei Dinge vorgenommen: sie wollte sp\u00e4ter mal viele Kinder, einen Affen und ein Schloss haben. Das gab auch den Titel des Films, der zeigt, wie es kam. Vierzehn Jahre (!) hat Gustavo Salmer\u00f3n an diesem Film gearbeitet. Herausgekommen ist ein sehr privates und h\u00f6chste sehenswertes Dokument einer ungew\u00f6hnlichen Familie, die vor ein paar Jahren in der Krise ihr Schloss wieder verloren hat, die sich aber \u2013 dank dem Engagement der Mutter und dem Zusammenhalt aller Familienmitglieder \u2013 nie aufgegeben hat.<\/p>\n<p>9. <a href=\"https:\/\/www.sansebastianfestival.com\/2017\/sections_and_films\/zabaltegi_tabakalera\/7\/650100\/in\">The Square<\/a> von Ruben \u00d6stlund (Schweden 2017)<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/zKDPrpJEGBY?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>Der Cannes-Gewinner ist ein ausgezeichnetes Beispiel f\u00fcr eine gelungene Gesellschaftskritik. Zentrales Thema: welche Funktion hat Kunst in unserem Leben? Hat sie \u00fcberhaupt eine? Ist Kunst und das Zeigen von Kunst in Museen \u00fcberhaupt relevant? Und wie steht es mit den Werten f\u00fcr die wir kunstbeflissen eintreten im allt\u00e4glichen Leben? Dem zweieinhalbst\u00fcndigen Film verdanke ich die lustigste Szene des diesj\u00e4hrigen Festivals: In einem Interview vor Publikum wird der Protagonist und Museumsdirektor Christian durch einen an Tourette Erkrankten immer wieder gest\u00f6rt. Das kann man nicht nacherz\u00e4hlen, das muss man sehen. Insgesamt ist der Film vielleicht etwas zu lang (gerade w\u00e4hrend eines Festivals sind Filme \u00fcber zwei Stunden immer schwierig), aber durchaus sehenswert.<\/p>\n<p>10. <a href=\"https:\/\/www.sansebastianfestival.com\/2017\/sections_and_films\/official_selection\/7\/650200\/in\">Handia<\/a> von Aitor Arregi und Jon Gara\u00f1o (Spanien 2017)<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/sXQ9FobIP9g?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>Dieser wundersch\u00f6ne baskische Film bildet den Abschluss meiner Empfehlungen. Auch er basiert \u2013 wie so viele Filme dieses Jahr \u2013 auf einer wahren Begebenheit. Es geht um den im 19. Jahrhundert gr\u00f6\u00dften Mann der Welt, den 2,30 Meter gro\u00dfen Basken mit dem bezaubernden Namen Mikel Jokin Eleizegui Arteaga, genannt <a href=\"https:\/\/www.elconfidencial.com\/cultura\/2017-09-26\/mikel-jokin-eleizegui-arteaga-gigante-altzo-handia_1449103\/\">Gigante de Altzo<\/a>. Der mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnete Film zeigt in starken Bildern die Geschichte der beiden Br\u00fcder Martin und des Riesen Joaqu\u00edn.<\/p>\n<p>Das war das Festivaljahr San Sebasti\u00e1n 2017. Verdammt gutes Kino gesehen, verdammt nette Menschen getroffen, verdammt gut gegessen und verdammt leckeren Wein getrunken. Aus sicherlich nachvollziehbaren Gr\u00fcnden freue ich mich schon verdammt auf mein 24. Festival in Folge im Jahr 2018. \ud83d\ude09<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/sansebkursaal-nacht-2017.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"8120\" data-permalink=\"https:\/\/textundblog.de\/?attachment_id=8120\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/sansebkursaal-nacht-2017.jpg?fit=600%2C401&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"600,401\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"sansebkursaal-nacht-2017\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/sansebkursaal-nacht-2017.jpg?fit=600%2C401&amp;ssl=1\" title=\"sansebkursaal-nacht-2017\"  src=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/sansebkursaal-nacht-2017.jpg?resize=600%2C401&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"401\" class=\"alignnone size-full wp-image-8120\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/sansebkursaal-nacht-2017.jpg?w=600&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/sansebkursaal-nacht-2017.jpg?resize=300%2C201&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In neun Tagen habe ich 43 Filme gesehen, das macht fast f\u00fcnf pro Tag. Etwas weniger als im Vorjahr, doch dazu war diesmal das Wetter (bei sonnigen 26-28\u00b0) zu gut und der Strand zu oft zu verlockend. Es war nat\u00fcrlich trotzdem, wie immer, eine viel zu gro\u00dfe Zahl von Filmen in so kurzer Zeit. Ein [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ngg_post_thumbnail":0,"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[2,8],"tags":[],"class_list":["post-8118","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kino","category-spanisch"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4uzZ-26W","jetpack-related-posts":[{"id":8116,"url":"https:\/\/textundblog.de\/?p=8116","url_meta":{"origin":8118,"position":0},"title":"Gru\u00df aus San Sebasti\u00e1n","author":"Markus","date":"27\/9\/2017","format":false,"excerpt":"Eine kurze Zwischenmeldung mitten aus dem Festivalgeschehen. 2017 ist ein guter Kinojahrgang, bereits 30 Filme gesehen, darunter etliche bemerkenswerte, mein Bericht folgt wie immer eine Woche nach Ende des Festivals. 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