{"id":5824,"date":"2014-03-01T19:06:20","date_gmt":"2014-03-01T18:06:20","guid":{"rendered":"http:\/\/textundblog.de\/?p=5824"},"modified":"2022-04-19T17:02:15","modified_gmt":"2022-04-19T15:02:15","slug":"berlinale-2014-von-sprachlos-machenden-filmen-hoch-pornoesem-und-einer-entdeckung-aus-brasilien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/textundblog.de\/?p=5824","title":{"rendered":"Berlinale 2014 &#8211; Von sprachlos machenden Filmen, hoch Porn\u00f6sem &#038; einer Entdeckung aus Brasilien"},"content":{"rendered":"<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"5832\" data-permalink=\"https:\/\/textundblog.de\/?attachment_id=5832\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/ma-nordbahnhof2-kl.jpg?fit=500%2C375&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"500,375\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"ma-nordbahnhof2-kl\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/ma-nordbahnhof2-kl.jpg?fit=500%2C375&amp;ssl=1\" title=\"So fertig sieht einer aus, der sich 46 Filme in 9 Tagen anschaut\"  src=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/ma-nordbahnhof2-kl.jpg?resize=500%2C375&#038;ssl=1\" alt=\"So fertig sieht einer aus, der sich 46 Filme in 9 Tagen anschaut\" width=\"500\" height=\"375\" class=\"alignnone size-full wp-image-5832\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/ma-nordbahnhof2-kl.jpg?w=500&amp;ssl=1 500w, https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/ma-nordbahnhof2-kl.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Meine 19. Berlinale war vielleicht die anstrengendste. Und das nicht, weil ich w\u00e4hrend des Festivals auch noch 2 Tage Masterstudium zu absolvieren hatte. Nein, wegen des t\u00e4glichen Anstehens am fr\u00fchen Morgen (90-120 Min., davon den gr\u00f6\u00dften Teil auf der Stra\u00dfe und somit in der K\u00e4lte) f\u00fcr die Karten des Folgetages, das schlaucht auf Dauer. Danach t\u00e4glich 5-6 Filme. Schlaf pro Nacht auf selbige Anzahl Stunden reduziert. In die Hansestadt reise ich deshalb f\u00fcr gew\u00f6hnlich als bild\u00fcberfluteter Zombie zur\u00fcck. Aber gelohnt hat sich das Festival allemal. Once again. Von den 46 Filmen, die ich aus Wettbewerb, Panorama, Forum, Generation14+ und Retro sah, stelle ich die zehn vor, die mich am meisten faszinierten, und von denen ich euch w\u00fcnsche, dass ihr sie im Kino sehen k\u00f6nnt.<\/p>\n<p>Vor den Filmen noch der heimliche Gewinner des Festivals: der nach drei Jahren aufwendiger Renovierung wieder er\u00f6ffnete Zoo Palast:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/zoo-aussen-gr.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Zoo Palast \u2013 au\u00dfen\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/zoo-aussen.jpg?resize=250%2C188&#038;ssl=1\" alt=\"Zoo Palast \u2013 au\u00dfen\" width=\"250\" height=\"188\" class=\"bildlinks\" style=\"padding:0px; margin:0px;\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/zoo-innen-gr.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Zoo Palast \u2013 innen\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/zoo-innen.jpg?resize=250%2C188&#038;ssl=1\" alt=\"Zoo Palast \u2013 innen\" width=\"250\" height=\"188\" class=\"bildrechts\" style=\"padding:0px; margin:0px;\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Er hat seine 80er-Jahre West-Berliner Pl\u00fcschigkeit bewahrt und wurde mit feinster Ton- und Bildtechnik ausgestattet. Ein Kino-Genuss ganz unabh\u00e4ngig vom Film, den man dort sieht. Die Sessel sind so bequem, dass ich Angst hatte, im gleichen Moment, in dem ich in einem von ihnen versank, sofort einzuschlafen. Aber nein, ich blieb wach und sah dort gute Filme. Einmal davon sogar in Begleitung einer treuen Text &#038; Blog-Leserin &#8211; danke nochmals an dieser Stelle f\u00fcr die nette Gesellschaft.<\/p>\n<p>So, nun aber zu den Filmen (Titel verlinkt immer zur Berlinale-Filminfo):<\/p>\n<h3>1. <a href=\"http:\/\/www.berlinale.de\/de\/programm\/berlinale_programm\/datenblatt.php?film_id=20142206#tab=video25\">The Way He Looks \u2013 Hoje eu quero voltar sozinho<\/a><\/h3>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/nLlvQ7sbUTY?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>Der Film, der mir mit Abstand am besten gefiel, kommt aus Brasilien. Und dabei w\u00e4r&#8216; ich fast gar nicht rein gegangen. Ein 15-j\u00e4hriger Blinder verliebt sich in einen Mitsch\u00fcler. Ich bef\u00fcrchtete schlimmstes (Coming-of-age-) Drama, das auch noch gleich zwei Randgruppen thematisierte. Aber was der brasilianische Regisseur <a href=\"http:\/\/www.imdb.com\/name\/nm2406154\/\">Daniel Ribeiro<\/a> (geb. 1982 in  S\u00e3o Paulo) abgeliefert hat, ist Anlass genug, sich seinen Namen zu merken. Dieser Film ist aber auch dank der hervorragenden jugendlichen Darsteller so gut. Allen voran <a href=\"https:\/\/twitter.com\/GhiLobo\">Ghilherme Lobo<\/a>, der gar nicht blind ist. Belohnt wurde \u00abThe Way He Looks\u00bb auf der Berlinale mit dem 2. Platz im Panorama-Publikumspreis \u2013\u00a0ungew\u00f6hnlich f\u00fcr einen brasilianischen Film \u2013 und mit dem Teddy als bester Spielfilm. Der Film hat \u00fcbrigens auch eine Vorgeschichte. Er basiert auf dem in Brasilien enorm erfolgreichen Kurzfilm von Daniel Ribeiro mit den gleichen drei Hauptdarstellern aus dem Jahr 2010 \u00abEu N\u00e3o Quero Voltar Sozinho\u00bb (\u00abIch m\u00f6chte nicht allein zur\u00fcckgehen\u00bb), den ihr hier sogar mit deutschen Untertiteln sehen k\u00f6nnt (L\u00e4nge: 17 Minuten):<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/1Wav5KjBHbI?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<h3>2. <a href=\"http:\/\/www.berlinale.de\/de\/programm\/berlinale_programm\/datenblatt.php?film_id=20148190#tab=filmStills\">Boyhood<\/a><\/h3>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr Richard Linklaters \u00abBoyhood\u00bb hatten viele den Goldenen B\u00e4ren erwartet, aber wie immer: der Favorit bekommt ihn nicht. Dieser gro\u00dfartige Film geht auch so seinen Weg. Trotz \u00dcberl\u00e4nge (164 Minuten!) empfehlenswert. Linklater &#8211; Regisseur von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Before_Sunrise\">Before Sunrise<\/a>, Before Sunset und  Before Midnight \u2013 hat wieder einmal gezeigt, dass er der Gro\u00dfmeister der Langzeitprojekte ist. Mit den gleichen Darstellern \u00fcber zehn Jahre zu drehen, ist gewagt gewesen, aber zu unser aller Gl\u00fcck gut ausgegangen. Wir sehen nicht nur die Schauspieler, die \u00fcber zehn Jahre immer mal wieder f\u00fcr ein paar Drehtage zusammen kamen, \u00e4lter werden, sondern auch die Entwicklung der Hauptperson vom 6-j\u00e4hrigen Schulanf\u00e4nger bis hin zum 17-j\u00e4hrigen College-Studenten. Ein selten gelungenes Beispiel von Darstellung des Alltags und uns aller bewegender Fragen, ohne dass Langeweile aufkommt. Und, wie gesagt, das auch noch in einer Filml\u00e4nge von fast drei Stunden.<\/p>\n<h3>3. <a href=\"http:\/\/www.berlinale.de\/de\/programm\/berlinale_programm\/datenblatt.php?film_id=20148185#tab=video25\">Das Gro\u00dfe Museum<\/a><\/h3>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/O2_5NLpFzm8?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>Vier der zehn Filme, die ich hier vorstelle, sind Dokumentarfilme. Dabei hab ich gar nicht so viele Dokumentarfilme gesehen. Diese vier kann ich jedoch uneingeschr\u00e4nkt empfehlen. In der Hauptrolle des ersten: das Kunsthistorische Museum Wien. Der geschilderte Zeitraum: die Umbauphase bis zur Wiederer\u00f6ffnung. Wie in oben eingebautem Video ausgef\u00fchrt: ein Institutionenportr\u00e4t, das viel lebendiger ist, als man es von so einer Art Film erwarten w\u00fcrde.<\/p>\n<h3>4.<a href=\"http:\/\/www.berlinale.de\/de\/programm\/berlinale_programm\/datenblatt.php?film_id=20143985#tab=filmStills\">Finding Vivian Maier<\/a><\/h3>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/uduZLiSyIAA?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>Diese Doku-Perle ist ein Gl\u00fccksfall. Eine wahre Geschichte, die man sich so gut gar nicht ausdenken kann. Ein junger US-Amerikaner, John Maloof, kauft bei einer Nachlassversteigerung eine Kiste, in der Hoffnung, dass er darin alte Fotos von Chicago findet, die er f\u00fcr sein geplantes Buch \u00fcber die Geschichte der Stadt brauchen kann. Und er findet auch alte Fotos. Aber was f\u00fcr welche. Unter den unentwickelten Filmen und Negativen verbirgt sich das bis dahin unbekannte Verm\u00e4chtnis einer Kinderfrau, die leidenschaftlich gerne fotografierte. Diese Bilder aber mit niemandem teilte. Der Film macht sich auch auf die Suche nach den Spuren dieser r\u00e4tselhaften Frau. Zeigt uns Menschen, die sie kannten, und ihre gro\u00dfartigen Bilder. \u00abFinding Vivian Maier\u00bb ist ein beachtliches Filmerlebnis. Nicht nur f\u00fcr Fotografie-Interessierte.<\/p>\n<h3>5. <a href=\"http:\/\/www.berlinale.de\/de\/programm\/berlinale_programm\/datenblatt.php?film_id=20142287#tab=filmStills\">G\u00fceros<\/a><\/h3>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/B8a4Sahw1H4?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>\u00dcber diesen Film hab ich meine Begeisterung ja schon vom Festival aus mitgeteilt, im Artikel <a href=\"https:\/\/textundblog.de\/?p=5816\">Berlinale-Entdeckung: Alonso Ruizpalacios \u2013 G\u00fceros<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Nach 20 gesehen Filmen hat mich bislang G\u00fceros des mexikanischen Regisseurs Alonso Ruizpalacios am meisten beeindruckt. Eine Mischung aus Nouvelle Vague und Down by Law in schwarz-wei\u00df gedreht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und ich sollte recht behalten, teilte die Berlinale-Jury doch meine Einsch\u00e4tzung, dass G\u00fceros eine Entdeckung sei. Der Film wurde als Bester Erstlingsfilm des Festivals ausgezeichnet.<\/p>\n<h3>6. <a href=\"http:\/\/www.berlinale.de\/de\/programm\/berlinale_programm\/datenblatt.php?film_id=20141257#tab=filmStills\">Kraftidioten &#8211; In Order of Disappearance<\/a><\/h3>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/G0tMPcv3a3I?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>W\u00fcrde Tarantino einen Film in Norwegen drehen, k\u00e4me so was wie \u00abKraftidioten\u00bb raus. Mit dem Versprechen Bruno Ganz als serbischen Mafia-Boss zu sehen, d\u00fcrfte ich euch neugierig genug auf diesen Streifen machen. Hans Petter Moland, so hei\u00dft der norwegische Tarantino, hat keinen Film gemacht, der hohe Anspr\u00fcche hat, sondern einfach nur gut gemachte Unterhaltung. So etwas tut immer gut in einem Festival voller ernster, Problem beladener Werke. Hier r\u00e4cht ein brav-(anmutend)-er Vater den Tod seines Sohnes. Er geht dabei nicht gerade zimperlich vor. Der englische Titel \u00abIn Order of Disappearance\u00bb deutet an, dass die Namen der Personen in der Reihenfolge ihres tragischen \u2013 und man mag es gar nicht glauben, teilweise absurd komischen \u2013 Todes eingeblendet werden.<\/p>\n<h3>7. <a href=\"http:\/\/www.berlinale.de\/de\/programm\/berlinale_programm\/datenblatt.php?film_id=20143722#tab=video25\">20.000 Days on Earth<\/a><\/h3>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/kV9cobZP4JA?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/nick-cave-gr.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Nick Cave auf der B\u00fchne des International\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/nick-cave.jpg?resize=250%2C333&#038;ssl=1\" alt=\"Nick Cave auf der B\u00fchne des International\" width=\"250\" height=\"333\" class=\"bildrechts\" \/><\/a> Zur\u00fcck zu den Dokus: einer der besonderen Festivalmomente ist f\u00fcr mich immer, wenn ich eine Person live erlebe, die eine gewissen Bedeutung f\u00fcr mich hat. So einer ist zum Beispiel Nick Cave, dessen Musik ich sehr sch\u00e4tze. Er war tats\u00e4chlich auf der Berlinale, und \u2013 zu meinem gro\u00dfen Gl\u00fcck \u2013 bei der Vorstellung im Kino International nach dem Film auch auf der B\u00fchne, um \u00fcber die Doku zu reden (siehe Foto rechts, auf Klick auch in gro\u00df). Er pers\u00f6nlich mag die typischen Band- oder Musiker-Dokus nicht, da diese gemeinhin zur Verherrlichung neigen. Und dem Filmteam ist es tats\u00e4chlich gelungen, Nick Cave nicht zu verherrlichen; aber eine herrliche Doku abzuliefern, die sich wohltuend von den vorhersehbaren Biopic-Lobeshymnen \u00fcber andere Musiker abhebt. Sehenswert. <\/p>\n<h3>8. <a href=\"http:\/\/www.berlinale.de\/de\/programm\/berlinale_programm\/datenblatt.php?film_id=20145154#tab=filmStills\">Der Anst\u00e4ndige<\/a><\/h3>\n<p><object id=\"player1\" width=\"500\" height=\"270\" classid=\"clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000\"><param value=\"true\" name=\"allowfullscreen\"\/><param value=\"always\" name=\"allowscriptaccess\"\/><param value=\"high\" name=\"quality\"\/><param value=\"true\" name=\"cachebusting\"\/><param value=\"#000000\" name=\"bgcolor\"\/><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.kino-zeit.de\/swf\/flowplayer.commercial-3.2.7.swf\" \/><param value=\"config=http:\/\/www.kino-zeit.de\/player\/der-anstaendige\/0\" name=\"flashvars\"\/><\/object><\/p>\n<p>Es passiert selten, dass ich sprachlos und ersch\u00fcttert aus dem Kino komme. Hier war es so. Der Dokumentarfilm von Vanessa Lapa \u00fcber die Tageb\u00fccher und Briefe von Himmler verschl\u00e4gt einem die Sprache. Fassungslos versucht man zu verstehen, dass dieses Monster (und seine &#8211; gro\u00dfartig von Sophie Rois gesprochene &#8211; Frau) doch tats\u00e4chlich dachten, bei dem was sie taten, ihren Anstand zu bewahren. Verantwortlich f\u00fcr den hundertausendfachen Mord an Juden, aber &#8211; so betont &#8222;Heini&#8220; unaufh\u00f6rlich &#8211; &#8222;Man m\u00fcsse immer seinen Anstand bewahren&#8220;. Und die Sorgen der Gattin Margarete drehen sich darum, dass ihr &#8222;Heini&#8220; die Anerkennung nicht bekomme, die er verdiene. Einblicke in die Erziehung der Kinder runden das Grauen ab. Alles schwer zu ertragen. Aber unbedingt anschauen, wenn ihr die Chance dazu bekommt.<\/p>\n<h3>9. <a href=\"http:\/\/www.berlinale.de\/de\/programm\/berlinale_programm\/datenblatt.php?film_id=20148117#tab=video25\">Das finstere Tal<\/a><\/h3>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/wZqYbJM3JJc?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>So wie auch in Norwegen ein an Tarantino erinnernder Film funktionieren kann (siehe Film-Tipp Nr. 6), k\u00f6nnte ja auch mal ein Western in den Alpen spielen, oder? Und ja, das kann er. Was Andreas Prochaska aus der Romanvorlage von Thomas Willmann gemacht hat, ist im wahrsten Sinne des Wortes gro\u00dfes Kino. Diesen Film bitte nicht auf dem Tablet oder am kleinen Fernsehschirm schauen, die Bilder epischer Breite brauchen die gro\u00dfe Leinwand des Kinos. Sam Riley hat man seit <a href=\"https:\/\/textundblog.de\/?p=1832\">Control<\/a> nicht mehr so gut gesehen.<\/p>\n<h3>10. <a href=\"http:\/\/www.berlinale.de\/de\/programm\/berlinale_programm\/datenblatt.php?film_id=20148131#tab=video25\">Nymphomaniac \u2013 Volume 1<\/a><\/h3>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/XKHOSRqk11M?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>Ich habe w\u00e4hrend des Festivals mit mir gehadert, ob ich mir im ganzen Festivalstress den Lars von Trier antun soll, wo ich ihn doch auch danach im Kino schauen k\u00f6nnte (er l\u00e4uft ja schon ganz normal bei uns). Aber auf der Berlinale lief er immerhin in der nicht gek\u00fcrzten, vom Regisseur in fluffige 150 Minuten gepackten Version. Zwei mal war sie ausverkauft, in die dritte kam ich rein. Klar, es ist ein Film mit hoch porn\u00f6sem Inhalt. Wollte man ihn nur wegen des Pornoanteils sehen, k\u00f6nnte man sich an anderer Stelle im Netz bedienen. Nein, es ist mehr als der Porno, der auch in ihm enthalten ist. Es ist ein clever konzipierter Film, dessen Rahmenhandlung einen Spannungsbogen aufbaut, der zum Ende des 1. Teils quasi cliffhangerm\u00e4\u00dfig in den 2. Teil hin\u00fcber getragen wird, auf den ich auch schon gespannt bin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine 19. Berlinale war vielleicht die anstrengendste. Und das nicht, weil ich w\u00e4hrend des Festivals auch noch 2 Tage Masterstudium zu absolvieren hatte. Nein, wegen des t\u00e4glichen Anstehens am fr\u00fchen Morgen (90-120 Min., davon den gr\u00f6\u00dften Teil auf der Stra\u00dfe und somit in der K\u00e4lte) f\u00fcr die Karten des Folgetages, das schlaucht auf Dauer. Danach [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ngg_post_thumbnail":0,"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-5824","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kino"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4uzZ-1vW","jetpack-related-posts":[{"id":1439,"url":"https:\/\/textundblog.de\/?p=1439","url_meta":{"origin":5824,"position":0},"title":"An der Berlinale-Stimmung teilhaben","author":"Markus","date":"11\/2\/2007","format":false,"excerpt":"Ein bisschen am Berlinale-Fieber partizipieren, ohne auf dem Festival zu sein? 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