{"id":5596,"date":"2013-09-18T12:53:56","date_gmt":"2013-09-18T10:53:56","guid":{"rendered":"http:\/\/textundblog.de\/?p=5596"},"modified":"2013-09-18T21:29:08","modified_gmt":"2013-09-18T19:29:08","slug":"dem-freien-zugang-zum-wissen-gehoert-die-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/textundblog.de\/?p=5596","title":{"rendered":"Dem freien Zugang zum Wissen geh\u00f6rt die Zukunft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wissen im freien Zugang anzubieten, ist l\u00e4ngst nicht mehr ein &#8222;nice to have&#8220; f\u00fcr die wissensdurstige Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Angesichts unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gestiegener Preise \u2013 v.a. f\u00fcr Zeitschriften, aber auch f\u00fcr gedruckte Fachliteratur \u2013 geh\u00f6rt dem freien Zugang zum Wissen die Zukunft. Dagegen steht die teilweise r\u00fcckschrittliche Publikationspraxis vieler Verlage, die Konsumenten wissenschaftlicher Literatur f\u00fcr bereits mit Steuergeldern unterst\u00fctzte Forschungsergebnisse nochmal abkassieren wollen. Wer Wissen mit seinen Steuergeldern schon mit finanziert hat, zahlt also doppelt.<\/strong> <\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Open Access\"  src=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/openaccess-schatten.jpg?resize=169%2C163&#038;ssl=1\" alt=\"Open Access\" title=\"Open Access \u2013 freier Zugang zum Wissen\" width=\"169\" height=\"163\" class=\"bildrechts\" \/> Zum Thema Open Access habe ich f\u00fcr euch ein wunderbares Video, zwei gute Texte und einen Hinweis auf die Open-Access-Tage, die gr\u00f6\u00dfte Fachtagung zum Thema im deutschsprachigen Raum, die am 1. und 2. Oktober 2013 bei uns in der Stabi in Hamburg stattfinden wird, und die ich &#8211; zugegeben nur zu einem ganz kleinen Teil organisatorischer Art &#8211; mit vorbereiten durfte.<\/p>\n<p>Fangen wir an mit dem Video: Lambert <a href=\"https:\/\/twitter.com\/lambo\">@lambo<\/a> Heller (TIB Hannover) erkl\u00e4rt mit einfachen Worten und guten Argumenten am Rande der OER-Konferenz in Berlin<footnote>Die <a href=\"http:\/\/www.wikimedia.de\/wiki\/OERde13\">OER-Konferenz<\/a> ist eine Tagung zu Freien Bildungsmaterialien in Deutschland. Sie hat am 14. und 15. September 2013 in Berlin stattgefunden.<\/footnote>, um was es beim Freien Zugang zum Wissen geht:<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/player.vimeo.com\/video\/74733093?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=b31038\" width=\"500\" height=\"281\" frameborder=\"0\" webkitallowfullscreen mozallowfullscreen allowfullscreen><\/iframe> <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/vimeo.com\/74733093\">Open Access: Freier Zugang zu Forschungsergebnissen<\/a> from <a href=\"http:\/\/vimeo.com\/kooperative\">kooperative-berlin<\/a> on <a href=\"https:\/\/vimeo.com\">Vimeo<\/a>.<\/p>\n<blockquote><p>Im Interview mit werkstatt.bpb prognostiziert der Bibliothekar, dass es in der Wissenschaft immer g\u00e4ngiger werden wird, seine Forschungsergebnisse zu zeigen und Daten anderen zur Verf\u00fcgung zu stellen, um darauf aufzubauen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Vorgestern hab ich auf Twitter schon auf einen im <em>Perlentaucher<\/em> ver\u00f6ffentlichten Essay hingewiesen, der seither &#8211; viel gelobt &#8211; durchs Netz gereicht wird. Er soll hier auch seine Beachtung finden, denn, was Hubertus Kohle (<a href=\"https:\/\/twitter.com\/hkohle\">@hkohle<\/a>) dort schreibt, ist so wahr wie lesenswert. Er legt den Finger in die Wunde, wenn er konstatiert, dass Geisteswissenschaften beim Thema OA noch weit zur\u00fcck sind. Und dass wir uns alle nichts vormachen sollten, wenn es darum geht, die Frage zu beantworten, warum das so ist:<\/p>\n<blockquote><p>In den Geisteswissenschaften dagegen fristet Open Access weiterhin das Dasein eines Mauerbl\u00fcmchens. Gr\u00fcnde daf\u00fcr werden immer wieder einmal genannt, bei genauerem Hinsehen sind es alles Ausreden. Der eigentliche und einzige Grund ist n\u00e4mlich Unwissen. Unwissen \u00fcber das, was Open Access eigentlich ist, und Unwissen \u00fcber die angeblich zerst\u00f6rerischen Wirkungen, die Open Access in der Verlags- und Buchhandelslandschaft bewirkt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Weiter im <em>Perlentaucher<\/em>:<br \/>\n\u00ab<a href=\"http:\/\/www.perlentaucher.de\/essay\/fuer-open-access-in-den-geisteswissenschaften.html\">F\u00fcr Open Access in den Geisteswissenschaften<\/a>\u00bb<\/p>\n<p>Der zweite Text zu Open Access stammt von Tino Br\u00f6mme, der in <em>Telepolis<\/em> darauf hinweist, dass am kommenden Freitag, zwei Tage vor der Bundestagswahl, der Bundesrat \u00fcber ein Gesetz abstimmen wird, in dem die Bundesregierung den \u00fcber Erl\u00f6s-Schwunde jammernden Verlagen eine Art &#8222;Abwrackpr\u00e4mie&#8220; f\u00fcr ihren \u00fcberteuerten Service zugestehen wollen:<\/p>\n<blockquote><p><strong>Open Access &#8211; ein wissenschaftspolitischer Krimi mit open end<\/strong><\/p>\n<p>Spannung entsteht, wie Hitchcock lehrt, durch die bange Erwartung des herannahenden Unheils. Im Zeitalter nanosekundenschneller Informationsfl\u00fcsse hat die deutsche Regierung bald drei Jahre gebraucht, um ein Gesetz vorzulegen, das sich mit Open Access, d.h. der jedermann zug\u00e4nglichen Publikation \u00f6ffentlich finanzierter Forschung im Internet befasst. Das Publikum blickt nun gebannt auf den Bundesrat: Wird er den Entwurf kurz vor Ende der Legislaturperiode, zwei Tage vor der Wahl, am Freitag, den 20. September, noch aufhalten oder nicht?<\/p><\/blockquote>\n<p>Weiter in <em>Telepolis<\/em>:<br \/>\n\u00ab<a href=\"http:\/\/www.perlentaucher.de\/essay\/fuer-open-access-in-den-geisteswissenschaften.html\">F\u00fcr Open Access in den Geisteswissenschaften<\/a>\u00bb.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/open-access.net\/de\/aktivitaeten\/open_access_tage\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"OA-Tage_Logo\"  src=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/OA-Tage_Logo.jpg?resize=250%2C292&#038;ssl=1\" alt=\"OA-Tage_Logo\" width=\"250\" height=\"292\" class=\"bildlinks\" \/><\/a> Ihr seht, Open Access ist ein Thema, bei dem viele Interessen miteinander kollidieren. Wie f\u00fcr alle Beteiligten die besten L\u00f6sungswege gefunden werden k\u00f6nnen, ist auch Thema bei der <a href=\"http:\/\/open-access.net\/de\/aktivitaeten\/open_access_tage\">Open-Access-Tagen<\/a>, die in K\u00fcrze, am 1. und 2. Oktober 2013, in Hamburg stattfinden werden. Das Programm ist hoch interessant, die Tagung l\u00e4ngst ausgebucht, doch es gibt auch Trost f\u00fcr alle, die jetzt erst davon erfahren. Ich zitiere meine Kollegin Isabella Meinecke, die f\u00fcr die Stabi die Koordinierung der Vorbereitung \u00fcbernommen hat, und die im <em>Stabi-Blog<\/em> vermeldet:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/oatage\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"oatage-twitter\"  src=\"https:\/\/i0.wp.com\/textundblog.de\/wp-content\/oatage-twitter.jpg?resize=280%2C145&#038;ssl=1\" alt=\"oatage-twitter\" width=\"280\" height=\"145\" class=\"bildrechts\" \/><\/a> <\/p>\n<blockquote><p>Eine gute Nachricht f\u00fcr alle, die sich f\u00fcr das Thema Open Access interessieren und nicht nach Hamburg kommen k\u00f6nnen bzw. sich nicht angemeldet haben: Die <a href=\"http:\/\/open-access.net\/de\/aktivitaeten\/open_access_tage\/programm\/plenumsvortraege\/#c4481\">Keynote<\/a> und die <a href=\"http:\/\/open-access.net\/de\/aktivitaeten\/open_access_tage\/programm\/plenumsvortraege\/#c4456\">Podiumsdiskussion<\/a> werden aufgezeichnet. Die Adressen, unter denen Sie diese Programm-Highlights nachschauen k\u00f6nnen, werden auf der Tagungs-Website verlinkt. Bei Interesse folgen Sie auch gern dem Twitter-Account der Open-Access-Tage <a href=\"https:\/\/twitter.com\/oatage\">@OATage<\/a> oder dem Hashtag <a href=\"https:\/\/twitter.com\/search?q=%23oat13&#038;src=hash\">#oat13<\/a>.<\/p><\/blockquote>\n<p>Weiter im <em>Stabi-Blog<\/em>:<br \/>\n\u00ab<a href=\"http:\/\/blog.sub.uni-hamburg.de\/?p=12725\">Freier Zugang zu Wissen: Open-Access-Tage vom 1. bis 2. Oktober in der Stabi<\/a>\u00bb.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wissen im freien Zugang anzubieten, ist l\u00e4ngst nicht mehr ein &#8222;nice to have&#8220; f\u00fcr die wissensdurstige Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Angesichts unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gestiegener Preise \u2013 v.a. f\u00fcr Zeitschriften, aber auch f\u00fcr gedruckte Fachliteratur \u2013 geh\u00f6rt dem freien Zugang zum Wissen die Zukunft. 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