{"id":1433,"date":"2007-02-09T11:45:11","date_gmt":"2007-02-09T10:45:11","guid":{"rendered":"http:\/\/textundblog.de\/?p=1433"},"modified":"2007-02-12T00:34:53","modified_gmt":"2007-02-11T23:34:53","slug":"privilegierte-ubersetzer-eine-entgegnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/textundblog.de\/?p=1433","title":{"rendered":"Privilegierte \u00dcbersetzer? &#8211; Eine Entgegnung"},"content":{"rendered":"<p>Sind wir schon so weit? Nicht nur, dass literarische \u00dcbersetzer f\u00fcr die wichtige Arbeit, die sie leisten, viel zu schlecht bezahlt werden, nein es wird ihnen auch \u00f6ffentlich vorgeworfen, sie t\u00e4ten nur so, als verdienten sie zu wenig. So geschehen am 7.2.07 in dem bereits erw\u00e4hnten NZZ-Artikel \u00ab<a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/2007\/02\/07\/fe\/articleEWDNW.html\">Notwendige Unterbezahlung?<\/a>\u00bb von Joachim Guntner, der sich erdreistet zu behaupten:<\/p>\n<blockquote><p>Wenn ein gefragter \u00dcbersetzer wie Burkhart Kroeber klagt, &#139;wir m\u00fcssen von etwa 1000 Euro pro Monat leben&#155;, dann ruiniert er nicht nur seine eigene Glaubw\u00fcrdigkeit, sondern die der ganzen Zunft.<\/p><\/blockquote>\n<p>Immerhin druckt die NZZ heute &#8211; dankenswerterweise und ganz im Sinne Ihrer gewohnten Neutralit\u00e4t &#8211; die Gegendarstellung des Umberto Eco-\u00dcbersetzers Burkhart Kroeber ab: <\/p>\n<blockquote><p>Die durchschnittlich 1000 Euro sind keineswegs, wie G\u00fcntner vermutet, der von einem \u00abUnterprivilegierten\u00bb erzielte Betrag. Sie sind das, was ein vielgefragter und in den Verlagen hochgesch\u00e4tzter \u00dcbersetzer in guten Zeiten (d. h., wenn er gesund ist und kein Auftragsmangel herrscht) erwirtschaften kann. Je schwieriger eine \u00dcbersetzung ist, desto geringer wird diese Summe &#8211; bei manchen Texten schafft man nicht mehr als 2 bis 3 Seiten pro Tag.<\/p><\/blockquote>\n<p>Weiter in \u00ab<a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/2007\/02\/09\/fe\/articleEWKZB.html\">Privilegierte \u00dcbersetzer? &#8211; Eine Entgegnung<\/a>\u00bb von Burkhart Kroeber.<\/p>\n<p>Ich finde es besch\u00e4mend, dass Burkhart Kroeber sich auf diese Ebene herablassen muss, und hier vorrechnen muss, wie schlecht die \u00dcbersetzer von Literatur gestellt sind. Gleichzeitig ist es ihm hoch anzurechen, <em>dass<\/em> er es tut. Danke daf\u00fcr, Burkhart!<\/p>\n<p>Die \u00dcbersetzer haben keine Lobby und verf\u00fcgen nicht \u00fcber gro\u00dfe PR-\/Marketingabteilungen wie die Verlags- und Medienkonzerne. Was die \u00dcbersetzer haben, sind ihre Leser (also euch!), die sich freuen ausl\u00e4ndische Literatur in ihrer Sprache lesen zu k\u00f6nnen und die Freude an Texten zu haben, deren Originalsprache sie nicht beherrschen. Vielleicht denkt ihr einfach mal daran, wenn ihr das n\u00e4chste Mal ein ausl\u00e4ndisches Werk auf deutsch lest und schaut mal vorne in die Angaben, wer das Werk \u00fcbersetzt hat.<br \/>\nDamit haben wir noch keinen Cent mehr verdient, aber vielleicht st\u00e4rkt das bewusste Wahrnehmen der \u00dcbersetzer auch endlich einmal ihre Position als Urheber.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sind wir schon so weit? Nicht nur, dass literarische \u00dcbersetzer f\u00fcr die wichtige Arbeit, die sie leisten, viel zu schlecht bezahlt werden, nein es wird ihnen auch \u00f6ffentlich vorgeworfen, sie t\u00e4ten nur so, als verdienten sie zu wenig. 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