
Das Internet ist ja im Prinzip eine einzige große Jukebox. Songza hat das erkannt und perfekt (will sagen: schlicht und einfach) umgesetzt. Man tippt Titel oder Interpret der Musik, die man gerne hören möchte, in ein Suchfenster ein, klickt auf Play und hört den Song.
Songza hat meinen ersten Test gleich mit Bravour bestanden. Ich habe «miss li» eingetippt, die schwedische Sängerin, deren Video zu «Oh, Boy» ich vor ein paar Tagen in der Videotheke vorgestellt hatte, und schwupp ertönt «Oh, boy» aus den Lautsprechern meiner Anlage. Weitere Titel, die Diskographie und die Einkaufsmöglichkeiten werden mir angezeigt.
Wann erkennt die Musikindustrie, dass das Zurverfügungstellen von Musik im Netz die Vermarktung von Musik nicht hemmt, sondern befördert? Einfache Verbreitung führt zu schneller aufkommender Begeisterung und letztlich auch zum Kauf der Musik (siehe Begeisterung und Kauf). Ist doch nicht so schwer zu verstehen, oder?
Ich muss Robert Basic Recht geben, der Songzas superbes Interface lobt. Bei ihm auch mehr Infos zum technischen Hintergrund, wie Songza an die Musikdateien kommt und wo im Netz darüber diskutiert wird, wie lange das noch gut gehen kann. Also, solange es noch funktioniert, unbedingt testen: songza.com.
Update 19:00 Uhr: Wie in den Kommentaren bereits erwähnt, kann man das Abspielen der Musik mit der Spacetaste anhalten und wieder starten. Außerdem gibt es sogar schon eine Firefox-Erweiterung für Songza, mit der die Musikrecherche direkt vom Suchfenster oben rechts im Browser gestartet werden kann.