Tweet der Woche: Hilfe, es klingelt!

Im FAZ-Interview mit Stefan Winners, dem Chef von Tomorrow Focus, spricht dieser einen wichtigen Punkt an, was die Änderung unserer Netznutzung betrifft:

Die Internetnutzung nimmt weiter zu. Im Moment verlagert sich die Nutzung des Internets signifikant – vom stationären Internet am PC auf mobile Geräte.

Statt am heimischen Rechner sind wir immer mehr mit mobilen Endgeräten im Netz unterwegs. Ich persönlich merke das auch, telefonieren tue ich kaum noch mit dem Handy. Und so mag es wenig überraschend sein, dass mir in dieser Woche jener Tweet von @formschub ganz besonders gefiel, den ich deshalb zum «Tweet der Woche» küren möchte:

«Tweet der Woche» von @formschub

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Tweet der Woche: Verbreche ud Retsel

Herr @Gllebitter ht eie Tweet geschriebe, der us icht ur Zeuge eies furchtbre Verbreches werde lesst, soder der – ud ds etbehrt icht eier gewisse Iroie – us uch och ei über ds Krimilistische hiusgehedes Retsel ufgibt. Ei klrer Fll für de Tweet der Woche:

Tweet der Woche von @Gallenbitter

Mit dem Retsel ist icht die Frge gemeit, wo sid die etschwude Letter gebliebe, soder es ist der uusgesprochee ufruf, de der schlue utor (der Tt ud des Tweets) uf der Metebee über de Kurzchrichteseder Twitter verbreitet: Fidet de Fehler im Tweet!

Die verggee Tweets der Woche fidet ihr hier.

Tweet der Woche: Das Rätsel hinter der Autokorrektur

Ich muss schon sagen, @der_handwerk versteht sein selbiges. Seine Tweets bereiten – nicht nur mir – häufig eine besondere Freude. Diese Woche hat er einen publiziert, den ich zum «Tweet der Woche» küren möchte: Vermeintlich ganze drei Wörter der getwitterten Kurznachricht stehen da so, wie er sie wohl gemeint haben könnte. Alle anderen wurden von Herrn @Formschubs Streber aus der 8b mehr oder weniger entstellt:

Tweet der Woche von @der_handwerk

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Tweet der Woche spricht Vielen aus der Seele

Es gibt wirklich viel Unbedachtes in der Vorberichterstattung des heutigen Viertelfinales zwischen Deutschland und Griechenland. Und damit meine ich nicht nur die strohdummen BILD-Schlagzeilen oder die schlechten Witze zum Verhältnis der beiden Länder. Nein, es werden schlimmste Dinge ohne jedes historische Feingefühl fabriziert und in weiten Teilen der Medien ersetzt eine regelrechte Kriegsberichterstattung die Information rund um die EM. In seinem satirischen Beitrag «Heimspiel in Danzig» schießt Henning Bornemann präventiv zurück. Doch ob des Zitierten vergeht einem das Lachen ganz schnell.

Einen besonders schlimmen Punkt des nationalen Chauvinismus’ spricht Maike aka @ruhepuls an, und so kommen wir auch schon zum «Tweet der Woche», der ihrer Tastatur entstammt und vielen von uns aus der Seele spricht:

Tweet der Woche von @ruhepuls

Freude über den Spielgewinn der Mannschaft, die man als Fan unterstützt, ist eine Sache. Ein unterschwelliger, übersteigerter Nationalismus ist die andere. Dazu passend eine aktuelle Lektüre-Empfehlung:

Farbe ins Gesicht, Trikot an und schon wird gegrölt. Seit 2006 ticken Deutsche bei WM oder EM aus. Doch um Party geht es vielen nicht, sie leben ihren Nationalismus aus.

Weiter im Artikel von Constantin Wißmann auf ZEIT Online:
«Meine gefährliche Liebe zu Deutschland».

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Tweet der Woche von Herrn @Buddenbohm

Als Kinder haben wir alle irgendwann auch mal “Arbeit” gespielt. Dabei wurden sicher die meisten von uns spielerisch noch nicht an die heutige Arbeit herangeführt, weil es die modernen IT-Arbeitsmittel zu jener Zeit entweder noch nicht gab, oder sie noch keine nennenswerte Verbreitung in unserem Alltag hatten. Heute ist das sicher anders. Die Welt der Kinder und die der arbeitenden Erwachsenen ist irgendwie gar nicht mehr so weit von einander entfernt. Trefflich beobachtet im «Tweet der Woche» von Herrn @Buddenbohm:

Tweet der Woche von @Buddenbohm

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Tweet der Woche: Kurz = gut (oder schlecht?)

Ob die Kommunikation auf Kanälen mit beschränkter Textlänge – also etwa via SMS (160 Zeichen) oder auf Twitter (140 Zeichen) – tatsächlich den Wortschatz der beteiligten Kommunikatoren vermindert, ist noch nicht ausreichend wissenschaftlich untersucht worden. Eines steht jedoch fest: der Nachrichtenaustausch auf Twitter erfordert in der Regel diszipliniertes Kurzfassen der Autoren. Bei manch ausschweifend formuliertem Pamphlet – hier ist @steffenmeier unumwunden zuzustimmen – wünscht man sich die Kurzform in 140 Zeichen. Im «Tweet der Woche» formuliert es @assenassenov so:

Tweet der Woche von @assenassenov

Es bleibt dahin gestellt, ob er damit selbstironisch einen Verlust an Wortschatz-Varietät konstatiert, oder ob er die Disziplinierung zur Redundanz-Vermeidung in den Vordergrund stellt.

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Seite 48 von 51
1 46 47 48 49 50 51