Tweet der Woche: Dieser Stuhl ist schon besetzt

Tweet der Woche Der aktuelle us-amerikanische Präsident hat schon vor der letzten US-Wahl – zusammengefasst von 2006 bis 2008 im Dossier «Barack Obama – Der Kandidat und das Netz» – gezeigt, wie man das Netz für politische Kampagnen einsetzt. Er tut es auch jetzt, als um die Wiederwahl kämpfender Amtsinhaber. Indem er etwa das Portal Reedit in seinen Wahlkampf einbaut. Unterdessen heuern die Republikaner mit Clint Eastwood einen 82-jährigen Schauspieler an, der offenbar vergangene Nacht nicht seine beste Rolle spielte, als er nach dem Einmarsch begleitet von Western-Musik einen Monolog mit einem leeren Stuhl führte, der imaginär für Obama stand (nachzulesen und zu sehen auf ZEITonline). Das Ganze hat nicht nur das wunderbare Mem Eastwooding ausgelöst, sondern Obama, bzw. sein Wahlkampfteam, hat wieder einmal gezeigt, dass es das Web versteht und die ganze Aktion mit einem einzigen Tweet ausgehebelt, der mittlerweile fast 25.000 mal geretweetet wurde und fast 10.000 Favs bekam.

Ganz klar, der «Tweet der Woche» kommt dieses Mal von @BarackObama:

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Tweet der Woche von @FrescoJesus

Tweet der Woche Cecilia Giménez hat es doch nur gut gemeint. Mit ein paar Pinselstrichen wollte die rüstige Hobby-Restauratorin (>80) dem Jesus in der Dorfkirche von Borja in der spanischen Provinz Saragossa ein neues Gesicht verleihen. Aus dem „Ecce Homo“ hat sie allerdings, um eine gelungene Beschreibung der FAZ zu übernehmen, einen „Ecce Mono“ – ein Affengesicht – gemacht. Im zur Dorfkirche gehörenden Blog Centro de Estudios Borjanos diskutiert man aufgeregt im Kommentarbereich die Pläne, dem guten Jesus mittels Restaurateuren, die im Unterschied zu Cecilia dem Pinselschreck etwas von ihrem Job verstehen, wieder zu seinem alten Antlitz zu verhelfen. Kritische Stimmen werden laut, dass das bisher unbeachtete Kunstwerk durch die mutige …ähäm… Überarbeitung erst zu der weltweiten Beachtung geführt hätte, an deren touristische Ausschlachtung jetzt gedacht werden müsse.

Dem gegenüber steht der Aufschrei des Kunstobjektes selbst, niemand geringeres als der Jesus von Borja, @FrescoJesus, hat sich selbst zu Wort gemeldet, ein klarer «Tweet der Woche»:

Tweet der Woche von @frescojesus

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Tweet der Woche: Instagram-Talent

Tweet der Woche Bei Vorstellungsgesprächen, das weiß jeder Bewerbungsprofi, geht es darum, irgendwie aus der Menge der Bewerber heraus zu ragen. Dabei können scheinbar nebensächliche Vorlieben, untergeordnete Nebentätigkeiten, oder Detailfähigkeiten, mit denen der pfiffige Kandidat glaubt auffallen zu können, oder mit denen der Lebenslauf ein bisschen aufgepeppt wird, tatsächlich eine entscheidende Bedeutung erlangen. Das können wohl gemerkt Eigenschaften sein, die zunächst gar nichts mit dem Job zu tun haben, mit denen sich der Bewerber positiv oder negativ aus der Menge absetzt. So oder so ähnlich ist es auch @himmelkreis ergangen:

Tweet der Woche von @himmelkreis

Ob’s mit der Stelle geklappt hat, ist bis dato nicht bekannt. Für den «Tweet der Woche» hat’s jedenfalls gereicht. Aber auch nur ganz knapp vor einem anderen Instagram-Talent.

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Tweet der Woche: Uebersetzer-Aufopferung

Tweet der Woche Bisher ist es mir noch nie so leicht gefallen, gegen Ende der Woche den «Tweet der Woche» zu bestimmen. Und ich mache das, seit dem Darniederliegen von Twitkrit, immerhin auch schon wieder seit einem Dreivierteljahr. Der ausgewählte Tweet steht dabei exemplarisch für eine ganze Tweet-Serie, mit der die Autorin tagelang und in geradezu aufopfernder Weise ihre kostbare Zeit – und, wie man dem gleich vorgestellten Tweet entnehmen kann, auch Nerven – opfert, damit die am Thema Interessierten Abläufe und Zusammenhänge erfahren, die sie durch fehlende Sprachkenntnis nicht selbst verfolgen oder herstellen können.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich danke meiner Übersetzer-Kollegin Gabriele Zöttl aka @uebersetzer für ihre Tweet-Berichterstattung zu #PussyRiot. Symbolisch ausgewählter «Tweet der Woche», der zeigt, dass auch die Berichterstattung über diese unsägliche Farce von Prozess nicht spur- und kommentarlos an der Autorin vorbei geht:

Tweet der Woche von @uebersetzer

Update: Gabriele Zöttl schildert das Ganze auch in ihrem Blog:
«Pussy Riot vertwittern – eine ungewohnte Erfahrung».

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Tweet der Woche im Dunkel der Nacht

Tweet der Woche Wer dachte, dieser würde der Tweet der Woche werden, hat sich getäuscht (der wird ja erst interessant bei einer heute oder morgen erschwommenen deutschen Olympia-Medaille). Nein, statt der Chronik eines angekündigten #Elbflipper‘s, geht es um eine praktische Erfahrung mit mobilen Endgeräten in der Nacht. Jeder, der sich schon mal in der Dunkelheit auf heimischem oder – schlimmer noch – fremdem Boden zur nächsten Lichtquelle durchgestolpert hat, wird diese im Tweet geschilderte Erfahrung nachvollziehen können. Auch wenn er oder sie das besagte Lied dazu nicht angestimmt hat, doch das ist es ja gerade, was den Tweet von @Ingapopinga so wunderschön und somit zum «Tweet der Woche» macht:

Tweet der Woche von @ingapopinga

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Tweet der Woche schließt den Stromkreis

Tweet der Woche Die Energiewende ist mit Bioenergie nicht zu schaffen, sondern verstärkt nur den Hunger in der Welt. Deshalb ist die einzig richtige Forderung – wie diese Woche in der ZEIT zu lesen ist –: «Stoppt den Bio-Wahnsinn». Es könnte aber sein, dass sich mit dem «Tweet der Woche», veröffentlicht von @quarkkalibur, immerhin der (Strom-) Kreis schließt:

Tweet der Woche von @quarkkalibur

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Tweet der Woche: Vom Nutzen der Wolke

Zur Zeit reden alle über’s Wetter. Über den ausbleibenden Sommer, der jetzt bald doch noch (wirklich?!) kommen soll. Über zu viel Regen und so weiter. Das nervt. Hier soll zur Abwechslung mal nicht über das Wetter geredet werden, sondern über Wolken. Über die fabelhafte Cloud, in der wir alles Mögliche abspeichern und teilen können. Konsultiert man die Wikipedia, unsere Welt-Enzyklopädie, die wir ja auch in der Rechner-Wolke abgespeichert haben, um von überall darauf zugreifen zu können, erfahren wir als Definition zu Cloud-Computing:

Cloud-Computing (selten auch: Rechnerwolke) umschreibt den Ansatz, abstrahierte IT-Infrastrukturen (z. B. Rechenkapazität, Datenspeicher, Netzwerkkapazitäten oder auch fertige Software) dynamisch an den Bedarf angepasst über ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Aus Nutzersicht scheint die zur Verfügung gestellte abstrahierte IT-Infrastruktur fern und undurchsichtig, wie in einer „Wolke“ verhüllt, zu geschehen. Angebot und Nutzung dieser Dienstleistungen erfolgen dabei ausschließlich über definierte technische Schnittstellen und Protokolle.

Und nun kommen wir zum eigentlichen Anlass dieses Artikels. Den «Tweet der Woche» hat dieses Mal die wunderbare @HappySchnitzel verfasst, denn sie legt den Fokus auf einen ganz besonderen Vorteil der Rechner-Wolke, die nichts vergisst:

«Tweet der Woche» von @HappySchnitzel

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Tweet der Woche: Hilfe, es klingelt!

Im FAZ-Interview mit Stefan Winners, dem Chef von Tomorrow Focus, spricht dieser einen wichtigen Punkt an, was die Änderung unserer Netznutzung betrifft:

Die Internetnutzung nimmt weiter zu. Im Moment verlagert sich die Nutzung des Internets signifikant – vom stationären Internet am PC auf mobile Geräte.

Statt am heimischen Rechner sind wir immer mehr mit mobilen Endgeräten im Netz unterwegs. Ich persönlich merke das auch, telefonieren tue ich kaum noch mit dem Handy. Und so mag es wenig überraschend sein, dass mir in dieser Woche jener Tweet von @formschub ganz besonders gefiel, den ich deshalb zum «Tweet der Woche» küren möchte:

«Tweet der Woche» von @formschub

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