Nie mehr mit Microsoft Word rumärgern, pdf’s einfach aus der Textverarbeitung heraus durch zwei Klicks erzeugen und trotzdem mit allen kommunizieren können, die einem einen Text in Word schicken oder ihn im Word-Format haben wollen. Klingt gut und ist gut: Heute ist nach langer Entwicklungszeit Open Office 2.0 erschienen und kann hier kostenlos heruntergeladen werden (78 MB), oder hier für 7,50 Euro (inkl. Porto) als CD bestellt werden.
Besprechungen gibt es zahlreich: etwa bei Golem.de, PCTipp.ch oder in der aktuellen c’t (22/2005, S. 170f). Resonanz auch bei kritischer Betrachtung durchweg positiv. Nach meinen ersten Tests bin ebenfalls begeistert und voller Hochachtung für die Arbeit der Entwickler!
Zum Erzeugen von PDFs aus der Textverarbeitung heraus empfehle ich ja gern und oft Open Office, die mit den Jahren immer besser gewordene Textverarbeitung, die bei mir schon lange das üble Microsoft Word ersetzt hat. Mit Open Office kann man auf Knopfdruck ein PDF aus einem Text erzeugen.
Doch man möchte ja nicht immer nur aus Texten PDFs generieren, es kann sich ja auch aus anderen Programmen heraus ergeben (Graphikprogramm, Webbrowser, Excel ect.), dass man etwas in diesem praktischen und im Layout stabil bleibenden Format archivieren möchte, es online stellen möchte oder es per E-Mail (Vorteil: kleine Dateigröße!) versenden möchte. Dazu habe ich heute einen guten Tipp: do PDF, ein kleines, aber sehr effektives Programm, das ich seit ein paar Tagen getestet und für sehr gut befunden habe.
In diesem kurzen Video sieht man, wie leicht es ist, damit aus jeder Anwendung heraus ein PDF zu erzeugen. Das Windows-Programm richtet sich nämlich als virtueller Drucker ein. Hat man es einmal installiert, druckt man das, was man in PDF umwandeln möchte, einfach aus, wählt aber statt seines Standarddruckers den Eintrag «do PDF». Es geht kinderleicht und ist – was die Größe des PDFs angeht – sehr flexibel einstellbar (zwischen 72 dpi to 2400 dpi):
Weitere Vorteile: man braucht nicht, wie bei ähnlichen Varianten (z.B. PDF Creator, den ich vorher genutzt hatte) auch noch den Postscriptinterpreter Ghostscript zu installieren.
Also: einfach mal ausprobieren und statt Riesendokumente ins Netz zu stellen oder Riesenanhänge per Mail zu verschicken, die Dinge, die man mitteilen möchte, auf bis zu 80% ihrer ursprünglichen Größe reduzieren. Die Empfänger und Webseitenbesucher werden es euch danken: do PDF.
Diesen sensationell guten Tipp habe ich übrigens aus dem klasse Download Squad-Artikel aus der Vorwoche «What programs do you load after a clean Windows install?», wo die Programme aus unterschiedlichsten Bereichen vorgestellt werden, die man bei einer Neuinstallation von Windows auf jeden Fall installieren sollte. Dort auch – wie in jedem guten Blog – unbedingt die Kommentare mit zahlreichen weiteren Programmtipps beachten!
Als Unterzeichner der Göttinger Erklärung zum «Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft» bin ich auch im Verteiler des gleichnamigen Aktionsbündnisses. Heute früh erhielt ich eine Mail von Prof. Dr. Rainer Kuhlen, dem Sprecher des Aktionsbündnisses „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“, verbunden mit einem Appell heute [update: oder morgen] noch (!) eine E-Mail an die Mitglieder des Bundestages zu senden, um Sie auf meine Haltung zur am Donnerstag im Bundestag anstehenden Entscheidung über die zweite Anpassung des Urheberrechtsgesetzes hinzuweisen.
[Update 3.7.07, 22.30 Uhr: mittlerweile weisen auch netbib und infobib auf diese Aktion hin, und Prof. Kuhlen hat sich hier in den Kommentaren mit einer interessanten „Geschichte aus dem Nähkästchen“ und mit dem Hinweis, dass auch morgen noch E-Mails an den Bundestag geschickt werden können, gemeldet. Ich danke euch allen für eure Teilnahme und für die Weiterleitung dieser Information.]
Normalerweise halte ich nicht viel von solchen Mailings, aber in Anbetracht der Tatsache, dass unsere Volksvertreter dabei sind am Donnerstag einen großen Fehler zu begehen, habe ich sofort eine solche Mail geschickt und möchte diejenigen unter euch, die an einem freien Zugang zu Wissen in Schulen, Hochschulen oder in den Bibliotheken interessiert sind, bitten, sich diesen Text einmal anzusehen und per Mail an die Mitglieder des Bundestages zu schicken. Dass einige der Politikerinnen und Politiker, die nach eigener Aussage nur 1-2mal in ihrem Leben ins Internet gegangen sind, oder nicht wissen was ein Browser ist, hier noch Informationsbedarf haben, das hat man ja in den vergangenen Tagen vielerorts im TV und im Netz erleben dürfen: «Internet-(In-)Kompetenz der Politik».
Im Anschluss also der Text des Aktionsbündnisses Urheberrecht und der Mailtext zum Download in den Formaten RTF (für Word), ODT (für Open Office) oder PDF. …