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Cory Doctorow & Alberto Manguel in Hamburg

Ehe ich übermorgen für 10 Tage in den Filmfestivalzirkus von San Sebastián abtauche, werde ich morgen noch zu zwei Lesungen in Hamburg gehen, auf die ich mich beide unheimlich freue:

Cory Doctorow

Morgens um 11 Uhr geht’s zu Cory Doctorow, der im Altonaer Museum lesen wird. Dank des Aufrufs von betahaus bin ich bei der vom Kinderbuchhaus organisierten Veranstaltung dabei:

Der „Web-Guru“ („Stern“) und Bestsellerautor Cory Doctorow liest aus seinem Erfolgsroman „Little Brother“ und diskutiert mit einer Schulklasse ab Klasse 9 und mit den Internetz-Werkern aus dem betahaus (www.betahaus.de) über Freiheit im Internet-Zeitalter.

Und abends um 19 Uhr geht’s in die Stabi zu Alberto Manguel. Von beiden Herren war schon mehrfach auf Text & Blog die Rede (meine Artikel zu Doctorow und zu Manguel).

Alberto Manguel

Manguel hab ich ja vor 3 Jahren schon in der Stabi bei einer Lesung erleben dürfen. Er ist einfach ein sehr sympathischer Autor. Morgen in der Stabi stellt er seinen neuen Roman »Alle Menschen lügen« vor:

Hans Jürgen Balmes (S. Fischer Verlag) im Dialog mit Alberto Manguel und Lesung aus dem Roman (in deutscher Sprache). Nach dem großen Erfolg seiner Werke zur Kulturgeschichte des Lesens und der Bibliotheken begegnet uns Manguel wieder als Erzähler und Romancier. In seinem neuesten Werk (Todos los hombres son mentirosos, RBA Libros, 2008; Übersetzung: Susanne Lange) stellt Alberto Manguel der Lüge eine raffinierte Falle. Vor Augen und Ohren des Lesers entsteht ein spannender Roman über die schmale Linie zwischen Liebe, Lüge und Verrat, eine melancholische Komödie über das wahre Falsche und das falsche Wahre. – »Ein Meisterwerk«, urteilte El País.

Allen Kurzentschlossenen kann ich nur empfehlen, morgen in die Stabi zu kommen. Die Veranstaltung findet in unserem wunderschönen Lichthof statt. Eintritt: 6 €. Alle Infos im Stabi-Blog.

Bildnachweise: Doctorow (Wikipedia), Manguel (Stabi-Blog)

Hamburg, Literatur

Stabi-Lesung mit Alberto Manguel: Die Bibliothek bei Nacht

Die Bibliothek bei Nacht
Das Cover unbedingt in groß anschauen!

Wer Bücher liebt, wird dieses Buch lieben: «Die Bibliothek bei Nacht» von Alberto Manguel.
Ich habe mir heute Abend nach der genialen Lesung im Lichthof der Stabi vorgenommen, es zu lesen. Ein sympathisch wirkender Autor hat aus dem englischen Original seines Buches gelesen und auch dermaßen interessant über das Lesen und die Gestaltung seiner eigenen Bibliothek gesprochen, dass ich auf jeden Fall große Lust habe, das – wie in der deutschen Lesung zu hören war – von Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié gut übersetzte Werk demnächst in meine persönliche Bibliothek aufzunehmen.

Manguel, Kosmopolit, in Argentinien geboren, kanadischer Staatsbürger mit Wohnsitz unter anderem in Frankreich, beschreibt im Vorwort seinen Bezug zur Bibliothek mit diesen Worten:

In meiner tollkühnen Jugend, als meine Freunde von Heldentaten in der Justiz und Ingenieurskunst träumten, träumte ich davon, Bibliothekar zu werden. Trägheit und ein übermächtiger Drang zu reisen entschieden es anders. Jetzt mit 56 (laut Dostojewski, im Idioten, „das Alter, in dem das wahre Leben beginnt“), habe ich mich diesem alten Traum wieder zugewandt, und auch wenn ich mich nicht wirklich als Bibliothekar ansehen kann, lebe ich doch zwischen einer ständig zunehmenden Zahl von Regalen, deren Enden mit dem Haus verschmelzen.

Im Interview mit Deutschland Radio Kultur erklärt der Autor und Übersetzer Manguel, wie es damals dazu kam, dass er als Sechszehnjähriger dem bereits sehgeschwächten Borges vorgelesen hatte. Sehr schön zu lesen, dass er erst im Nachhinein entdeckt hatte, dass nicht er es war, der damit Borges einen Gefallen tat, sondern umgekehrt: «Eine Geschichte bibliophiler Träume».

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Hamburg, Literatur, Übersetzen