Am kommenden Sonntag (7. September, 12-19 h) findet an einem meiner Lieblingsplätze in Wandsbek das Wandsbeker Sommerfest statt. Vom Wandsbeker Mühlenteich hab ich ja hier schon des öfteren berichtet. Bei Hamburgs brückentechnischer Fachreporterin Frau Kurzundknapp war der Mühlenteich samt Brücke mit Hinweis auf das Sommerfest kürzlich auch ein Thema. Dort ist auch in wunderschönen Bildern richtig gut zu sehen, wie schön diese stille Oase unweit des Wandsbeker Zentrums ist:
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Was macht man, wenn man bei diesem wunderschönen Wetter arbeiten muss und trotzdem die Sonne genießen will? Genau: Man nimmt die Arbeit einfach mit nach draußen.
Ich habe zur Zeit die Ehre für die Romanischen Forschungen, immerhin eine der ältesten deutschen Fachzeitschriften, eine Rezension zu einer Doktorarbeit über Buñuel zu schreiben. Da ich das Werk mit dem schönen Titel «Die Faszination der Blicke bei Buñuel» erst mal lesen muss, ehe ich etwas darüber schreibe, hab ich mich einfach damit an einen der schönsten Orte Hamburgs begeben, der glücklicherweise auch noch bei mir um die Ecke liegt: an den Wandsbeker Mühlenteich. Meine gefiederten Freunde, hier schon mal als Tierische Wiesengäste vorgestellt, waren auch wieder da:
Die Wiese am Wandsbeker Mühlenteich ist mein Liebingsplatz in Hamburgs schönstem Stadtteil. Das habe ich hier schon mehrfach erwähnt. Als kleine Neuigkeit zu diesem schönen Fleckchen im lauschigen Osten der Hansestadt kann ich heute berichten, dass man sich das großflächige Grün auch mit den auf den Fotos zu sehenden gefiederten Zweibeinern teilen muss. So nahe wie heute, am sonnendurchfluteten 1. Mai-Feiertag, sind sie mir noch nie gekommen:
Wieder einmal ein Eintrag aus der Reihe: «So schön ist es in Wandsbek». Heute: Die Liegewiese am Mühlenteich. Einer meiner Lieblingsplätze in dem – meiner Meinung nach – schönsten Stadtteil Hamburgs. Nicht mal fünf Minuten vom Lengerckestieg entfernt, kurz an der hinterm Haus vorbeifließenden WandseSiehe auch den Artikel im Hamburger Abendblatt: «Die Wandse hat viele Gesichter» entlang geradelt und schon bin ich dort. Heute auf Pfingstmontag hab ich dort wieder einmal gemütlich in der Sonne gelegen, Zeitung (FASZ) und Roman (Jonathan Franzen: Die Korrekturen, in der Übersetzung von Bettina Abarbanell) gelesen und den Tieren (Enten, Vögel, Hunde) und Menschen (klein, groß, grillend, lesend, schlafend) um mich rum zugeschaut. Ein wirklich schöner Platz, den viele Hamburger ganz sicher noch nicht einmal kennen. Vielleicht auch besser so. 😉
Wie hier angekündigt, hatten die Piraten Hamburg am Montag zu einer Infoveranstaltung zum Thema TTIP und CETA eingeladen. Referierender Gast war Dr. Patrick Breyer, Abgeordneter des schleswig-holsteinischen Landtages und Experte zum Thema. Vielleicht ist der achte Geburtstag der deutschen Piratenpartei ja ein ganz guter Tag, um kurz über die Veranstaltung zu berichten. Denn im Gegensatz zu manch anderen, die glauben, dass die gefallenen Umfragewerte zeigten, dass wir keine Piraten mehr in der Politik bräuchten, bin ich sehr wohl der Ansicht, dass es gut ist, dass es uns Piraten noch gibt. Wir stehen erst am Anfang.
Das ganz bewusst im Geheimen verhandelte und vollkommen intransparente Freihandelsabkommen ist ja nur ein Punkt, der zeigt, dass politische Aufklärung bitter Not tut, und dass, wenn notwendig, Widerstand und Protest dagegen organisiert werden muss. Die LGS (Landesgeschäftsstelle) der Piraten auf der Schanze war jedenfalls am Montag-Abend bis auf den letzten Platz gefüllt, manche mussten sogar noch stehen oder saßen auf dem Boden. Das Interesse war also groß an den geplanten Freihandelsabkommen zwischen den USA und Europa (=TTIP) sowie Europa und Kanada (=CETA). Diese bedrohen rechtsstaatliche Prinzipien und demokratische Mitbestimmung. Wird hinter den Kulissen eine Paralleljustiz vorbei an den Parlamenten aufgebaut? Alle wollten wissen, was da denn jetzt mit den Freihandelsabkommen auf uns zu kommen würde, sollten sie tatsächlich beschlossen werden und welche Möglichkeiten es bereits im Vorfeld geben könnte, das doch noch zu verhindern.
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Was für ein wunderbarer Frühlingstag in Hamburg und ganz offenbar in ganz Deutschland. Geschätzt 1,8 Mio. Menschen haben den heutigen Tag in der Hansestadt am Elbstrand verbracht. Einer ist trotz Traumwetters im wunderschönen Wandsbek geblieben und hat sonnengeblendet größtenteils zuhause und – um wenigstens mal etwas ‚raus zu kommen – auch ein gutes Stündchen am Wandsbeker Mühlenteich seine Masterarbeit vorangetrieben.
In etwas mehr als einem halben Jahr werde ich mein insgesamt zweijähriges Masterstudium hoffentlich beendet haben und wieder etwas mehr Freizeit haben. Ich freu‘ mich schon drauf. 😉
Foto: Schwenker in Hamburg; Timo Heuer auf Flickr.
Es ist ja allseits bekannt, dass die Saarländer die Grillnation schlechthin sind. Gerade gestern bin ich noch ob meiner saarländischen Herkunft von mspro im Twitkrit-Geburtstagsvideo als Schwenker bezeichnet worden. Schwenker (Begriffserklärung: Wikipedia) gibt es auch hier im Norden. Die Hamburger grillen überhaupt unheimlich gerne, da muss eine Hamburgisch-Saarländische Seelenverwandtschaft bestehen. Kaum gibt’s die ersten Sonnenstrahlen im Jahr, werden überall die Grills ausgepackt, sei es im Stadtpark, am Elbstrand, rund um die Alster oder auch am Wandsbeker Mühlenteich. Ich hatte mein persönliches Angrillen dieses Jahr bereits Ende Februar am Millerntor beim – leider erfolglosen – Schlangestehen für unsere St. Pauli-Dauerkarten, siehe dortiges Foto vom Grillen im Böllerwagen.
Heute war Grillen auch Thema in der NDR-Radio-Serie Frühstück bei Stefanie. Dort wird aber auch klar, dass Grillen nicht jedermanns Sache ist im Norden. Dies ist ein eindeutiger Unterschied zum Saarland, Schwenkverweigerer findet man dort nicht. Doch hört selbst, wie in Steffis Bistro übers Grillen schwadroniert wird:
Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Es kommt schon auf die Zubereitung an. Diese Erfahrung hat jetzt auch Udo gemacht…
Viele Ignoranten westlich der Alster oder Menschen aus sonstigen Gebieten der Hansestadt, die ihr Viertel nur ungern verlassen, glauben mir ja nie, wie schön es hier in Wandsbek ist. Sie kennen unseren Stadtteil entweder gar nicht, oder haben sich ihr Bild beim Durchfahren durch die Wandsbeker Marktstraße gemacht. So schütteln sie meist ungläubig den Kopf, wenn ich Ihnen erzähle, wie schön es im Stadtteil Wandsbek (nicht zu verwechseln mit dem mit über 400.000 (!) Einwohnern bevölkerungsreichsten gleichnamigen Bezirk von Hamburg) ist.
Deshalb zeige ich hier wieder mal ein paar Aufnahmen, die ich in den letzten Tagen in Wandsbek gemacht habe (auf Klick seht Ihr die Fotos bei Flickr in groß). Stadtteilimpressionen aus dem Osten der Hansestadt, sozusagen. Hier oben zu sehen das Staatsarchiv, das ich letztes Jahr an Ostern schon mal mit ein paar Fotos vorgestellt hatte. Momentan zieren die japanischen Kirschblüten das Straßenbild in der Kattunbleiche. Eine schöne Farbkombi: das Rosa der Blüten im Kontrast zum strahlend blauen Himmel und der gelben Uhr, die neben der Zeit auch den Weg zum Wandsbek Quarree zeigt.
Meine Nachbarn im Lengerckestieg haben an Ostern den Balkan-Grill neu eröffnet (vom Anstrich mit einem zumindest gewöhnungsbedürftigen Blau war letztes Jahr hier auch schon mal die Rede). Neben der Möglichkeit hinter dem Haus im Biergarten zu sitzen, kann man seit zwei Tagen jetzt auch direkt vor dem Haus speisen. Das scheint sich aber beim Zielpublikum noch nicht rumgesprochen zu haben. 😉
Tja, und insgesamt ist es ein Glücksfall, dass so viel Natur in diesem Stadtteil erhalten wurde, sei es der Mühlenteich, an den es mich immer wieder gern zum Lesen und zum Sonnetanken zieht, oder die leise vor sich hinplätschernde Wandse, die hinter meinem Haus vorbeizieht. Apropos vorbeiziehen, wie überall sonst, zieht auch hier in Wandsbek der Mond vorbei. Und geht auf. «Der Mond ist aufgegangen», das kennt jeder, nicht wahr? Doch dass der Autor dieser Zeilen, Matthias Claudius, ein Wandsbeker ist, das ist vielen unbekannt. Deshalb sollen die Stadtteilimpressionen mit seinem berühmten Text abgeschlossen werden, rezitiert von der wunderbaren Schauspielerin Elisabeth Flickenschildt: